Jeder, der sich schon einmal durch eine längere Jobsuche kämpfen musste, kann sich noch gut daran erinnern, wie anstrengend, nervenaufreibend und frustrierend diese Zeit war. Mit jeder Absage fällt es schwerer, die Motivation aufrecht zu erhalten. Hinzu kommt, dass man es nicht gewohnt ist, den ganzen Tag zur freien Verfügung zu haben. Auf den ersten Blick mag das vielleicht nach einem Vorteil klingen, schließlich kann man sich die eigene Zeit völlig frei einteilen, doch spätestens nach einigen Wochen fehlt der geregelte Ablauf, schlechte Gewohnheiten schleichen sich immer weiter ein und man macht alles mögliche, nur nicht wirklich nach einem Job suchen. Wir zeigen, warum Routinen bei der Jobsuche wichtig sind und wie es Ihnen gelingt, eine solche für Ihre Jobsuche zu schaffen, um schneller eine neue Stelle zu finden...

Routine Jobsuche Selbstmanagement Ablauf

Gute Gründe für Routinen bei der Jobsuche

Warum brauche ich eine Routine bei der Jobsuche, wenn ich den ganzen Tag zur Verfügung habe? Die ist die erste und häufigste Frage bei diesem Thema. Die kurze Antwort darauf lautet: Weil es Ihnen helfen kann, schneller einen Job zu finden und weniger Stress und Frust in der Bewerbungsphase zu haben.

Die lange Antwort lautet: Viele Bewerber haben verschiedene Probleme während der Jobsuche. Die einen tun sich schwer damit, passende Stellen zu finden. Andere schieben es immer wieder auf, weil ihnen die Disziplin fehlt und wieder andere verbringen viel Zeit mit dem Schreiben einer Bewerbung, folgt dann jedoch eine Absage, haben Sie eine Menge Zeit verbraucht, ohne sich um den weiteren Ablauf der Jobsuche gekümmert zu haben.

Je länger die Jobsuche dauert, desto größer werden oft die damit verbundenen Schwierigkeiten. Viele tun sich außerdem schwer damit, sich so viel freie Zeit tatsächlich effektiv einzuteilen. Man redet sich immer wieder ein, dass man noch den ganzen Tag Zeit hat, etwas für seine Jobsuche zu tun und plötzlich sind wieder einige Tage vergangen, ohne dass eine Bewerbung geschrieben oder eine Stellenanzeige gelesen wurde.

Routinen bei der Jobsuche können helfen, diese Probleme in den Griff zu bekommen, denn sie...

  • steigern die Motivation. Es ist nicht immer leicht, während der Jobsuche motiviert zu bleiben, besonders wenn keine passenden Stellen gefunden werden oder Absage nach Absage im Briefkasten landet. Mit der passenden Routine kann man sich selbst motivieren weiterzumachen, da man weiß, auf welche Ziele man hinarbeitet und sich dafür ins Zeug legt.
  • helfen bei der Organisation. Oft wird es vernachlässigt, doch die Organisation der Jobsuche kann eine große Rolle für den Erfolg spielen. Ist der Überblick über die eigenen Bewerbungen erst einmal verloren, ist es oft schwer, wieder Ordnung zu schaffen. Dank einer passenden Routine wissen Sie immer genau, an welchem Punkt Sie gerade stehen und was Ihre nächsten Schritte sind.
  • schaffen einen geregelten Ablauf. Keinen Job zu haben - ob aufgrund einer Kündigung oder weil man nach der Ausbildung oder dem Studium keine Stelle findet - ist oft schwierig, denn der geregelte Tagesablauf fehlt. Durch eine Routine können Sie genau diesen Ablauf wieder einführen, haben Zeiten, nach denen Sie sich richten können und wirken dem Gefühl, nichts zu tun, entgegen, wodurch das Selbstwertgefühl gesteigert wird.

So schaffen Sie sich eine Routine für die Jobsuche

Eine Routine für die Jobsuche entwickeln ist also sinnvoll, doch wie genau kann eine solche aussehen? Zunächst einmal sei gesagt, dass es nicht schwer ist, entsprechende Abläufe in die Jobsuche einzubauen. Es mag für viele anfangs eine Umstellung sein, doch oft macht es sich bereits nach kurzer Zeit bezahlt. Diese drei einfachen Tipps helfen Ihnen dabei, eine Routine in Ihre Jobsuche zu bringen:

  1. Machen Sie sich einen zeitlichen Plan

    Zwar gibt es keine Arbeitszeiten, die Ihnen Arbeitsbeginn und -ende vorschreiben, doch können Sie sich auch selbst einen solchen Plan für die Jobsuche erstellen. Setzen Sie sich feste Zeiten, die nur für Ihre Jobsuche reserviert sind - und an die Sie sich natürlich auch halten müssen. So verdeutlichen Sie nicht nur die Wichtigkeit Ihrer Jobsuche, sondern stellen auch sicher, dass Sie sich auf bereits geschriebenen Bewerbungen ausruhen.

    Diese Routine können Sie über die gesamte Woche verteilen und den einzelnen Tagen unterschiedliche Aufgaben zuweisen. Sie können beispielsweise einen Tag für die Recherche nutzen, Stellenangebote suchen und bei Fragen mit den Personalabteilungen telefonieren. Einen anderen Tag nutzen Sie dann, um aktiv Bewerbungen zu schreiben und zu verschicken.

  2. Setzen Sie konkrete Ziele

    Natürlich ist Ihr Ziel, einen Job zu finden, der Ihren Anforderungen erfüllt und zu Ihnen passt, doch auch für Ihre Routine sollten Sie sich einige Ziele setzen, um Ihre Motivation zu steigern und sich selbst zu zeigen, dass Sie wirklich etwas geschafft haben.

    Legen Sie beispielsweise fest, dass Sie 3 neue Stellenangebote finden wollen, auf die Sie sich bewerben können oder innerhalb von einem Monat eine festgesetzte Anzahl an Bewerbungen verschicken wollen.

  3. Behalten Sie Ihren Fortschritt im Auge

    Je mehr Bewerbungen Sie verschicken, desto schwieriger wird es, alles im Auge zu behalten. Führen Sie neben der Routine zum Finden von Stellen und Schreiben von Bewerbungen also auch Zeit ein, die Sie nutzen, um den Überblick zu behalten. Heften Sie Unterlagen ab, halten Sie fest, welche Bewerbungen Sie verschickt haben, speichern Sie auch die zugehörigen Stellenanzeigen, um bei einer Einladung noch einmal darauf schauen zu können.

    Genauso wichtig ist natürlich auch die Auswertung von Antworten und Rückmeldungen der Personaler. Haben sich Chancen auf ein Vorstellungsgespräch ergeben oder können Sie nach einer Absage noch einmal nachfragen, woran es gelegen hat, um es beim nächsten Mal besser zu machen?

[Bildnachweis: KieferPix by Shutterstock.com]

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