Hauptschüler: Karriere ohne Studium

Die Hauptschule hat keinen guten Ruf. Ein Abschluss scheint keinen besonders hohen Stellenwert zu haben, die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist für Hauptschüler schwierig und hinzu kommt, dass viele das Gefühl haben, in eine Schublade gesteckt zu werden, wenn sie nicht mit Studium oder guten Noten im Abitur aufwarten können. Kein Wunder, dass Schüler falls irgendwie möglich die Hauptschule meiden und die Zahl der Hauptschüler seit Jahren einem negativen Trend folgt. Trotzdem sollte die Hoffnung nicht einfach aufgegeben werden, denn auch mit einem Hauptschul-Abschluss lässt sich durchaus Karriere machen. Dies erfordert Geduld, Durchhaltevermögen und ist nicht immer leicht – doch gilt dies für jeden, der erfolgreich sein will, unabhängig vom Schulabschluss. Welche Möglichkeiten Hauptschüler nutzen können, um Karriere zu machen…

Hauptschüler: Karriere ohne Studium

Hauptschüler: Vorurteile überwinden

Viele Hauptschüler werden in ihrem beruflichen Werdegang vor zwei große Hürden gestellt: Die Vorurteile in den Köpfen der anderen und die eigenen Zweifel. Das Bild der Hauptschule wird leider oft nur verallgemeinert betrachte, weshalb viele nicht müde werden zu betonen, dass Hauptschüler schlecht ausgebildet, antriebs- und orientierungslos seien.

Hinzu kommen die eigenen Zweifel, die noch weiter geschürt werden, wenn sie mit Rückschlägen oder den Vorurteilen konfrontiert werden. So entsteht bei vielen Hauptschülern die Angst, erst gar nicht die Chance auf einen Job zu bekommen, sondern aufgrund der schulischen Qualifikation von Anfang an auf dem Ablagestapel zu landen. Eine schwierige Situation, die vielen Hauptschülern zu schaffen macht, die sich aber auch lösen lässt.

  • Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Absagen auf Bewerbungen und das Gefühl, die eigenen Leistungen würden nicht ausreichend geschätzt, können dem Selbstwertgefühl ganz schön zusetzen. Um nicht die Motivation zu verlieren und frühzeitig aufzugeben, dürfen Sie sich von Rückschläge und Vorurteile nicht unterkriegen lassen. Sehen Sie diese als Herausforderung, die Sie meistern können.
  • Wählen Sie die richtige Branche. Viel Frust können Sie sich ersparen, wenn Sie Ihre Bewerbungen von Anfang an auf die richtigen Branchen konzentrieren. Besonders handwerkliche Betriebe und der Dienstleistungssektor bieten für Hauptschüler gute Chancen. Schwierig ist es hingegen im Bankwesen, wo meist ein Abitur erwartet wird.

Hauptschüler: So klappt es mit der Karriere

Nicht immer muss es Abitur und Studium sein, um den Weg zu einer erfolgreichen Karriere einzuschlagen. Natürlich kann die Hochschulreife einige Türen öffnen, doch auch mit einem Hauptschulabschluss gibt es verschiedene Alternativen, mit denen der berufliche Erfolg auf den Weg gebracht werden kann. Welche davon für Sie geeignet ist, müssen Sie jedoch selbst entscheiden. Abhängig von Ihrer persönlichen Situation und Ihren beruflichen Zielen kann der Weg deshalb variieren.

  1. Duale Ausbildung

    Für die meisten Hauptschüler ist nach dem Abschluss eine duale Ausbildung der nächste Schritt in Richtung Berufseinstieg. Die Chancen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden, sind dabei gar nicht so schlecht. Durch die steigenden Zahlen von Studenten, bleiben regelmäßig viele Ausbildungsbetriebe ohne passenden Kandidaten. Dies ist Ihre Chance, genau dieser Bewerber zu werden und sich durch die Mischung Berufsschule und Ausbildung im Betrieb sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse Ihres Wunschberufes anzueignen. So ausgestattet und mit der zugehörigen Berufserfahrung können Sie entweder direkt übernommen werden oder sich auf dem Arbeitsmarkt nach passenden Stellen umsehen.

  2. Berufsvorbereitungsjahr

    Wenn es mit dem Ausbildungsplatz nicht sofort klappt, kann auch ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert werden. Dieses zielt darauf ab, die Qualifikationen zu verbessern und der nächsten Bewerbung zum Erfolg zu verhelfen. Hierfür wird sowohl schulisches Wissen vermittelt, als auch mindestens ein Praktikum absolviert. Das Berufsvorbereitungsjahr kann in verschiedenen Bereichen stattfinden, beispielsweise Handel und Verkauf oder Wirtschaft und Verwaltung. Wenn es gut läuft, kann während des Praktikums bereits der Kontakt zu einem möglichen Ausbildungsbetrieb hergestellt werden.

  3. Möglichkeiten zum Weiterbildung

    Oft wird übersehen, dass auch mit einem Hauptschulabschluss die Chance besteht, die eigenen Qualifikationen weiter auszubauen und zu einer wichtigen Fachkraft zu werden. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, nach der Ausbildung eine Aufstiegsfortbildung zu machen, beispielsweise den Meister oder Fachwirt. Diese können Sie zum Experten auf Ihrem Gebiet machen und Sie für höhere Berufsfelder qualifizieren.

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17. November 2015 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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