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Semestervorbereitung: Tipps für Studenten

Nach dem Semester ist vor dem Semester: Diese Zeit eignet sich hervorragend zur Semestervorbereitung. Zwar lechzen viele Studis nach Erholung, aber es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren. Denn wer die anstehenden Kurse, Vorlesungen und Klausuren rechtzeitig im Blick behält, erspart sich Frust und lebt deutlich entspannter. Das gilt nicht nur für Erstsemester (sogenannte „Erstis“), sondern auch höhere Semester. Wie dies gelingt und woran Sie denken sollten, erfahren Sie hier…

Semestervorbereitung: Tipps für Studenten

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Systematische Vorbereitung: Geringer Zeitbedarf, große Wirkung

Semestervorbereitung ist ein GROSSES Wort – klingt nach viel Aufwand und Zeit. Wer die Vorbereitung aber systematisch und rechtzeitig angeht, hält den Zeitaufwand in überschaubaren Grenzen. Im Grunde braucht es dafür nur ein paar Stunden. Die aber haben umso größere Wirkung für das nächste Semester. Gute Semestervorbereitung ist wie ein Warm-up für ein erfolgreiches Studium.

Positiver Nebeneffekt: Sie schaffen sich so letztlich noch mehr freie Zeit – und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Der erste Schritt ist, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Stellen Sie sich dazu bitte folgende Fragen:

  • Wie sehen meine Studienunterlagen des vergangenen Semesters aus?
  • Funktioniert mein Ablage- und Archivsystem, um die Lerninhalte im Blick zu behalten?
  • Welche Vorlesungen und Themen setzen sich im neuen Semester fort?
  • Welche Fächer beginnen neu?
  • Wie sieht mein Vorlesungsplan nach der Pause aus?
  • Welche Prüfungen stehen in absehbarer Zeit an?
  • An welchen Studienarbeiten arbeite ich gerade, mit welchen beginne ich bald?

Ziel dieser ersten Übersicht ist, sich selbstkritisch zu fragen, was bisher schon ganz gut klappt und an welchen Stellen Sie Ihre Studienorganisation doch noch optimieren sollten.

Semestervorbereitung: Organisation und Vorschau

Im Kern sollte die Semestervorbereitung stets aus zwei Blöcken bestehen:

  • Organisation

    Im ersten Teil überprüfen Sie bitte Ihr Ablagesystem und den Workflow. Analysieren Sie gründlich, welche Methoden im zurückliegenden Semester funktioniert haben, was gut geklappt hat und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Konzentrieren Sie sich dabei nicht nur auf die Vorlesungen, Mitschriften und Fachliteratur, sondern prüfen Sie auch die eigenständige Lernarbeit: Aktenordner, Karteikästen, Lernorganisation, Lerngruppen. Wo es regelmäßig Probleme gab, sollten Sie nach einer besseren Alternative suchen.

  • Vorschau

    Der zweite Teil der Vorbereitung sollte aus der Aufarbeitung Ihrer Studienunterlagen bestehen. Vorlesungsfächer, die sich nach der vorlesungsfreien Zeit fortsetzen, sollten Sie zumindest grob aufarbeiten und zusammenfassen sowie sicherstellen, dass Sie die entsprechenden Unterlagen für etwaige Prüfungen sofort nutzen können (sonst verlieren Sie später den Überblick und wertvolle Zeit). Neu beginnende Fächer können Sie theoretisch zwar vorbereiten, in der Praxis dürften das allerdings die wenigsten tun. Daher empfehlen wir hier, zumindest die dafür nötigen Unterlagen zu beschaffen.

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5 Tipps zur Semestervorbereitung

Nachfolgend geben wir Ihnen die wichtigsten Tipps für eine solide Semestervorbereitung:

1. Studienverlaufsplan aufstellen

Sind die obigen Schritte abgeschlossen, sollten Sie die ersten Wochen nach der vorlesungsfreien Zeit (auch Semesterferien genannt) grob planen: Nutzen Sie die Gelegenheit, um alle bereits bekannten Termine schon mal in einen Jahreskalender oder Semesterplan einzutragen. Tragen Sie sich ebenso ein, welche Module Sie in diesem Semester absolvieren möchten, als auch die notwendigen Übungen und Seminare. Am besten, Sie kennzeichnen die Pflichtveranstaltungen dabei deutlich (zum Beispiel mit rotem Textmarker), während Sie die restlichen Kurse niedriger priorisieren.

Tipp: Schreiben Sie sich am besten zu den Vorlesungen auch gleich die entsprechenden Hörsaal-Namen oder -Nummern dazu. So ersparen Sie sich später lästiges Herumirren oder Durchfragen. Planen Sie dabei nicht nur die fixen Termine für anstehende Klausuren, sondern auch, welche Themenblöcke Sie dafür in welchem Zeitraum vorbereiten wollen. Dabei hat sich bewährt, zum Beispiel nicht nur den Klausurtermin in den Kalender einzutragen, sondern zusätzlich vier bis acht Wochen vorher einen Marker zu setzen, dass Sie spätestens dann mit dem Büffeln beginnen. Wer es richtig systematisch mag trägt sich im Kalender wöchentliche Meilensteine ein, die bis dahin gelernt sein sollten.

Dasselbe können Sie für anstehende Studienarbeiten und Projekte wiederholen. Zwar füllt sich ein Kalender dann recht schnell (entsprechend groß sollte die Vorlage sein – zum Beispiel DIN A2). Dafür behalten Sie so auf jeden Fall den Überblick und haben den Kopf frei für das eigentliche Studium. Am Ende sollte der sogenannte Studienverlaufsplan folgende Informationen enthalten:

  • Pflichtvorlesungen plus Seminarraum
  • Plan für zusätzliche Übungen und Seminare
  • Klausurtermine
  • Vorbereitungs- und Lernplan
  • Geplante Studienarbeiten
  • Anmeldetermine und Fristen

Checkliste für die Semestervorbereitung

Semestervorbereitung Checkliste Studienorganisation Tipps Semester Planen

Bei der Vorbereitung und Planung achten Sie bitte auch auf die folgenden Punkte, die Sie bequem im Browser abhaken können:

  • Wie viel Zeit benötigen die Lernphasen für Ihre Klausuren?
  • Benötige ich Extra-Zeitfenster für die Abstimmung mit dem Dozenten?
  • Wann leihe ich die Fachliteratur in der Unibibliothek aus? (Achtung: Auch andere Studenten leihen Literatur aus. Es kann zu Wartezeiten kommen).
  • Welche Studienarbeiten sind besonders anspruchsvoll? Habe ich hierfür Puffer eingeplant?
  • Falls ich die Studienarbeiten zusammen mit Kommilitonen schreibe (oder im Team für Klausuren lerne), harmonieren unsere Terminkalender?
  • Habe ich bei allem auch echte Freizeit und Ferien für mich eingeplant?

Gerade den letzten Punkt dürfen Sie natürlich nicht vergessen. Kein Mensch schafft es pausenlos zu pauken. Darüber geht früher oder später der Spaß verloren und irgendwann spiegelt sich das in den Noten. Gönnen Sie sich also regelmäßige Pausen – die sind für das Lernen sogar essenziell!


2. Prüfungsordnung lesen

Vor allem für Erstsemester gilt bei der Semestervorbereitung: Unbedingt die Prüfungsordnung lesen! Das ist vielleicht das wichtigste Dokument für das gesamte Studium, denn hier stehen alle wichtigen Regeln und Fristen für die Anmeldung zu Klausuren oder was wann wo vorliegen muss.

Wer die Prüfungsordnung missachtet, kann kaum auf Gnade hoffen. Bestenfalls geht so ein Semester verloren, schlimmstenfalls droht die Exmatrikulation. Wer nicht versteht, was darin gemeint ist, sollte sich erkundigen: Hilfe bieten Fachschafen oder die Studienberatung.

3. Organisatorisches erledigen

Noch vor Beginn des neuen Semesters sollten Sie unbedingt die Rückmeldung fürs nächste Semester erledigt haben. Gegen Ende der Vorlesungszeit verschicken die Hochschulen die Rückmeldeaufforderung. Darin ist eine Frist angegeben, bis zu der Sie den Semesterbeitrag überwiesen und gegebenenfalls bestimmte Nachweise (zum Beispiel über eine Krankenversicherung) erbracht haben müssen. Falls Sie den fälligen Semesterbeitrag nicht innerhalb der Frist überweisen, drohen Strafgebühren.

Richtig kritisch wird es, wenn Sie auch die verspätete Rückmeldung übersehen: Dann droht die Zwangsexmatrikulation. Wichtig auch für Bafög-Empfänger: Halten Sie den Bewilligungszeitraum im Blick. Der gilt üblicherweise für 12 Monate (also zwei Semester) – danach müssen Sie erneut entsprechende Nachweise erbringen und Unterlagen einreichen.

4. Lerngruppe finden

Zur optimalen Semestervorbereitung gehört auch, dass Sie sich Unterstützung suchen. Die Erfahrung lehrt: In Lerngruppen (PDF) geht vieles leichter und schneller. Nicht nur weil die Kommilitonen oft Informationen aufschnappen, die man selbst übersehen hat. Sondern auch, weil man oft erst beim gemeinsamen Lernen und gegenseitigen Erklären feststellt, was man wirklich verstanden (und gelernt) hat. Und das Lernen in Lerngruppen hat einige Vorteile:

  • Andere Studenten können mehr Verbindlichkeit für Ihre Semestervorbereitung schaffen.
  • Sie können Tipps zur Organisation geben und zum Perspektivwechsel beitragen.
  • Kommilitonen können als Motivatoren fungieren und Sie neu antreiben.
  • Sie können auf Fehler aufmerksam machen und Feedback geben.

Da mit fortschreitendem Studium die Spezialisierung zunimmt, wechseln diese Lerngruppen automatisch. Auch das ist ein wichtiger Nebenaspekt des Studiums, sich immer wieder auf neue Menschen einzustellen, die aber stets ein gemeinsames Ziel verbindet.

5. Lerntyp kennen

Höhere Semester haben vielleicht schon diverse Lernmethoden erprobt. Daher ist es vor allem für Erstsemester bei der Semestervorbereitung hilfreich, den eigenen Lerntypen zu kennen. Die Arbeit mit anderen Kommilitonen erfordert natürlich auch Kompromisse (bei der Terminabstimmung, Ort, Art des Vorgehens…).

Falls die Arbeit mit anderen so gar nicht Ihr Fall ist und Sie beispielsweise auch mit Lerngruppen nicht wirklich klar kommen, sollten Sie nach anderen Wegen suchen, um Ihre Semestervorbereitung abzurunden. Entscheidend ist ein guter Semesterstart ohne Stress und Hektik und ein entspanntes, erfolgreiches Semester.

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Wünsche zum Unistart

Vielleicht kennen Sie jemanden, der gerade mitten in der Semestervorbereitung steckt und etwas Empowerment braucht. Nachfolgend haben wir einige Wünsche und Zitate gesammelt, die zum (erneuten) Unistart passen:

  • Tue, was du liebst und liebe, was du tust.
  • Für dich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Ich wünsche dir eine tolle Zeit mit vielen Erfahrungen, von denen du lange zehrst.
  • Auch wenn die Schule vorbei ist – Lernen und Erkenntnisgewinn hören niemals auf. Denke daran, wenn du an schwierigen Tagen ratlos bist.
  • Auf deinem akademischen Lebensweg wünsche ich dir viel Glück und Erfolg.
  • Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information. (Albert Einstein)
  • Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)
  • Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ein Ozean. (Isaac Newton)
  • Lernen, ohne zu denken, ist verlorene Mühe. Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich. (Konfuzius)

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[Bildnachweis: Yellow duck by Shutterstock.com]

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