NA, sehnen Sie sich auch manchmal die 40-Stunden-Woche zurück (von 35-Stunden-Woche spricht längst keiner mehr)? Allein im Jahr 2011 machten die Arbeitnehmer in Deutschland, laut dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zusammengerechnet gute 1,39 Milliarden Überstunden. Bezahlt werden davon aber immer weniger. Mehr noch: Gut ein Viertel (27 Prozent) der Beschäftigten muss inzwischen häufig auch noch in der Freizeit für den Chef oder Kunden erreichbar sein. Jeder Siebte (15 Prozent) arbeitet, laut einer DGB-Umfrage oft sogar unbezahlt in seiner Freizeit.
Kurzum: Die Deutschen sind mit Ihren Arbeitszeiten immer unzufriedener. Vollzeitbeschäftigte würden am liebsten sogar kürzer treten und ihr Arbeitszeit reduzieren – im Schnitt um fünf Stunden pro Woche. Aus gutem Grund: Wer dauerhaft mehr als 48 Stunden pro Woche malocht, kann krank und depressiv werden. Folgefolge: mehr Krankheitsausfälle und damit auch erheblicher wirtschaftlicher Schaden für das Unternehmen. Apropos: Hand aufs Herz… Wie viele Stunden arbeiten Sie?
Eine Einsicht, die inzwischen auch die Amerikaner haben, wie die folgende Infografik zeigt – auch wenn sie die Situation in Deutschland nicht ganz realistisch einschätzen. 27-Stunden-Woche… Hahaha! Schön wär’s…

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carafaja
im Schnitt sind’s bei mir 54 Stunden pro Woche.
Claudia
Zur Wochenarbeitszeit in Deutschland ist anzumerken, dass sie im 1. Quartal über alle Beschäftigte 30,04 h und für Vollzeit Arbeitenden 37,96 h betrug (Quelle: http://doku.iab.de/grauepap/2012/tab-az1201.pdf)
Jochen Mai
Die Zahlen kenne ich. Wenn überhaupt, ist natürlich nur die Zahl der Vollzeitbeschäftigten vergleichbar. Allerdings zählt dazu auch der öffentliche Dienst, der eine stärker geregelte und meist kürzere Wochenarbeitszeit hat. Auch geht aus den IAB-Zahlen nicht hervor, wie viele Überstunden überhaupt erfasst werden (Stichwort Vertrauensarbeitszeit) und ob alle bezahlt werden bzw. durch Freizeitausgleich abgegolten werden. Das darf dann auch nicht vergessen werden.
Kevin Pliester (@K_Pliester)
Hallo zusammen!
Ich selbst arbeite auch viel zu viel, aber leider auch gern. Es macht mir nichts aus täglich 1-2 Überstunden zu machen, weil ich den Großteil meiner Arbeit gerne mache.
Ich bekomme ebenfalls kein Geld für meine Überstunden, das läuft alles auf einem Gleitzeitkonto. Wird aber das Ende eines Monats erreicht, habe ich von meinen 30 Überstunden nur noch 15 Stunden. Es wird also immer auf 15 Stunden gekürzt.
Sobald ich dann Zuhause bin, arbeite ich weiter(Kleingewerbe). Aber das auch nur am Rande.
Wieder ein schöner Beitrag. :)