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Smartphones spielen nicht nur in der Kommunikation eine zunehmend dominante Rolle - auch beim Recruiting werden sie immer wichtiger. Immer mehr Bewerber nutzen sie zur Suche nach freien Stellen und neuen Jobs. Allerdings mit unterschiedlichen Erfahrungen: Nicht, weil Bewerbern die Jobsuche per Smartphone noch nicht beherrschen, sondern weil viele Unternehmen mit dem sogenannten Mobile Recruiting schlicht hinterher hinken, wie Studien zeigen...

Mobile Recruiting: Vorteil im Employer Branding

So manches Unternehmen scheut den Einstieg ins mobile Recruiting aus zwei Gründen: dem hohen Aufwand und den damit verbundenen Kosten. Die mobile Optimierung - oder responsive Gestaltung - von Karriereseiten kann durchaus anspruchsvoll und aufwändig sein. Das gilt vor allem dann, wenn bestehenden Unternehmenswebseiten auf einer technisch veralteten Basis aufsetzen und beispielsweise mit zahlreichen Flash-Elementen arbeiten.

Re-Design und technische Überarbeitung nehmen dann Zeit und Ressourcen in Anspruch - und lohnen sich dennoch. Denn Unternehmen können damit nicht nur aktuell mehr Bewerber erreichen, sondern sich auch im Blick auf das Employer Branding von anderen Unternehmen abheben.

Zudem gestalten Unternehmen ihre Karriereseiten und -kanäle auch gleich zukunftssicher und schaffen die Grundlage für effektives Recruiting.

Eine Studie des Instituts für Personalwirtschaft der Ludwigs-Maximilians-Universität München zeigt die zunehmende Bedeutung des Mobile Recruitings:

Mobile Jobsuche 1

Auch wenn in der Studie und den Infografiken von der Generation Y die Rede ist, wirken sich die Vorteile von Mobile Recruiting auf Bewerber und Fachkräfte aller Altersgruppen positiv auf. Die Nutzung von Smartphones und Tablets geht längst durch Generationen.

Mobile Recruiting: Erreichen Sie mehr Bewerber

Die positive Wirkung auf das Unternehmensimage ist positiv, adressiert jedoch nicht den Kern der Unternehmensbedürfnisse. Hier liegt der Fokus auf dem Recruiting qualifizierter Fachkräfte, die als künftige Mitarbeiter das Unternehmen verstärken können.

Die bereits erwähnte Absolventa Studie zeigt, dass mit mobil optimierten Karrierekanälen tatsächlich mehr Bewerber erreicht und zur Bewerbung animiert werden können. 53 Prozent der befragten Arbeitnehmer würden sich mobil bewerben. Unternehmen können davon ausgehen, dass sich unter den mobil eingereichten Bewerbungen auch solche befinden, die sonst nicht zustande kämen.

Mobile Jobsuche 2

Diesen Zahlen stehen jedoch die ernüchternden Ergebnisse der Mobile Recruiting Studie 2014 gegenüber. Sie zeigen zwar eine positive Entwicklung im Mobile Recruiting, die allerdings eher schleppend verläuft.

Mobile-Recruiting-Studie-2014

Positive Erfahrungen mit Mobile Recruiting und einer für diesen Zweck entwickelten Applikation hat der US-Konzern Pepsi gemacht. Recruiter Chris Hoyt teilt die äußerst positiven Erfahrungen im folgenden Video.

Individuelle Bewerbungstipps im Employer Branding

My_ToysLeider nicht mobil optimiert, dafür jedoch ein hervorragender Ansatz, sind die Bewerbungstipps auf der Karriereseite des Unternehmens myToys. Statt der vielerorts zu findenden allgemeinen Bewerbungstipps bietet das Unternehmen Bewerbern ganz konkrete Hilfestellung und Hinweise für die Bewerbung by myToys.

Der Effekt: Bewerbern wird der Zugang deutlich erleichtert und die Angst vor einer Bewerbung genommen. myToys erhält im Gegenzug Bewerbungen, die den eigenen Standards sehr nahe kommen und sich leichter bearbeiten und sichten lassen. Ein Ansatz, den wir definitiv empfehlenswert finden. Jetzt müsste ihn nur noch ein Unternehmen mobil optimiert umsetzen.

20 Tipps fürs Mobile Recruiting

Aus den genannten Beispiele und Entwicklungen lassen sich einige Tipps ableiten, mit denen Unternehmen ihr Mobile Recruiting beginnen und optimieren können. Im Folgenden haben wir die wichtigsten für Sie zusammengestellt:

  • Gestalten Sie Ihre Karriereseiten und Stellenausschreibungen im responsiven Design.
  • Eigene Bewerbungs-Apps sollten - beispielsweise durch Push-Notifications - einen klaren Mehrwert gegenüber der mobilen Webseite bieten.
  • Achten Sie darauf, Stellenangebote auch im Blick auf die präsentierte Informationsmenge auf mobile Geräte zu optimieren.
  • Prüfen Sie Stellenangebote in sozialen Netzwerken unbedingt auch in den jeweiligen Smartphone Apps.
  • Gestalten Sie die Navigation der mobilen Seiten klar und übersichtlich.
  • Bieten Sie die Möglichkeit, sich durch Benachrichtigungen automatisiert über neue Jobs informieren zu lassen.
  • Testen Sie Ihre responsive Seite auf Smartphones mit verschiedener Displaygröße.
  • Verzichten Sie unbedingt auf jegliche Flash-Elemente.
  • Halten Sie das Design schlicht und verzichten Sie auf knallige Farben.
  • Achten Sie beim Text auf hohe Lesbarkeit, auch auf kleineren Bildschirmen.
  • Wenn Sie Videos einsetzen, sollten diese idealerweise kürzer als fünf Minuten sein.
  • Stellen Sie Videos unbedingt in verschiedenen - oder variablen - Auflösungen bereit, um auch mobile Internetverbindungen bedienen zu können.
  • Bieten Sie idealerweise auch die Möglichkeit der 1-Klick-Bewerbung.
  • Dafür können Sie beispielsweise die Xing Schnittstelle nutzen.
  • Bieten Sie die Option, sich Stellenangebote mit einem Klick auch per E-Mail schicken zu lassen.
  • Gestalten Sie Ihren Bewerbungsprozess mehrstufig und bieten Sie die Möglichkeit, eine erste Kurzbewerbung mobil einzureichen.
  • Wenn Sie Formularfelder verwenden, müssen diese auch auf Smartphones gut nutzbar sein.
  • Achten Sie auf schnelle Ladezeiten, damit die Seiten auch mobil nutzbar sind.
  • Bieten Sie Stellenangebote auch als PDFs zum Download an. Diese können Bewerber dann abspeichern oder sich per E-Mail schicken.
  • Weisen Sie in Jobbörsen auf Ihre mobilen Angebote hin.
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