Das ist jetzt wirklich die Wahrheit. Ich schicke das deswegen voraus, weil man sich im Netz dabei nicht sicher sein kann. Denn, so haben Charles Naquin von der De Paul Universität in Chicago, Terri Kurtzberg von der Rutgers Universität in New Jersey und Liuba Belkin von der Lehigh Universität in Pennsylvania herausgefunden, im elektronischen Schriftverkehr wird gelogen was das Netz hergibt. Vor allem in E-Mails wird gelogen, wie sonst nur im Bett: Ganze 92 Prozent der Teilnehmer eines Experiments behumsten ihre Mail-Empfänger ganz bewusst. Zuvor hatten sie 89 Dollar erhalten und sollten nun einen Teil davon abgeben. Wie viel blieb ihnen überlassen, nur sollten sie das den Empfängern vorher mitteilen. Die wussten nur, es handele sich um einen Betrag zwischen fünf und 100 Dollar. Ergebnis: Im Schnitt gaben die Spender per Mail an, nur 56 Dollar erhalten zu haben, andere behaupteten mit 29 Dollar sogar den größeren Teil abzugeben. Ts ts. Diejenigen die einen Brief mit der Hand schrieben, logen deutlich weniger. Allerdings waren das immer noch 64 Prozent.



Matthias
Das stimmt, beim eMail schreiben, schreibt man wesentlich schneller, und denkt wahrscheinlich auch nicht so stark nach.
Dadurch gehen einem kleinere Lügen viel schneller von der Hand..
Ich denke allerdings, wenn es Ernst wird, ist das Medium eMail mit einem Brief vergleichbar.
asaaki
ich hätte bei dem experiment ja auch sofort die untergrenze genommen. warum sollte ich freiwillig soviel abgeben wollen?
nee, der test ist nur repräsentativ in fragen geld und email, aber auf alles würde ich das nicht so ausdehnen wollen.
ich hab ja nix davon, wenn ich bei den kunden rumlüge, obwohl es da auch um geld geht.
Tinkerbell
@Matthias: Das schneller schreiben spiegelt sich dann auch in interessanten Variationen der deutschen Rechtschreibung wieder :-)
Ich würd aber auch mal behaupten, dass Geld nicht wirklich repräsentativ ist. Ich würde fast meinen, dass die Menschen auch in der Realität darüber lügen würden.
Holger Reich
Dies Woche ergab sich eine interessante Diskusion: Ergebnis war, fast alle hatten kein Problem mit fingierter Fahrtkosten-oder Spesenabrechnung, Raubkopien oder “geschönten” Stundenabrechnungen.
Ob dieselben Personen es auch gerne sahen, wenn sie beschummelt werden würden konnte nicht geklärt werden.