Leidenschaft in anderen Menschen (neu) zu entfachen, ist nicht nur eine edle Aufgabe – es ist die Managementaufgabe schlechthin. Ebenso wollen das freilich alle, die eine Präsentation, eine Rede oder einen Impulsvortrag halten. Andere anspornen, das Beste aus sich herauszuholen, gibt nicht nur tiefe Befriedigung und macht Spaß – es spornt auch selbst an.
Leichter wird es deshalb zwar nicht. Aber es gibt ein paar gute Anhaltspunkte (pdf), was Menschen im Job nachhaltig begeistert:
- Eine sinnvolle Arbeit - Das Gefühl, nur ein unbedeutendes Rädchen im Getriebe zu sein, lähmt auf Dauer jeden Arbeitseifer. Jeder Mensch will wissen, dass seine Arbeit Mehrwert schafft, dass sie wichtig und unverzichtbar ist. Wer seinen Mitarbeitern genau das vermittelt, weckt ihren Elan aufs Neue.
- Teamarbeit – Ich weiß, das ist ein inzwischen überstrapazierter und leider viel zu oft missbrauchter Begriff. Aber er trifft die Sache auf den Kopf: Menschen sind soziale Wesen, und Unternehmen sind soziale Organisationen. Auch wenn man eine zeitlang für sich wurschtelt – Kooperation, Zusammenarbeit sowie Anerkennung und Ermutigung durch andere, kurz Teamgeist ist das, was wir im Job neben einer sinnvollen Arbeit vor allem suchen. Wer es findet, leistet gerne mehr.
- Fairness - Apropos Teamgeist: Das schließt mit ein, dass sämtliche Gratifikationen – Gehalt, Prämien, Lob – transparent, nachvollziehbar und gerecht erfolgen. Nichts ist der Motivation für den Job abträglicher als Vetternwirtschaft oder ungerechte Bezahlung.
- Beachtung - Der Punkt hängt stark mit dem ersten zusammen, verdient aber eine besondere Erwähnung (oder besser gesagt: Beachtung). Geld ist der Mühe Lohn, aber es kompensiert niemals fehlende Anerkennung. Egal, was einer kreiert oder produziert – er möchte, dass das Kollegen und Kunden registrieren, vor allem wenn es gut war. Lob ist eine Form von Beachtung, eine besonders positive. Aber auch sachliche und faire Kritik gehört dazu. Und gerade bei Leistungsträgern kann man gar nicht genug Brimborium um ihre Verdienste machen. So werden sie gar zum Vorbild und Ansporn für andere.
- Wachstum – Das geflügelte Wort vom lebenslangen Lernen klingt stets appellativ, dabei ist es unser ureigenes Interesse: Wir wollen uns weiterentwickeln, im Job wachsen, uns mehr Veranwortung und Gestaltungsspielräume erarbeiten. Aber nur wo Menschen das auch können, gedeiht Leidenschaft. Gläserne Decken und fehlende Entwicklung durch Vorgesetzte oder geschulte Dienstleister sind Motivationskiller – und nicht selten ein wesentlicher Grund, den Job zu wechseln.
- Autonmie – Für die meisten Unternehmer war es der Hauptwunsch, sich selbstständig zu machen: Sie wollten unabhängiger werden, in ihren Entscheidungen, in ihrem Schaffen und ihrem Arbeitsalltag. Angestellte wollen das auch. Und tatsächlich sind Freiheit und Selbstbestimmung enorm große Antriebskräfte. Wo immer Sie können: Zeigen Sie Menschen, wie sie unabhängiger werden – und Sie werden ihre Leidenschaft wecken.







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Christa Schwemlein
Punkt 4: finde ich ich auch sehr wichtig auch und gerade, weil in vielen “Chefköpfen” der Satz: “Nichts gesagt ist Lob genug” fest verankert ist.
Ein lensenswerter Beitrag, den ich für mich persönlich noch um einen Punkt ergänzen würde – Verantwortung. Mit der Aufgabe gleichzeitig die Verantwortung für die entsprechende Arbeit übertragen. Nichts ist demotivierender und lähmender als ohne Eigenverantwortung arbeiten zu können.
Christa Schwemlein
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