Studienvorbereitung: 8 wichtige Tipps zum Studienbeginn

Solide Studienvorbereitung erspart Ihnen eine Menge Ärger – das gilt sowohl für Neustudenten als auch für „höhere Semester“. Wobei besonders frischgebackene Abiturienten sich generell erst einmal in der Hochschulwelt zurechtfinden müssen. Alles ist eine Nummer größer als zu Schulzeiten und neue Formen des Lernens kommen hinzu. Damit Ihnen dieser neue Lebensstart möglichst gut gelingt, haben wir die wichtigsten Tipps für den Studienbeginn…

Studienvorbereitung: 8 wichtige Tipps zum Studienbeginn

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Was ist Studienvorbereitung?

Der Begriff Studienvorbereitung fällt vor allem im Zusammenhang mit dem Studienstart von Erstsemestern. Für sie gibt es an der Fachhochschule oder Universität spezielle Einführungsveranstaltungen. Diese sogenannten Orientierungswochen (O-Wochen) dienen der Information über organisatorische Abläufe und dem Kennenlernen des Campus.

Häufig sind es ältere Studierende, welche die jüngeren unter ihre Fittiche nehmen. Noch vor dem eigentlichem Vorlesungsbeginn machen sie ihre neuen Kommilitonen mit dem jeweiligen Fachbereich und der Präsens- und Universitätsbibliothek bekannt. Im Rahmen sogenannter ESAKs (Erstsemester-Arbeitskreis) erfahren die Neustudenten Wissenswertes über Studienaufbau, Prüfungsordnungen und Forschungsschwerpunkte von Dozenten.

Allgemeinere Bedeutung

Studienvorbereitung ist aber auch das, was Sie als Neuzugang betreiben, um sich persönlich für Ihr Studium fit zu machen. Da die ganze Studienphase aber in der einen oder anderen Form immer wieder der Vorbereitung bedarf, betreiben letztlich auch Studierende in höheren Semestern Studienvorbereitung. Mit Blick auf das vor ihnen liegende Semester ist dann konkreter von Semestervorbereitung die Rede.

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Studienvorbereitungskurse zur Auffrischung

Die Orientierungswochen reichen allerdings oft nicht aus: Die Hochschulen selbst betreiben Studienvorbereitung für ihre Neuzugänge, indem sie Vorkurse (auch Brückenkurs genannt) anbieten. Damit erhalten Studierende die Chance, altes Schulwissen aufzufrischen oder zu vertiefen. Diese Vorkurse sollen das Risiko eines Studienabbruchs minimieren. Denn immer wieder kommt es vor, dass Studierende bereits in den ersten Semestern scheitern, da das Niveau in den Seminaren zu hoch ist. Je nach Hochschule können allerdings zusätzliche Kosten anfallen.

Studienvorbereitung Mathe

Berühmt-berüchtigt ist das Mathestudium. Hochschulen wie die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (DHBW), aber auch die Hochschule München oder Fernuni Hagen betonen die Wichtigkeit dieser Vor- oder Brückenkurse. Strenggenommen vermitteln diese Wissen aus den Sekundarstufen I und II, also Inhalte, die Studierende zu Studienbeginn reproduzieren können sollten.

De facto bestehen jedoch oftmals eklatante Lücken, so dass die Hochschulen dringend zur Studienvorbereitung Mathe raten. Übrigens richtet sich diese längst nicht nur an Mathematikstudenten, sondern auch an Studierende der Informatik, Wirtschaftswissenschaft und vieler technischer Studiengänge.

Studienvorbereitung Englisch

Einen ähnlichen Stellenwert wie Mathe hat die Studienvorbereitung Englisch. Denn einige Studiengänge erfordern besonders gute Englischkenntnisse. Dazu zählen nicht nur das Anglistik- oder Amerikanistikstudium, sondern auch das Studium der Psychologie, Soziale Arbeit oder Sozialwissenschaften.

Grund dafür ist die vielfach auf Englisch publizierte Fachliteratur. Wer sich in der internationalen Forschung einen Namen machen will, kommt also nicht darum herum, seinerseits englischsprachige Literatur zu konsumieren und selbst auf Englisch zu veröffentlichen.

Studienvorbereitung Soziale Arbeit

Die Studienvorbereitung für das Studium Soziale Arbeit setzt noch früher an. Hier gehört beispielsweise der Nachweis eines fachbezogenen Praktikums (zum Beispiel in Sozialarbeit oder Sozialpädagogik) zu den besonderen Zulassungsvoraussetzungen an der Hochschule Osnabrück. Hier gilt für das Vorpraktikum, dass es eine Gesamtdauer von acht Wochen umfassen muss. Im Gegensatz zu früher müssen Studierende es aber nicht mehr vor Studienbeginn, sondern bis zum Ende des vierten Fachsemesters nachweisen.

Dieser Studiengang ist exemplarisch für einige Fächer – vorrangig an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften -, die Vorpraktika voraussetzen. Je nach Hochschule kann aber statt eines Vorpraktikums für Soziale Arbeit eine Ausbildung – beispielsweise zur Erzieherin – notwendig sein. Die Studienvorbereitung setzt in diesem Fall also bereits Jahre vor dem eigentlichen Studium an.

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3 Tipps zur individuellen Vorbereitung aufs Studium

Ihre individuelle Studienvorbereitung ist abhängig vom gewählten Studium. Ganz allgemein benötigen Sie die Hochschulreife. Ein Studium ohne Abitur geht unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel durch eine vorherige Ausbildung mit Berufserfahrung oder Aufstiegsweiterbildung (Meister).

Für bestimmte Studiengänge wie ein Medizinstudium können noch spezielle Eignungstests hinzukommen. Grundsätzlich sollten Schulabgänger vor dem Studium Folgendes klären:

  • Finanzierung
    Sofern Ihre Eltern Sie finanziell nicht oder nur in geringem Umfang unterstützen können, sollten Sie Bafög beantragen. Größter Vorteil: Die Hälfte des Geldes ist geschenkt, die restlichen 50 Prozent sind ein zinsloses Darlehen. Günstigere Konditionen gibt es bei keiner Bank. Wer kein Bafög erhält, kann mit Studentenjobs Geld hinzuverdienen.
  • Unterkunft
    Noch vor der eigentlichen Studienplatzzusage sollten Sie die Fühler nach einer Bleibe ausstrecken. Studentenbuden im Wohnheim oder in einer Studenten-WG sind besonders beliebt und vergleichsweise günstig. Schwarze Bretter (auch online) der Studentenwerke sowie lokale Tageszeitungen bieten neben einschlägigen Wohnungsportalen die Chance, nach Stadtteil und Größe zu filtern.
  • Planung
    Selbstmanagement gehört wohl zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Studierende sich aneignen müssen. Studienvorbereitung bedeutet zum Großteil Planung, zu welchem Zeitpunkt Sie was erledigen wollen. Der gute alte Stunden- beziehungsweise Tagesplan (PDF) sollte die Seminare, Kurse und Vorlesungen enthalten, die Sie im jeweiligen Semester belegen müssen.

Checkliste für Erstsemester

Weitere wichtige Informationen zur Arbeitsorganisation im ersten Semester können Sie bequem mit unserer Ersti-Checkliste überprüfen. Klicken Sie hier für den kostenlosen Download:

Ersti-Checkliste (PDF)


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5 Hilfreiche Lerntipps zur Prüfungsvorbereitung

Fit fürs Studium zu sein beinhaltet, sich eigenständig Wissen aneignen zu können. Dieser Part kommt in Schulen teilweise zu kurz. Nur wenige Schulabgänger haben Lernmethoden an der Hand, mit denen sie strukturiert vorgehen. Büffeln für Klausuren oder fürs Abitur besteht meistens in Auswendiglernen. Es geht aber besser – und zwar mit diesen Lerntipps:

1. Lernpensum planen

Ähnlich wie beim Stundenplan sollten Sie zusätzlich für eine anstehende Prüfung einen Lernplan erstellen. Hier gilt es im Detail die zu lernenden Inhalte auf die verbleibende Zeit bis zur Prüfung zu verteilen. So können Sie jederzeit überprüfen, ob Sie Ihren Zeitplan einhalten.

Passen Sie auf, den Plan nicht zu überfrachten: Kalkulieren Sie zusätzlich zu den Lernphasen Pausen und Freizeit ein. Auch Puffer – beispielsweise für die Korrekturphase einer Hausarbeit – sollte Ihr Plan enthalten.

2. Lernumgebung einrichten

Wo Sie am besten lernen können, ist eine Typfrage: Manche benötigen die Ruhe und Abgeschiedenheit der Universitätsbibliothek, um in einen Lern- und Arbeitsmodus zu kommen. Andere schwören auf die eigenen vier Wände. Entscheidend ist, dass Sie etwaige Ablenkungen ausblenden können. Der heimische Schreibtisch sollte aufgeräumt sein und sämtliche Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung stehen.

Stellen Sie sicher, dass Sie richtig sitzen und ausreichend Licht haben. Studien zeigen, dass Musik hören Lernprozesse unterstützen kann, zum Beispiel Meditationsmusik oder getragene klassische Musik. Allerdings kein lautes Heavy Metal oder Rap: Beides erfordert eher Aufmerksamkeit und lenkt ab.

3. Gelesenes unterstreichen

Studierende müssen viel lesen, teilweise bestimmte Passagen mehrmals, um den Inhalt zu erfassen. Im Laufe der Zeit werden Sie schneller lesen können. Um wichtige Informationen auf Anhieb zu erfassen, hilft es, Kernaussagen zu unterstreichen.

Allerdings besteht die Kunst darin, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können. Goldene Regel: maximal drei Phrasen pro Seite, bei kleineren Seiten oder Schachtelsätzen eher weniger. Alternativ können Sie nur die Schlüsselbegriffe farblich markieren.

4. Zusammenfassungen erstellen

In einem nächsten Schritt schreiben Sie eine Zusammenfassung. Das ist besonders bei komplexen Themen und umfangreichen Werken sinnvoll. Dazu unterteilen Sie den Text in verschiedene Sinnesabschnitte, denen Sie jeweils eigene Überschriften geben. Anschließend fassen Sie mithilfe der Überschriften das Gelesene mit Ihren eigenen Worten zusammen.

Je nach Umfang Ihrer Zusammenfassung können Sie hierfür Karteikarten nehmen. Müssen Sie beispielsweise ein Referat halten, eignen diese sich hervorragend zum Lernen. Darauf verzeichnen Sie beispielsweise auf der Vorderseite ein Stichwort und auf der Rückseite detailliertere Ausführungen.

5. Lerngruppe bilden

Schließen Sie sich mit anderen Kommilitonen zusammen. Erstens: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Zweitens profitieren Sie allesamt: In Lerngruppen (PDF) können Sie (zuvor) erarbeitete Inhalte diskutieren, Unklarheiten ausräumen und gleichzeitig Ihr Wissen rekapitulieren.

Hinzu kommt, dass Sie mit Ihren Lernpartnern sehr gut mündliche Prüfungen simulieren können: Ein Part stellt typische Fragen, während der andere in die Rolle des Prüflings schlüpft und umgekehrt. Oder Sie stellen sich gegenseitig mögliche Aufgaben. Das geht auch mithilfe älterer Klausuren, die teilweise bei den Fachschaften erhältlich sind.

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[Bildnachweis: 32 pixels by Shutterstock.com]

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