Beförderung vorbereiten: 9 Fragen an den Chef

Beförderungen stehen bei Arbeitnehmern ganz weit oben auf der Liste der Karriereziele. Es ist ja auch der Inbegriff für Karriere machen oder sogar noch wörtlicher die Karriereleiter empor klettern. Ein Job mit mehr Einfluss, spannenderen Aufgaben, mehr Verantwortung und besserer Bezahlung – die Aussicht klingt verlockend. Natürlich können damit auch Probleme und – potenziell – Überforderung verbunden sein. Wird aber die Beförderung entsprechend vorbereitet, überwiegen die beruflichen Chancen und Vorteile. Aber wie lässt sich auf eine Beförderung hinarbeiten? Worauf kommt es bei der Vorbereitung an und wieso ist es überhaupt sinnvoll, die Beförderung vorzubereiten? Wir haben ein paar Tipps und zeigen, worauf Sie achten sollten…

Beförderung vorbereiten: 9 Fragen an den Chef

Beförderung vorbereiten: Überzeugen Sie Ihren Chef

Hervorragende Leistungen, hohe Kompetenz, umfassendes Fachwissen, der Wille zur Weiterbildung und das Streben nach mehr Verantwortung sind die Grundlagen jeder Beförderung. All diese Fähigkeiten und Kompetenzen bringen Sie der Beförderung aber kein Stück näher, wenn Ihr Chef sie nicht wahrnimmt.

Um die eigene Beförderung vorzubereiten, brauchen Sie daher eine Strategie, um Sie und Ihre Leistungen beim Chef bekannter zu machen.

Manche Arbeitnehmer tun das, indem sie sich in jedem Meeting nach vorne drängen, sich in Gegenwart des Chefs selbst loben und ihn fast schon mit Leistungsnachweisen bombardieren. Der Grat zwischen klugem Selbstmarketing und eitler Selbstdarstellung ist allerdings schmal.

Wer sich in Szene setzt und dabei allzu aufdringlich rüberkommt, verspielt schnell alle Chancen und setzt auch den Ruf als guter Mitarbeiter aufs Spiel, wenn man als Egoist oder Schleimer abgestempelt wird.

Die wahrscheinlich bessere Vorgehensweise folgt dem Prinzip Steter Tropfen höhlt den Stein – also: Präsentieren Sie sich Ihrem Chef immer wieder im passenden Kontext und mit dem richtigen Timing. Das dauert zwar etwas länger und stellt die eigene Geduld ein wenig auf die Probe, Sie gehen so aber auch kein Risiko ein, den Chef zu nerven und sich selbst aus dem Kreis der Beförderungskandidaten zu schießen. Von der möglicherweise aufkommenden Missgunst der Kollegen mal ganz zu schweigen.

Warum ist es notwendig, eine Beförderung vorzubereiten?

Warum ist es notwendig, eine Beförderung vorzubereitenEine Beförderung kommt, wenn sie eben kommt. So oder so ähnlich sieht manche Einstellung aus, wenn es um den beruflichen Aufstieg geht. Zwar wünscht man sich, den nächsten Karriereschritt zu schaffen, aber gleichzeitig fehlt der Glaube daran, diesen schneller herbeiführen zu können. Nicht selten steht dahinter auch die Angst vor einer möglichen Veränderung. Doch es lohnt sich, diese zu überwinden und mit der richtigen Vorbereitung müssen Sie die Beförderung nicht mehr nur dem Zufall überlassen, sondern können einen wichtigen Teil dazu beitragen und für die Zukunft profitieren.

Drei Gründe, warum Sie Ihre Beförderung vorbereiten sollten:

  • Um die Beförderung zu bekommen. Wie bereits angesprochen, sollten Sie eine Beförderung vorbereiten, um überhaupt in deren Genuss zu kommen. Sie werden sichtbarer, zeigen, dass Sie diesen Schritt wollen und dafür geeignet sind. Schließlich buhlen manche Kollegen ebenfalls um diese Stelle.
  • Sie zeigen Interesse und Eigeninitiative. Selbst wenn Sie bereits für eine Beförderung im Gespräch sind, heben Sie sich durch die Vorbereitung noch weiter von anderen Kandidaten ab. Gerade diese Eigeninitiative ist das, was viele Vorgesetzte sehen wollen.
  • Sie können die Erwartungen klären. Unsicherheiten auf beiden Seiten lassen sich gut überwinden, wenn im Vorfeld die Erwartungen geklärt sind. Was verspricht sich der Arbeitgeber von diesem Schritt? Was erwartet er von Ihnen und was erwarten Sie auf der anderen Seite?

9 Fragen, mit denen Sie eine Beförderung vorbereiten

Der Schlüssel zur Beförderung ist der langsame Beziehungsaufbau zum Chef – ohne jedoch in rektoskopische Nähe zu geraten. Es geht darum, ihm positiv im Gedächtnis zu bleiben, sodass er Ihren Namen mit hoher Kompetenz assoziiert.

Das Ziel dieses Vorhabens ist recht simpel erklärt: Wenn eine Beförderung ansteht, sollte Ihr Chef sofort an Sie denken. Damit das klappt, gibt es neben anhaltend guten Leistungen weitere Möglichkeiten, die Beförderung vorzubereiten. Letztlich entscheiden Ihre Menschenkenntnis und Ihre Intuition darüber, welche Fragen wann angebracht sind.

Mit den folgenden Fragen können Sie – konsequent, aber mit Bedacht eingesetzt – die Beziehung zum Chef vertiefen und dafür sorgen, dass er Sie häufiger und positiver wahrnimmt:

[Bildnachweis: marvent by Shutterstock.com]
29. August 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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