Beförderung Tipps
Diesmal soll es mit der Beförderung endlich klappen. Der Aufstieg ist längst überfällig. Schließlich arbeiten Sie schon lange genug in der Firma, leisten mehr als manch anderer, sind loyal, besitzen beste Referenzen. Da muss die Karriere doch quasi automatisch gelingen... Denkste! Die Wahrheit ist: Kaum jemand wird heute noch automatisch befördert, die Zeiten sind vorbei. Dafür müssen Betroffene schon etwas tun - den Schritt aber bitte auch genau vorher prüfen...

Beförderungen frustrieren nach drei Jahren

ollyy/shutterstock.comHaben Sie sich das mit dem beruflichen Aufstieg auch wirklich gut überlegt? Es gibt nämlich auch mindestens eine Schattenseite: Wer Schritt für Schritt die Karriereleiter empor klettert, sieht zwar meist das höhere Gehalt und das Mehr an Verantwortung, nicht aber die möglichen gesundheitlichen Folgen.

Als australische Forscher um David Johnston und Wang-Sheng Lee von der Universität von Melbourne acht Jahre lang den Werdegang von knapp 2700 Beschäftigten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren begleiteten und mit deren psychischer und physischer Entwicklung auswerteten, kamen sie zu einem überraschenden Ergebnis (PDF): Beförderungen machten die Betroffenen weder gesünder noch glücklicher, im Gegenteil: Waren die Arbeitnehmer anfangs noch zufrieden über den höheren Status und das gestiegene Gehalt, klagten sie bald darauf über ebenfalls höheren Stress und weniger Freizeit.

Sind Sie sicher, dass Sie die Beförderung wollen?

Was will ich beruflich erreichen? Früher oder später muss sich jeder diese Frage stellen und die meisten kommen als Antwort schnell auf eine Beförderung. Wie sonst sollte man beruflich erfolgreich sein? Für einige mag das zwar stimmen, doch ist es gefährlich, dies als allgemeingültig zu betrachten.

Fragen Sie sich deshalb auch: Will ich überhaupt eine Beförderung? Nicht jeder ist für den Chefsessel geeignet und eine Beförderung bedeutet noch lange nicht, dass Ihnen die neue Position besser gefällt. Ganz im Gegenteil sogar. Es gibt viele Experten, die in ihrem Beruf glücklich und zufrieden sind, genau das tun, was sie immer schon wollten - und die durch eine Beförderung aus dieser Position gerissen werden und plötzlich jegliche Zufriedenheit und Motivation verlieren.

Die Nachricht über eine mögliche Beförderung sorgt immer für Aufregung und auch stolz. Falsch wäre es jedoch, diese im irrtümlichen Glauben anzunehmen, dass eine Beförderung immer besser ist. Vielleicht sind Sie in Ihrer aktuellen Position genau richtig, weshalb die Entscheidung unbedingt von Ihnen selbst kommen muss - auch wenn das Umfeld Ihnen das Gefühl gibt, dass die Beförderung immer der richtige Weg ist.

Es dauerte im Schnitt drei Jahre, dann war die anfängliche Euphorie über den Aufstieg komplett verpufft. Die mentale Verfassung: auf dem selben Stand wie vor der Beförderung; Glücksempfinden und Gesundheit - unverändert. Dafür aber war der gefühlte Druck (aufgrund der größeren Verantwortung) deutlich höher. Und damit auch der Frust. Wirklich verbessert hatte sich das Leben der Beförderten also nicht.

Die zweite Schattenseite ist das sogenannte Peter Prinzip.

Beförderung: Vom Kollegen zum Chef

Eine Beförderung – so sehr sie auch dem Ego schmeichelt – ist eine Medaille mit zwei Seiten: Gestern noch Kollege, heute Vorgesetzter... da schlagen Freundlichkeiten, sogar Freundschaften schnell in Distanz um, Informationsquellen versiegen, und selbst Neid und Missgunst können mitschwingen. Plötzlich muss man gegenüber Menschen, mit denen man sich gestern noch solidarisch fühlte, Macht ausüben.

Erschwert wird das womöglich noch durch einen heimlichen Mitbewerber. Je nachdem, ob die Position längere Zeit vakant war, wurde er vielleicht gebeten, den Job übergangsweise zu übernehmen. Oft entwickeln solche Interimsvertreter daraus später einen Anspruch auf den Posten oder für eine Sonderrolle im Team. Es wäre ein sicherer Fehler, diesen Typen anschließend links liegen zu lassen: Schweigen reicht schon, um gegen sich Stimmung zu machen, weil Mitarbeiter trotz aller Ambivalenz immer heimlich koalieren.

Kein leichtes Spiel – schließlich stehen meisten Kollegen dem frisch ernannten Chef in der Regel zunächst argwöhnisch, bestenfalls abwartend gegenüber, weil sie sich von der Umbruchsituation bedroht fühlen:

  • Was wird er verändern?
  • Wie wird er sich mir gegenüber verhalten?
  • Was von dem, was er über mich weiß, wird er gegen mich verwenden?

Kritisieren, korrigieren, kontrollieren – alle diese Führungsaufgaben schüren Missmut und Ängste bei den (Ex-)Kollegen. Also Kumpanei statt Kommandoton? Viele fühlen sich bei dem Versuch, den richtigen Ton zu treffen, als sollten sie auf einem Trampolin steppen. Vor allem junge Nachwuchsmanager neigen dann dazu, ihre Unsicherheit mit Arroganz und Ignoranz zu kaschieren. Kaum befördert, schwillt ihnen der Kamm, sie werden formal oder überheblich, hektisch oder autoritär. Andere poltern durch die Flure, geraten in Zustände eruptiver Emsigkeit und betreiben das, was zu diesem Zeitpunkt am meisten schadet: Aktionismus. Tödlich! Ein Rennen beginnt schließlich auch erst nach dem Warmlaufen.

Weitere Tipps, wie der Start in die Führungsposition gelingt, finden Sie in unserem Artikel zu den ersten 90 Tagen als Chef.

Wie es mit der Beförderung klappt

Gute Arbeit alleine reicht nicht. Hat sie noch nie. Leider. Wer derart beruflich Karriere machen will, kann entweder abwarten, bis der Chef ihn befördert - oder muss dem Schritt subtil nachhelfen. Mit Selbstmarketing...

Der Trick dabei ist, die im Raum stehende Frage für sich selbst zunächst gedanklich umzuformulieren. Nicht:

Warum sollte mich der Chef befördern?

Sondern:

Was haben Chef und Unternehmen davon, mich zu befördern?

Das klingt vielleicht zunächst marginal, ist aber im Kern für eine gänzlich andere und letztlich überzeugendere Argumentation.

Wenn Sie beispielsweise die beste Kraft im Team sind und den Laden am Laufen halten und Ihr Vorgesetzter das weiß, hat der natürlich wenig Interesse daran, Sie zu befördern und so sein Top-Talent zu verlieren. Danach wird das Team weniger erfolgreich sein - und das fällt dann auf den Boss zurück. Warum sollte er das riskieren?

Können Sie jedoch einen würdigen und willigen Nachfolger präsentieren und auch noch argumentieren, warum der für das Team sogar noch besser ist, steigen Ihre Chancen subito.

Zudem müssen Sie klar und deutlich sagen, was Sie wollen. Es ist nun mal so: Karriere passiert nicht einfach, sie wird gemacht. Dazu müssen Sie für Ihre Interessen einstehen und diese hin und wieder auch klar artikulieren. Zum Beispiel im Mitarbeitergespräch beziehungsweise Jahresgespräch.

Es wäre naiv, zu glauben, Top-Leistung werde irgendwann erkannt und honoriert. Erkannt vielleicht, aber solange es läuft: Warum sollte irgendwer daran etwas ändern?

Arbeitsrecht: Wenn der leitende Angestellte zum leidenden wird

Der vorläufige Höhepunkt der Karriere wird mit dem Titel "leitender Angestellter" belohnt. Mit diesem Titel fühlen sich viele Führungskräfte geehrt. Anfangs. Die Freude hält allerdings nur kurz, wenn den Betreffenden klar wird, dass sie rechtlich damit zum Teil wesentlich schlechter dastehen, als der normale Angestellte, der sie davor waren.

Wer wirklich leitender Angestellter ist, entscheidet übrigens nicht der Arbeitgeber, sondern das Gesetz: Es kommt nicht auf die Bezeichnung im Vertrag, sondern die tatsächlich gelebten Verhältnisse an.

Eine einheitliche Definition des leitenden Angestellten gibt es leider nicht. Die unterschiedlichen Gesetze haben unterschiedliche Voraussetzungen, einzige Gemeinsamkeit ist die jeweils hervorgehobene Stellung gegenüber anderen Mitarbeitern und die Tatsache, dass leitende Angestellte regelmäßig als weniger schutzbedürftig angesehen werden. So gelten für leitende Angestellte zum Beispiel nicht die Beschränkungen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG), auch Tarifverträge gelten für sie regelmäßig nicht.

Die wichtigsten Besonderheiten ergeben sich bei Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und insbesondere beim Kündigungsschutz:

  • Leitende Angestellte sind aus dem Geltungsbereich des BetrVG ausgenommen,
  • der Betriebsrat ist für sie nicht zuständig,
  • auch Sozialpläne gelten für sie nicht.

Vor allem bei Kündigungen schreibt ihnen das Gesetz eine entscheidende Sonderstellung zu, die bei den wenigen "echten" leitenden Angestellten zum finanziellen Risiko werden kann: Leitend ist nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG), wer "zur selbständigen Einstellung oder Entlassung von Arbeitnehmern berechtigt ist" und eine Schlüsselposition vergleichbar einem Geschäftsführer einnimmt. Wer nur auf dem Papier hierzu ermächtigt ist und nur mit Genehmigung seiner Vorgesetzten handeln kann, ist kein leitender Angestellter.

Wer kündigen darf, kann dennoch nicht einfach grundlos gekündigt werden. Hierzu bedarf es eines Grundes, auch für leitende Angestellte gilt grundsätzlich der Kündigungsschutz. Einzig bei den Anforderungen an die Gründe werden wegen der hervorgehobenen Vertrauensstellung andere Maßstäbe angesetzt, vor allem für Kündigungen wegen des Verhaltens. Merke: Wer weiter oben steht, muss sich genauer überlegen, wie er sich verhält.

Wo ein Arbeitnehmer noch eine Abmahnung erhält, kann der leitende Angestellte bereits gekündigt werden. Denn er weiß beziehungsweise hat zu wissen, was er darf und was eben nicht. Er schuldet seinem Unternehmen auch eine größere Loyalität, insbesondere was die Kommunikation angeht. Wegen dieser Vorbildfunktion endet ein Pflichtverstoß, der normalerweise nur zu einer ordentlichen Kündigung berechtigt, schnell einmal in einer fristlosen Kündigung.

Bereits 1976 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass einem leitenden Angestellten wegen "fehlender Führungseigenschaften" gekündigt werden kann. Sofern feststeht, dass die fehlenden Eigenschaften nicht auf fehlendem Willen beruhen, sondern schlichtweg auf fehlendes Können zurückzuführen sind, bedarf es hierfür nicht einmal einer Abmahnung.

Über das Vorliegen von Führungseigenschaften darf wiederum wortreich gestritten werden, da es sich hierbei auch nach den Worten des BAG jedenfalls um "schwer fassbare Eigenschaften" handelt. In der Praxis gelingt es dann auch den wenigsten Unternehmen eine solche schlechte "Performance" ausreichend darzulegen.

Auch wenn die Kündigung nicht hält, endet das Arbeitsverhältnis bei den richtigen Leitenden regelmäßig aufgrund eines sogenannten Auflösungsantrags des Arbeitgebers. Anders als bei "normalen" Arbeitnehmern, bedarf dieser nämlich keiner eigenständigen Begründung. Der Arbeitgeber gewinnt damit also automatisch, muss im Gegenzug aber eine vom Gericht festzusetzende Abfindung zahlen.

Hier liegt dann das eigentliche Problem: Diese Abfindung ist bei den echten leitenden Angestellten in der Regel auf ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr begrenzt. Das ist nun wahrlich nicht das, was sich Führungskräfte vorstellen, sodass spätestens an dieser Stelle niemand mehr Leitender sein möchte.

Und manchmal ist die Beförderungen zum echten leitenden Angestellten auch schlicht eine Falle, um den betreffenden Kollegen einfach leichter wieder loszuwerden: von der Erde in den Olymp und zurück in ein paar Wochen...

Tipps und Empfehlungen für die Beförderung

Mut und Engagement sind wesentliche Voraussetzungen für eine Beförderung. Darüber hinaus können Sie aber noch mehr tun:

  • Seien Sie loyal und zuverlässig.

    Ein Chef, der Sie empfiehlt und befördert, will nicht, dass das später auf ihn zurückfällt. Halten Sie also stets alle Zusagen und versprechen Sie nie mehr als Sie auch gewährleisten können.

  • Zeigen Sie Eigeninitiative.

    Übernehmen Sie Verantwortung - etwa bei neuen Projekten und schwierigen Aufgaben. Niemals sollte Ihr Chef Sätze hören, wie: "Das gehört nicht zu meinen Aufgaben." Seien Sie sich für nichts zu schade und bieten Sie Ihre Mithilfe proaktiv an und zeigen Sie, dass Sie die Teams koordinieren und motivieren können. Wer nur Dienst nach Vorschrift macht, wird sicher nicht befördert.

  • Übernehmen Sie Verantwortung - auch für Fehler.

    Beweisen Sie, dass Sie selbstkritisch und kritikfähig sind. Wie viele Manager können nicht zu ihren Fehlern stehen? Und wir alle finden das furchtbar. Deshalb: Zeigen Sie, dass Sie der bessere Boss wären.

  • Beweisen Sie Organisationstalent.

    Einen unordentlichen Schreibtisch mögen Chefs einfach nicht - er gilt nach wie vor als Indiz für Zerstreuung und schlampige Arbeit (auch wenn es so nicht sein muss - die Wirkung ist meist so). Dazu gehört aber auch, Prioritäten setzen zu können oder pünktlich in Meetings zu sein. Kurzum: Es geht darum, zu dokumentieren, seinen Job im Griff zu haben - und nicht umgekehrt.

  • Seien Sie kreativ.

    Wer in der Hierarchie aufsteigt, braucht gute Ideen. Schließlich geht es dabei immer auch um Veränderung: Das Unternehmen setzt auf Sie und Ihre positiven Impulse in der neuen Position. Die sollten aber schon vorher zu erkennen sein: pragmatische Vorschläge in Meetings, kreative Lösungen bei Problemprojekten, genereller Einfallsreichtum in der täglichen Praxis. Kurz: Denken Sie fortschrittlich.

  • Seien Sie informiert.

    Sie kennen das Bonmot: Gefordert wird zwar der Generalist, befördert aber stets der Spezialist. So ist es: Wenn Top-Positionen besetzt werden, sucht das Unternehmen dafür immer einen Experten. Heißt für Sie: Fallen Sie schon früher positiv auf, dass Sie beispielsweise aktuelle Entwicklungen am Markt intensiv beobachten und sicher einschätzen können; dass Sie wissen, was die Konkurrenz macht oder welche Innovationen in der Forschung gerade Furore machen.

  • Beweisen Sie Teamgeist.

    Eine Beförderung bedeutet meist auch, Verantwortung für andere Menschen übertragen zu bekommen. Hier sollte schon im Vorfeld klar werden, dass Sie sich gut in andere Menschen einfühlen können, bei Kollegen einen guten Ruf genießen, sie für sich gewinnen können. In dem Zusammenhang ist oft die Rede von Durchsetzungsfähigkeit. Für viele klingt das nach zähem Ringen und nach Kampf. Kann sein, viel durchsetzungsfähiger ist aber oft der, der andere mit ins Boot nehmen und begeistern kann.

  • Bleiben Sie flexibel.

    Anpassungsfähigkeit ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Das gilt erst recht in Führungspositionen, wo Veränderungen die einzige Konstante und unvermeidlich sind. Beweisen Sie also, dass Sie damit umgehen können und Veränderungen gegenüber stets offen und aufgeschlossen sind.

  • Bilden Sie sich weiter.

    Idealerweise auf eigene Kosten. Das klingt vielleicht teuer, de facto aber beweisen Sie so noch einmal Engagement und den festen Willen an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln - zur Not eben zu Lasten des eigenen Geldbeutels. Das wirkt wesentlich zielstrebiger, als wenn Sie darauf warten, dass man in Sie investiert. Mehr noch: Sie setzen Ihren Vorgesetzten dadurch subtil unter Druck, an und mit Ihnen zu arbeiten. Denn bremsen kann Sie offensichtlich nichts...

  • Kennen Sie die Muss-Qualifikationen.

    Und zwar der Position, auf die Sie wollen. Es ist wie bei einer Bewerbung: Um dokumentieren zu können, dass Sie die Idealbesetzung für die avisierte Stelle sind, müssen Sie alle erforderlichen Kompetenzen besitzen - und dazu eben vorher kennen. Gehen Sie also strategisch vor und richten Sie sich auf die Wunschposition konsequent aus. Eine Beförderung erfüllt nun mal keinen Selbstzweck. Wer aber sein Ziel kennt, kann darauf hinarbeiten und Chefs (subtil) den Tipp geben, dass man sich in diese Richtung entwickeln möchte. So sind Sie auch auf dessen Radarschirm, wenn die entsprechende Stelle frei wird.

PDF-DokumentCheckliste zur Beförderung

Damit Sie nichts vergessen haben wir Ihnen hier eine kostenlose Checkliste zur Beförderung als PDF und als Download zur Verfügung gestellt.

Ziel Beförderung: Diese 30 Fragen sollten Sie sich vorher stellen

Ollyy/shutterstock.comSie selbst sollten sich und Ihre Motivation allerdings auch noch einmal hinterfragen. Um die Entscheidung also nicht ad hoc zu treffen, haben wir hier ein paar (unbequeme) Fragen gesammelt, über deren Antworen Sie sich im Klaren sein sollten. Dabei sollten Sie sich ruhig ein wenig Zeit nehmen - nicht nur weil es sich um eine ganze Reihe an Fragen handelt. Denken Sie vor jeder Frage nach, ob die Antwort auch wirklich so eindeutig ist, wie Sie es im ersten Moment annehmen. Schließlich hat Ihre anschließende Entscheidung großen Einfluss auf Ihr berufliches und privates Leben.

    Familie und Privatleben

  1. Habe ich nach der Beförderung immer noch Zeit für meine Familie?
  2. Trägt meine Familie und Umgebung die Beförderung und den neuen Arbeitsumfang mit?
  3. Sind die neuen Arbeitszeiten mit meinen aktuellen Freizeitaktivitäten vereinbar?
  4. Wie viele Einschränkungen meines Privatlebens nehme ich für die neue Aufgabe in Kauf?
  5. Sind meine neuen Arbeitszeiten kompatibel zur Arbeitszeit meines Partners?
  6. Ist mit der Beförderung möglicherweise ein Umzug verbunden? Trägt diesen meine Familie mit?
  7. Kommen bei der neuen Aufgabe vermehrt Geschäftsreisen auf mich zu? Kommt mein Partner damit zurecht?
  8. Gehören Bereitschaftsdienste zur neuen Aufgabe? Wenn ja, wie wirken sich diese auf die Freizeitgestaltung mit der Familie aus?
  9. Wirkt sich die Beförderung negativ auf meine private Zukunftsplanung aus?
  10. Welche Vorteile bietet die Beförderung meiner Familie?
  11. Kollegen und Team

  12. Bin ich bereit, mein aktuelles Team aufzugeben?
  13. Werde ich in der neuen Position mit meinen jetzigen Kollegen überhaupt noch zu tun haben?
  14. Werden mich die Kollegen - beispielsweise bei einer Beförderung zum Teamleiter - als neuen Vorgesetzten akzeptieren?
  15. Kenne ich die neuen Kollegen bereits?
  16. Kann ich mit dem Wechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten umgehen?
  17. Komme ich mit den - garantiert vorhandenen - Neidern zurecht?
  18. Übernehme ich mit der neuen Aufgabe auch ein neues Team?
  19. Welche Kontakte will ich mir unbedingt erhalten?
  20. Wie wird mein aktueller Chef auf die Beförderung reagieren - sofern er die Entscheidung nicht selbst trifft?
  21. Karriere und berufliche Zukunft

  22. Wie sieht die neue Position konkret aus?
  23. Welche Perspektiven habe ich in der neuen Position?
  24. Entspricht die neue Aufgabe meinen Vorstellungen?
  25. Steigt die Arbeitsbelastung durch die Beförderung dauerhaft an?
  26. Reizt mich die neue Stelle aus fachlicher Sicht?
  27. Steht das höhere Gehalt für mich in Relation zu den steigenden Anforderungen?
  28. Wie sehen die Anforderungen an die neue Stelle konkret aus?
  29. Werde ich primär aufgrund meiner Qualifikation oder meiner Kontakte befördert?
  30. Welche Erwartungen wird mein neuer Vorgesetzter an mich stellen?
  31. Welche Qualifikationen muss ich für die neue Stelle auffrischen oder neu erwerben?
  32. Passt die neue Aufgabe zu meinen eigenen Karriereplänen?

Beförderung: Diese Fehler stehen dem Aufstieg im Weg

Nun haben Sie viel erfahren, was Sie tun können, um die Karriereleiter ein wenig schneller empor zu steigen. Zum Schluss wollen wir das Pferd noch einmal von hinten aufzäumen und Ihnen einige Fehler aufzeigen, die Ihrem Wunsch von der Beförderung im Weg stehen können:

  • Ständige Kritik. Kritik kann ein wichtiger Aspekt sein, um Fehler zu erkennen, Potenzial zu nutzen und Abläufe zu optimieren. Allerdings nur, wenn Sie aus Ihren Beobachtungen auch Lösungen für die Probleme ableiten. Ansonsten macht es nur den Eindruck, Sie würden sich über alles beschweren, ohne es selbst besser zu wissen.
  • Fehlende Kontakte. Gute Leistungen sind toll, doch wenn Ihnen der Kontakt zum Chef und den Verantwortlichen fehlt, werden Sie es bei der Beförderung schwer haben. Viele Beförderungen werden durch Vitamin B gegeben. Je besser Ihre Beziehung zum Chef ist, desto eher werden Sie bei einer Beförderung in die engere Auswahl einbezogen.
  • Falsches Outfit. Es klingt oberflächlich, doch Studien zeigen tatsächlich, dass die Kleidung am Arbeitsplatz die Entscheidung über eine Beförderung beeinflussen kann. Soll heißen: Gut gekleideten Mitarbeitern wird von Personalverantwortlichen eher eine Position in der Führungsetage zugetraut und werden deshalb eher befördert.
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