Die 3 größten mentalen Hürden für Gründer
Wer sich selbstständig machen will, muss gleich eine ganze Palette an Schwierigkeiten bewältigen und diverse Hürden nehmen: Man muss sich bei der Finanzierung um das nötige Kleingeld kümmern, Geschäftsmodelle wollen ausgearbeitet, Kunden akquiriert, mögliche Mitarbeiter eingestellt, Büros eingerichtet und nicht zuletzt Einnahmen generiert werden. Viel zu tun, doch all das lässt sich mit Know-How, Engagement und manchmal etwas Hilfe in den Griff bekommen. Weniger Aufmerksamkeit wird im Vorfeld hingegen den mentalen Hürden gewidmet, obwohl viele Gründer mit diesen meist besonders zu kämpfen haben. Wir zeigen die größten mentalen Hürden, mit denen Sie sich als Gründer auseinandersetzen müssen und zeigen, wie Sie diese überwinden können...

Mentale Hürden können dem Erfolg im Weg stehen

Als Gründer gehört es zu einer der Hauptaufgaben, Hindernisse zu überwinden und Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Mentale Hürden stellen dabei keine Ausnahme dar. Um als Gründer zu starten und erfolgreich zu sein, muss man sich diesen stellen - was in der Praxis leider nicht so einfach ist.

Viele Gründer denken an viele Baustellen, doch die mentalen Hürden werden dabei übersehen. Ein Fehler! Wer sich nicht damit beschäftigt, kann seinen eigenen Erfolg sabotieren.

  • Sie fördern Stress. Die psychologische Belastung solcher Hürden ist ein großer Stressfaktor, den viele Gründer zu spüren bekommen. Sie fühlen sich unwohl, leiden unter der Situation und stehen ständig unter Strom, um etwas zu verbessern.
  • Sie schüren Zweifel. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist groß und erfordert eine gute Portion Selbstvertrauen und den Glauben an den eigenen Erfolg. Genau diese Punkte leiden jedoch besonders stark unter einigen mentalen Hürden. Wo vorher noch Zuversicht war, bleiben plötzlich viele Zweifel offen.

Die größten mentalen Hürden, die Gründer überwinden müssen

Ditty_about_summer/shutterstock.comMit welchen mentalen Hürden Sie sich als Gründer wie stark konfrontiert sehen, hängt auch von Ihrer Persönlichkeit ab. Ruht jemand in sich selbst und bringt ein enormes Selbstbewusstsein mit, wird er entsprechend leichter mit den Schwierigkeiten umgehen können. Bei dieser Gruppe handelt es sich jedoch eher um die Ausnahme. Die meisten Gründer merken die Belastung bereits relativ früh und manchmal schon, bevor die Selbstständigkeit überhaupt richtig begonnen hat. Damit Sie wissen, was auf Sie zukommt und was Sie tun können, haben wir die drei größten mentalen Hürden aufgelistet, denen Gründer sich stellen müssen.

  1. Das Gefühl der Unsicherheit

    Schon der Gedanke an die Selbstständigkeit reicht bei einigen aus, um ein ausgeprägtes Gefühl der Unsicherheit hervorzurufen. Die schlechte Nachricht: Es gibt gleich mehrere Gründe, unsicher zu sein. Die positive Seite: Die Unsicherheit ist nicht grundsätzlich schlecht und lässt sich auch in den Griff bekommen.

    Werde ich Erfolg haben? Macht sich die Arbeit bezahlt? Komme ich finanziell klar? Wie schaffe ich es, Kunden zu gewinnen? Es gibt viele Punkte, die bei Unsicherheit bei Gründern hervorrufen können, gleichzeitig machen diese aber auch aufmerksam. Mögliche Risiken werden frühzeitig erkannt und Fehler behoben, bevor sie schlimmere Auswirkungen entfalten können. Nehmen Sie Unsicherheit als Frühwarnsystem wahr, ohne sich davon belasten zu lassen.

    Sollte sich das Gefühg bereits im Vorfeld zeigen und zu stark werden, hilft vor allem eine gute Vorbereitung. Recherchieren Sie, auf welchem Markt Sie sich bewegen werden, wie die Konkurrenz aussieht und wo Sie sich am erfolgsversprechendsten positionieren können.

  2. Der Ausgleich zum Privatleben

    Einmal im Gründermodus angelangt, verkommt alles andere schnell zur Nebensächlichkeit. Man hat sich voll und ganz seinem Ziel verschrieben, ist von früh bis spät darauf fokussiert und blendet alles andere aus.

    Zwar zeigt eine solche Einstellung Ihre Motivation und Leidenschaft, doch lassen die Probleme meist nicht lange auf sich warten. Wer zu viel auf einmal möchte, endlose Überstunden schiebt und das Wort Pause nur noch aus dem Lexikon kennt, schadet seiner Gesundheit und den sozialen Kontakten.

    Auch wenn Sie von Beginn an Erfolg haben und allen Zweiflern beweisen wollen, dass Sie es schaffen können, sollten Sie dennoch Zeit für Ausgleich und Erholung schaffen. Ihnen mag es vielleicht nicht bewusst sein, doch Ihre Familie und Freunde bemerken sehr schnell, wenn Ihnen die Balance fehlt. Halten Sie sich trotz vieler Aufgaben auch mal an den Feierabend und denken an sich selbst.

  3. Die Verantwortung für alles

    Gründer oder nicht - Verantwortung in bestimmten Bereichen trägt jeder. Die Selbstständigkeit hebt dies jedoch noch einmal auf ein anderes Level. Jede Entscheidung trägt zum Erfolg oder Misserfolg des eigenen Unternehmens bei und je weiter Sie voranschreiten, desto größer wird die Verantwortung.

    Anfangs tragen Sie die Verantwortung für sich und Ihre Familie, doch irgendwann kommen Mitarbeiter hinzu, deren Gehalt Sie pünktlich zahlen wollen oder Geschäftspartner, mit denen Sie zusammenarbeiten.

    Die Angst vor soviel Verantwortung kann regelrecht paralysieren, machen Sie sich deshalb immer bewusst: Fehler können passieren, aber es gibt immer einen Weg zurück.

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