Wie läuft eigentlich ein typisches Coaching ab? Gute Frage. Tatsächlich kann man den klassischen Verlauf dieser Beratungsform in sieben Phasen einteilen. Natürlich werden die in der Praxis nicht so klar und scharf abgegrenzt, aber sie zeigen indirekt, was auf Sie beim Coaching zukommt und zukommen sollte.
- Vorgespräch. In dieser ersten Aufwärmphase lernen sich Coach und Coachee zunächst kennen, klären berufliche Hintergründe und Arbeitsweisen, bauen gegenseitiges Vertrauen auf und identifizieren die Schwerpunkte der Beratung. Oft wird dabei schon die aktuelle Situation des Managers angesprochen sowie die Ziele und der zeitliche Rahmen für das Coaching.
- Vereinbarung. Die Chemie stimmt. Bevor es losgeht, müssen beide aber noch den Rahmen fixieren: Ziele? Erwartungen? Wie viele Sitzungen soll es geben? Wo und wann finden sie statt? Was ist, wenn einer absagt? Und natürlich: Was wird es kosten?
- Analyse. Das Coaching beginnt. Der Coach stellt nun vor allem Fragen, sammelt Informationen, identifiziert Problemfelder, konkretisiert sie und analysiert mögliche Blockaden und Potenziale beim Klienten. Konkrete Tipps gibt er jetzt noch nicht.
- Veränderung. Der Coach gibt nun erstes Feedback, reflektiert seine Analyse, stellt Handlungsoptionen und Strategien vor. Das sind jedoch keine Anweisungen, vielmehr moderiert er die vom Klienten gewünschten Veränderungsschritte. Allenfalls hinterfragt er noch Details oder verstärkt den Manager in seiner Entscheidung.
- Umsetzung. Jetzt gibt es Hausaufgaben. Der Coach überträgt die identifizierten Handlungsschritte in konkrete Alltagsaufgaben. Entscheidend ist jetzt vor allem der Wille und die Disziplin des Coachee.
- Erfolgskontrolle. Was ist passiert? Was hat sich verändert? Coach und Coachee analysieren nun die Effizienz und den Erfolg der vereinbarten Strategien. Daraus leiten sie weitere Schritte ab oder aber beide orientieren sich neu und entwickeln neue Strategien und Hausaufgaben.
- Abschluss. Coaching sollte nicht einfach auslaufen. Es endet erst mit einem abschließenden Resümee: Was hat der Coachee gelernt? Welche Methoden und Kompetenzen hat er neu entwickelt? War er mit der Beratung zufrieden? Und traut er sich zu, die behandelten Probleme künftig ohne Coach zu meistern? Denn ein Ziel hat jedes Coaching: Die Hilfe zur Selbsthilfe.
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heiko schwardtmann
Toll! Ein schwieriges Thema, gerade weil Coaching SO individuell ist. Dennoch trifft es diese grobe Einteilung wie ich finde. Besonders spannend ist es zu sehen, dass jeder Kunde in den 7 verschiedenen Phasen völlig verschiedene Erkenntnisse erzielt. Gerade diese Tatsache erfordert einen guten Coach, der sich innerhalb dieses Prozesses sicher bewegt. Aus eigener Erfahrung schätze ich die Vorbereitung und das Abstecken der gemeinsamen Übereinkunft am wichtigsten ein.
Tolle Übersicht, einfach, übersichtlich und praxisnah :-)