Karriereplan-Tipps-Erstellen
Ansprechende Unternehmenskultur, ein sinnvoller Job mit nachhaltigen Auswirkungen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - das sind die zentralen Themen und Werte der Arbeitnehmer der Generation Y, wenn es um die Suche nach einem Arbeitgeber und Job geht. Dabei entwerfen nicht wenige Nachwuchskräfte und Arbeitnehmer einen sogenannten Karriereplan und gehen mit dessen Hilfe ihre berufliche Laufbahn zielstrebig an. Gut so. Im folgenden Artikel geben wir Ihnen dazu einige Beispiele, wie Sie mit einem Karriereplan noch erfolgreicher werden können...

Karriereplan: Leitplanken finden und flexibel bleiben

Karriereplanung-PlanerstellenKein Plan überlebt den Kontakt mit der Realität. So lautet ein Bonmot. Und es stimmt schon: Karrierepläne sind zunächst nichts weiter als eine theoretische Vision. Die Realität der Zukunft kann dann ganz anders aussehen. Dafür ändert sich Arbeitsmärkte und Konjunkturzyklen einfach viel zu häufig. Wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt...

Andere sehen in Karriereplänen ein zu enges Korsett, in dem sie sich nicht mehr frei entfalten und nicht flexibel und spontan reagieren können.

Auch das stimmt, wenn man einen Karriereplan als starres Konstrukt versteht, den es linear umzusetzen gilt. Ein guter Karriereplan ist jedoch etwas völlig anderes: Er dient als Orientierung und roter Faden, gibt die Hauptrichtung, Leitplanken und einige Meilensteine vor, schränkt jedoch nicht ein.

Im Kern geht es dabei darum, sich zu überlegen, wo man in den nächsten drei bis fünf Jahren beruflich stehen will, wie man dorthin kommt und vor allem, was man dort für sich und das Unternehmen erreichen möchte. Das verschafft enorme Klarheit. Entsprechend einfach lässt sich ein solcher Karriereplan erstellen. Er sollte vor allem diese Fragen beantworten:

  • Welche Priorität hat der Job im Vergleich zu anderen Lebensbereichen?
  • Welche beruflichen Ziele will ich mittel- und langfristig erreichen?
  • Welche Werte und Grundsätze sind für mich dabei wichtig?

Entscheidend beim letzten Punkt ist, dass es sich bei der Orientierung wirklich um Ihre Werte und Wünsche handelt - nicht um die Erwartungen anderer, der Freunde, der Familie oder des Partners. Denn daran sind schon so manche Karrierepläne gescheitert: Irgendwann erkennen die Betroffenen, dass Sie die Vorstellungen und Ziele anderer verfolgen, ihre eigenen Ziele aber in einer ganz anderen Richtung liegen. Kurz: Man lebt nicht sein eigenes Leben.

Ehrliche und kritische Selbstreflexion ist daher beim Erstellen eines Karrierplans das A und O.

Karriereplan erstellen: Strategien, Beispiele und Modelle

Karriereplanen-FrauFür die Formulierung des individuellen Karriereplanes gibt es zwar unzählige Möglichkeiten, die meisten Ansätze laufen jedoch auf zwei grundlegende Strategien und Modelle hinaus.

Das erste Option ist eine Art Stufenmodell. Es zielt in erster Linie auf den stufenweisen beruflichen Aufstieg ab, der allerdings strukturiertes und strategisches Vorgehen erfordert. Ein solcher Karriereplan eignet sich vor allem für Berufseinsteiger, die relativ zügig Karriere machen und eine bestimmte Hierarchiestufe erreichen wollen.

Ein solcher (grober) Karriereplan könnte zum Beispiel so aussehen:

Beispiel-Karriereplan-Grafik

Eine entsprechende Vorlage können Sie als Grundlage für Ihren eigenen Karriereplan gerne hier gratis herunterladen (PDF).

Zugegebenermaßen hat dieses Stufenmodell jedoch Schwächen. Das Karriereplan-Beispiel ist enorm linear gestaltet und setzt die Bereitschaft voraus, auf einem verhältnismäßig geringen Niveau einzusteigen und sich langsam durch die Hierarchieebenen hoch zu arbeiten. In der Praxis verlaufen Karrieren jedoch nur selten so geradlinig, wie es dieser Karriereplan vorgibt.

Zudem beinhaltet er keinerlei Ausweichrouten. Rückschläge und temporäre Verschlechterungen der eigenen Position gehören jedoch bei jedem Karriereplan und jeder Strategie dazu.

Das zweite Modell verfolgt daher einen kreativeren Ansatz für einen Karriereplan, verzichtet auf eine strukturierte oder gar lineare Planung und berücksichtigt - bis zu einem gewissen Grad - Unwägbarkeiten. Er erinnert in seiner Form am ehesten an eine Mindmap und lässt sich mit diesem Bild skizzieren

Kreativer-Karriereplan-erstellen

Sicher, das sieht erst einmal chaotisch aus. Doch das Chaos hat Methode: Bei diesem kreativen Karriereplan verzichten Sie darauf, einzelne Stationen zu definieren. Stattdessen legen Sie eine übergeordnete Richtung und das für Sie relevante Umfeld fest.

Haben Sie beides definiert, steht als Nächstes eine Sammlung der für Ihren Karriereplan relevanten Faktoren, Tools und Aspekte an. Dazu gehören unter anderem:

  • Relevante und gewünschte Aufgaben
  • Kompetenzen und mögliche Fortbildungen
  • Mögliche Positionen und Jobs
  • Arbeitgeber- und Unternehmenseigenschaften
  • Mindeststandards für Arbeitsplätze und relevante Stellen

Mit dieser Tool-Sammlung und der übergeordneten Richtung ausgestattet, können Sie sich dann an die Jobsuche machen. Für konkrete Einzelfall-Entscheidungen nutzen Sie dann jeweils Ihre Intuition und Ihre Erfahrung.

Das zweite Modell eignet sich vor allem für Berufstätige, die sich ohnehin lieber auf ihre Intuition verlassen und eher kreativ ausleben möchten. Bei ihnen funktionieren klassisch strukturierte Pläne in der Regel nicht, weil sie sich davon zu sehr eingeengt fühlen - selbst wenn dort nur Meilensteine festgelegt werden.

Die Gefahren von Karriereplänen

Wer krampfhaft auf die Erfüllung seines Plans stiert, übersieht höchstwahrscheinlich eine einmalige Chance, die sich ihm abseits des Weges auftut. Und gerade diese Gelegenheiten sind es, die schon einige Traumkarrieren hervorgebracht haben – auch wenn mancher Top-Manager im Nachhinein dazu neigt, seinen Aufstieg als von langer Hand geplant darzustellen.

Tatsächlich sind viele Karrierepfade im Rückblick weit verzweigt. Und mit der zunehmenden Projektarbeit werden diese Abzweige ebenso wie einige Abkürzungen gewaltig zunehmen. Sich frühzeitig allzu starr festzulegen, hieße mit Scheuklappen durchs Leben zu rennen. Umgekehrt riskieren Sie mit einem zu detaillierten Plan, der dieses Manko beheben soll, sich unterwegs im selbstgeschaffenen Labyrinth gewaltig zu verirren. Dann sind Sie zwar unterwegs, biegen ständig ab – kommen aber nirgendwo mehr an.

Die generelle Empfehlung für Karrierepläne lautet daher: Bleiben Sie - trotz Plan - stets offen und flexibel. Formulieren Sie für sich ruhig ein paar wichtige Ziele, die Sie erreichen möchten – Positionen und Orte an denen Sie arbeiten möchten, Unternehmen für die Sie arbeiten wollen. Überlegen Sie sich gerne auch, welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen, welche Fähigkeiten Sie ausbauen oder noch trainieren müssen, um dorthin zu gelangen. Und vergessen Sie dabei auch die Opfer nicht, die Sie womöglich dafür bringen müssen!

Aber seien Sie genauso wachsam und bereit, auf Veränderungen jederzeit zu reagieren, Ihre Strategie sowie den Ort Ihres Schaffens zu wechseln oder den Plan komplett zu beerdigen und einen neuen zu schmieden.

Karriereplan: 3 erfolgreiche Beispiele

Soweit die Theorie. Jetzt die Praxis. Falls Sie zu jenen Lesern gehören, die aus den beschriebenen Ansätzen nur schwer einen eigenen konkreten Karriereplan formulieren können, haben wir auch noch drei Beispiele erfolgreicher Karrierepläne, die andere bereits umgesetzt haben.

Das erste Beispiel fällt in den Bereich der kreativen Planung, die beiden anderen folgen eher einer klassischen Struktur. Einige Eigenschaften haben jedoch alle drei Beispiele und Betroffenen:

  • Sie verfolgen Ziele und Themen, die ihnen wichtig sind.
  • Sie haben sich gegen zahlreiche Widerstände durchgesetzt.
  • Sie haben viel Arbeit und Zeit in Ihre Karriere investiert.

Wer glaubt, dass ein Karriereplan schon reicht, um der beruflichen Laufbahn den entscheidenden Kick zu geben, irrt gewaltig. Ein solcher Plan ist immer nur ein Auftakt. Ohne Einsatz und Engagement ist Erfolg in keinem Bereich möglich. Die Umsetzung ist viel entscheidender...

  1. Sina Trinkwalder

    Sina Trinkwalder würde vermutlich nicht von einem Karriereplan sprechen. Auf den ersten Blick ist ihr Unternehmen Manomama auch nicht aus einem groß angelegten Plan hervorgegangen. Nach Jahren in der Werbebranche hatte Sina Trinkwalder schlicht die Nase voll vom Marketing und wollte möglichst vielen Menschen einen Arbeitsplatz anbieten können.

    In Augsburg war das am besten in der Textilbranche möglich, und so hat Sina Trinkwalder in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, das nicht nur für seine soziale Ausrichtung bekannt und ausgezeichnet worden ist. Auch wenn ihr Werdegang reichlich ungeplant klingt, gibt es doch einige Eigenschaften, die Sie von der Unternehmerin für Ihren Karriereplan lernen können:

    • Hören Sie auf Ihre Intuition. Wenn Sie sich in einem Job oder mit einer Perspektive unwohl fühlen, sollten Sie nach den Ursachen und möglicherweise auch nach Alternativen suchen.
    • Gestalten Sie Ihre Ziele nach Ihren Werten. Nur wenn Sie wirklich hinter Ihren Zielen stehen, können Sie diese auch erreichen und durchsetzen.
    • Lassen Sie sich nicht von Gegenwind abschrecken. Auch wenn andere Ihren Plan für unrealistisch halten, ist nur entscheidend, ob SIE ihn durchziehen wollen.
  2. Calvin Hollywood

    Wer sich mit Fotografie beschäftigt, kommt an Calvin Hollywood nicht vorbei. Heute. Der Fotograf und Photoshop-Künstler war davor jedoch viele Jahre bei der Bundeswehr und hat die Fotografie erst spät als Hobby entdeckt.

    Sein Werdegang zeigt, dass strategische Planung und harte Arbeit zu einer erstaunlichen Karriere führen kann. So hat sich Calvin Hollywood irgendwann das Ziel gesetzt, von der Fotografie leben zu können. Von ihm lässt sich lernen, dass...

    • ...klare Ziele zum Erfolg führen können, wenn Sie wirklich hinter ihnen stehen.
    • ...harte Arbeit und zweitweise auch Verzicht nötig sind, um erfolgreich zu sein.
    • ...der aktive Aufbau einer Eigenmarke im Internet unbedingt Teil Ihrer Karriereplanung sein sollte.
  3. Götz W. Werner

    Die Karriere von Götz. W. Werner wirkt im Vergleich zu den beiden vorherigen Beispielen fast schon traditionell. Der Gründer der DM-Drogerien absolvierte zunächst eine Ausbildung und sammelte in verschiedenen Jobs Berufserfahrung. Erst als sein damaliger Arbeitgeber sein Service orientiertes Konzept ablehnte, machte er sich selbstständig und gründete DM.

    Auch wenn Sie sich nicht selbstständig machen möchten, können Sie aus seiner Karriere einiges für Ihre individuelle Planung ableiten:

    • Es spricht nichts gegen einen klassischen Einstieg und das Sammeln von Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmen.
    • Tatsächlich kann eine breite Erfahrungsbasis die Grundlage für Ihre Karriere bilden. Bauen Sie diese geduldig auf.
    • Sind Sie von einem Konzept überzeugt oder stoßen Sie zu oft an Grenzen, sollten Sie Konsequenzen ziehen. Diese können auch in einem Arbeitgeberwechsel bestehen.

Die drei Beispiele zeigen, dass Karrierepläne und deren Mischformen funktionieren, solange Sie diese mit Herzblut umsetzen. Sie zeigen aber auch: Der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und solchen, die ihre Ziele nicht erreichen, besteht oft in der Bereitschaft, auf bestimmte Dinge zu verzichten und sich zu Gunsten eines Zieles einzuschränken.

Karriereplan Checkliste: Perfekte Vorbereitung und Umsetzung

Checkliste-Karriere-Plan-MannLust auf einen Karriereplan bekommen? Dann investieren Sie noch weitere zwei Minuten und lesen Sie sich bitte die folgende Checkliste (PDF) durch. Die dort aufgeführten Punkte decken alle wichtigen Bereiche von der Vorbereitung bis zur konkreten Ausgestaltung ab und erleichtern Ihnen so noch einmal die Arbeit.

Auch hierbei gilt: Die Checkliste dient vor allem der Orientierung. Den Karriereplan erstellen müssen Sie natürlich immer noch selbst und individuell...

    Karriereplan-Check: Vorbereitung

  • Machen Sie sich klar, welche Rolle Arbeit in Ihrem Leben spielen darf und soll.
  • Legen Sie für sich klare Prioritäten für die Bereiche, Familie, Freunde, Freizeit und Arbeit fest.
  • Beziehen Sie Ihre Familie oder Partner/Partnerin unbedingt in Ihre Pläne ein.
  • Prüfen Sie, für welche Themen und Leidenschaften Ihnen spontan einfallen.
  • Suchen Sie dann - ebenfalls spontan - nach dazu passenden Berufen oder Stellen.
  • Stellen Sie sich auch alternative Karrierewege - beispielsweise die Arbeit als Freelancer, Selbstständiger oder Teilzeit-Angestellter - vor und achten Sie darauf, wie sich diese Alternativen für Sie anfühlen.
  • Räumen Sie Ihrem Bauchgefühl - also Ihrer Intuition - beim gesamten Prozess Raum ein und schenken Sie ihm Beachtung.
  • Befassen Sie sich auch mit der Möglichkeit, einige Zeit im Ausland zu verbringen.
  • Notieren Sie sich Ihr Selbstbild und welche Eigenschaften Sie Ihrer Meinung nach ausmachen.
  • Apropos Ziele: Machen Sie sich bewusst, welche Sie bereits haben und wie wichtig Ihnen diese sind.
  • Klären Sie - bevor Sie sich an die Jobsuche oder konkretere Planung machen - unbedingt Ihre Werte und Kriterien für Arbeitgeber und Job.
  • Karriereplan-Check: Werte und Kriterien

  • Prüfen Sie, welche Verhaltensweisen und Projekte Sie bei Unternehmen interessant und attraktiv finden.
  • Analysieren Sie dann, welche Eigenschaften hinter diesen Projekten stehen.
  • Erstellen Sie eine Liste mit allen Aspekten und Eigenschaften, die Sie an einem Unternehmen schätzen.
  • Stellen Sie sich Ihren künftigen Arbeitsplatz vor und schreiben Sie nieder, welche Rahmenbedingungen Sie dort erwarten würden. Mit welchen Eigenschaften hängen diese zusammen?
  • Machen Sie sich Ihre eigene Arbeitshaltung und -philosophie bewusst.
  • Priorisieren Sie anschließend die verschiedenen Eigenschaften und Aspekte, die Sie von Unternehmen erwarten.
  • Legen Sie auch Ihre Grundwerte fest, von denen Sie auf keinen Fall abweichen wollen.
  • Fokussieren Sie sich bei der Bewertung Ihrer Kriterien ganz auf Ihre eigenen Werte und lassen Sie sich nicht von anderen beeinflussen.
  • Machen Sie sich darüber Gedanken, welche Kompromisse Sie im Blick auf Ihre Werte und Kriterien eingehen können und wollen, ohne sich dabei schlecht oder unzufrieden zu fühlen.
  • Formulieren Sie Ihre Kriterien möglichst exakt und komprimiert.
  • Verschriftlichen Sie alle Werte und Kriterien und überprüfen Sie diese immer wieder.
  • Karriereplan-Check: Leidenschaften und Stärken

  • Prüfen Sie genau, welche Themen und Aufgaben - sei es im Studium oder in Ihrem aktuellen Job - Sie wirklich reizen und begeistern.
  • Analysieren Sie dann, welche Ihrer Stärken Sie bei den jeweiligen Aufgaben und Themen nutzen können.
  • Ignorieren Sie bei der Suche nach Ihren echten Leidenschaften und Interessen zunächst bitte mögliche Berufe oder Arbeitsplätze und notieren Sie alle Themen ohne Vorbehalten oder Selektion.
  • Ähnlich sollten Sie auch bei Ihren Stärken verfahren: Erfassen Sie alle, auch wenn sie auf den ersten Blick keinen Bezug zu Ihrem Beruf oder Ihrer Karriere haben.
  • Finden Sie dann heraus, was genau Sie an den Themen und Aufgaben reizt.
  • Erst danach sollten Sie nach möglichen Berufen, Jobs oder Karrierebezug Ihrer Interessen und Stärken suchen.
  • Gehen Sie bitte auch hier vorurteilsfrei an den Prozess heran und ziehen Sie auch unkonventionelle und im ersten Moment unrealistische Optionen in Betracht.
  • Sprechen Sie mit Freunden, Mentoren oder Ihrem Coach über Ihre Ideen und holen Sie so Feedback dazu ein.
  • Beginnen Sie anschließend damit, die verschiedenen Optionen für sich - unter Berücksichtigung des Feedbacks - zu prüfen und zu bewerten.
  • Befassen Sie sich mit den übrig gebliebenen Karriere- und Berufsoptionen intensiv. Lassen Sie sich dabei bitte nicht davon abschrecken, dass Ihr aktueller Beruf oder Ihr Studium vielleicht nur wenig mit Ihren Wünschen und Optionen zu tun hat.
  • Tragen Sie alles Wissenswerte rund um Ihre Wunschoptionen und -berufe zusammen. Erst danach beginnt die Planungs- und Entwicklungsphase.
  • Karriereplan-Check: Planung und Entwicklung

  • Wählen Sie aus Ihren Wunschoptionen Ihre konkrete Ausrichtung für die (weitere) Karriere aus. Es muss sich dabei nicht unbedingt um einen konkreten Job handeln, doch das Arbeitsfeld sollte klar sein.
  • Vergleichen Sie dann Ihren aktuellen Stand mit Ihrem Ziel. Notieren Sie sich alle Lücken und Unterschiede, die Sie noch ausgleichen müssen.
  • Recherchieren Sie im Anschluss, wie Sie fehlende Kompetenzen aufbauen und entsprechende Qualifikationen erwerben können.
  • Gehen Sie mit Ihrer Ausrichtung und Möglichkeiten ins Gespräch mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin. Was hält er oder sie davon? Welche Maßnahmen und Wege ist er/sie bereit, mitzugehen und zu tragen?
  • Hören Sie sich im Freundes- und Bekanntenkreis und entsprechenden Foren um und sammeln Sie Erfahrungsberichte zu Ihren verschiedenen Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten.
  • Machen Sie sich unbedingt klar, welche Kompromisse Sie eingehen können und wollen - und welche Ihre Familie mitträgt.
  • Gehen Sie die attraktivsten Weiter- und Fortbildungsoptionen - möglicherweise ist auch eine Umschulung nötig (?) - unter finanziellen und fachlichen Gesichtspunkten durch und entscheiden Sie sich.
  • Stellen Sie die Finanzierung Ihrer Fort- oder Weiterbildung im Vorfeld sicher und klären Sie alle organisatorischen Fragen bitte ebenfalls vorab.
  • Informieren Sie sich parallel dazu über die Communitys, Foren und Netzwerke, die in Ihrem künftigen Arbeitsfeld relevant sind.
  • Nutzen Sie - sofern möglich - auch Ihre bestehenden Kontakte, um sich den neuen Bereich zu erschließen.
  • Besuchen Sie Messen, Kongresse und Events, die mit Ihrem künftigen Aufgabengebiet zu tun haben.
  • Karriereplan-Check: Netzwerke

  • Nutzen Sie soziale Netzwerke, Blogs, Youtube, Slideshare und andere Plattformen, um sich auf dem Laufenden zu halten, neuen Impulse zu erhalten und Kontakte zu knüpfen.
  • Engagieren Sie sich aktiv in Communitys und Gruppen, die sich mit Ihrem (künftigen) Thema beschäftigen.
  • Vertreten Sie in Diskussionen eine klare Meinung, bleiben Sie jedoch immer höflich und respektvoll.
  • Wenn Schreiben Ihre Stärke ist, sollten Sie ein eigenes, thematisch zu Ihrer Karriereausrichtung passendes, Blog starten. Ist Schreiben nicht Ihr Fall, können Sie sich auch an einem Podcast, Foto- oder Video-Blog versuchen.
  • Im Blick auf Ihre Karriere sollten Sie sich auch mit Business-Netzwerken wie Xing und/oder LinkedIn befassen.
  • Nehmen Sie bitte nur direkten Kontakt auf, wenn Sie bereits im Vorfeld - beispielsweise in Diskussionen - Berührungspunkte mit einer Person hatten. Alles andere wirkt oft übergriffig oder riecht nach Spam.
  • Positionieren Sie sich als aktiver Netzwerkpartner der auch gerne zuerst gibt und nicht sofort Gegenleistungen einfordert.
  • Nehmen Sie auch mit Experten und Kapazitäten in Ihrem (neuen) Arbeitsfeld Kontakt auf und suchen Sie den Austausch. So lernen Sie meist am schnellsten und sichern sich wichtige Kontakte.
  • Vergessen Sie bei aller virtuellen Kommunikation bitte nicht den persönlichen Kontakt. Nachhaltige Beziehungen brauchen auf Dauer auch persönliche Gespräche.
  • Kommunizieren Sie immer authentisch und verstellen Sie sich nie - und behalten Sie immer Ihr Thema und Ziel im Auge.
  • Bei aller Karriereplanung: Genießen Sie den Prozess der Suche und Entwicklung und machen Sie sich klar, dass es für eine Veränderung nie zu spät ist.
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