Mentorensuche: So gewinnen Sie einen Mentor

Erfolgreich zu werden ist ohnehin eine schwierige Angelegenheit, doch wird es noch komplizierter, wenn Sie es vollkommen alleine schaffen wollen. Sie haben wahrscheinlich schon die verschiedensten Geschichten von diversen Self-Made-Millionären oder Unternehmern geschafft, die sich scheinbar alles alleine aufgebaut und erarbeitet haben. Zwar gibt es einige Erfolgsgeschichten, die ohne die Hilfe anderer auskommen, doch sind dies die Ausnahmen. Auch wenn es trotzdem nicht einfach wird, erhöhen Sie Ihre Chancen durch einen Mentor dennoch spürbar. Dieser kann Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen oder Sie vielleicht auch vor dem ein oder anderen Risiko warnen, dass Sie möglicherweise unterschätzt hätten. Doch die Mentorensuche ist leider nicht so einfach. Daher zeigen wir Ihnen einige Tipps, wie Sie einen Mentor für sich gewinnen…

Mentorensuche: So gewinnen Sie einen Mentor

Mentorensuche: Wer eignet sich als Mentor?

Bevor Sie sich aber mit der Frage beschäftigen können, wie Sie einen Mentor gewinnen, steht zunächst einmal die Aufgabe an, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Durch Ihre Ausbildung, Berufserfahrung, Fortbildungen oder auch auf verschiedenen Networking-Events oder Messen haben Sie vermutlich diverse berufliche Kontakte geknüpft, die Herausforderung besteht nun aber darin herauszufinden, wer sich tatsächlich als Ihr Mentor eignet.

Grundsätzlich gilt: Sie können von jedem Menschen etwas lernen. Beispielsweise von einem Kollegen, der in stressigen Phasen die Ruhe bewahrt und sich auf das Wesentliche konzentriert, während es Ihnen schwer fällt, unter Druck einen klaren Kopf zu bewahren. Wenn Sie aber auf der Suche nach einem wirklichen Mentor sind, gibt es einige Personen, die für diese Position besonders gut geeignet sind.

Bei Ihrer Mentorensuche sollten Sie deshalb auf diese Menschen einen genaueren Blick werfen:

  • Ihr Vorgesetzter. Den eigenen Chef gleichzeitig auch als Mentor zu nutzen, ist nicht ganz leicht, gerade in größeren Unternehmen. Doch können Sie sicherlich eine ganze Menge von ihm lernen, denn schließlich hat er bereits die Position, die Sie sich vielleicht noch erarbeiten wollen.
  • Ihr Vorbild. Gibt es einen Menschen, zu dem Sie aufsehen oder den Sie für das, was er erreicht hat, bewundern? Dabei kann es sich um beruflichen Erfolg, aber beispielsweise auch um Willensstärke oder Motivation handeln.
  • Ein erfolgreicher Freund. Einer Ihren Freunde hat sich erfolgreich selbstständig gemacht oder sich in seiner Firma bis in die Führungsetage hochgearbeitet? Dann hat er möglicherweise wertvolle Ratschläge für Sie, die Ihnen auf Ihrem eigenen Weg behilflich sein können.
  • Ein Brancheninsider. Auch von großen Branchenkenntnissen können Sie lernen und profitieren. Dieses finden Sie beispielsweise bei einem Brancheninsider, der selbst viele wichtige Kontakte hat und seit Jahren im Geschäft ist.

Mentorensuche: So gewinnen Sie Ihren Wunschmentor

Nun haben Sie einen möglichen Mentor ins Auge gefasst, von dem Sie sich viele nützliche Hinweise, Hilfestellung bei schwierigen Fragen und auch wichtige Kontakte erhoffen. Doch wie bringen Sie diese Person dazu, Ihr Mentor zu werden? Die Antwort: Es kommt darauf an. Diese Antwort soll Sie nicht frustrieren oder verunsichern, denn in der Tag hängt die Vorgehensweise bei der Mentorensuche davon ab, welchen Mentor Sie für sich gewinnen wollen.

Entscheidend ist auch immer die Art von Mentoring, für die Sie sich interessieren. Klassisches Mentorenprogramme funktionieren über den regelmäßigen persönlichen Kontakt und Austausch, doch gerade erfolgreiche Personen haben oft wenig Zeit. Trotzdem können Sie diese als Mentor für sich gewinnen, wenn Sie die richtige Strategie verfolgen, denn es muss nicht immer ein wöchentliches Treffen stattfinden, um von Ihrem Mentor zu profitieren.

  1. Der direkte Ansatz

    Der vermutlich meist genutzte Weg, um einen Mentor zu gewinnen, ist das direkte Vorgehen. Sprechen Sie Ihren Wunschmentor offen an, fragen Sie ihn nach seiner Meinung zu bestimmten Themen oder erbitten Sie ein Feedback zu Ihrer aktuellen Situation. Bei Personen aus ihrem direkten Umfeld ist dies leicht, bei beispielsweise bekannten Rednern können Vorträge und anschließende Fragerunden ein guter Einstieg sein. Der wichtigste Punkt: Solange Sie einige Minuten Zeit bekommen, um mit der Person zu sprechen, können Sie bereits wichtige Schlüsse daraus ziehen.

  2. Der indirekte Ansatz

    Sollten Sie keine Möglichkeit haben, einen direkten und persönlichen Kontakt herzustellen, bietet das Internet heute viele Chancen, auch mit erfolgreichen Menschen aus anderen Ländern in Kontakt zu kommen. Dieses Vorgehen ist zwar ein wenig schwieriger, aber auf keinen Fall unmöglich. Folgen Sie Ihrem Wunschmentor auf seinen sozialen Netzwerken und bauen dort immer wieder den Kontakt auf, indem Sie Antworten schreiben oder selbst Fragen zum Thema stellen. Öfter als Sie denken werden Sie eine Antwort erhalten und schon können spannende Gespräche entstehen, aus denen Sie neue Erfahrungen mitnehmen können.

  3. Der unsichtbare Mentor

    Diese Idee mag Ihnen zunächst ein wenig verrückt erscheinen, doch Sie kann tatsächlich funktionieren und helfen. Manchmal können Sie einen Mentor gewinnen, ohne jemals wirklich mit der Person gesprochen zu haben. Wie das funktioniert? Indem Sie möglichst viel über die Person und deren Denkweise wissen. Lesen Sie beispielsweise Bücher oder Artikel, die Ihr Wunschmentor verfasst hat. Stehen Sie dann vor einem Problem, fragen Sie sich: Was würde mein Mentor sagen? Wie bereits erwähnt ist dies anfangs ein wenig merkwürdig, doch es hilft Ihnen dabei, den Blickwinkel zu wechseln und zu einer besseren Entscheidung zu kommen.

[Bildnachweis: tsyhun by Shutterstock.com]
21. August 2015 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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