Jobangebote beurteilen: Worauf Sie achten sollten
Ein Jobangebot ist das Happy End zu jeder Bewerbungsphase und Jobsuche. Die Strapazen und der Stress gehören der Vergangenheit an und was bleibt ist die Freude, einen Personaler und das Unternehmen überzeugt zu haben. Vor lauter Entzücken sollte jedoch nicht vergessen werden, das Jobangebot zu beurteilen. Ihre gute Laune und positive Stimmung in allen Ehren, aber ein Jobangebot hat schon so manchen dazu verleitet, unüberlegt zu handeln. Spätestens nach einigen Monaten kommt dann die Erkenntnis wie ein Schlag ins Gesicht und ehe man sich versieht hat sich die Zufriedenheit in Luft aufgelöst. Warum Jobangebote zu selten reflektiert werden und worauf Sie achten sollten, wenn Sie das Angebot eines Arbeitgebers beurteilen...

Jobangebote beurteilen: Keine blinden Zusagen machen

Flattert ein Jobangebot ins Haus - egal ob schriftlich oder telefonisch - können viele Bewerber es gar nicht abwarten und sagen sofort zu. Sie wähnen sich am Ziel und wollen so schnell es geht den Arbeitsvertrag unterschreiben, um endgültige Sicherheit über den neuen Job zu schaffen.

Aber ist das überhaupt die richtige Entscheidung?

Dieser Gedanke taucht in vielen Fällen überhaupt nicht mehr auf. Das Jobangebot führt zu einer blinden Zusage - meist auf zwei Gründen.

  • Die Erleichterung. Bewerber sehen sich oft einem enormen Druck ausgesetzt - sowohl vom Umfeld, als auch von sich selbst. Kommt dann die erlösende Nachricht in Form eines Angebots, wird oft überstürzt gehandelt.
  • Der Zeitdruck. Wer aus der Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit gerät, kann auch finanziell in Schwierigkeiten geraten. Um dies zu verhindern, sehen sich viele Arbeitnehmer gedrängt, schnell einen neuen Job zu finden.

Ein Jobangebot ist aber eben nur das - ein Angebot, das man prüfen sollte wie jedes andere auch. Vielleicht sogar noch intensiver, schließlich werden Sie im besten Fall die nächsten Jahre bei diesem Arbeitgeber verbringen, viel Zeit und Energie investieren und mit Ihrer Arbeit und Leistung zum Erfolg beitragen. Will heißen: Ein Jobangebot ist keine Nettigkeit von Arbeitgeberseite, sondern ein Zeichen des Interesses an Ihnen und Ihren Fähigkeiten.

Jobangebot beurteilen: Diese Dinge sollten Sie beachten

Ditty_about_summer/shutterstock.comDas Recht auf eine Beurteilung der Zusammenarbeit ist aber nicht einseitig. Unternehmen überlegen sich sehr genau, welche Kandidaten eingeladen werden, wer eine Chance auf die Stelle verdient und wer diese am Ende wirklich erhält. Arbeitnehmer und Bewerber sind in diesem Zusammenhang keine Bittsteller. Arbeitgeber dürfen ebenso auf dem Prüfstand gestellt werden. Wenn Sie ein Jobangebot erhalten, sollten Sie sich zunächst einige Fragen stellen, bevor Sie zusagen.

  1. Ist das wirklich der Job, den Sie sich wünschen?

    Je länger die Jobsuche dauert, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass man den Radius der Suche erweitert und sich auch auf Stellen bewirbt, die nicht mehr zu 100 Prozent den eigenen Vorstellungen entsprechen. Getrieben vom Wunsch, endlich eine Anstellung zu finden, werden Kompromisse eingegangen und die Anforderungen heruntergeschraubt. Fragen Sie sich deshalb zunächst, ob das Jobangebot wirklich für die Position ist, in der Sie arbeiten wollen.

  2. Was sagt Ihnen Ihr Gefühl über die Stelle?

    Manchmal hat man einfach so ein Gefühl, dass einen zur Vorsicht ermahnt. Oft wird dies als Aufregung abgetan, doch sollten Sie nicht voreilig davon ablassen. Selbst wenn vieles für den Job spricht, hat Ihr Unterbewusstsein vielleicht etwas bemerkt, das Ihnen bisher entgangen ist. Horchen Sie in sich hinein und finden Sie heraus, was das ungute Gefühl auslöst.

  3. Welche Faktoren spielen eine Rolle?

    Die Entscheidung für oder gegen einen Job hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, schließlich ist es ein großer Schritt, der gut überlegt werden will. Neben dem Gehalt, das natürlich wesentlich ist, spielen auch das Betriebsklima, die Aufstiegschancen oder der Chef eine Rolle. Aber nicht nur der Job selbst, sondern auch die persönliche Situation sollte bedacht werden. Ist für den Job ein Umzug in eine andere Stadt erforderlich? Führt die Stelle in die Richtung, in die Sie sich entwickeln wollen?

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