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Eine Phase der Arbeitslosigkeit ist zwar für keinen Arbeitnehmer angenehm, stellt heute jedoch auch keine Seltenheit mehr dar. Angesichts der Einstellungs- und Kündigungspolitik vieler Unternehmen lassen sich einige Wochen oder Monate ohne Job nicht immer vermeiden und werden von Arbeitgebern auch nicht unbedingt als Problem angesehen. Das gilt natürlich nur, wenn Sie die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf - und in Ihrer gesamten Bewerbung - entsprechend präsentieren. Richtig formuliert und eingebaut, fällt die Zeit der Arbeitslosigkeit dann kaum ins Gewicht.

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Arbeitslosigkeit: Akzeptieren Sie die Situation

Bevor Sie sich an die Jobsuche oder gar an konkrete Bewerbungen machen, sollten Sie sich mit Ihrer Arbeitslosigkeit auseinandersetzen und diese akzeptieren. Das mag seltsam klingen, doch viele Arbeitnehmer kommen mit der Situation der Arbeitslosigkeit nicht klar und lehnen diese ab. Diese Ablehnung ändert zwar nichts an der Lage, kommt in der Bewerbung jedoch spür- und sichtbar zum Ausdruck.

Dann wird die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf und im Anschreiben regelrecht hervorgehoben, umfangreiche Erklärungsversuche begonnen und die gesamte Bewerbung von diesem Thema dominiert. Bewerber haben dann das Gefühl, potenzielle Arbeitgeber würden nur ihre Arbeitslosigkeit wahrnehmen und ihre sonstigen Qualifikationen übersehen. Leider sorgen sie dann meist durch die beschriebene übertriebene Präsentation dafür, dass diese Annahme auch eintrifft.

So unangenehm Arbeitslosigkeit auch sein mag: Sie können an der Situation nur dann etwas ändern, wenn Sie Ihren Frieden damit machen und sich voll auf die Jobsuche konzentrieren. Und zwar ohne sich bei den Bewerbungen selbst im Weg zu stehen.

Arbeitslosigkeit im Lebenslauf: Formulieren Sie aktiv

Eine der bekanntesten Formulierungen ist in diesem Fall - zumindest für Ihren Lebenslauf - auch die beste: Arbeit suchend. Natürlich können Sie diese Formulierung als sprachliche Spitzfindigkeit sehen und als sinnlos ablehnen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass "Arbeit suchend" eine deutlich aktivere Formulierung ist, als "arbeitslos". Die Formulierung alleine reicht jedoch nicht aus, um Ihren Lebenslauf und Ihre Bewerbung positiv zu gestalten.

Um Ihre Arbeitslosigkeit im Lebenslauf richtig einzuordnen, sollten Sie deutlich machen, dass...

  • Sie aktiv nach einem neuen Job suchen.
  • Sie Ihr Fachwissen auf dem aktuellen Stand halten.
  • Sie arbeiten wollen und selbstständig viel dafür tun.

Anders gesagt: Zeigen Sie Aktivität und Eigenengagement, ist "Arbeit suchend" keine leere Worthülse, sondern die passende Formulierung für Ihre Aktivitäten. Ist das der Fall, ist die Formulierung auch sinnvoll und erhöht Ihre Chancen auf einen neuen Job.

Arbeitslosigkeit im Lebenslauf: Unser Muster

Arbeitslosigkeit Lebenslauf

Das obige Muster zur Präsentation von Arbeitslosigkeit im Lebenslauf können Sie sich - wie gewohnt - hier auch gleich kostenlos als PDF herunterladen. Ein weiteres Design-Beispiel finden Sie ebenfalls hier als Word-Vorlage.

Lebenslauf-Vorlage-Muster-Arbeitslosigkeit-VorschauWichtig ist dabei: die Aktivität und das Eigenengagement des Bewerbers deutlich zu machen. Aus dem Lebenslauf geht zwar hervor, dass Peter Mahler seit einiger Zeit ohne Job ist. Es wird jedoch - wie auch im zweiten Musterlebenslauf - deutlich, dass er sich in dieser Zeit weitergebildet hat und aktuell einer geringfügigen Beschäftigung in seinem erlernten Beruf nachgeht.

Er verfügt also über aktuelles Fachwissen und hat den Kontakt zum Arbeitsleben nicht verloren. Diese Wirkung ist entscheidend, wenn er sich bei einem neuen Unternehmen vorstellt.

Setzen Sie Arbeitslosigkeit in Perspektive

Auch durch unser Lebenslauf-Muster wird deutlich, dass sich eine Zeit der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf problemlos einordnen lässt - wenn Sie mit entsprechenden Fortbildungen und Aktivitäten aufwarten können. So ist beispielsweise auch die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung sinnvoll, solange sie mit ihrem erlernten Beruf zu hat, in den Sie auch zurückkehren wollen.

Im Grunde sollten Sie Ihrem künftigen Arbeitgeber zeigen, dass Sie...

  • über aktuelles Fachwissen verfügen.
  • den Arbeitsalltag nach wie vor kennen.
  • leistungsfähig und arbeitswillig sind.
  • sich in Ihrem Job auskennen und ihn beherrschen.

Natürlich kann im Vorstellungsgespräch dann immer noch die Frage nach dem Grund für die Arbeitslosigkeit kommen, damit sollten Sie sogar rechnen. Doch erstens haben Sie die Hürde zum Gespräch dann bereits genommen und zweitens können Sie die Gründe dafür meist problemlos erklären.

Ja, Sie können auch im Anschreiben auf die Gründe eingehen, sollten das jedoch mit Vorsicht tun. Zu viel Erklärung klingt schnell nach Rechtfertigung und ist für die schriftliche Bewerbung in der Regel uninteressant, wenn das Arbeitszeugnis Ihres letzten Arbeitgebers ausgefallen ist. Bauen Sie Ihre Arbeitslosigkeit einfach wie eine ganz normale Station Ihrer Karriere ein und konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Stärken und Kompetenzen zu präsentieren. Dann steht dem neuen Job nichts im Wege.

[Bildnachweis: Andrey_Popov by Shutterstock.com]

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