Kündigungsschreiben Arbeitnehmer MusterbriefAbschied nehmen ist immer ein bisschen wie sterben. Manche Menschen hinterlassen dabei sogar ein Lücke, die sie vollständig ersetzt. Immerhin wissen dann beide Seiten: Die Entscheidung war richtig. Trotzdem fällt es manchen Arbeitnehmern gar nicht so leicht zu kündigen. Vor allem beim Kündigungsschreiben tun sich einige schwer. Zumal dabei auch noch einige rechtliche Spielregeln gelten und kleinere Formfehler womöglich die Kündigung unwirksam machen. Die wichtigste Regel für das Kündigungsschreiben kennen Sie aber vermutlich schon: Eine Kündigung muss immer schriftlich auf Papier erfolgen und eigenhändig mit vollem Namen unterschrieben werden. Kündigen per E-Mail, Fax oder Post-it gilt nicht…

Was muss im Kündigungsschreiben stehen?

Ebenfalls entscheidend: Die Aussage muss eindeutig sein. Lamentieren und labern sowie der Konjunktiv (“hiermit würde ich ganz gerne mein Arbeitsverhältnis beenden…”) sind in Kündigungsschreiben tabu. Für den bisherigen Arbeitgeber muss sofort klar sein, dass Sie kündigen – und nichts anderes.

Dazu brauchen Sie dann allerdings auch keine ausschmückende Prosa. Ein schlichtes “Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Datum” reicht völlig.

Sollte Sie Ihr Boss später nach einer Begründung für die Kündigung fragen – bleiben Sie bitte stets höflich und durchweg positiv. Selbst wenn er Sie um Hinweise bittet, was er denn falsch gemacht habe… Achtung Falle! Ihn interessiert gar nicht Ihre Meinung, sondern das, was Sie womöglich weitererzählen könnten.

Ihre Antwort lautet daher sinngemäß stets: Alles lief bestens, ich konnte viel lernen, bin darüber sehr dankbar – nur der andere Job bietet gerade sehr reizvolle Herausforderungen und ich möchte mich weiterentwickeln…

Akzeptieren Sie auch kein besseres Gegenangebot.

  • Erstens, weil Sie so unentschlossen wirken.
  • Zweitens, weil Sie bereits als illoyal gelten und die generelle Wechselbereitschaft dokumentiert haben. Sollten irgendwann Stellen doch mal gestrichen werden, steht Ihr Name jetzt eher auf der Liste.

Bevor Sie diesen finalen Schritt der Eigenkündigung einleiten, säubern Sie aber bitte unbedingt Ihr Büro: Persönliche Dinge sowie Ihr Privateigentum sollten Sie rechtzeitig und vor allem diskret nach Hause schaffen. Das gilt besonders für private Daten auf dem Rechner, Browserverläufe, Passwörter, gespeicherte Texte oder Bilder, die man gegen Sie verwenden könnte.

Legen Sie sich auch rechtzeitig einen Giftordner an, in dem Sie Ausdrucke oder Kopien von E-Mails und anderen Schriftsätzen sammeln, die Ihre Verhandlungsposition bei einem möglichen Arbeitsrechtsstreit stärken. Dazu gehören: Drohungen, Unverschämtheiten, Nötigung oder gar Anstiftung zu Straftaten wie etwa Bilanztricksereien. Dieser Ordner gehört logischerweise ebenfalls frühzeitig nach Hause geschafft.

Umgekehrt: Nehmen Sie nichts mit, das Ihnen nicht gehört, nicht einmal Büroklammern. Das ist Diebstahl und kann Sie im Streitfall Ihre Abfindung kosten.

Das betrifft übrigens auch den virtuellen Eigentum, also etwa den Fall, dass Sie Zugang zu sensiblen Informationen oder Geschäftsgeheimnissen haben. Distanzieren Sie sich deutlich davon und dokumentieren Sie so gut es geht, dass Sie diese Informationen nicht verwenden können und werden. Schon im eigenen Interesse sollten Sie sich so schnell und so strikt wie möglich von diesen Informationszuflüssen distanzieren. Dann kann man daraus nichts gegen Sie konstruieren.

Das ist keine Paranoia – Rosenkriege gibt’s auch im Berufsleben. Und die richtige Art abzutreten, ist prägend für den Ruf.

Ab jetzt arbeiten Sie nicht mehr für Ihren Chef, sondern für Ihre Reputation.

Und so gilt denn bei der Kündigung des Arbeitnehmers auch noch eine andere, nicht juristische Regel: Bleiben Sie zu jedem Zeitpunkt Profi! Egal, wie schäbig sich Ihr Arbeitgeber, Ihr Chef, Ihre Kollegen bisher verhalten haben – Sie bleiben durchweg souverän und professionell.

Das schließt unbedingt ein, beim Abschied keine offenen Rechnungen zu begleichen. Bitte keine Schmähungen, keine Werturteile, keine Beleidigungen. Das ist peinlich und macht Sie klein.

Viel besser: Beweisen Sie guten Stil selbst in der Kündigung und sprechen Sie einen Dank für die gute Zusammenarbeit aus und überreichen Sie das Kündigungsschreiben am besten persönlich. So jemand zeigt Schneid. Bitte nicht per Post oder E-Mail: Ein böswilliger Boss könnte am Ende noch behaupten, das Schreiben nie bekommen zu haben.

Alternative Aufhebungsvertrag

Als Alternative zur Kündigung bietet der #Aufhebungsvertrag einige Vorteile für Arbeitnehmer und Azubis. Allerdings lauern hierbei auch einige Fallen, die Sie unbedingt beachten und vermeiden sollten… Hier geht’s zu unserem Dossier dazu.

Gründe für eine Kündigung

In jedem Job gibt es gute Tage und schlechte Tage. Das gehört zum Arbeitsleben dazu. Das heißt aber nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss – erst recht, wenn man ein Leistungsträger ist. Irgendwann reicht es einfach – und der Wunsch nach einem Jobwechsel wächst, wächst, wächst. Dennoch sollten Sie eine solche Entscheidung nicht überstürzt treffen. Sind Sie sich noch nicht sicher, ob Sie Ihren aktuellen Job wirklich kündigen sollten, liefert Ihnen unser Selbsttest vielleicht ein wenig mehr Klarheit.

Den Arbeitsvertrag kündigen – das geht ganz einfach. So ein Schreiben ist schnell formuliert, unterschrieben und abgegeben. Die Konsequenzen können aber weitreichender sein als manche Laune.

Daher haben wir eine kompakte Übersicht mit Pro- und Contra-Argumenten gegenübergestellt. Die können eine gründliche (Selbst-)Analyse freilich nicht ersetzen, aber wichtige Anhaltspunkte liefern:

Gute Gründe

    Daumenhoch_t

  • Gesundheit. Es gibt Jobs, die machen krank: Es herrscht Permastress, der Chef vergiftet die Atmosphäre, die Kollegen mobben. So etwas kann und sollte kein Mensch auf Dauer ertragen. Das Geld mag wichtig sein – die Gesundheit ist wichtiger.
  • Langeweile. Gemeint ist weniger das angebliche Phänomen Bore-Out. Dagegen lässt sich etwas unternehmen. Wenn aber der Job keinerlei Herausforderungen bietet und Sie dort auch nichts mehr lernen oder erreichen können, wird es Zeit, den Job zu wechseln – intern oder extern.
  • Stillstand. Und zwar in jeder Hinsicht: Es fehlen sowohl Karriereperspektiven als auch finanzielle. Und der Laden entwickelt sich auch nicht weiter. Gut, Sie haben einen Job. Aber wie lange noch? Und wo bleibt da der Anreiz und Spaß?
  • Unsicherheit. Zugegeben, kein Job ist heute noch sicher. Dafür verändern sich Märkte und Branchen zu schnell. Aber wenn Sie in Dauerangst um Ihre berufliche Existenz oder Zukunft leben, ist das nur noch kräftezehrend – und macht auf Dauer krank (siehe oben.)
  • Vetternwirtschaft. Sie racken sich jeden Tag und hören nicht mal ein Danke. Geingschätzung wäre schon so ein Kündigungsgrund. Aber wenn das dann noch mit Günstlingswirtschaft zusammenfällt, ist das Maß voll.

Schlechte Gründe

Daumenrunter_t

  • Frust. Wir haben alle mal einen schlechten Tag im Job. Manchmal hält der Unmut auch ein paar Tage an. Aber das ist kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Frusttage gibt es auch in anderen Jobs und Unternehmen. Das Gesamtbild im Jahresverlauf ist entscheidend.
  • Kritik. Okay, der Chef war mit Ihrer Leistung so gar nicht zufrieden und hat sie ordentlich gefaltet. Nicht die beste Art, sicher. Aber eher ein Grund zur Selbstreflexion, wo Sie sich verbessern können. Erst wenn die Kritik haltlos und chronisch wird, spricht das für einen Wechsel.
  • Fehler. Und zwar ein richtig schwerwiegender. Sie haben es so richtig vermasselt, das kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Die Scham ist groß, und es kann sein, dass man Sie dafür feuert. Klüger aber wäre die Haltung von IBM-Gründer Tom Watson: Die Firma hat gerade mehrere Hunderttausend Euro in Ihre Ausbildung investiert. Warum sollte jemand anderes diese Erfahrung gratis bekommen? Also übernehmen Sie Verantwortung und lernen Sie daraus.
  • Chef. Man sagt, Mitarbeiter kommen für Jobs und gehen wegen Chefs. Das stimmt – zum Teil. Denn mal ehrlich: Die wenigsten Chefs sind perfekt, wie wir auch. Auch auch Manager lassen sich managen – nur subtiler.

Die Kündigung vorbereiten

Sind Sie sicher, dass die Kündigung der richtige Schritt für Sie ist, sollten Sie diesen gründlich vorbereiten:

  • Informieren Sie sich über die Kündigungsfrist. Lesen Sie sich Ihren Arbeitsvertrag noch einmal durch, damit Sie genau wissen, bis wann Sie eine schriftliche Kündigung einzureichen haben.
  • Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Chef vor. Nachdem Sie die Kündigung eingereicht haben, wird Ihr Chef das Gespräch suchen. Bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie in diesem Gespräch eventuell nach Gründen gefragt oder mit Vorwürfen konfrontiert werden. Lassen Sie sich jedoch auf keinen Fall provozieren. Waren Sie in Ihrem Job unglücklich und unzufrieden, sollten Sie Ihrem Vorgesetzten das nicht auf die Nase binden.
  • Suchen Sie parallel nach anderen Jobangeboten. Optimalerweise kündigen Sie Ihren bestehenden Job erst, wenn Sie eine Alternative haben, das heißt, wenn Ihnen bereits ein anderes Jobangebot vorliegt. Kündigen Sie schon bevor Ihnen eine andere Stelle sicher ist, sollten Sie zeitgleich Ihre Bewerbungsunterlagen aktualisieren und nach möglichen Stellen suchen.
  • Sichern Sie sich den Rückhalt im privaten Umfeld. Klären Sie vor Ihrer Kündigung mit den Ihnen nahestehenden Menschen, ob diese den Schritt und die damit verbundenen Konsequenzen mittragen und hinter Ihnen stehen. Im Idealfall werden Sie den moralischen und organisatorischen Rückhalt nie brauchen, in der Praxis vermutlich schon. Ohne die Unterstützung Ihres Umfelds, wird eine Kündigung unnötig schwer.
  • Dokumentieren Sie all Ihre Schritte. Um auf mögliche Arbeitsrechtstreitigkeiten vorbereitet zu sein, legen Sie einen Ordner an, in dem Sie alle Unterlagen, die für Ihre Kündigung relevant sind, sammeln. Das Kündigungsschreiben, den Schriftverkehr mit Ihrem Vorgesetzten, aber auch Drohungen oder Unverschämtheiten von Kunden, Kollegen oder sogar Ihrem Chef gehören dazu.

Richtig kündigen – ohne Brücken abzureißen

Überhaupt, wenn Sie als Mitarbeiter kündigen sollten Sie das immer so tun, dass Sie sich auch danach noch in die Augen sehen können. Zum Beispiel so:

  1. Oben beginnen. Selbst wenn die Kollegen schon lange ahnen, dass da was im Busch ist: Wenn Sie kündigen, sagen Sie es dem Chef zuerst. Oder wenigstens der Person, die Sie damals eingestellt hat. Denn dieser Kollege hat auch damit begonnen, Vertrauen in Sie zu investieren. Geben Sie dieses Vertrauen zurück – und beweisen Sie so Respekt gegenüber Ihrem Ex-Vorgesetzten in spe. Er sollte nie der Letzte in der Informationskette sein.
  2. Planvoll ausscheiden. Zu einem guten Ausstieg gehört zuende zu bringen, was man begonnen hat oder zumindest seinen Nachfolger einzuarbeiten und Projekte in Bestzustand zu übergeben. Zwei Wochen vor dem Ausscheiden können Sie bisherige Kunden und Geschäftspartner über den Jobwechsel informieren – idealerweise aber mit Einverständnis des Ex-Chefs in spe. Sonst nach dem Ausscheiden per privater Mail.
  3. Kurz nachhaken. Drei bis vier Monate nachdem Sie Ihren bisherigen Arbeitgeber verlassen haben, sollten Sie die Ex-Kollegen (oder Ihren Nachfolger) noch einmal kurz besuchen oder anrufen und sich erkundigen, ob alles gut läuft. Nicht, weil Sie so wichtig und unersetzbar wären, sondern weil Sie Ihren Job genauso sorgfältig beenden, wie Sie ihn ausgeübt haben. Und weil man Sie als Profi in Erinnerung behalten soll.

Rechtlicher Hintergrund

Zwei Aspekte in Bezug auf die Kündigung interessieren viele Arbeitnehmer besonders, deswegen gehen wir hier kurz darauf ein.

  1. Die fristlose Kündigung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Arbeitsverhältnis außerordentlich fristlos gekündigt werden. Das geht allerdings nur, wenn Sie einen guten Grund für die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben. Folgende Gründe kommen für eine außerordentliche Kündigung in Frage: wiederholt unpünktliche Lohn- oder Gehaltszahlung, Beleidigungen oder Tätlichkeiten durch den Arbeitgeber, sexuelle Belästigung, Mobbing durch den Arbeitgeber, Erkrankungen, die durch den Beruf verursacht werden (das muss von einem Arzt bestätigt werden), fortgesetzt mangelhafte oder fehlende Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz.
  2. Der Resturlaub. Ihr Urlaubsanspruch bleibt bei einer Kündigung bestehen. Wird die Kündigung frühestens am 1. Juli wirksam, steht Ihnen der volle gesetzlich zugesicherten Urlaub zu. Hierfür muss das Arbeitsverhältnis jedoch mindestens sechs Monate bestanden haben. War das Arbeitsverhältnis kürzer oder liegt der Kündigungstermin in der ersten Jahreshälfte, muss der Urlaub nur anteilig gewährt werden.

Tipps und Mustervorlagen für das Kündigungsschreiben

Mustervorlagen und FormulierungstippsWie aber schreiben Sie als Arbeitnehmer nun Ihre Kündigung? Worauf kommt es bei der Formulierung an? Und müssen Sie den Grund nennen?

Die letzte Frage ist am leichtesten zu beantworten: Nein, müssen Sie nicht! Warum Sie kündigen, können Sie im Kündigungsschreiben erwähnen, Sie müssen aber nicht. Und wenn das vor allem geschieht, weil Sie den Job, den Chef, die Kollegen satt haben oder endlich fair bezahlt werden, sollten Sie das so auch nicht sagen.

Ansonsten gibt es für die Formulierungen – außer den oben schon erwähnten – keine allzu strengen Vorgaben. Viel Text sollten Sie ohnehin nicht schreiben. Halten Sie die Kündigung lieber kurz und knackig.

Wie in diesen beiden Musterbriefen beziehungsweise Beispielen:

Name
Anschrift

Datum

Arbeitgeber
Adresse

Kündigung

Sehr geehrter Herr CHEF,

hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag, den ich mit Ihnen am 01.01.2001 geschlossen habe, fristgerecht zum 01.11.2011.

Ich bedanke mich für die gute und kollegiale Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Ich konnte viel in diesem Unternehmen lernen und bin für die stets angenehme Unterstützung sehr dankbar. Ich bedauere, aus persönlichen Gründen diesen Schritt tun zu müssen und wünsche Ihnen und dem Unternehmen weiterhin von Herzen alles Gute.

Bitte erstellen Sie mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis und lassen Sie mir dies – wenn möglich – zusammen mit meinen Arbeitspapieren an die obige Adresse zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

HANDSCHRIFTLICHE UNTERSCHRIFT

Vielleicht etwas weniger freundlich und herzlich können Sie Ihr Kündigungsschreiben auch so formulieren…

Name
Anschrift

Datum

Arbeitgeber
Adresse

Kündigung meines Arbeitsvertrages

Sehr geehrter Herr CHEF,

hiermit kündige ich Ihnen meinen bestehenden Arbeitsvertrag ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Datum.

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt meiner Kündigung sowie das Datum wann der Arbeitsvertrag endet schriftlich.

Überdies bitte ich Sie, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen. Für die bisherige Zusammenarbeit bedanke ich mich herzlich.

Mit freundlichen Grüßen

HANDSCHRIFTLICHE UNTERSCHRIFT

Beide Mustervorlagen und Kündigungsschreiben haben wir für Sie hier noch einmal kostenlos zum Download bereitgestellt:

Musterbrief Word PDF
Kündigungsschreiben Arbeitnehmer Vorlage 1 Word-Download PDF-Download
Kündigungsschreiben Arbeitnehmer Vorlage 2 Word-Download PDF-Download

Tipps für die letzten Arbeitstage

Den meisten Arbeitnehmern bleiben nach der Kündigung noch einige Wochen im Unternehmen. Nutzen Sie die letzten Tage und Wochen vor allem dazu, alle losen Enden in Ordnung zu bringen und Projekte abzuschließen. Ist das nicht möglich – beispielsweise weil das Projekt noch läuft – obliegt Ihnen die Verantwortung für eine saubere und umfassende Übergabe. Ganz wichtig: Dokumentieren Sie jeden Ihrer Schritte. Auch ohne böse Absicht zu unterstellen, ist es sinnvoll, sich selbst gegen spätere Vorwürfe abzusichern und alle offenen Flanken zu schließen.

Die Liste der möglichen Tätigkeiten ist lang, daher haben wir die wichtigsten für Sie zusammengefasst:

  • Stellen Sie alle Berichte zu abgeschlossenen Projekten fertig.
  • Fertigen Sie umfassende Übergabeprotokolle an.
  • Übergeben Sie alle Dokumente und lassen Sie sich deren Erhalt bestätigen.
  • Gehen Sie Ihr Archiv durch und vernichten Sie alte und nicht mehr benötigte Unterlagen.
  • Erstellen Sie eine Liste aller Aufgaben und Verpflichtungen, die Sie bisher erfüllt haben.
  • Klären Sie, welche Informationen Ihre Kollegen noch von Ihnen benötigen.
  • Lehnen Sie konsequent alle Last Minute Aufträge und Projekte ab. Sie brauchen die Zeit für Ihren Abschluss.
  • Tauschen Sie sich mit Ihren Nachfolgern in den verschiedenen Projekten aus.
  • Fragen Sie bei Ihrem Chef nach, was er an Zuarbeit und Aufgaben von Ihnen erwartet.
  • Informieren Sie alle wichtigen Kollegen über Ihre Kündigung und Ihren letzten Anwesenheits- oder Arbeitstag.
  • Räumen Sie Ihren Arbeitsplatz auf. Denken Sie daran, Ihre persönlichen Habseligkeiten mit nach Hause zu nehmen. Löschen Sie von Ihrem Arbeitscomputer private Unterlagen, Bilder, Passwörter sowie den Verlauf Ihres Browsers.
  • Erstellen Sie Checklisten mit den anstehenden Arbeiten und haken Sie diese konsequent ab.

Je nach individueller Lage können und sollten Sie diese Aufgaben natürlich ergänzen. Dieses systematische Vorgehen ist aus zwei Gründen wichtig: Erstens stellen Sie damit Ihren Chef zufrieden und erfüllen alle Ihre Aufgaben. Zweitens können Sie so beruhigt gehen und schützen sich gegen spätere Vorwürfe.