Eurojackpot: Was würden Sie mit 90 Millionen machen?

Der Eurojackpot ist das El Dorado der Neuzeit. Er verspricht – bei überschaubarer Gegenleistung – unermesslichen Reichtum. Im Sommer 2018 durften sich zwei Spieler aus Deutschland über 90 Millionen Euro freuen. Klar ist: Mit 90 Millionen Euro kann man viel Gutes bewirken. Aber auch unnütze Dinge in den Einkaufswagen legen, zum Beispiel diese…

Eurojackpot: Was würden Sie mit 90 Millionen machen?

Eurojackpot: Was würden Sie tun?

2, 7, 24, 38, 45 und die beiden Zusatzzahlen 5 und 8 brachten ihnen Glück. Zwei Lottospieler aus Sachsen-Anhalt und Hessen räumten im Juli 2018 den Eurojackpot leer. 90 Millionen Euro teilen sich die beiden nun – macht 45 Millionen Euro pro Nase. Eine schier unvorstellbare Summe.

Was die Glückskekse mit all dem Geld machen? Ob sie ihren Job kündigen? Wir wissen es nicht.

Aber haben Grund genug, um einfach mal herumzuspinnen. Was könnte, sollte, müsste man mit 90 Millionen Euro machen? Hier sind einige Anregungen für den Fall, dass auch Sie bald um mehrere Millionen reicher sind…

Lottogewinn: Das würden die Deutschen mit dem Geld machen

Die meisten Deutschen würden – angeblich – einfach so weiterleben wie bisher. In einer Yougov-Umfrage sagte das fast jeder Dritte. Jeder Vierte würde in Steine investieren, jeder Zehnte das Geld sparen.

Auch Spenden und eine Weltreise tauchen auf der Liste der häufigsten Antworten auf. Und: Sechs Prozent würden ihren Beruf aufgeben. Das ist einerseits kein allzu hoher Wert. Andererseits können wir davon ausgehen, dass sich insgeheim doch wesentlich mehr einen Absprung aus dem Hamsterrad wünschen. Denn sozial erwünscht ist diese Antwort nicht, wird daher mutmaßlich auch vergleichsweise selten gegeben.

Auch regional sind die Präferenzen unterschiedlich, folgt man der Umfrage eines Online-Lottoanbieters. Das würden die Deutschen mit einem Lottogewinn machen – von Schleswig-Holstein bis Bayern:

  • Die Hamburger würden sich liebend gerne einen Fallschirmsprung aus größtmöglicher Höhe gönnen.
  • Die Saarländer würden in Sportevents aller Art investieren – und in die eigene Selbstständigkeit, zum Beispiel in ein Weingut, Bistro oder kleines Hotel.
  • Die Mecklenburger würden sich neue Einrichtungsgegenstände kaufen und Umbauten am Haus vornehmen, einen Pool bauen zum Beispiel.
  • Baden-Württemberger, Thüringer und Rheinland-Pfälzer stiften eine Summe für Weltfrieden und Umweltschutz – was immer das konkret bedeuten mag.
  • Die Sachsen würden sich am ehesten eine glamouröse Hochzeitsfeier spendieren – und gesünder leben.
  • Die Bayern gehen auf einen ausgedehnten Shopping-Trip und legen sich viele Technik-Gadgets in den Einkaufswagen.
  • In Nordrhein-Westfalen darf es auch gerne ein kulinarischer Exkurs mit Champagner-Ausschank sein.
  • Brandenburger und Sachsen-Anhaltiner würden das Weite suchen und dorthin ziehen, wo immer Sommer ist (Anm.: die Umfrage fand offenkundig vor dem Hitze-Sommer 2018 statt).
  • In Schleswig-Holstein stehen ein eigener Pferdehof oder eine Schaffarm hoch im Kurs.
  • Die Niedersachsen träumen vom Eigenheim.
  • Die Hessen wünschen sich sehnlichst eine Yacht.
  • Die Bremer stehen auf klassische Luxusgüter wie teure Autos.
  • Die Berliner wollen einfach nur ihren Geldsegen genießen.

Eurojackpot: Was Sie von 90 Millionen Euro kaufen könnten

Mit einem Lottogewinn ist man automatisch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit 90 Millionen Euro können Sie…

  • Leroy Sané kaufen

    Der Flügelstürmer von Manchester City hat laut transfermarkt.de einen Marktwert von 90 Millionen Euro, genauso wie Raheem Sterling, Paul Pogba und Gareth Bale. Bei Robert Lewandowski wären sogar noch fünf Millionen Euro übrig, er wird auf 85 Mio. taxiert. Für Brasilien-Star Neymar aber reicht es nur zur Hälfte. Sein aktueller Marktwert: 180 Millionen Euro.

  • sich 2.694 neue Rolex-Armbanduhren aus Gold leisten

    Eine einzelne GMT-Master II mit 18 Karat Everose-Gold, Neuheit 2018, kostet 33.400 Euro. Oder aber exakt 720 Exemplare der Bulgari Octo Finissimo Tourbillon Automatic kaufen. Die dünnste Uhr der Welt ist für 125.000 Euro das Stück zu haben.

  • eine Achterbahn im Garten bauen

    Für die Black Mamba im Phantasialand Brühl zum Beispiel wurden summa summarum rund 22 Millionen Euro fällig.

  • 159.000 TV-Spots auf Prosieben Maxx schalten

    Oder 106.000 TV-Spots auf Frauensender Sixx, jeweils im Januar. Die Preise variieren von Monat zu Monat. Diese stammen von 2017.

  • über 523 Jahre lang im Luxus-Hotel The Mark in New York City residieren

    Allerdings nur dann, wenn Sie das Zimmer durchgängig zur aktuell günstigsten Rate von 470,76 Euro pro Nacht bekommen. Achtung: In der Premier-Suite mit drei Schlafzimmern ist Ihr Geld schon nach 27 Jahren futsch. Einzelpreis: 9.108,58 Euro pro Nacht.

  • drei Darth Vader-Figuren von Swarowski ins Wohnzimmer stellen

    Eine Figur besteht aus 124.000 Kristallen, wird in 495 Stunden Handarbeit gefertigt und kostet den Liebhaber 25.900 Euro. Und Sie hätten sogar noch 12.300 Euro für weitere Schmuckstücke übrig…

  • das Anwesen von Basketball-Superstar Shaquille O’Neal in Florida erwerben

    Es verfügt über zwölf Schlafzimmer, 13 Bäder, einen Basketball-Platz, Kinosaal und eine Garage mit 17 Plätzen. Es gibt ein Zimmer im Ägypten-Stil mit Aquarium und einen riesigen Truck in der Küche. Für schlappe 28 Millionen US-Dollar gehört die Villa Ihnen.

  • 2647 Goldbarren zu je 1000 Gramm kaufen

    Aktueller Preis pro Barren: 33.995 Euro. Damit hätten Sie 2647 Kilo reines Gold in Ihrem Besitz.

  • eine gemeinnützige Stiftung gründen

    Wir reden hier weniger von einer Stiftung wie der Gates Foundation, deren Stiftungskapital satte 42,9 Milliarden US-Dollar beträgt. Sondern mehr von einer wie der Stiftung Mercator, die sich die Wissenschaftsförderung auf die Fahne geschrieben hat. Ihr Stiftungskapital beträgt 113 Millionen Euro.

Eurojackpot: Warum Sie die Finger davon lassen sollten

Ein Multimillionen-Euro-Gewinn ist eine schöne Vorstellung. Eine, von der Sie sich lieber ganz schnell verabschieden sollten. US-Wissenschaftler der Johns Hopkins Universität haben vor einigen Jahren herausgefunden, dass schon der Kauf eines Lotterieloses materialistische Tendenzen befördert.

Und je materialistischer ein Mensch, desto weniger Selbstkontrolle und Disziplin habe er, so die Gleichung der Forscher. Begründung: Wenn einem ständig schöne Dinge im Kopf herumschwirren, möchte man sie auch haben. Möglichst schnell, jetzt und hier.

Anders ausgedrückt: Man sehnt man sich nach sofortiger Befriedigung. Instant Gratification heißt das im Wissenschaftsenglisch. Und dies kann sehr unschön enden. Man lebt über die eigenen Verhältnisse, gibt sich regelmäßig dem Kaufrausch hin, macht immer neue Schulden.

Möglicherweise war das, was eine Frau aus dem US-Bundestaat New Hampshire im Februar 2018 tat, eine weise Entscheidung. Die Frau gewann den Fabelbetrag von 560 Millionen US-Dollar im Lotto, verzichtete aber darauf.

Warum? Die Regularien sahen vor, dass der Name des Gewinners – ihr Name – öffentlich gemacht wird. Das aber wollte sie nicht. Zu groß die Furcht vor Neidern und Ganoven, bösen Blicken und falschen Freunden. Vor dem Ende der Freiheit.

Die gute Nachricht: In Deutschland können Lottogewinner anonym bleiben.

Das ist der Lottogewinn für Ausgeschlafene!

Das ist der Lottogewinn für Ausgeschlafene!Was ist besser als ein 90-Millionen-Euro-Gewinn im Eurojackpot?

Na klar: eine gute Nachtruhe. Laut Wissenschaftlern der Uni Warwick braucht man nicht mehr als einen durch und durch guten Schlaf, um Wohlbefinden und Zufriedenheit enorm zu steigern – auf das gleiche Level eines frischgebackenen Lottogewinners!

Fazit der Briten: Eine gute Bettruhe fühlt sich wie ein Lottogewinn an.

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[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]
11. August 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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