Nejron Photo/shutterstock.comStudieren im Ausland - bei Studenten außerordentlich beliebt und heiß begehrt. Kein Wunder, ist die Kombination aus Auslandserfahrung und studienrelevanten Inhalten doch hoch attraktiv und bietet auch für die individuelle Karriere klare Vorteile. Sprachkenntnisse, Kontakte und eine fremde Kultur bereichern den Erfahrungsschatz. Damit verbunden ist aber eine gründliche Vorbereitung. Planung bedeutet nicht, dass Sie alles haarklein durchorganisieren und sich jeglichen Gestaltungsraum nehmen. Sie gehen damit auf Nummer sicher, keine bösen Überraschungen zu erleben, nicht enttäuscht zu werden, während Sie im Ausland studieren und das Beste aus der Zeit zu machen. Wir zeigen Ihnen alles, was Sie zur Planung wissen müssen, wenn Sie im Ausland studieren wollen...

Studieren im Ausland: Schwierigkeiten im Bachelor- und Master-System?

CebotariN/shutterstock.comViele Studierende im neuen System beschweren sich darüber, dass die enge Taktung der Studieninhalte kaum noch die Möglichkeit bietet, ins Ausland zu gehen. Ein Auslandsaufenthalt muss nun deutlich besser geplant und abgestimmt werden, damit nach der Rückkehr ohne Zeitverlust weiterstudiert werden kann.

Laut einer Umfrage des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gehen die meisten Studierenden in höheren Semestern ins Ausland. Im Vergleich zu Bachelorstudenten gehen mehr als doppelt so viele Masterstudenten für einen studienbezogenen Aufenthalt ins Ausland.

Vorreiter sind dabei Studierende der Wirtschaftswissenschaften. Hier machen rund 36 Prozent ein Auslandssemesters. Schlusslicht sind mit 19 Prozent die Ingenieurwissenschaflter.

Die beliebtesten Gastländer sind nach wie vor...

  • Großbritannien
  • Frankreich
  • Spanien
  • Schweden
  • Italien

Rund 60 Prozent der Studierenden entscheiden sich für einen Aufenthalt in einem westeuropäischen Land. Nur 14 Prozent wählen einen Aufenthalt in den USA und Kanada. Mit 12 Prozent liegt das Interesse an asiatischen Ländern nur geringfügig darunter.

Studieren im Ausland: Ihre Möglichkeiten

Sie würden gerne eine Zeit lang im Ausland leben und studieren? Ihr erster Weg sollte Sie ins International Office führen. Dort können Sie sich über Austauschmöglichkeiten Ihrer Universität informieren. Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten:

  1. Sie nehmen an einem organisierten Programm teil. Dazu gehören Erasmus Plus sowie Direktaustauschprogramme und Kooperationen mit anderen Universitäten.
  2. Sie organisieren Ihr Auslandssemester selbst und gehen als sogenannter free mover ins Ausland.

Studieren im Ausland: Die Vor- und Nachteile

Die Vorteile:

  • Interkulturelle Kompetenz. Vielleicht der größte Vorteile eines Auslandssemesters. Studenten können Erfahrungen mit anderen Kulturen, anderen Bildungungssystemen und - je nach Art des Auslandssemesters - mit ausländischen Firmen sammeln. Solche Erfahrungen bei Arbeitgebern begehrt.
  • Persönliche Kompetenzen. Wer sich auf ein Auslandssemester einlässt, wird davon auch auf der persönlichen Ebene profitieren. In einem fremden Land zu studieren zwingt Studenten dazu, sich wirklich eigenständig um alle Probleme des Alltags zu kümmern und ihr Studium selbst zu organisieren. Diese organisatorischen - aber auch die zwischenmenschlichen - Kompetenzen, können die persönliche Entwicklung deutlich voranbringen und auch bei der späteren Karriere hilfreich sein.
  • Sprachkenntnisse. Ein Auslandssemester bietet Studenten die perfekte Gelegenheit, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Sollen diese Sprachkenntnisse später auch der beruflichen Entwicklung und Karriere zugutekommen, sollten sowohl das Land als auch die Bildungseinrichtung unter diesen Kriterien ausgewählt werden.
  • Erfahrungen. Dieser Vorteil ist nicht direkt auf die späteren Karrierechancen bezogen, spielt für Studenten jedoch eine wichtige Rolle. Das Studium im Ausland bietet die Möglichkeit, zahlreiche neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, die im gewohnten Umfeld nicht möglich wären. Diese Erfahrungen und Erlebnisse können die Studenten nachhaltig prägen und bereichern.

Die Nachteile:

  • Kosten. Das Kostenargument ist berechtigt. Ein Auslandssemester kann schnell fünfstellige Summen verschlingen und ist für Studenten daher nur schwer finanzierbar. Allerdings gibt es Austauschprogramme wie beispielsweise das Erasmus-Programm innerhalb der Europäischen Union, die teilweise mit Stipendien verbunden sind.
  • Langsamer Studienfortschritt. Wer sich nur auf einen möglichst schnellen Abschluss und den dafür notwendigen Fortschritt im Studium konzentriert, sollte von einem Auslandssemester eher Abstand nehmen. Das Studium an ausländischen Bildungseinrichtungen ist zwar oft fachlich anerkannt, die vermittelten Inhalte unterscheiden sich dennoch von denen deutscher Universitäten. Ein Auslandssemester kann daher den Wiedereinstieg in das deutsche Studium erschweren.
  • Doppelbelastung. Das Studium an einer fremden Universität kann für sich genommen bereits sehr anspruchsvoll sein. In Kombination mit einer Fremdsprache kann diese Doppelbelastung schnell zu einem echten Problem werden. Studenten sollten sich daher im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass die neue Sprache nicht nur eine Chance, sondern auch eine spürbare Belastung sein kann.
  • Fehlende Kontakte. Kritiker eines Auslandssemesters führen immer wieder das Argument ins Feld, dass Studenten in dieser Zeit ihre Kontakte in Deutschland vernachlässigen. Sie könnten beispielsweise nicht an Kooperationsprojekten deutscher Universitäten mit Unternehmen teilnehmen und gerieten dadurch ins Hintertreffen. Ob dieses Risiko wirklich so gravierend ist und zu einem echten Nachteil wird, muss individuell beurteilt werden.

25 Orientierungsfragen zum Auslandssemester

  • Welche konkreten Fortschritte erwarten Sie durch das Auslandssemester für Ihr Studium?
  • Gibt es an Ihrer Gasthochschule Dozenten oder Professoren, von deren Vorlesungen Sie besonders profitieren können?
  • Welche der dort angebotenen Kurse gibt es an Ihrer Stammhochschule nicht? Können Sie diese weiterbringen?
  • Gibt es vor Ort auch Kooperationsprojekte mit lokalen Unternehmen? Passen diese zu Ihrer beruflichen Ausrichtung?
  • Können Sie Ihre Hobbys im sportlichen Bereich oder Ihr Engagement in Hochschulgremien auch im Ausland weiterführen - und sich dadurch schnell neue Kontakte sichern?
  • Was wollen Sie außerhalb der Hochschule sehen und unbedingt ausprobieren oder erleben?
  • Ist Ihre Gastfamilie in Clubs, Vereinen oder Projekten engagiert, an denen Sie auch teilnehmen wollen?
  • Können und wollen Sie sich vor Ort außerhalb des Hörsaals durch Kurse weiterbilden? Kann Ihre Gastfamilie Ihnen dabei helfen?
  • Gibt es Themen, die Sie mit Ihrer Gastfamilie oder den Dozenten Ihrer Gasthochschule besprechen wollen?
  • Haben Sie bereits Kontakte vor Ort und können Sie diese dann persönlich kennenlernen?
  • Was können Sie von den anderen Abläufen und Strukturen an Ihrer Gasthochschule lernen?
  • Werden Sie die Zeit haben, sich auch die Umgebung anzusehen und das Land etwas kennenzulernen?
  • Können Sie den einen oder anderen Tagestrip bereits im Vorfeld planen und organisieren? Was erhoffen Sie sich von solchen Ausflügen?
  • Gibt es vor Ort Unternehmen oder Fachkräfte, die in Ihrem Wunschberuf arbeiten und mit denen Sie ins Gespräch kommen können?
  • Welche Events können Sie bei Ihrem Aufenthalt besuchen und als Kontaktmöglichkeiten und für neue Erlebnisse nutzen?
  • Was können und wollen Sie an Erfahrungen für Studienarbeiten und Ihre Abschlussarbeit mitnehmen?
  • Wie können Sie Ihre wichtigen Themen auch im Auslandssemester weiterführen und weiter bearbeiten?
  • Können und wollen Sie bereits im Vorfeld online Kontakte knüpfen und diese dann vor Ort ausbauen?
  • Können Sie Projekte vor dem Auslandssemester beginnen, dort weiterführen und Ihre Erfahrungen gezielt dafür nutzen?
  • Haben Sie auch Zeit für Erholung und Freizeit eingeplant?
  • Haben Sie sich schon überlegt, wie Sie Ihre aktuellen Erfahrungen an Ihrer Gasthochschule einbringen können?
  • Wissen Sie, wie Sie mit neuen Freunden und Kommilitonen den Kontakt nach Ihrem Auslandssemester halten können?
  • Wie können Sie das Auslandssemester nutzen, um Ihre berufliche Orientierung voranzubringen?
  • Können Sie Ihre Sprachkenntnisse vor Ort gezielt und aktiv weiterentwickeln?
  • Wie wollen Sie die verschiedenen Erfahrungen für sich festhalten und dokumentieren?

Studieren im Ausland: Organisierte Programme

wavebreakmedia/shutterstock.comDiese Programme bieten den Vorteil, dass Sie bei der Realisierung Ihres Aufenthalts unterstützt werden. In der Regel müssen Sie keine Studiengebühren zahlen, haben Vorrang bei einer Platzierung im Wohnheim und vor Ort erbrachte Leistungen können leichter anerkannt werden.

Erasmus ist eines der beliebtesten Austauschprogramme. Es ist ein Programm der EU und soll zur internationalen Mobilität beitragen. Bisher wurden nur Aufenthalte innerhalb der EU gefördert. Mit dem neuen Erasmus Plus soll sich dies nun ändern.

Was nun anders ist:

  • Erasmus Plus vereint Programme für Studierende, Auszubildende und Berufstätige.
  • Aufenthalte außerhalb Europas werden gefördert.
  • Studierende können die Förderung nun mehrfach in Anspruch nehmen. Das bedeutet Sie können sowohl im Bachelor als auch im Master mit Erasmus im Ausland studieren. Jedoch nur für jeweils maximal zwölf Monate.
  • Studierende, die ihren gesamten Master im Ausland absolvieren wollen, erhalten ein zinsgünstiges Bankdarlehen

Studieren im Ausland: Auf eigene Faust

Wer als Free Mover ins Ausland geht, muss alles selbst organisieren. Sie entscheiden in welches Land und an welche Universität Sie gehen wollen. Allerdings bedeutet das auch, dass Sie sich selbst um die Bewerbung kümmern müssen. Es liegt an Ihnen, sich über die Bewerbungsmodalitäten zu informieren und eine Bewerbung zu verfassen. Auch müssen Sie mit eventuellen Studiengebühren rechnen.

Ein Auslandssemester auf eigene Faust zu machen, lohnt sich vor allem dann, wenn Ihre Universität keinen Austausch mit Ihrem Wunschland anbietet. Doch Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Vorbereitung deutlich länger dauern wird. Wichtig ist, dass Sie bereits im Voraus mit Ihrem Prüfungsamt über die Anerkennung von Studienleistungen sprechen, damit Sie nach Ihrer Rückkehr keine böse Überraschung erleben.

Die Vorbereitung für Ihr Studium im Ausland

Aaron Amat/shutterstock.comDie Planung Ihres Auslandssemesters wird in der Regel zwischen einem Jahr und eineinhalb Jahren in Anspruch nehmen. Möchten Sie bereits während Ihres Bachelors ins Ausland gehen, sollten Sie bereits zu Studienbeginn mit der Vorbereitung starten. Wir haben einen Zeitplan zusammengestellt, an dem Sie sich orientieren können:

Studieren im Ausland: 18 Monate vorher

Bevor es so richtig mit der Planung los geht, sollten Sie sich in einem ruhigen Augenblick überlegen, warum Sie eigentlich ins Ausland gehen möchten. Versuchen Sie dabei die folgende Frage ehrlich für sich zu beantworten: Was erhoffe ich mir von einem Auslandssemester?

Eckdaten abklären:

  • In welches Land möchte ich gehen? Welche Region interessiert mich besonders und warum?
  • Spreche ich die Landessprache?
  • Wie lange möchte im Ausland studieren? Ein Semester oder zwei Semester?
  • Wann möchte ich das Auslandssemester machen? Zu Beginn meines Studiums, beispielsweise nach dem ersten Studienjahr oder gegen Ende?

Nachdem Sie eine grobe Vorstellung davon haben, wann und wohin Sie gehen möchten, können Sie mit der konkreten Suche nach dem passenden Austauschprogramm beginnen.

Recherche:

  • Vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Sprechen Sie mit den Mitarbeitern im International Office und informieren Sie sich Online über die Angebote Ihrer Universität. Mit welchen Universitäten kooperiert meine Hochschule? Welche strukturierten Austauschprogramme werden angeboten?
  • Besuchen Sie Informationsveranstaltungen. Viele Universitäten bieten spezielle Veranstaltungen an, bei denen bestehende Programme vorgestellt werden. Diese sind eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen.
  • Sprechen Sie mit Kommilitonen. Informieren Sie sich auch bei Kommilitonen, die bereits bei einem der Programme mitgemacht haben und erkundigen Sie sich nach deren Erfahrungen. Auf diese Weise erfahren Sie von möglichen Hürden und erhalten Tipps, worauf Sie achten sollten.
  • Denken Sie an die Finanzierung. Machen Sie sich auch Gedanken darüber, welche Finanzierungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen würden.
  • Schauen Sie im Internet. Zahlreiche Informationen zu Austauschprogrammen sowie Erfahrungsberichte finden Sie auf der Website go-out.de

Studieren im Ausland: 15 Monate vorher

In den letzten Monaten haben Sie eine Menge Informationen gesammelt und sich intensiv mit der Wahl des richtigen Austauschprogrammes beschäftigt. Sobald Sie eine Entscheidung getroffen haben, können Sie nun damit beginnen, Ihre Bewerbung vorzubereiten.

Bewerbungsmodalitäten:

  • Wie läuft der Bewerbungsprozess ab? Läuft die Bewerbung nur schriftlich ab oder finden auch Auswahlgespräche statt? Treten Sie bereits während des Bewerbungsprozesses mit der Partneruniversität in Kontakt oder erst nach Zusage?
  • Welche Zulassungsvoraussetzungen müssen Sie erfüllen? Für einige Programme brauchen Sie eine gewisse Anzahl von Credit Points. Informieren Sie sich auch darüber, welche Leistungen Sie nachweisen müssen und bis wann.
  • Wann sind die Bewerbungsfristen? Vor allem Stipendien haben eine lange Vorlaufzeit. Hier müssen Sie sich teilweise bis zu einem Jahr im Voraus bewerben.
  • Benötigen Sie Sprachnachweise? In der Regel wird es notwendig sein, zu zeigen, dass Sie die Unterrichtssprache beherrschen. Deswegen kann es sein, dass bestimmte Sprachzertifikate, wie beispielsweise der TOEFL (Test of English as a Foreign Language) oder der IELTS (International English Language Testing System) eingereicht werden müssen. Der Erwerb solcher Zertifikate ist kostenpflichtig und nur zu bestimmten Terminen möglich. Deswegen sollten Sie sich rechtzeitig informieren.
  • Benötigen Sie Empfehlungsschreiben von Professoren? Bewerben Sie sich auch gleichzeitig für ein Stipendium, wird es notwendig sein, dass Sie Referenzschreiben von Ihren Dozenten einreichen. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken darüber, welchen Dozenten Sie ansprechen möchten.

Studieren im Ausland: 12 Monate vorher

Nachdem Sie wissen, wie der Bewerbungsprozess abläuft und welche Unterlagen eingereicht werden müssen, geht es nun daran, die Bewerbung zu schreiben und Ihr Studium an der Partneruniversität zu planen.

Bewerbung verfassen:

  • Motivationsschreiben. In der Regel werden Sie darum gebeten, zu erläutern, wieso Sie ein Studium in Ihrem Wunschland und an der ausgewählten Universität machen möchten. Was erwarten Sie von Ihrem Aufenthalt dort? Inwieweit können Sie sich durch ein Studium dort fachlich weiterentwickeln? Welche Voraussetzungen bringen Sie bereits mit? Oftmals werden Sie das Motivationsschreiben sowohl auf Deutsch als auch in der Landessprache verfassen müssen.
  • Lebenslauf. Auch der Lebenslauf ist Teil Ihrer Bewerbung. Damit zeigen Sie Ihren bisherigen Werdegang auf. Auch dieser ist in der Regel zweisprachig anzufertigen. Beachten Sie beim Verfassen die landestypischen Unterschiede, beispielsweise dass das amerikanische Resume in umgekehrter Reihenfolge, also mit der letzten Station zuerst, verfasst wird. Detaillierte Infos dazu finden Sie hier.
  • Unterlagen. Ihrer Bewerbung legen Sie Ihre Leistungsnachweise, in Form eines Transcript of Records, Ihre Sprachzertifikate und Empfehlungen von Dozenten bei.

Studium vor Ort planen:

  • Welche Seminare und Vorlesungen werden an der Partneruniversität angeboten?
  • Sind Ihre Kurse frei wählbar oder gibt es verpflichtende Veranstaltungen?
  • Gibt es einen Sprachkurs für ausländische Studierende?
  • Müssen Sie Prüfungen ablegen?
  • Wer ist Ihr Ansprechpartner vor Ort?
  • Welche außeruniversitären Aktivitäten werden angeboten, beispielsweise Musik- und Sportgruppen?

Leistungen anerkennen lassen:

  • Planen Sie Ihren Studienverlauf. Schauen Sie in der Studienordnung nach, welche Prüfungen Sie in den Semestern Ihres Aufenthalts ablegen und welche Module Sie abschließen sollten. Könnten Sie diese unter Umständen nach vorne verlegen oder zu einem späteren Zeitpunkt nachholen?
  • Schließen Sie ein Learning Agreement. Legen Sie bereits vor der Abreise fest, welche Leistungen Sie vor Ort erbringen werden. Haben Sie das schriftlich festgehalten, werden Sie nach Ihrer Rückkehr keine Probleme haben, sich die Leistungen anerkennen zu lassen. Denken Sie vor Ort daran, Leistungsnachweise zu sammeln.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Prüfungsamt. Vor allem wenn Sie feststellen, dass sich die Studieninhalte an der Partneruniversität maßgeblich unterscheiden, sollten Sie sich vom Prüfungsamt beraten lassen.

Es ist überaus ärgerlich, wenn Sie nach Ihrem Auslandssemester Ihr Studium an der Heimatuniversität wieder aufnehmen und dann feststellen, dass es Probleme bei der Anerkennung von Leistungen gibt. Was Ihre Rechte und Pflichten sind, erfahren Sie in dieser Broschüre sowie auf der Website des DAAD.

Studieren im Ausland: 6 Monate vorher

Ihr Auslandsaufenthalt steht nun kurz bevor. Diese Schritte sollten Sie in Angriff nehmen:

  • Beantragen Sie Auslandsbafög. Der Antrag hierfür muss sechs Monate vor Ihrer Ausreise gestellt werden. Selbst wenn Sie sich für ein Stipendium beworben haben, können Sie dies tun, denn bis zu einer Grenze von 300 Euro monatlich wird das Stipendium nicht auf Ihr Bafög angerechnet.
  • Beantragen Sie ein Urlaubssemester. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, sich für die Zeit Ihres Auslandsaufenthalts an Ihrer Heimatuniversität beurlauben zu lassen. Dann werden die Semester, die Sie im Ausland studieren, nicht auf die Anzahl Ihrer Fachsemester angerechnet. Jedoch müssen Sie für ein Urlaubssemester bestimmte Fristen einhalten.
  • Beantragen Sie ein Visum. Je nach Land, brauchen Sie für die Dauer Ihres Aufenthalts ein Visum. Überprüfen Sie rechtzeitig, wie lange Ihr Reisepass gültig ist. Informieren Sie sich im zuständigen Konsulat, welche Unterlagen Sie einreichen müssen, was das Visum kosten und wie lange die Bearbeitung dauert.
  • Kümmern Sie sich um eine Unterkunft. Informieren Sie sich darüber, welche Möglichkeiten es gibt. Können Sie sich kostengünstig für ein Wohnheimzimmer bewerben? Sprechen Sie mit Kommilitonen, die bereits ein Auslandssemester an Ihrer Wunschuniversität absolviert haben. Vielleicht haben diese Tipps für Sie und können Kontakte vermitteln.
  • Lassen Sie sich impfen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber, ob Ihr Impfschutz aufgefrischt werden muss oder ob Sie zusätzlichen Impfschutz benötigen. Das sollten Sie rechtzeitig in Angriff nehmen, da einige Impfungen mehrfach durchgeführt werden müssen. Fragen Sie auch bei der Krankenkasse nach, ob die Kosten erstattet werden.

Studieren im Ausland: 5 Top-Unis, die Sie nicht auf dem Schirm hatten

Sollten Sie noch nicht wissen, an welcher Universität im Ausland Sie studieren wollen, haben wir einige Tipps für Sie, an die Sie bisher vermutlich noch nicht gedacht haben:

  • University of Edinburgh. Die Uni Edinburgh steht auf der Insel im Schatten von Cambridge und Oxford, zählt aber dennoch zu den besten Forschungsunis Europas. Bekannt sind die Schotten für ihre Veterinärmedizin, auch Informatik, Soziologie, Erdsystem- und Umweltwissenschaften inklusive Geographie genießen einen hohen Stellenwert.
  • Karolinska Institut. Wenigstens einmal im Jahr ist das Karolinska Institut in aller Munde. Immer dann, wenn ein Komitee der Uni den Medizin-Nobelpreis vergibt. Karolinska, gelegen bei Stockholm, ist eine rein medizinische Universität.
  • University of Manchester. Auch Manchester gilt als herausragende Forschungsuniversität, fächerübergreifend. In letzter Zeit schrieb die Uni im Bereich der Lebenswissenschaften sowie der Ingenieurwissenschaften positive Schlagzeilen.
  • KU Leuven. Im Städtchen Leuven, das auch unter dem deutschen Namen Löwen bekannt ist, sollen von fast 100.000 Einwohnern 40.000 Studenten sein, darunter 6.000 aus dem Ausland. Die KU Leuven ist Belgiens größte Uni.
  • Universität Leiden. In der Uni in Südholland studieren über 20.000 Menschen in sieben Fakultäten, darunter auch Jura und Medizin. Insgesamt bietet die älteste Uni der Niederlande momentan 46 Bachelor- und 73 Master-Studiengänge an.

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