Stress, Langeweile, miesmutige Kollegen und ein ätzender Chef – all das kann einem den Spaß an der Arbeit gewaltig rauben. Mehr noch: Es senkt die Kreativtität und Produktivität und kann sogar krank machen. Bevor Sie sich noch länger grämen, hier ein paar Tipps wie Sie Ihre Laune umgehend verbessern können:
- Seien Sie gutgelaunt! Das klingt nur tautologisch. Sie können alle nachfolgenden Punkte erfüllen und trotzdem griesgrämig bleiben. Gute Laune ist letztlich auch Entscheidungssache. Wenn Sie die Miesepeter in Ihrem Umfeld ignorieren und stattdessen beschließen Ihren Job gerne zu machen, werden Sie bessere Laune bekommen. Probieren Sie es aus!
- Seien Sie dankbar! Wer nur auf andere schielt, sich vergleicht und versucht, ihrem Erfolg oder Besitz nachzuhecheln, wird nicht glücklicher. Seien Sie lieber dankbar für das, was Sie erreicht haben.
- Memorieren Sie schöne Augenblicke! Ein Missgeschick kann einen ganzen Tag überschatten. Leider erinnern die meisten hauptsächlich Negatives und peinliche Momente und verdrängen so die schönen Zeiten. Besser Sie genießen die Gegenwart und verplempern diese nicht mit Vergangenheitsgrübelei.
- Bewegen Sie sich! Wer seinen Körper bewegt, setzt Endorphine frei. Und die machen glücklich.
- Suchen Sie sich Freunde! Die Motivation im Job steigt automatisch, wenn wir uns mit Menschen umgeben, die auf derselben Wellenlänge liegen und ebenfalls von ihrer Arbeit begeistert sind. Wer dagegen nur den Pessimisten und Trübsalbläsern Gehör schenkt, wird bald so wie sie.
- Essen Sie besser! Ernährungsstudien zeigen: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, bekommt bessere Laune. Gutes Essen senkt den Stress, belastet den Kreislauf (und die Figur) weniger und kann sogar Giftstoffe neutralisieren.
- Stellen Sie Ihr Büro um! Ja tatsächlich, schon kleine Veränderungen in unserem Umfeld (Schreibtisch aufräumen, Aufgaben sortieren, organisieren) oder unseren Gewohnheiten aktivieren unsere Kreativkräfte – und verbessern unsere Stimmung. Nicht zuletzt, weil Sie hinterher zufrieden feststellen, etwas produktives geleistet zu haben.
- Mehr Licht! Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit wandert die Laune gerne in den Keller. Schuld ist unter anderem der Mangel an Vitamin D. Der menschliche Körper kann dieses Provitamin selbst aus Cholesterin herstellen. Voraussetzung ist aber eine ausreichende Bestrahlung der Haut mit UV-Licht. Im Winter bekommen wir meist zu wenig davon. Was hilft: Ein regelmäßiger Mittagsspaziergang im Freien, eine Tageslichtlampe im Büro oder der Besuch einer Sonnenbank.
- Schlafen Sie regelmäßig! Der Managementprofessor Timothy Judge von der Universität Florida konnte zum Beispiel nachweisen, wie Schlafmangel Arbeitnehmer dazu brachte, ihren Beruf regelrecht zu hassen. Das Forscherduo Johnson/Spinweber wiederum fand bei einer Analyse von Navy-Angehörigen heraus, dass 84 Prozent der „Gutschläfer“ innerhalb von sechs Jahren mindestens einmal befördert wurden, die „Schlechtschläfer“ dagegen nur in 67,9 Prozent der Fälle.
- Lächeln Sie! Unserem Gehirn ist es egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln (Für ein Lächeln benötigen wir übrigens weit weniger Muskeln als für eine missmutige Miene) signalisieren den grauen Zellen so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin diese Glückshormone freisetzen. Diese wirken wiederum entzündungshemmend, schmerzstillend sowie Angst lösend und verbessern die Wahrnehmung.
- Nehmen Sie sich Zeit! Das ist nicht immer leicht, aber wirkungsvoll: Wer sich regelmäßig eine Auszeit nimmt, die nur ihm gehört, wird belastbarer – und zufriedener.
- Lesen Sie Stoff, der inspiriert!Man muss nicht jeden guten Gedanken selbst entwickeln. Es reicht, sich täglich positive Ideen durch den Kopf gehen zu lassen. Die beste Methode dafür: lesen.
- Unternehmen Sie etwas! Diese Einsicht ist nicht bequem. Und sie klingt auch ein wenig abgedroschen. Trotzdem beherzigen sie erstaunlich wenige. Dabei ist sie essenziell für den Erfolg: Glück ist keine Glückssache. Es ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenen Handeln.



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Alexandra Graßler
Was ich noch ergänzen würde: “Lernen Sie Gelassenheit”
Mir kommt es oft so vor, als ob die Fähigkeit zur Dramakonstruktion immer mehr zunimmt. Da nehme ich mich selbst beileibe nicht aus. Und hier zu lernen, dass alles kommt und geht, die schlimmste wie auch die schönste Situation vorübergehen wird und das Leben nunmal in Wellen verläuft ist für mich persönlich ein wichtiger Faktor um die gute Laune zu bewahren.
Alexandra Graßler
Timo Zimmermann
Punkt Nummer 3 ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Als kleine Hilfe empfehle ich “Liebe, Glück und Erfolg”[1] von Nikolaus B. Enkelmann und Claudia E. Enkelmann.
Für jeden Tag im Jahr gibt es 3 Fragen die es zu beantworten gilt – 3 Dinge worüber man sich gefreut hat, 3 Dinge die gut gelungen sind und eine Frage die variiert.
Sehr nützlich jeden Abend noch einmal zu sehen wie gut der Tag war – auch wenn nicht alles funktioniert hat,…
Timo Zimmermann
[1] Link zu dem Buch
Markus Väth
Ohne Frage sind dies äußerst wertvolle Tips. Aus der Sicht eines Coaches würde mich die “Ja, aber” – Reaktion interessieren, z.B.
“Schlafen Sie regelmäßig!” – “Ja, aber ich habe doch einen so vollen Terminkalender!”
“Ja, aber” – Aussagen sind in der Regel sehr gute Ausgangspunkte für eine Bestandsaufnahme der eigenen Abwehrmechanismen. Was bringt mich dazu, abzuwehren? Wer sind meine “inneren Antreiber? Etc. Was hindert mich daran, diese Tips zu befolgen, wenn ich es doch “besser weiß”?
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Olaf
Also meiner Meinung nach sind das alles nette Tipps aber es wird doch eher darauf hinauslaufen dass eben die meisten davon gar nicht erfüllbar sind.
Was hilft es mir zu wissen dass ich gutgelaunt sein soll oder lächeln soll wenn der Job aber Mist ist und Stress macht.
Besser essen, bewegen, gut schlafen – ist ja nicht etwas Neues.
Bernd
Also irgendwie weiß man das ja alles – dennoch ist es sehr schön das Ganze übersichtlich aufgelistet zu haben und selbst mal wieder etwas darüber nachzudenken was man so alles vernachläßigt.
Alexander Reyss
Der Mensch sollte in seiner Individualität betrachtet werden. Immer wieder lese ich von guten Tipps, nur diese sind für viele Menschen nicht wirklich umsetzbar?
Warum?
Weil jeden Menschen etwas anderes motiviert und innerlich antreibt. Welche Lebensmotive treiben mich persönlich an, welche Tipps passen zu mir, so dass ich wirklich dauerhaft etwas verändern kann, was ich schon immer wollte? Die neuesten Erkenntnisse aus der Potenzialdiagnostik und Motivationsforschung geben zum Teil völlig neue Antworten aus sicht der individuellen Motivation und Motivationspsychologie.
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Manuela
Die Tipps sind vollkommen richtig. Doch jeder motiviert sich anders. Der eine kann sich intrinsisch motivieren, andere benötigen extrinsische Motivation.
Mir hilft es indem ich mit Bildern arbeite, da ich mein Ziel immer wieder visualisieren muss. Das was ich als nächstes erreichen möchte fasse ich in kurze Worte und in ein Bild. Dieses hänge ich an einen Ort wo ich es immer sehen kann.
Sobald ich einen toten Punkt habe, sehe ich das Bild an und besinne mich wieder auf mein eigentliches Ziel. Dabei ist es sehr wichtig, in kleinen Schritten zu arbeiten.
Sonst überfordert man sich.
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