Aller Erfolg beginnt im Kopf. Misserfolg aber leider auch - vor allem durch destruktives Denken. Plötzlich sehen wir eine Welt voller Probleme, alles läuft schlecht, der Horizont verengt sich, vermutlich werden wir unsere Ziele nie erreichen... Und tatsächlich erreichen wir sie dann auch nie. Negative Gedanken, Pessimismus, Destruktivität - all das kann uns enorm runterziehen und blockieren. Unsere Gedanken prägen uns, sie beeinflussen uns, unser Handeln und den Erfolg - mehr als viele meinen. Das hat nichts mit Tschakka-Quacksalberei zu tun. Vielmehr geht es darum, destruktive Gedanken zu stoppen - und zwar jetzt, sofort...

Destruktives Denken Negative Gedanken Trauer

Destruktives Denken: Diese Arten gibt es

Natürlich geht das jedem mal so. Wir denken: "Alles Mist, immer passiert mir das, nichts gelingt mir..." Das ist der akute Frust, der dann aus uns spricht. Und soweit völlig normal. Wir alle waren schon einmal in einer Situation, in der wir entweder nicht an uns selbst geglaubt haben oder aus anderen Gründen von negativen Gedanken beeinflusst wurden. Dann fehlt das Selbstbewusstsein, um weiterzumachen oder noch einmal ganz neu durchzustarten.

Solche Phasen gehen vorbei. Meist durch Gespräche mit guten Freunden, die uns Mut machen. Durch Vorbilder oder indem wir selber umdenken.

Wird das destruktive Denken aber chronisch und überschattet alles andere, müssen Sie etwas unternehmen.

Ansonsten sorgen Ihre Gedanken nicht nur für eine Negativspirale aus sich selbst verstärkenden Gedanken und (negativen) Emotionen - nicht selten erschafft unsere unheilige Vorahnung auch eine sich selbsterfüllende Prophezeiung: Aus dem destruktiven Denken wird Wirklichkeit und damit entstehen auch veritable Probleme. Sozusagen herbeigeredete und -gedachte.

Um etwas dagegen zu tun, müssen Sie die falschen Gedanken allerdings zunächst erkennen. Gar nicht so leicht - wenn man schon in einer solchen Spirale steckt.

Immerhin, destruktives Denken lässt sich meist schon an ein paar typischen Formen identifizieren:

  • Probleme verallgemeinern.

    Aus einmaligen Situationen oder Verhaltensweisen wird bei destruktiven Gedanken oft eine Regel abgeleitet, die gar nicht existiert. Fragt Sie der Chef beispielsweise, ob Sie eine Schicht übernehmen können, bedeutet es noch lange nicht, dass es immer Sie sind, der Überstunden aufgebrummt bekommt.

  • Dinge persönlich nehmen.

    Zwei Kollegen unterhalten sich auf dem Büroflur? Da kann es keine andere Erklärung geben: Die beiden lästern ganz eindeutig hinter Ihrem Rücken über Sie und versuchen, Ihren Ruf zu schädigen. Ist natürlich Quatsch. Aber die eigene Unsicherheit macht daraus gleich ein Drama. Tatsächlich geht es aber gar nicht immer nur um Sie, vielleicht planen die Kollegen einfach die nächste Kaffeepause.

  • Szenarien übertreiben.

    Aus einer Mücke wird nur im Sprichwort ein Elefant - und in unserem Kopfkino. Und genau das ist der Ursprung vieler destruktiver Gedanken: Wenn wir genug Zeit und Phantasie haben, konstruieren wir aus einem kleinen Problem im Kopf schnell eine ausgewachsene Katastrophe. Das Worst-Case-Szenario ist aber eben nur das: ein Szenario. Oft sogar nicht mal ein wahrscheinliches, nur ein mögliches.

Destruktives Denken: Verabschieden Sie sich von diesen Gedanken

Destruiktiv Denken Negativismus VorahnungDestruktives Denken ist vor allem das: eine schlechte Angewohnheit, die sich allerdings - wie viele andere Angewohnheiten - nur schwer ablegen lässt.

Häufig verbirgt sich dahinter ein Schutzmechanismus: Indem wir uns immer das Schlimmste einreden, gibt es keine bösen Überraschungen mehr.

Leider schaffen die negativen Gedanken aber so deutlich mehr Probleme, als sie tatsächlich lösen können. Um das eigene Denken in eine andere Richtung zu lenken, braucht es Geduld und Durchhaltevermögen. Es gilt, das destruktive Denken bei sich zu erkennen und bewusst zu hinterfragen.

Damit Ihnen das gelingt, haben wir einige Beispiele gesammelt, die Ihnen vielleicht schon einmal durch den Kopf gegangen sind. Es sind klassische negative Gedanken, die Sie entsprechend stoppen, hinterfragen und umdrehen sollten:

  1. Ich werde niemals einen Job finden...

    Die Bewerbungsphase kann sehr frustrierend sein, gerade wenn anfangs mehrere Absagen oder gar keine Antwort auf die Bewerbung kommen. Daraus lässt sich jedoch nicht schließen, dass es niemals klappen wird. Bewerbungen brauchen Zeit, manchmal auch Überarbeitung und Optimierung und Sie sind weder der Erste, noch der Letzte, dem diese Zeit viel Geduld abverlangt. Den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben, ist aber die schlechteste Alternative.

  2. Jetzt ist der ganze Tag ruiniert...

    Sie haben verschlafen, den Bus verpasst oder stehen im Stau. Das nervt und natürlich würde man den Tag gerne anders beginnen. Aber hat das wirklich Auswirkungen auf den restlichen Tag? Es liegt weiterhin an Ihnen, ob Sie die anderen Stunden des Tages nutzen oder sich von einem kleinen Problem so aus der Bahn werfen lassen. Eine miese halbe Stunde am Morgen sollte nicht so viel Macht besitzen, oder?!

  3. Er macht das nur, um mich zu ärgern...

    Ein typisches Beispiel für destruktives Denken, bei denen Sie alles persönlich nehmen. Ihr Chef bittet Sie, eine wichtige Aufgabe zu übernehmen oder der Büronachbar fragt, ob Sie ihm bei einem Projekt unter die Arme greifen können. Sie könnten sich geehrt fühlen, dass Ihnen so viel Vertrauen entgegen gebracht wird, stattdessen dreht Ihr Gehirn die Situationen ins Negative und macht Sie zum Opfer. Hören Sie auf, zu denken, dass alle Ihnen immer nur schaden wollen.

  4. Das macht er jedes Mal...

    In mindestens 75 Prozent der Fälle ist dieser Gedanke schlichtweg falsch oder maßlos übertrieben. Wenn wir uns über etwas ärgern oder aufregen, gehen wir schnell noch einen Schritt weiter und unterstellen unserem Gegenüber, dass er sich bei jeder Gelegenheit so verhält. Bevor Sie in die Falle der Verallgemeinerungen, Plattitüden und destruktiven Gedanken tappen, gewinnen Sie Abstand aus der Situation und fragen Sie sich, ob ein solches Verhalten wirklich öfter vorkam.

  5. Ich kann das einfach nicht...

    Niemand ist perfekt. Und natürlich gibt es Dinge, die anderen Kollegen leichter fallen. Aber ist das ein Grund dafür aufzugeben? Gehen Sie das Problem lieber positiv an: Statt sich einzureden, dass Sie etwas nicht können oder Ihre Leistungen zu schlecht sind, fragen Sie sich, was Sie tun können, um es zu lernen. So umgehen Sie nicht nur die negativen Gedanken, sondern erweitern gleichzeitig noch Ihre Kompetenzen.

  6. Niemand erkennt meine Leistungen an...

    Zugegeben nicht jeder Chef ist gut darin, seinen Mitarbeitern zu sagen, dass sie einen guten Job machen. Doch wird sich nichts daran ändern, solange Sie Frust schieben und sich an dem destruktiven Gedankengut festhalten. Wagen Sie den Schritt aus der Deckung und ändern Sie etwas an der Situation: Bitten Sie Ihren Vorgesetzten zum Beispiel regelmäßiger um Feedback oder trainieren und verbessern Sie Ihr Selbstmarketing.

Wie Sie anschließend lernen, für sich positive Gedanken zu formulieren und Ihre mentale Stärke trainieren, erfahren Sie in den folgenden Artikel-Empfehlungen...

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