Wikipedia erscheint vielen im heutigen WWW als alter Hut. Dabei gehört die Plattform zu den Mitbegründern des sogenannten Web 2.0, des Mitmachwebs. Vielleicht erinnern Sie sich noch: Im Jahr 2002 war es einzigartig, dass die Besucher einer Seite diese ändern und Texte hinzufügen konnten.
Sicherlich mag das Konzept von Wikipedia heute ein wenig alt aussehen (und das nach gerade mal acht Jahren!). Und doch ist die Plattform heute so erfolgreich wie nie: 15 Millionen Artikel in 260 Sprachen sprechen Bände (wenn es sie denn gedruckt gäbe). Und der Clou dabei ist: Wikipedia beschäftigt dafür keine Heerscharen an Mitarbeitern, die wie fleißige Arbeitsbienen Artikel um Artikel schreiben. Die Nutzer sind so begeistert von der Wikipedia-Idee, dass sie freiwillig recherchieren und bis in die Nacht hinein noch Einträge erstellen. Wäre es nicht schön, wenn auch Sie so viel Engagement bei Ihren Mitarbeitern und Kollegen im Betrieb entfachen könnten? Das haben wir uns auch gefragt und ein paar Punkte gefunden, die Sie von Wikipedia im Bezug auf Mitarbeitermotivation lernen können. Diese:
Von Wikipedia lernen Sie, dass…
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… Freiräume zur Kontrolle genutzt werden. In Wikipedia gibt es eine breite Basis an Autoren, die nur von einer Verhältnismäßig geringen Anzahl an Moderatoren kontrolliert werden. Der Grund: Die Mitglieder schauen sich gegenseitig auf die Finger. Wenn Sie bei der Mitarbeiterführung Ihren Angestellten viele Freiräume einräumen, kann das enorm motivierend wirken – und zugleich Kontrollzwänge (und damit Kosten) verringern. |
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… Mitarbeiter ihren Chef selbst wählen. Ein interessantes Konzept bei Wikipedia ist, dass Moderatoren (Personen mit Machtbefugnissen) nicht ernannt, sondern von der Gemeinschaft gewählt werden. Das ist sehr demokratisch. Ganz soweit werden Sie in Ihrem geschäftlichen Alltag nicht immer gehen können. Was Sie aber tun können, ist, eine 360° Grad Beurteilung von Mitarbeitern einzuführen. Dabei fließt die Bewertung von Vorgesetzten, von Kollegen und von Unterstellten in die Beurteilung mit ein. Das minimiert zumindest etwas Vetternwirtschaft und gibt ein klareres Bild auf die wirklich guten Chefs. |
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… Visionen ein Antreiber sind. Wikipedia begeistert seine Mitglieder durch die Idee, das gesamte Wissen der Welt lexikalisch verfügbar zu machen. Ein gewaltiges Ziel, was die Menschen nicht davor zurückschrecken lässt, sich in Wikipedia zu beteiligen. Besonders Spaß macht es den Nutzern, dass sie Wissen weitergeben und sich als Experte profilieren können. Auf Sie und Ihr Unternehmen bezogen bedeutet das, dass Sie Ihren Mitarbeitern eine klare Richtung vorgeben müssen, ein Ziel, das begeistert und das alle überzeugt. Zugleich müssen Sie erkennen, wo die Stärken Ihrer Mitarbeiter liegen und ihnen die Aufgaben zuteilen, die sie mit ihren Fähigkeiten bestens erledigen können. Auch das steigert zusätzlich den Spaß am Job. Und Spaß an der Arbeit macht Lust auf noch größere Ziele. |
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… wiederholtes Fehlverhalten Konsequenzen haben muss. Neben allen Freiräumen besitzt Wikipedia auch ein Sanktionierungssystem. So wird das Konto eines Autors gesperrt, wenn er mehrfach andere Mitglieder verunglimpft oder Vandalismus betreibt. Die Botschaft ist hierbei klar: dezentrale Strukturen brauchen Regeln, andernfalls herrscht Anarchie. Für die Mitarbeiterführung heißt das: Übertragen Sie Ihren Mitarbeitern mehr Verantwortung, machen Sie aber auch klar, dass damit auch jeder die Konsequenzen seines Handelns tragen muss. Insbesondere bei wiederholten Fehlern. Leider hapert es häufig genau daran. Viel zu oft wird über Fehlverhalten hinweggesehen. Das aber demotiviert auch die übrigen Mitarbeiter. Denn die Botschaft, die ankommt, lautet: Was du hier tust, ob gut oder schlecht, ist sowieso egal. Klar, dass solche Mitarbeiter irgendwann nur noch einen Job für Geld machen und nicht, weil sie was erreichen wollen. |











Uwe
Ist das eine Parallel-Welten-Wikipedia, von der Du da sprichst?
Bei kognitiver Dissonanz empfehle ich stets den Fefe, der macht das dann wieder heil :-) http://blog.fefe.de/?q=l%F6schen+wikipedia
Nicolai
Genial: Der Kommentar meines Vorgängers stammt laut Timestamp aus der Zukunft! Umstellung Sommer/Winterzeit? Aber auch das passt gut zu diesem Artikel: Auch in 2010 gehört die Wikipedia-Mentalität für viele (noch) in eine ferne Zukunft. Knowledge Management und die beschriebenen Workflow-Prozesse von Wikipedia können aber auch meiner Ansicht nach ganz klar bei vielen Prozessen als Vorbild dienen!
Strangerli
darauf hatte ich auch schon per Kontakt auf
Strangerli
darauf habe ich auch schon per Kontakt aufmerksam gemacht, aber es ist kein wirklich schlimmer Fehler.
Man kann bei Textart, Text und Suche oben links mit der Maus alle drei Bereiche gleichzeitig anzeigen lassen. Das ist viel lustiger. :-)
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