Prüfungsvorbereitung-Klausur-Tipps-Lernen
Vorlesungen, Seminare, Nebenjob und Freizeitaktivitäten - das Semester ist vollgepackt. Zeit um regelmäßig den Lernstoff zu wiederholen und alle Seminare nachzubereiten bleibt da kaum. Mit der Ausrede "Ach, ist ja noch genug Zeit" schiebt man die unangenehme Lernerei vor sich her. Jedes Semester das gleiche Spiel: Nur wenige Wochen vor den Prüfungen kommt die Einsicht, dass kaum noch Zeit bleibt. In einem Lernmarathon wird das Gedächtnis druckbetankt und mit Informationen vollgestopft. Denn entgegen aller Lerntipps lernen die meisten Studenten auf den letzten Drücker. Das kann funktionieren, ist jedoch mit einer Menge Stress verbunden. Daran können Sie jetzt etwas ändern. Tipps wie Sie die Prüfungsvorbereitung stressfreier über die Bühne bringen und sich entspannt zurücklehnen können, während Ihre Kommilitonen in den Tagen vor den Klausuren am Rad drehen...

Prüfungsvorbereitung: Die Grundlage schaffen

Sitzt man erst in den Tagen vor den Klausuren am Schreibtisch vor einem Berg an Lernunterlagen und sieht kein Licht am Ende des Tunnels, bereut man nicht früher begonnen zu haben. Doch was hält einen eigentlich davon ab rechtzeitig loszulegen? Neben den zahlreichen Aktivitäten und Verpflichtungen ist es vor allem der Mangel an Motivation. Lernen und das kann man nicht anders sagen ist harte Arbeit. Präsentationsfolien und Skripte durchzuarbeiten, Formeln und Fachbegriffe auswendig zu lernen, Altklausuren zu lösen - das alles hat wenig mit Spaß zu tun. Und weil das ein offenes Geheimnis ist, fällt es schwer sich dazu aufzuraffen, zumal die Verführungen, die uns davon abraten zahlreich sind. Was Ihnen dabei helfen kann:

  • Visualisieren Sie Ihre Ziele.

    Motivation bezeichnet den Antrieb, ein Ziel zu erreichen. Dahinter steckt immer ein Motiv, also ein Anreiz, der Sie veranlasst, sich in Richtung eines Ziels zu bewegen. Vom Bewegen – lateinisch: movere – stammt das Wort Motivation übrigens ab. Leichter fällt Ihnen dass, wenn Sie sich klar machen, was das Bestehen der Prüfung für Sie bedeutet. Wofür machen Sie das Ganze? Was möchten Sie erreichen?

  • Schaffen Sie das richtige Lernumfeld.

    Nachweislich hat unser Arbeitsumfeld Einfluss auf unsere Arbeitsweise. Das bewies die Wissenschaftlerin Kathleen Vohs von der Universität von Minnesota. Sie führte verschiedene Test mit Studenten in ordentlichen und in unordentlichen Büros durch. Sie fand folgendes heraus: Ordnung fördere positive Eigenschaften wie Großzügigkeit, Uneigennützigkeit sowie einen gesunden Lebensstil. Zusätzlich sorge sie eher für eine traditionelle Sichtweise. Unordnung fördere die Kreativität und helfe, gewohnte Pfade zu verlassen und Regeln hinter sich zu lassen. Sie fördere auch, sich frei von Konventionen zu machen und neue Impulse zu entwickeln. Vohs zeigte damit, dass sowohl Ordnung als auch Unordnung seinen Nutzen hat. Wichtig ist auch, dass Sie sich an dem Ort, den Sie für das Lernen ausgewählt haben, wohlfühlen.

  • Sorgen Sie für Erfolgserlebnisse.

    Es löst ein gutes Gefühl aus, wenn Sie nachvollziehen können, was Sie geschafft haben. Machen Sie sich Ihre Fortschritte bewusst, indem Sie bereits Gelerntes Abhaken. Dadurch stellt sich das Gefühl ein Ihrem Ziel Stück für Stück näher zu kommen. Ist das Ende erst einmal in Sicht, sind Sie motivierter durchzuhalten.

  • Belohnen Sie sich.

    Die Klausurphase steckt voller Entbehrung. All Ihre Energie und Zeit fließen nun in das Lernen. In der Regel kommen Freunde und Hobbys in dieser Zeit zu kurz. Doch wer Wochen lang keinen Fuß mehr vor die Tür setzt und nichts anderes mehr tut außer zu lernen, kommt an den Punkt, an dem er sich zwingen muss weiterzumachen. Mit kleinen Belohnungen sorgen Sie für einen erneuten Motivationsschub. Gönnen Sie sich nach einem anstrengenden Lerntag etwas, das Ihnen richtig Freude macht, beispielsweise ein Abend mit Ihren Freunden, eine Folge Ihrer Lieblingsserie oder eine Stunde Sport. Sie werden merken, dass Sie das neue Kraft tanken lässt.

  • Pushen Sie sich gegenseitig.

    Auch ein interner Wettstreit mit Ihren Kommilitonen kann für neuen Schwung sorgen. Natürlich sollte aus dem Wettstreit keine Rivalität werden, allerdings kann es enorm anspornend wirken, zu sehen, wie weit der Kommilitone fortgeschritten ist.

So bereiten Sie sich effektiv auf Prüfungen und Klausuren vor

Dragon Images/shutterstock.comNoch ist genügend Zeit. Wenn Sie auch zu der Sorte Student gehören, die kurz vor den Klausurterminen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sich angesichts des Umfangs der Lerninhalte überfordert fühlen und jedes Mal Prüfungsangst in sich aufsteigen spüren, haben Sie jetzt die Chance, das zu ändern: Machen Sie Schluss mit den Ausreden und fangen Sie einfach an!

Anfangen ja, aber wie? Hier ein paar Tipps für die langfristige Prüfungsvorbereitung:

  • Grenzen Sie den Lernstoff ein.

    Nehmen Sie sich die Zeit und verschaffen Sie sich einen Überblick über den Lernstoff. Was wurde besprochen? Sammeln Sie alle relevanten Inhalte, sprich Notizen, Skripts, Übungsaufgaben und Präsentationsfolien der Vorlesungen. Grenzen Sie nun den Stoff ein. Was ist klausurrelevant?

  • Erstellen Sie einen Lernplan.

    Betrachten Sie den Berg an Lernmaterialien, erschlägt dieser Sie im ersten Moment. Ihr erster Gedanke ist wahrscheinlich: "Das kann ich unmöglich alles lernen". Viele geben dann frustriert auf. Der Trick ist allerdings, den Berg in kleine verdauliche Portionen zu teilen. Haben Sie den Lernstoff eingeteilt, erstellen Sie sich daraus einen Lernplan. Legen Sie dabei fest, wann Sie, was machen. Beim Gedanken an einen Lernplan dreht sich nicht wenigen der Magen um. Der Grund dafür ist die Angst, keine Zeit mehr für andere Dinge zu haben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wer sich einen Lernplan macht, schafft so auch Freiräume für Dinge, die einem Spaß machen. Zusätzlich entsteht so das gute Gefühl alles im Griff zu haben.

  • Fassen Sie Inhalte zusammen.

    Sich eigene Zusammenfassungen zu schreiben, bringt Sie dazu sich aktiv mit dem Lernstoff zu beschäftigten. Es erfordert von Ihnen, dass Sie den Kern der Inhalte erfassen, Informationen strukturieren und in Verbindung bringen. Diese Zusammenfassungen müssen nicht in Textform vorgenommen werden. Beispielsweise können Sie diese durch Mindmaps, Sketch Notes oder Flussdiagramme ergänzen. Um sich Inhalte besser einprägen zu können, ist es hilfreich, zahlreiche Sinneseindrücke miteinander zu verbinden. Sprechen Sie beispielsweise Zusammenfassungen auf. Die Audiodateien können Sie dann zur Wiederholung verwenden.

  • Bauen Sie Erfolgskontrollen ein.

    Lesen ist nicht gleich lernen. Erst, wenn Sie es aufschreiben, bleibt das Gelesene hängen. Indem Sie sich das Gelernte zum Beispiel auf Karteikarten notieren, schaffen Sie sich zusätzlich die Option, den Lernerfolg zu prüfen. So sehen Sie buchstäblich wo noch Lücken sind und was Sie schon alles beherrschen. Und Zweites macht es Sie später sicherer in der Prüfung.

  • Suchen Sie sich Merkhilfen.

    Bleiben die Inhalte, die Sie lernen wollen, abstrakt, werden Sie Schwierigkeiten haben, sich diese zu merken. Geraten Sie dann während der Klausur in Stress, erleben Sie einen Blackout. Statt zu versuchen sich die bloßen Fakten zu merken, setzen Sie diese in einen persönlichen Kontext. Wo besteht beispielsweise die Verbindung zum Alltag? Was steckt hinter der Information? Oftmals hilft es sich Eselsbrücken zu bauen. Insbesondere für Vokabeln, Fachbegriffe oder Formel, die Sie auswendig lernen müssen, können Eselsbrücken sehr nützlich sein.

  • Wiederholen Sie das Gelernte immer wieder.

    Wie merkt sich unserer Gehirn etwas? Wenn wir eine abgespeicherte Information abrufen, wird diese als Reiz von einem Nervenende zum anderen übertragen. Mit jeder neu eintreffenden Information werden die Verbindungen zwischen unseren Nerven neu kombiniert. Informationen aus alten Verbindungen sind dann nicht mehr verfügbar, sie werden praktisch überschrieben. Sie können sich diesen Prozess wie Straßenarbeiten vorstellen: Dabei wird eine Straße, die kaputt und wenig befahren ist, durch eine neue ersetzt. Nur führt die neue Straße an einen ganz anderen Ort. Nur wenn die Information für Sie regelmäßig von Interesse ist, Sie diese immer wieder benötigen, halten Sie die Verbindung der Nerven am Leben und stärken diese. Dabei steht Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie das Gelernte wiederholen können: Entweder mithilfe von Karteikarten, durch das Abfrage mithilfe eines kleinen Quiz, durch das wiederholte Lösen von Übungen, durch das Gespräch mit Kommilitonen, durch das wiederholte Anhören der Lerninhalte auf dem Weg nach Hause oder vor dem Schlafen gehen...

  • Arbeiten Sie in Ihren Leistungsphasen.

    Optimal vorbereitet ist, wer zudem seinen individuellen Leistungsrhythmus berücksichtigt. Wir Menschen unterscheiden uns in drei sogenannte Chronotypen: Eulen, Lerchen und den Normaltyp. Eulen sind ausgeprägte Nachtmenschen, deren Leistungsfähigkeit oft erst gegen 9 Uhr hochfährt, dafür aber bis spät in die Nacht reicht. Lerchen sind dagegen Frühaufsteher. Ihr Geist sprudelt bereits, wenn die Eulen noch am Kaffee nippen. Der Normalo liegt genau dazwischen. In unseren Breitengraden überwiegen die Eulen. Das heißt: Zwischen 10 und 12 Uhr erreichen sie ihr erstes und wichtigstes Hoch, das zweite zwischen 15 und 18 Uhr, danach laufen sie noch mal gegen 21 Uhr zur Hochform auf (siehe auch Grafik). Stundenlanges Durchackern bringt also nichts. Gönnen Sie sich zwischendrin lieber ein paar entspannende Pausen.


  • Machen Sie Pausen.

    Ihr Gehirn ist nicht endlos aufnahmefähig. Deswegen sollten Sie nach spätestens 90 Minuten eine Viertelstunde Pause machen, nach maximal drei Einheiten wiederum mindestens eine Stunde lang aussetzen. In der Zeit machen Sie bitte etwas völlig anderes. Anschließend ist Ihr Hirn wieder fit und aufnahmefähig.

  • Strukturieren Sie Ihren Lerntag.

    Schaffen Sie Rituale. Zum Beispiel: Am Vormittag lernen Sie alleine in der Bibliothek. Sie konzentrieren Sie auf neue Inhalte und Zusammenfassungen. Mittags gönnen Sie sich eine Pause und gehen mit Freunden in der Mensa essen. Nachmittags wiederholen Sie dann die gelernten Inhalte entweder alleine oder in der Gruppe. Rituale, wie diese haben einen Vorteil: Sie sind motivationsunabhängig. Sind Ihnen diese erst einmal in Fleisch und Blut übergegangen, führt Ihr erster Gang Sie morgens ganz automatisch in die Bibliothek.

Besser lernen mit Mnemotechniken

Sie wissen, dass Sie für Ihre Klausur eine Menge Informationen auswendig lernen müssen? Hier eine kleine Auswahl gängiger Mnemotechniken, die Ihnen dabei helfen sich etwas zu merken:

  • Die Loci- oder Routenmethode.

    Wenn Sie sich möglichst viel merken möchten, ist bei dieser Technik eine große Wohnung von Vorteil. Denn hierzu unternehmen Sie einen Rundgang durch Ihre vier Wände. Wählen Sie für den Anfang zehn markante Punkte aus, die Sie immer wieder in derselben Reihenfolge ablaufen. Dies können Ihr Fernseher ebenso wie Ihr Bett oder Ihr Lieblingsbild sein. Assoziieren Sie im nächsten Schritt die Begriffe oder Zahlen, die sie sich einprägen wollen mit den Punkten aus Ihrer Wohnung, indem Sie sich wieder ausgefallene Bilder einfallen lassen. Gehen Sie dabei Schritt für Schritt vor. Wenn Sie sich später an die Daten erinnern möchten, müssen Sie nur noch vor Ihrem geistigen Auge die Route durch Ihre Wohnung abschreiten. Das funktioniert nicht nur mit der eigenen Wohnung, sondern beispielsweise auch mit dem Weg zur Arbeit.

  • Die Ersatzwortmethode.

    Diese Technik ist vor allem beim Lernen von Fremdwörtern oder Vokabeln eine Hilfe, aber auch Namen lassen sich auf diese Weise memorieren. Dabei werden die neuen Wörter, die man sich merken möchte, mit einem bereits vertrauten Begriff verknüpft, der einen ähnlichen Klang besitzt. Fragen Sie sich dazu etwa, woran Sie das Wort erinnert. Nehmen Sie zum Beispiel das englische Wort "mice", zu deutsch: Mäuse. Wenn man es ausspricht, klingt es beinahe wie das deutsche Wort Mais. Nun denken Sie sich ein lebendiges Bild mit Mäusen und Mais aus. Stellen Sie sich vor, wie eine kleine Gruppe von grauen Mäusen einen riesigen Maiskolben anknabbert. Effekt: Das nächste Mal, wenn Sie sich fragen, wie Mäuse auf Englisch heißen, fällt Ihnen das Bild ein – und damit auch der englische Begriff. Je ähnlicher der Ersatzbegriff in Ihrer Muttersprache klingt, desto stärker übrigens der Effekt.

  • Die Geschichte.

    Hier gibt es gleich zwei Methoden: Die erste wirkt etwas schwächer, ist dafür aber eine richtige Geschichte. Ihr Bekannter erzählt Ihnen etwa, wie schwer es war, die für ihn bedeutsamen Ziffernfolge 290968 zu bekommen, weil das sein Geburtsdatum ist. Die zweite Variante ist eine klassische Memotechnik: Dazu teilen Sie die Ziffernfolge in Abschnitte ein, zu denen Sie sich Ihnen sehr präsente Begriffe merken. Die Nummer 3210072412 könnten Sie sich etwa so merken: "3-2-1 Meins" ist der Ebay-Slogan, 007 der Code von James Bond, 2412 das Weihnachtsdatum. Statt 3210072412 merken Sie sich also: "Ebay, Bond, X-Mas". Oder eine abstruse Geschichte dazu: "Bei Ebay kauft James Bond die Geschenke für Weihnachten." Je absurder die Geschichte, desto besser in der Regel der Memory-Effekt.

  • Das Zahlen-Symbol-System.

    Diese Technik eignet sich besonders gut, um sich Zahlenfolgen zu merken. Doch Sie ist aufwendiger als die anderen, denn zu Beginn wird jeder Zahl von 0 bis 9 ein bestimmtes Symbol zugeordnet. Gerne wird dabei für die 2 ein Schwan genommen, ein Barhocker für die 3 oder eine Sanduhr für die 8, und so weiter. Wichtig ist, dass Sie sich das Bild vor Ihrem geistigen Auge vorstellen und einprägen. Falls sie bei einer bestimmten Zahl-Symbol-Kombination Probleme haben, suchen sie sich besser ein anderes Symbol aus, das Sie leichter mit der jeweiligen Zahl assoziieren können. Wenn Sie also die Zahl 239.628.467 speichern wollen, denken Sie zunächst an die von Ihnen ausgewählten Symbole für die einzelnen Ziffern. Lassen Sie jetzt Ihrer Fantasie freien Lauf und denken Sie sich eine schräge Geschichte mit den Symbolen aus. Je verrückter, desto einprägsamer. Ihre Geschichte könnte mit einem Schwan (2) anfangen, der auf einem Barhocker (3) sitzt. Und so weiter

Hat es all Ihrer Vorsätze zum Trotz doch nicht geklappt, rechtzeitig mit der Prüfungsvorbereitung zu beginnen, haben wir drei Tipps für das kurzfristige Lernen für Sie:

  1. Gehen Sie positiv an die Sache ran. Wenn Sie sich von vornherein darüber ärgern, dass Sie für die Klausur und das entsprechende Fach lernen müssen, prägt sich das Wissen viel schlechter ein. Sie entwickeln eine innere Widerstandshaltung. Halten Sie sich lieber vor Augen, was Ihnen die Klausur bringen wird.
  2. Grenzen Sie den Lernstoff ein. Sichten Sie die besprochenen Unterlagen und Inhalte. Erinnern Sie sich daran, inwieweit Ihr Professor oder Lehrer den Lernstoff eingegrenzt hat. Vergleichen Sie diese Angaben mit alten Klausuren und fragen Sie bei Kommilitonen oder Mitschülern, was diese lernen. Das, was übrig geblieben ist, portionieren Sie und lernen die Inhalte Stück für Stück.
  3. Üben Sie die Wiedergabe des Wissens. Viele Studenten scheitern daran, dass Sie sich zwar eine Menge Wissen angeeignet haben, dieses aber nicht richtig wiedergeben können. Doch das kann man trainieren. Sprechen Sie mit anderen über das Gelernte. Hängen Sie sich in der Wohnung Fragen auf, wie zum Beispiel “Was ist das Fishbein-Modell?”. Beantworten Sie diese gedanklich im Vorbeigehen.
Extratipp von Lerncoach Martin Krengel

Schreiben Sie sich die ultimative Zusammenfassung, eine sogenannte Survival-Summary. Diese fasst die wichtigsten Informationen auf einer Seite zusammen. Das zwingt Sie dazu, Inhalte zu komprimieren und einen Blick für das Wesentliche zu entwickeln.

Das Lernen in Gruppen ist besonders effektiv

Monkey Business Images/shutterstock.comDas Lernen in Gruppen bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Sie sprechen über das Gelernte, erklären einander Sachverhalte und Zusammenhänge und sehen auf diese Weise, ob Sie Inhalte auch wirklich verstanden haben.
  • Sie können sich den Lernstoff untereinander aufteilen. Das bedeutet weniger Arbeit für jeden Einzelnen.
  • Sie profitieren von dem Wissen der Mitglieder. Vielleicht haben Sie eine Vorlesung verpasst und konnten nicht mitschreiben oder Statistik ist einfach nicht Ihr Fall. Hier können Sie von dem Wissen der anderen profitieren.
  • Sie motivieren sich gegenseitig. Die Lerngruppe fugiert als Kontrollorgan und hält Sie davon ab, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen oder sich ablenken zu lassen.

Doch damit die positiven Effekte eintreten, kommt es darauf an, wer in Ihrer Lerngruppe ist. Hier ein paar Tipps, um eine Lerngruppe zu bilden:

  • Wählen Sie bei Lerngruppen so aus, dass die Gruppenmitglieder zumindest einen ähnlichen Lernrhythmus haben.
  • Im Gegensatz zum Lernrhythmus sollten die Gruppenmitglieder auf jeden Fall unterschiedlich Lernmethoden verwenden, dadurch können Sie innerhalb der Gruppe auch methodisch voneinander lernen.
  • Teilen Sie den Stoff thematisch unter den Gruppenmitgliedern auf. Nutzen Sie auch Tools für kollaboratives Arbeiten – wie beispielsweise Google Docs – um die Arbeit der Lerngruppe virtuell fortzusetzen.
  • Führen Sie unbedingt einen eigenen Kalender – ein Google Kalender bietet sich an – für die Lerngruppe. In diesen tragen Sie die Termine für die Lernsitzungen und die Ziele für die einzelnen Mitglieder ein.
  • Nutzen Sie diesen Kalender auch, um verbindliche Termine für bestimmte Arbeitsphasen festzulegen. Alle Mitglieder müssen diese Termine dann einhalten.
  • Jedes Mitglied der Lerngruppe sollte seine Ergebnis schriftlich und – je nach Thema – visuell für die anderen aufbereiten.
  • Idealerweise referiert jedes Gruppenmitglied seine Ergebnisse vor der Gruppe und erklärt seinen Stoff.
  • Im Endeffekt sollten sich die Gruppenmitglieder gegenseitig über den gesamten Stoff der Lerngruppe abfragen.

Checkliste für den Klausurtag

Auch am Tag der Klausur gibt es einiges, das Sie tun können, um entspannter in die Prüfung zu starten.

  • Überlegen Sie sich rechtzeitig, was Sie brauchen. Überprüfen Sie, ob Ihre Stifte funktionieren. Wenn Sie bestimmte Hilfsmittel, wie Gesetzbücher oder Taschenrechner brauchen, schauen Sie nach, ob Sie diese in der Tasche verstaut haben. Packen Sie sich Getränke und einen Klausursnack ein.
  • Informieren Sie sich, wo die Klausur stattfindet. Schauen Sie am Abend vorher nach, in welchem Raum Ihre Klausur stattfindet. Überlegen Sie sich, wie Sie am besten dort hinkommen und suchen Sie sich rechtzeitig Bahn- und Busverbindungen raus. Dann wissen Sie, wie viel Zeit Ihnen nach dem Aufstehen bleibt.
  • Pflegen Sie Rituale. Beginnen Sie Ihren Morgen immer auf die gleiche Art und Weise? Dann halten Sie daran fest. Rituale geben Sicherheit und beruhigen Sie in Stresssituationen.
  • Seien Sie rechtzeitig vor Ort. Planen Sie bei der Anreise genügend Pufferzeit mit ein. Nichts ist stressiger als kurz vor knapp in den Klausurraum zu spurten. Wenn Sie jedoch ein paar Minuten eher da sind, bleibt Ihnen noch genügend Zeit runter zu kommen und sich zu entspannen.
  • Meiden Sie Panikmacher. Es gibt Menschen, die es schaffen mit ihrem Verhalten andere Menschen aus dem Konzept zu bringen. Das sind diejenigen, die ihre Lernunterlagen mit zur Klausur bringen und in die Runde fragen: Hast du auch das gelernt und jenen Randbereich wiederholt? Automatisch beginnen Sie daran zu zweifeln, was Sie gelernt haben. Halten Sie sich von solchen Menschen fern und konzentrieren Sie sich auf sich selbst.
  • Machen Sie eine Entspannungsübung bevor es losgeht. Atmen Sie tief durch. Richtiges Atmen kann Anspannung lösen. Schließen Sie kurz die Augen und denken Sie an etwas Positives. Vielen Menschen hilft es auch eine Grimasse zu schneiden. Das entspannt die Gesichtsmuskulatur und hebt die Laune.

Hirndoping für Klausuren

Aleksandra Zaitseva/shutterstock.comWenn man sich während einer Klausur im Raum umsieht, stellt man fest, dass die meisten sich mit aufputschenden Mitteln versorgt haben. In der Regel sind das Traubenzucker oder Energy Drinks. Doch sollten Sie auf künstliche Energie-Liferanten verzichten. Diese sorgen lediglich für einen kurzfristigen Energieschub. Was wirklich hilft:

  • Trinken Sie viel.

    Am besten eignen sich Wasser oder leicht gesüßter Tee. Flüssigkeitsmangel führt erwiesenermaßen zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen. Gut einen Liter sollte man bei sich haben.

  • Greifen Sie auf die richtigen Snacks zurück.

    Als optimale Zwischenmahlzeit für einen zusätzlichen Energiekick eignen sich Nüsse oder andere eiweißhaltige Produkte, wie beispielsweise Buttermilch. Die kleinsten Bestandteile der Eiweiße, die Aminosäuren, sind bereits Botenstoffe oder werden zu diesen umgewandelt. Die Botenstoffe sorgen dafür, dass Informationen zügig von einer Zelle zur nächsten gelangen. Das macht Sie leistungsfähiger. Auch ein guter Snack ist eine Banane. Bananen enthalten Magnesium und das stärkt die Nerven. Zusätzlich enthält sie Stoffe, die die Produktion von Glückshormonen anregen.

  • Essen Sie zum Frühstück Vollkornprodukte.

    Komplexe und langkettige Kohlenhydrate liefern Ihrem Gehirn viel Energie. Diese braucht es für die anstrengende Klausur. Der Vorteil an langkettigen Kohlenhydraten ist, dass diese über einen längeren Zeitraum abgebaut werden und so kontinuierlich für Energie sorgen.

  • Essen Sie vorher nichts Mächtiges.

    Sollte Ihre Klausur nicht direkt morgens stattfinden, sondern später am Tag, haben Sie noch genügend Zeit für ein Mittagessen. Achten Sie darauf, dass dieses leicht ausfällt und Sie keine schweren und fetthaltigen Produkte zu sich nehmen. Nach fettigem Essen verfallen Sie in das sogenannte Schnitzelkoma und Ihr Körper steckt alle Energie in die Verdauung, statt in Ihre Denkleistung. Das lässt Sie müde werden.

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