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Puh, geschafft! Das Vorstellungsgespräch ist rum, Sie haben alles gegeben und es bleibt nichts weiter zu tun, als zu hoffen, dass Sie den Personaler mit Ihrer Persönlichkeit überzeugen konnten und auch die fachlichen Qualifikationen passen. Falsch! Dass Sie die Tür geschlossen und das Gebäude eines möglichen Arbeitgebers verlasen haben, heißt noch lange nicht, dass Sie nichts mehr tun können. Ein Follow-up im Anschluss an ein Vorstellungsgespräch macht durchaus Sinn und kann dabei mehrere Zwecke erfüllen. Dennoch zögern viele Bewerber, diesen Schritt zu gehen. Warum ein Follow-up eine gute Idee ist und was Sie nach dem Jobinterview tun können...

Follow-up: Trauen Sie sich!

Die Möglichkeit eines Follow-ups hat sich unter Bewerbern mittlerweile rumgesprochen. Dennoch nutzen viele diese Chance nicht und setzen weiterhin auf den altbewährten Weg des Wartens, inklusive Meckern, dass es so lange dauert und täglichem Gang zum Briefkasten, um die langersehnte Post zu öffnen.

Was bringt Bewerber dazu auf die Vorteile, die ein Follow-up nach dem Vorstellungsgespräch ihnen bieten könnte, zu verzichten?

  • Die Angst, die Chancen zu senken. Hat man sich bei Bewerbung und Vorstellungsgespräch gut geschlagen, hofft man auf den ersehnten Job. Der Hauptgrund, warum viele Kandidaten auf ein Follow-up verzichten, ist die Angst, einen vorher guten Eindruck zu verschlechtern und sich selbst die Chancen auf die Stelle zu nehmen.

    Diese Sorge ist meist unbegründet, da Personaler einem professionellen Nachfassen durchaus positiv gegenüberstehen. Vielmehr kann es sogar die Jobchancen erhöhen, wenn es richtig umgesetzt wird.
  • Die Unsicherheit, was zu tun ist. Dieser Punkt führt genau zum zweiten Hindernis: Oftmals wissen Bewerber nicht genau, was Sie nach einem Vorstellungsgespräch noch tun können.

    Als Folge verzichten viele lieber völlig darauf, um nichts falsch zu machen.

Follow-up: Was können Sie nach dem Vorstellungsgespräch tun?

Pressmaster/shutterstock.comHat man sich dann zu einem Follow-up zum Vorstellungsgespräch durchgerungen, steht man gleich vor dem nächsten Problem: Was kann ich tun? Bei der Planung der Bewerbung haben die meisten nur bis zum Jobinterview geplant und betreten nun Neuland. Doch ein gelungenes Follow-up ist alles andere als Hexenwerk. Wir haben drei Möglichkeiten aufgelistet, die zu verschiedenen Stadien nach dem Bewerbungsgespräch ein sinnvolles Follow-up darstellen.

  1. Schicken Sie ein Dankschreiben

    Der wahrscheinlich meist gewählte Weg für ein Follow-up ist das Dankschreiben. Hier können Sie sich für die Zeit und die Chance bedanken, die das Unternehmen Ihnen gegeben hat und betonen, dass Ihr Wunsch, für den Arbeitgeber tätig zu sein, nach dem persönlichen Gespräch noch stärker geworden ist.

    Falls während des Gesprächs wichtige Punkte oder Fragen aufgekommen sind, können diese im Dankschreiben noch einmal aufgegriffen oder richtig gestellt werden. In erster Linie sollte das Dankschreiben freundlich formuliert sein und betonen, warum Sie die Stelle nun umso mehr wollen.

    Allzu lang sollte man nach dem Vorstellungsgespräch nicht warten, um das Schreiben zu verfassen. So sind Sie dem Gesprächspartner noch gut in Erinnerung und können den positiven Eindruck noch verstärken.

  2. Fragen Sie nach

    Die Wochen ziehen ins Land und bisher fehlt es an jeglicher Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch? Dann wird es Zeit, sich beim Personaler zu melden und nach dem aktuellen Stand zu fragen. Dabei sollten Sie nicht aufdringlich oder vorwurfsvoll klingen, sondern offen und charmant um neue Informationen bitten.

    Sollte der Auswahlprozess länger gedauert haben als erwartet, zeigen Sie mit Ihrem Nachfassen, dass Sie weiterhin großes Interesse haben, was auch dem Personaler imponieren kann.

    Verzichten sollten Sie dabei auf jede Form von Druck. Es ist gut, mehrere Optionen zu haben, doch macht es keinen guten Eindruck, einen möglichen Arbeitgeber zu erpressen, um eine schnelle Antwort zu erhalten.

  3. Bitten Sie um eine Erklärung

    Im schlimmsten Fall erhalten Sie auf Ihre Nachfrage die Auskunft, dass man Sie leider für die weitere Auswahl nicht mehr in Betracht zieht. Ernüchternd, aber nach einer kurzen Phase des Frusts, geht die Jobsuche weiter. Ein Teil des Follow-ups kann genau auf dieses zukünftige Vorgehen ausgerichtet sein: Fragen Sie nach Feedback.

    Wer könnte Ihnen besser erklären, woran es gescheitert ist, als der Personaler, mit dem Sie das Vorstellungsgespräch geführt haben? Suchen Sie also selbst nach einer Absage noch einmal den Kontakt und bitten um ein kurzes Gespräch. Hier lassen sich wichtige Aspekte für kommende Gespräche herausfinden. Lag es an bestimmten Qualifikationen, die Sie nachholen können? Wie gut war Ihr Auftreten im Vorstellungsgespräch?

    Lassen Sie sich nicht entmutigen, falls ein Personaler sich diese Zeit nicht nehmen kann oder möchte. Versuchen Sie es beim nächsten Mal einfach erneut. Gleichzeitig zeigen Sie damit Ihren Willen, sich zu verbessern und bleiben in positiver Erinnerung. Wer weiß, wann man sich noch einmal begegnet.

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