Warum es wichtig ist, seinen Chef zu respektieren
Mit welchem Chef wir zusammenarbeiten, hat weitreichende Konsequenzen. Es kann die Motivation steigern oder in Luft auflösen, die Arbeitsatmosphäre kann eine kreative Oase sein oder jeder Gedanke durch die Vorgaben erstickt werden und der Chef kann ein Vorbild sein, zu dem man aufblickt und sich inspirieren lässt - oder man fragt sich, wie so jemand es nur in eine Führungsposition schaffen konnte. Der zweite Fall kann dabei schwierig werden, denn es ist wichtig, seinen Chef zu respektieren...

Wie erarbeitet sich der Chef Respekt?

Vorgesetzten sollte man mit Respekt begegnen. Schließlich stehen diese in der Hierarchie über einem selbst. Doch fällt es vielen schwer, jemandem nur aufgrund seiner Position Respekt entgegenzubringen. Wie heißt es so schön: Respekt muss man sich erarbeiten. Das gilt für Chefs ebenso wie für Kollegen, Kunden oder Lieferanten.

Wenn der Respekt nicht von allein kommt, bleibt die Frage, was Vorgesetzte tun können, um sich diesen von ihren Mitarbeitern zu verdienen.

  • Fachwissen. Als Chef sollte man nicht nur den Überblick behalten, sondern auch mit seinem Fachwissen brillieren können. Entsteht der Eindruck, der Chef wüsste nicht, was in seinem eigenen Team gerade gemacht wird, geht das schnell auf Kosten des Respekts.
  • Führungsqualitäten. Ein Team von Mitarbeitern führen zu können ist keine Selbstverständlichkeit. Fehlen grundlegende Führungsqualitäten, merken das auch die Angestellten und verlieren das Ansehen vor dem Chef.
  • Verantwortung. Vorgesetzte tragen am Ende immer mit die Verantwortung - egal ob für gute Leistungen oder für Fehler. Zu dieser sollte man als Führungskraft auch unbedingt stehen, wenn man sich Respekt verdienen will. Wer immer nur da ist, wenn es Erfolge zu feiern gibt und die anderen mit Fehlern und Rückschlägen alleine lässt, macht sich nicht nur unglaubwürdig, hat auch einen schlechten Ruf.

Gute Gründe den Chef zu respektieren

Pressmaster/shutterstock.comNicht nur Vorgesetzte sollten sich bemühen, den Respekt der Mitarbeiter zu erhalten. Auch anders herum ist es ein wichtiger Zusammenhang, der beispielsweise bereits bei der Wahl eines potenziellen Arbeitgebers berücksichtigt werden sollte. Arbeiten Sie etwa einen Tag zur Probe und stellen fest, dass Sie den Chef für einen inkompetenten Wichtigtuer halten, sollten Sie genau überlegen, ob es langfristig sinnvoll ist, mit ihm zusammenzuarbeiten, auch wenn die anderen Faktoren des Jobs Ihnen zusagen. Fehlender Respekt für den Chef kann verschiedenen Problemen führen. Diese drei guten Gründen zeigen, warum es wichtig ist, seinen Chef zu respektieren.

  1. Sie können es ihm gleichtun

    Der Chef hat oft bereits das geschafft, was man selbst noch erreichen möchte. Er arbeitet in einer Führungsposition, trägt größere Verantwortung, kann freier entscheiden und die Geschicke des Unternehmens mitbestimmen. Kommt der nötige Respekt hinzu, kann daraus eine wahre Vorbildfunktion resultieren.

    Respektiert man seinen Chef hingegen nicht, kann es der eigenen Karriere im Weg stehen. Der Gedanke "So möchte ich auf keinen Fall werden" hält Sie davon ab, selbst nach mehr Verantwortung zu streben.

  2. Er kann Sie motivieren

    Ein Großteil der Motivation kommt von innen, doch Menschen, die wir respektieren, können ebenfalls einen wichtigen Teil dazu beitragen. Wir schätzen sie für ihren Input und wollen unser Bestes geben, um unsere Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

    Auf der anderen Seite fehlt jeglicher Antrieb für gute Leistungen, wenn der Chef kein Ansehen genießt. Warum sollte man sich für jemanden ins Zeug legen, den man für unfähig, fehl am Platz oder gänzlich unsympathisch hält?

  3. Es entsteht ein wirkliches Team

    Wirkliche Zusammenarbeit ohne Respekt ist schwer zu realisieren. Man traut dem anderen nichts zu, unterstützt sich nicht gegenseitig und arbeitet mehr oder weniger einfach nur nebeneinander her.

    Ein respektierter Chef kann die Mitarbeiter zusammenbringen und zu einem funktionierenden Team formen. So werden nicht nur Leistungen, sondern auch die Arbeitsatmosphäre verbessert und die gesamte Zufriedenheit mit dem Job gesteigert.

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