Startup Jobs: Was Bewerber wissen sollten
Dass Startups einen enormen Erfolg erleben können, ist nicht zuletzt durch Beispiele wie Facebook oder Twitter bekannt. Doch wie immer steht vor dem Erfolg eine Menge Arbeit. Jedes Unternehmen fängt einmal klein an und braucht Mitarbeiter für die täglich anfallenden Aufgaben. Bewerber sollten jedoch nicht der falschen Auffassung glauben schenken, dass eine Bewerbung für ein Startup mit der für ein etabliertes Unternehmen gleichzusetzen wäre. Was Startup Bewerber wissen sollten sowie Vor- und Nachteile der Arbeit in einem neuen Unternehmen...

Startup Jobs: Eine echte Alternative

Typischerweise zieht es viele Studenten nach ihrem Abschluss in große, etablierte Unternehmen. Diese locken mit interessanten Einstiegsprogrammen für Absolventen, einem hohen Gehalt und dem Gefühl der Sicherheit, das ein Arbeitsplatz bei einem bekannten Unternehmen mitbringt.

Doch auch Startups werden für viele Absolventen zu immer interessanteren Arbeitgebern. Die Arbeit in einem schnell wachsenden Unternehmen, abwechslungsreiche Aufgaben und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen. Gerade in der Internetbranche boomen Startup Unternehmen bereits seit Jahren.

Die Berufseinstiege in ein Startup oder in einen großen Konzern sind jedoch in einigen Punkten durchaus verschieden, daher sollten potenzielle Bewerber sich vorher über den Einstieg in ein Startup informieren.

Startup - nur etwas für Computerspezialisten?

Es stimmt zwar, dass es gerade in der Internetbranche viele Startups gibt, doch das bedeutet nicht gleichzeitig, dass Sie ein abgeschlossenes Informatikstudium benötigen.

Ganz im Gegenteil: Viele Startups benötigen beispielsweise Mitarbeiter für Vertrieb, Marketing oder Projektmanagement.

Was Sie als Bewerber wissen sollten

Syda Productions/shutterstock.comDie Unterschiede zwischen großen, bereits etablierten Unternehmen und einem Startup zeigen sich nicht nur in der Anzahl der Mitarbeiter. Unternehmenskultur, Abläufe, Organisation - gerade Bewerber sollten sich mit den Unterschieden potenzieller Arbeitgeber beschäftigen. Denn wer nicht vorbereitet ist, kann während der Bewerbungsphase aber auch nach der Einstellung einige Überraschungen erleben. Wir zeigen, was Sie wissen sollten, wenn Sie sich für ein Startup bewerben.

  1. Ihre Persönlichkeit steht im Vordergrund. Bei Startups arbeitet in der Regel ein kleines Team sehr eng zusammen. Damit das gelingen kann, muss die Chemie zwischen den Mitarbeitern stimmen. Natürlich spielen auch für Startups die Qualifikationen ihrer Bewerber eine Rolle, doch auf deren Persönlichkeit wird besonders großer Wert gelegt. Auf diese Weise versuchen Startup-Gründer ein kompetentes und harmonisches Team aufzubauen, das gemeinsam die Unternehmensziele verfolgt.
  2. Der Bewerbungsprozess ist kurz. Wer sich bei einem Konzern bewirbt, wartet in der Regel mehrere Wochen, bevor er überhaupt eine Antwort erhält und erfährt, ob er zu einem Gespräch eingeladen wird oder nicht. Startups hingegen benötigen ihre Mitarbeiter oft kurzfristig. Deswegen gelingt die Kommunikation meistens wesentlich schneller und auch nach einem Vorstellungsgespräch erfahren Sie in der Regel relativ zeitnah, ob Sie die Stelle bekommen haben oder nicht.
  3. Ihr Aufgabengebiet ist breit gefächert. Natürlich sind auch Startups in verschiedene Abteilungen gegliedert, doch diese Trennung ist weniger strikt wie in anderen Unternehmen. Stattdessen ist in neuen Unternehmen eine Macher-Mentalität gefragt. Gibt es also etwas zu erledigen, auch wenn es nicht in Ihr direktes Aufgabengebiet fällt, sollten Sie dennoch mithelfen. Die Einstellung "Das ist nicht mein Problem" führt bei Startups garantiert ins Aus.
  4. Ihre Selbständigkeit wird vorausgesetzt. Erwarten Sie nicht, dass Sie in Ihrer neuen Stelle an die Hand genommen und langsam eingearbeitet werden. Bei vielen Startups kann es Ihnen passieren, dass Sie mehr oder weniger den Sprung ins kalte Wasser wagen müssen. Wer lieber an festen Strukturen festhält, wird in einem Startup wahrscheinlich nicht den Arbeitgeber finden, den er sich wünscht.
  5. Die Arbeit wird hart. Das ist natürlich in vielen Branchen und auch anderen Unternehmen so. Doch Startups vermitteln oft ein Bild von vielen Freunden, die gemeinsam Arbeiten und gemütlich den Feierabend mit einem Bier beginnen. In der Realität bedeutet die Arbeit in einem Startup jedoch auch Stress, Überstunden oder auch mal eine Nachtschicht, wenn ein dringendes Projekt abgeschlossen werden muss.

Arbeiten im Startup: Vor- und Nachteile

Ollyy/shutterstock.comOb Sie sich am Ende für eine Karriere im Großkonzern oder für den Einstieg in ein Startup Unternehmen entscheiden, ist Ihre persönliche Entscheidung. Bei dieser Frage gibt es kein einfaches "besser" oder "schlechter". Vielmehr müssen Sie Ihre Vorstellungen mit den Möglichkeiten abgleichen, die unterschiedliche Arbeitgeber Ihnen bieten können. Um Ihnen weitere Informationen für diese Entscheidung mitzugeben, stellen wir die Vor- und Nachteile der Arbeit in einem Startup Unternehmen gegenüber.

Vorteile
  • Selbständigkeit. Mitarbeiter in Startups haben oft größere Möglichkeiten, Ihre Arbeit aktiv mitzugestalten. Sie können gemeinsam im Team das Unternehmen prägen und dessen Zukunftsvisionen formen..
  • Aufstiegsmöglichkeiten. Die Hierachien sind nach der Gründung eines neuen Unternehmens in der Regel noch sehr flach. So können Sie sich durch gute Leistungen und viel Engagement einen wichtigen Posten im Unternehmen erarbeiten.
  • Kreativität. Startups verfügen über weniger festgesetzte Regeln und Abläufe. Sehen Sie Verbesserungspotenzial oder haben eine Idee, haben Sie gute Chancen, dass diese auch tatsächlich umgesetzt wird.
  • Erfahrungen. Sie sind von Anfang an dabei, wie ein Unternehmen aufgebaut wird, wächst und sich weiterentwickelt. Diese wertvolle Erfahrung können Sie später beispielsweise in einem eigenen Unternehmen nutzen oder als Pluspunkte bei anderen Bewerbungen vorbringen.
Nachteile
  • Risiko. Startups gibt es viele, doch leider gibt es auch einige Unternehmen, die die ersten Jahre nach der Gründung nicht überleben. Als Mitarbeiter gehen Sie also immer ein gewisses Risiko ein, dass die Idee scheitert und Sie sich nach einem anderen Job umsehen müssen.
  • Jobwechsel. Einige Unternehmen bevorzugen Bewerber, die bereits Erfahrungen in anderen großen Unternehmen gesammelt haben. Hier kommt es natürlich auch darauf an, in welchem Startup Sie gearbeitet haben und wie erfolgreich dieses war.
  • Überstunden. Die Konkurrenz ist groß, daher muss ein Startup hart arbeiten, um sich durchzusetzen. Für die Mitarbeiter bedeutet dies oft lange Arbeitstage, Überstunden oder auch Erreichbarkeit an Wochenenden.
  • Bezahlung. In der Regel können Startups ihren Mitarbeitern nur einen deutlich geringeres Gehalt als beispielsweise ein Konzern zahlen. Ob die größere Flexibilität im Job die geringere Bezahlung ausgleicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.
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