Social Media Jobsuche: Tipps für Ihr professionelles Profil

Bei der Social Media Jobsuche haben Bewerber gleich doppelte Chancen: Personaler und Personalvermittler suchen immer öfter auf Linkedin, Xing oder Twitter nach passenden Talenten. Mit einem professionellen Profil können Kandidaten also auf sich aufmerksam machen und gefunden werden. Oder aber sie gehen in den sozialen Netzwerken selbst aktiv auf Jobsuche. Per Direktkontakt und Initiativbewerbung oder als One-Click-Bewerbung. Die Social Media Jobsuche hat aber auch ein paar Tücken…

Social Media Jobsuche: Tipps für Ihr professionelles Profil

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Arbeitssuche mit Social Media – lohnt sich das?

Studien schätzen, dass rund 66 Prozent der vakanten Jobs heute über den verdeckten Stellenmarkt besetzt werden. Also nicht über Jobbörsen, sondern über Beziehungen und Netzwerke. Recruiter nutzen diese Social Media Kanäle zunehmend zur Recherche und Jagd nach Talenten, Fach- und Führungskräften. Das hat mehrere Vorteile:

  • Bessere Passung der Kandidaten
  • Keine langwierigen Ausschreibungen
  • Zeitersparnis durch kürzeren Auswahlprozess

Welche Plattformen nutzen Recruiter?

Gerade Business-Plattformen und Karrierenetzwerke wie Linkedin oder Xing werden zum Social Media Recruiting genutzt. Professionelle Personalvermittler, Headhunter und Recruiter suchen dort regelmäßig und aktiv nach geeigneten Kandidaten und Mitarbeitern in spe (siehe: Active Sourcing).

Auch Twitter, Youtube und Instagram sind geeignete Kanäle zum Recruiting. All diese Netze funktionieren wie eine riesige, globale Bewerberdatenbank.

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Wie nutze ich die Social Media Jobsuche?

Bewerber profitieren von der Social Media Jobsuche gleich doppelt bis dreifach:

  1. Passive Jobsuche

    Ziel der passiven Jobsuche ist, mit seinem Online-Profil Personaler auf sich aufmerksam zu machen. Entsprechend professionell sollte es aufgebaut und gepflegt werden. Dazu enthält es wichtige Schlüsselkompetenzen, relevante Referenzen, ein professionelles Profilbild und eine klare Fokussierung auf Ihre Zielbranche. Kurz: Sie werden zur Marke und gefragtem Experten (siehe: Personal Branding).

  2. Aktive Jobsuche

    Auch Unternehmen versuchen sich in den Social Media Kanälen als attraktive Arbeitgeber darzustellen (siehe: Employer Branding). Damit signalisieren sie bereits, dass sie dort auch gerne von Bewerbern angesprochen werden oder für eine Initiativbewerbung oder Online-Bewerbung offen sind. Nutzen Sie das – sprechen Sie Personalverantwortliche direkt an!

  3. One-Click-Bewerbung

    Sie haben bereits ein aussagekräftiges Netzwerk- beziehungsweise Bewerberprofil? Praktisch für die sogenannte One-Click-Bewerbung. Denn finden Sie in Social Media, speziell auf Linkedin oder Xing ein passendes Stellenangebot, müssen Sie nicht mal mehr Ihre Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf oder Anschreiben hochladen. Ein Klick genügt – und es werden die Daten aus Ihrem Online-Profil verknüpft und importiert (siehe auch: Mobile Recruiting).

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Tipps für die Social Media Jobsuche

Entscheidend für den Erfolg Ihrer Jobsuche ist, Ihr berufliches Profil zu schärfen. Wohin wollen Sie sich beruflich entwickeln? Welche relevanten Hard Skills, Soft Skills und Berufserfahrungen bringen Sie schon mit? Wichtig ist, dass Personaler und Recruiter sofort erkennen, wofür Sie stehen. Entsprechende „Keywords“ sollten sich unbedingt in Ihrem Profil wiederfinden.

So schärfen Sie Ihr Jobprofil für Social Media

  1. Vollständigkeit

    Ausbildung, Studienabschluss, Werdegang, Kenntnisse und Spezialisierungen – alles, was Sie als Fachkraft auszeichnet sollten Sie vollständig im Profil aufführen. Ihr Portfolio wirkt wie ein Schaufenster.

  2. Professionalität

    Achten Sie bei der Positionierung auf Details: Angemessene Fotos, seriöse Kleidung, professionelle Sprache – auch in den Kommentaren, die Sie online schreiben. Alles wird (subtil) wahrgenommen und bewertet.

  3. Mehrwert

    Ob Sie eigene Posts schreiben, sich in Gruppen engagieren oder an Diskussionen beteiligen: Was Sie teilen, sollte positiv und professionell sein sowie Mitlesern einen Mehrwert bieten. Je präziser Sie dabei auf den Punkt kommen und gleichzeitig Wertschätzung beweisen, desto mehr Aufmerksamkeit werden Sie bekommen.

  4. Impulse

    Steigern lässt sich das noch, indem Sie andere inspirieren oder in Ihrer Branche neue Impulse setzen. In dem Fall wachsen Sie vom Experten zum Influencer. Spätestens jetzt sind Sie auf dem Radar der Personalberater.

  5. Qualität

    Profilaufbau und Positionierung benötigen Zeit, Kontinuität und Geduld. Innerhalb weniger Wochen werden Sie sich keinen Namen machen. Bleiben Sie Ihrer Strategie trotzdem treu. Aktionismus ruiniert alles. Grundsatz muss bleiben: Klasse vor Masse!

Um Ihre Social Media Jobsuche mit etwas Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu verstärken, finden Sie hier ein kostenloses PDF, das wichtige Tipps dazu zusammenfasst. Dazu erhalten Sie ein weiteres kostenloses PDF mit Pflegetipps für Ihr Social Media Profil.

Social Media Jobsuche per Video und Youtube?

Youtube ist längst die zweitgrößte Suchmaschine der Welt – und ebenfalls ein soziales Netzwerk. Reichweite und Sichtbarkeit sind – potenziell – enorm. Mit einem gut gemachten Bewerbungsvideo können Sie nicht nur dort auffallen. Die Videos lassen sich auch in anderen Social Media Kanälen teilen oder dort hochladen. Selbst auf der eigenen Bewerbungshomepage lassen sich die Clips einbauen. Wir empfehlen diese moderne Form der digitalen Bewerbung.

Zur ersten Orientierung finden Sie HIER ein kostenloses PDF mit einer Checkliste und Tipps zur Jobsuche via Youtube.


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Was sind die Risiken der Social Media Jobsuche?

Das eigene Online-Profil spielt bei der Social Media Jobsuche DIE zentrale Rolle. Es ist Ihre virtuelle Visitenkarte und oft auch erste Arbeitsprobe. Unvollständige Angaben, Widersprüche im Lebenslauf, zweifelhafte Kontakte oder Referenzen, semiprofessionelle Bilder und Projekte – all das sind potenzielle Bewerbungskiller. Außerdem können Sie natürlich nur gefunden werden, wenn Sie Ihre Informationen öffentlich preisgeben. Das aber weckt womöglich die falschen auf: die aktuellen Kollegen, den Chef.

Achten Sie im Falle einer diskreten Bewerbung daher in Ihrem Profil besonders auf die Privatsphäre-Einstellungen und die Kontakte. In den meisten Social Media Kanälen können Sie genau definieren, wer neue Statusmeldungen lesen kann. Neue, schicke Profilbilder und Optimierungen am Lebenslauf gelten als veritables Indiz für einen geplanten Jobwechsel.

Vor- und Nachteile der Social Media Jobsuche

Wie bei allem gibt es auch bei der Social Media Jobsuche Vor- und Nachteile. Welche davon für Sie überwiegen, ist immer eine individuelle Entscheidung. Sich diese bewusst zu machen, ist bereits ein guter Anfang. Hier nochmal alle Vor- und Nachteile der Social Media Jobsuche im Überblick.

Nachteile der Social Media Jobsuche

  • Hoher Zeitaufwand für Profil-Pflege und Optimierung.
  • Aktueller Arbeitgeber erfährt von der Jobsuche.
  • Mangelhafte Kompetenz wird ebenfalls öffentlich sichtbar.
  • Zweifelhafte Kontakte und Posts schaden der Reputation.
  • Peinlich, wenn die Jobsuche dauerhaft erfolglos bleibt.

Vorteile der Social Media Jobsuche

  • Aufbau einer Online-Reputation.
  • Positionierung als Experte.
  • Hohe Sichtbarkeit in der Branche.
  • Abheben von der Masse der Mitbewerber.
  • Austausch + Kontakte knüpfen (neben Jobsuche).
  • Fachlicher Wissensaufbau und -vertiefung.
  • Monitoring der Außenwirkung.

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[Bildnachweis: Macrovector by Shutterstock.com]

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