Stellenanzeigen Tipps: So geht es richtig
Sie haben eine Stelle zu vergeben, doch die Suche nach einem geeigneten Kandidaten gestaltet sich alles andere als leicht? Dann sollten Sie darüber nachdenken, ob Ihre Stellenanzeigen wirklich optimal sind. Gerade um die Aufmerksamkeit der gut ausgebildeten Fachkräfte wird auf dem Arbeitsmarkt stärken denn je gebuhlt. Dabei werden Social Media immer wichtiger, doch der Großteil der stellen wird weiterhin auf Online-Jobbörsen ausgeschrieben. Wer hier die besten Bewerber für sein Unternehmen gewinnen möchte, muss sich von anderen Angeboten abheben und positiv auffallen. Nur wie? Wir geben Tipps, worauf Sie beim Schreiben einer Stellenanzeige achten sollten und zeigen, wie Sie die perfekte Stellenanzeige gestalten...

Stellenanzeigen Tipps: Die Basics

Die Art, wie Sie Ihre Stellenanzeige verfassen, bestimmt nicht nur, wie viele Bewerber sich am Ende tatsächlich auf die von Ihnen präsentierte Stelle melden. Sie hat auch einen großen Einfluss darauf, welche Bewerber sich überhaupt angesprochen fühlen. Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall, Zeit und Mühe in die Erstellung Ihrer Stellenanzeige zu investieren. Dabei dürfen aber natürlich nicht die Basics vergessen werden, denn es gibt fünf Fragen, die jede Stellenanzeige beantworten muss.

  1. Wer sind Sie?
  2. Wen suchen Sie?
  3. Was erwarten Sie?
  4. Was können Sie bieten?
  5. Wie kann man sich bewerben?

Nur wenn potenzielle Bewerber Antworten auf diese Fragen finden - und sich davon auch angesprochen fühlen - werden sie sich tatsächlich bewerben. Es lohnt sich daher ganz besonders, sich genau darüber klar zu werden, wie Sie sich und Ihr Unternehmen in einer Stellenanzeige präsentieren wollen. Ihr Ziel ist es schließlich, die besten Kandidaten anzusprechen und sich als optimaler Arbeitgeber herauszustellen.

Stellenanzeigen Tipps: So beantworten Sie die wichtigsten Fragen

Damit bei den Basics nichts schief gehen kann, sollten Sie sich im Vorfeld einige Gedanken darüber machen, wie Ihre Stellenanzeige am Ende auf den Leser wirken soll. Um Ihnen zu helfen, haben wir einige Ratschläge, worauf Sie bei der Beantwortung der fünf wichtigsten Fragen in einer Stellenanzeige achten sollten.

  • Die Vorstellung des eigenen Unternehmens. Viele Stellenanzeigen beginnen mit einer Beschreibung des eigenen Unternehmens. In dieser Kurzpräsentation sollten Tätigkeitsfelder, Standorte, Mitarbeiterzahlen und Unternehmenswerte beschrieben werden. Verzichten Sie aber auf eine vollkommen nüchternen und faktenorientierte Darstellung. Versuchen Sie stattdessen Emotionen zu wecken und aus der Perspektive des Bewerbers zu denken. Was sollte dieser über Sie wissen, um sich zu bewerben?
  • Die freie Stelle. Hier steht das Jobprofil und die Tätigkeitsbeschreibung im Vordergrund. Welche Aufgaben übernimmt der Mitarbeiter in seiner neuen Position, mit wem arbeitet er zusammen? Auch ob es sich um eine Voll- oder Teilzeitstelle handelt, ob diese möglicherweise befristet ist und an welchem Standort der Bewerber eingesetzt werden würde sind wichtige Informationen. Zusammengefasst müssen Sie dem Kandidaten die Frage beantworten: Was erwartet mich?
  • Der Wunschkandidat. Leider beschreiben hier viele Unternehmen eine eierlegende Wollmilchsau oder anders ausgedrückt einen 24 jährigen Absolvent, der zwei Auslandsaufenthalte und mindestens fünf Jahre Berufserfahrung vorweisen kann. Solche Anforderungen schrecken die meisten Leser jedoch sofort ab. Konzentrieren Sie sich auf die Qualifikationen, die wirklich nötig sind, um in der Position erfolgreich zu arbeiten und vermeiden Sie dabei leere Worthülsen wie belastbar oder flexibel.
  • Die angebotenen Leistungen. Young Professionals wägen Stellenanzeigen genau gegeneinander ab, weshalb Sie auch darauf eingehen sollten, was Ihr Unternehmen dem Kandidaten zu bieten hat. Überzeugend wirken an dieser Stelle Argumente, die zeigen, warum die Arbeit in genau Ihrem Unternehmen etwas besonderes ist. Dabei können Sie beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle, das positive Arbeitsumfeld, Angebote für die Mitarbeiter und natürlich die Vergütung erwähnen.
  • Die Organisation der Bewerbung. Nachdem ein Kandidat Ihre Stellenanzeige gelesen hat, sollte vollkommen klar sein, was er zu tun hat, um sich bei Ihnen zu bewerben. Nehmen Sie Bewerbung postalisch, als E-Mail oder auf beiden Wegen entgegen? Nennen Sie hier auch die Postanschrift und E-Mail-Adresse. Bis wann muss die Bewerbung eingegangen sein, um noch berücksichtigt zu werden? Wer ist der Ansprechpartner, an den man sich mit einer Frage wenden kann? All diese Dinge sollten sofort ersichtlich sein.

Stellenanzeigen Tipps: So gestalten Sie das perfekte Jobangebot

tuthelens/shutterstock.comNicht nur bei Webseiten oder Computerprogrammen, sondern auch bei Stellenanzeigen wird die Benutzerfreundlichkeit immer wichtiger. Wichtige Informationen sollten ansprechend präsentiert werden, um so auch die Top Talente vom eigenen Unternehmen zu überzeugen. Aber worauf achten potenzielle Bewerber beim Lesen einer Stellenanzeige und welche Informationen nehmen Sie besonders intensiv wahr? Um diese Fragen zu beantworten, hat Jobware eine Eye-Tracking-Studie durchgeführt. Aus den Ergebnissen lassen sich wichtige Erkenntnisse über die Gestaltung der perfekten Stellenanzeige gewinnen.

  1. Jobtitel besonders prominent platzieren

    Der erste Blick beim Lesen einer Stellenanzeige fällt auf den Jobtitel. Egal ob es sich also um einen Social Media Manager oder um Sachbearbeiter handelt, sollte diese Information einen besonders prominenten Platz erhalten. Dieses Wissen kann beispielsweise auch genutzt werden, um beispielsweise Namen Ihres Unternehmens in der Nähe zu platzieren und so die Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

  2. Kernpunkte durch Strukturierung hervorheben

    Fettungen und Absätze spielen eine große Rolle für die Leserfreundlichkeit. Eine unübersichtliche Textwand wirkt weder einladend, noch sind wichtige Informationen schnell zu finden. Doch genau danach suchen die meisten Bewerber gezielt. Sie wollen sich einen Überblick verschaffen, ob die freie Stelle zu Ihnen passt. Heben Sie die Kernpunkte also hervor.

  3. Listen dürfen nicht zu lang werden

    Stellenanzeigen arbeiten gerne mit Listen, um beispielsweise die geforderten Eigenschaften eines Bewerbers oder die Aufgabenbereiche der Position darzustellen. Grundsätzlich eine gute Idee, die auch der Struktur hilft, doch dürfen diese Listen nicht zu lang werden. Während die ersten Punkte noch mit Interesse gelesen werden, werden untere Punkte höchstens noch überflogen. Konzentrieren Sie sich auf das Wichtigsten und beschränken Sie sich wenn möglich auf drei Punkte.

  4. Fremdwörter und Fachbegriffe vermeiden

    Wer in einer Branche tätig ist, sollte auch mit dem gängigen Vokabular vertraut sein. Dennoch sollten Sie in einer Stellenanzeige besser auf Fremdwörter und Fachbegriffe verzichten. Diese können zum einen auch abschreckend auf mögliche Kandidaten wirken und auch den Lesefluss behindern. Drücken Sie sich in der Anzeige lieber klar und einfach aus, das Wissen eines Bewerbers können Sie auch im Vorstellungsgespräch noch kennenlernen.

  5. Bilder gehören nicht in den Text

    Stellenanzeigen wirken oft professioneller und ansprechender, wenn Sie mit einem passenden Bild versehen sind. Allerdings sollte diese nicht mitten im Text verwendet werden, sondern besser am Anfang oder auch am Ende stehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass vom eigentlichen Inhalt abgelenkt wird. Außerdem sollte das Bild zur Branche oder der ausgeschriebenen Tätigkeit passen.

[Bildnachweis: Ismagilov, tuthelens by Shutterstock.com]