Fehler NACH der Beförderung: Diese 6 bitte vermeiden!

Mit der Beförderung in der Tasche kann nichts mehr schiefgehen? Irrtum! Es gibt einige Fehler nach der Beförderung, die Ihnen den weiteren Karriereweg erschweren oder sogar verbauen können. Leider sind diese Fehler nach der Beförderung gar nicht so selten. Damit Ihr Aufstieg tatsächlich zum Erfolg wird und Sie die Chance nutzen können, erklären wir, welche Fehler nach der Beförderung Sie vermeiden sollten und mit welchen Tipps Ihnen genau das gelingt…

Fehler NACH der Beförderung: Diese 6 bitte vermeiden!

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Nach der Beförderung: Keine Zeit zum Ausruhen

Wer lange auf eine Sache hingearbeitet hat, hat sich nach Erreichen des Ziels eigentlich eine Verschnaufpause verdient. Im Job ist das jedoch keine gute Idee: Gerade nach einer Beförderung sollten Sie sich nicht ausruhen. Sie haben gerade den Aufstieg geschafft, bekommen mehr Verantwortung, neue Aufgaben und ein höheres Gehalt. Doch auch die Erwartungen sind gestiegen.

Ein Fehler nach der Beförderung ist es deshalb: Sich bequem zurückzulehnen und erst einmal die neue Position zu genießen. Stattdessen geht es darum, zu beweisen, dass die Entscheidung, Sie zu befördern, genau richtig war. Eine Beförderung ist immer auch eine Bewährungsprobe.

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6 häufige Fehler nach der Beförderung

Zusätzlich gibt es weitere Fehler, die Sie besser vermeiden sollten, wenn Sie gerade befördert wurden: Wir haben die 6 häufigsten Fehler nach der Beförderung für Sie aufgelistet, damit Sie diese im Job umgehen und den Aufstieg auf der Karriereleiter erfolgreich beginnen können:

1. Sie können nicht loslassen

Statt Ihre Mitarbeiter die Aufgaben erledigen zu lassen, machen Sie (immer noch) dieselbe Arbeit wie zuvor. Dieser Fehler hat zwei Komponenten. Einerseits können Sie offenbar nicht gut delegieren. Vielleicht sind Sie in der neuen Rolle noch nicht angekommen? Auf der anderen Seite zeigt sich hier mangelndes Vertrauen den Mitarbeitern gegenüber, Motto: „Wenn Du willst, dass es gut gemacht wird, musst Du es selbst machen.“

Und falls dann doch Aufgaben abgegeben werden, versuchen Sie immer noch alles zu kontrollieren – ganz gleich aus welchem Grund: Sie geben Ihrem Team nicht die Chance, sich zu beweisen. Darüber hinaus blockieren Sie Ihre eigene, für andere Aufgaben dringend benötigte Energie.

2. Sie werden überheblich

Eng mit dem vorherigen Punkt verknüpft ist dieser Fehler: Sie glauben, die absolute Wahrheit zu kennen. Alles muss so gemacht werden, wie Sie es machen würden, denn Ihr Weg ist der einzig richtige. Das ist ja nur logisch – warum sonst sollten Sie nun im Chefsessel sitzen? Diese Denke ist allerdings gefährlich. Denn abgesehen davon, dass sie den Blick für die eigenen Unzulänglichkeiten verstellt, machen Sie sich so auf Dauer Feinde. Zwar mag es Ihnen egal sein, ob Sie bei Ihren Mitarbeitern beliebt sind, allerdings wirkt sich Ihr Führungsverhalten auf das Betriebsklima aus.

Im schlimmsten Fall führt das zu Kündigungen und damit Wissensverlust oder personellen Engpässen. Gerade wenn Leistungsträger darunter sind, schneiden Sie sich also ins eigene Fleisch.

3. Sie handeln nicht vorausschauend

Klar, auch Führungskräfte können nicht hellsehen. Allerdings wird von Ihnen erwartet, dass Sie bestimmte Ereignisse antizipieren können. Als Vorgesetzter müssen Sie einen Plan B haben, um das Team nicht sehenden Auges in die nächste Katastrophe zusteuern zu lassen, sondern frühzeitig zu reagieren. Treten beispielsweise in einer Projektphase bereits Schwierigkeiten auf, die wahrscheinlich zu Verzögerungen führen, müssen Sie rechtzeitig handeln, um das Schlimmste zu verhindern.

Wichtig ist dafür, dass Sie sich immer mit aktuellen Informationen auf dem Stand der Dinge halten. Das gilt für laufende Projekte Ihres Teams und allgemein im Unternehmen, aber natürlich auch für Entwicklungen in der Branche. Das ermöglicht es Ihnen, entsprechende Entwicklungen absehen oder aus den Informationen anderer gegensteuernde Maßnahmen ableiten zu können.

4. Sie haben keinen klaren Kurs

Sie müssen nicht sofort mit harter Hand das Regiment führen, doch auch das Gegenteil ist schädlich: Wer keinen klaren Kurs hat und eindeutige Signale aussendet, wird es schwer mit seinem Team haben. Sind Sie als Juniorchef noch unsicher, werden gerade ältere, langgediente Mitarbeiter tendenziell ein Problem mit Ihnen haben, da Sie das übliche Senioritätsprinzip aushebeln.

Durch Ihr Verhalten sind dann andere, selbstbewusstere Mitarbeiter versucht, in das Machtvakuum hineinzustoßen. Damit lassen Sie zu, dass Ihre Autorität untergraben wird.

5. Sie sind nicht ehrlich zu sich selbst

Manchmal ist das Wunschdenken stärker ausgeprägt als die Fähigkeit zur Einsicht. Vielleicht haben Sie immer von exakt dieser Stelle geträumt. Oder Sie hängen an dem damit verbundenen Prestige, den Annehmlichkeiten, die sie Ihnen ermöglicht. Sich selbst einzugestehen, dass eine andere Person vielleicht besser für die Stelle geeignet wäre, ist nicht leicht. Das hängt nicht zuletzt mit dem in Deutschland weit verbreiteten Blick aufs Scheitern zusammen.

Statt den Erkenntnisgewinn zu sehen und andere Möglichkeiten wie beispielsweise eine horizontale Karriere in Erwägung zu ziehen, klammern sich viele an liebgewonnene Vorstellungen. Und machen sich und anderen das Leben damit unnötig schwer.

6. Sie unterschätzen die Konkurrenz

Sind Sie von außen auf die neue Stelle befördert worden? Oder sind Sie womöglich direkt aus der Mitte Ihrer ehemaligen Teamkollegen als Führungskraft bestimmt worden? In dem Fall haben Sie mit der Beförderung das ehemalige Hierarchiegefüge durcheinander gebracht. Nicht jeder will Führungskraft werden und Verantwortung übernehmen. Ganz gleich, ob von außen oder aus der Teammitte: Häufig gibt es Mitarbeiter, die ihrerseits auf die Stelle spekuliert hatten und nun den kürzeren gezogen haben. Wenn Sie Pech haben, spinnt Ihr Mitbewerber Intrigen gegen Sie.

Ein Fehler wäre, solche möglichen Konflikte nicht auf dem Radar zu haben. Ist Ihnen Ihr direkter Konkurrent bekannt, sollten Sie klare Kante zeigen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, ihn sich gewogen zu machen, indem Sie seine Expertise anerkennen und ihn beispielsweise als Vertretung einplanen oder ihm besondere (wichtige) Aufgabenbereiche anvertraut.

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So vermeiden Sie Fehler nach der Beförderung

Um in der neuen Position wirklich anzukommen, ist es bereits ein erster wichtiger Schritt, die oben genannten Fehler nach der Beförderung zu unterlassen. Zusätzlich sollten Sie ihren weiteren beruflichen Weg systematisch angehen. Diese Tipps helfen dabei:

  • Planung

    Bereiten Sie die Zeit nach der Beförderung vor. Besonders wichtig: Ziehen Sie einen Vergleich zwischen der alten und der neuen Position. Was ändert sich für Sie? Welche Rahmenbedingungen, welche Personen (denen Sie nun Bericht erstatten müssen) sind neu? Antizipieren Sie, was diese Änderungen bedeuten können, unter Umständen entsteht Konfliktpotenzial (zum Beispiel ehemalige Kollegen, die neidisch sind).

  • Werte

    Entwerfen Sie ein Szenario für bestimmte Situationen. Klären Sie für sich, was Ihnen wichtig ist und was Sie (als Vorbild) vermitteln wollen. Wie werden Sie mit schwierigen Situationen umgehen, welche Erwartungen haben Sie an das Team, welche Aufgabenfelder haben Sie für die jeweiligen Personen vorgesehen, was wollen Sie gemeinsam mit Ihren Leuten erreichen? Nur wenn Sie sich im Vorfeld Gedanken über solche Dinge machen, können Sie Ihre Ziele und Erwartungen klar kommunizieren.

  • Beratung

    Holen Sie sich Beratung. Profitieren Sie von den Erfahrungen anderer, indem Sie sich beispielsweise einen Mentor suchen, idealerweise aus demselben Unternehmen (der kennt die internen Besonderheiten). Das kann ein erfahrener Kollege auf derselben (neuen) Hierarchiestufe sein oder aber in der Hierarchie über Ihnen stehend. Setzen Sie sich mit Ihrem Vorgesetzten und dem Personaler zusammen und beraten gemeinsam, wie Sie Ihre neue Position nach außen kommunizieren.

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[Bildnachweis: miss-inna by Shutterstock.com]

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