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Das hohe Lied der Teamarbeit wird auch in deutschen Unternehmen gerne angestimmt. Höhere Produktivität, bessere Ergebnisse und schnelle Fortschritte sind nur drei von vielen Argumenten, die für Teamarbeit immer wieder ins Feld geführt werden. Tatsächlich sieht die Arbeit im Team meist anders aus: Missverständnisse und Kommunikationsprobleme stehen in fast allen Teams auf der Tagesordnung. Nicht wenige Arbeitnehmer fühlen sich durch ihr Team ausgebremst und arbeiten lieber alleine. Denn Teamwork wird auch gerne als Einladung zur Faulheit verstanden. Ist doch schön, die Gruppe zieht einen mit und man selbst muss sich weniger anstrengen. Doch was genau ist das Geheimnis für ein gut funktionierendes Team? Die Zusammenstellung und das Teambuilding. Tipps, wie Sie ein Team bauen...

Die Voraussetzung, damit Teams entstehen können

Eine Gruppe macht noch lange kein Team, sondern ist bloß eine Ansammlung von Individuen. Jedes Team muss sich erst finden, jedes Mitglied eine Rolle übernehmen und sich im Ganzen aufeinander einspielen. Erst dann kann es leistungsfähig agieren.

Damit ein solches Team entstehen kann, braucht es bestimmte Voraussetzungen:

  • Ein klares Ziel

    Damit alle an einem Strang ziehen, braucht es eine Richtung, ein konkretes Ziel. Was soll gemeinsam erreicht werden? - das muss jedem im Team klar sein. Am besten ist es sogar, wenn die Teammitglieder selbst für dieses Ziel brennen.

  • Die richtige Größe

    Das Team muss groß genug sein, um die Aufgabe gemeinsam stemmen zu können, darf jedoch auch nicht zu groß sein, denn dann lässt es sich schlechter führen.

  • Unterschiedliche Persönlichkeiten

    In homogenen Teams gibt es zwar weniger Reibungspunkte, doch es entstehen auch keine neuen Ideen. Ganz unterschiedliche Charaktere müssen zusammenkommen, Querdenker, Vermittler, Kreative, Pragmatiker...

  • Einen akzeptierten Leiter

    Es braucht eine Person, die die Verantwortung übernimmt, das große Ganze im Blick behält und das Team führt. Doch das kann nur funktionieren, wenn diese Person auch vom gesamten Team akzeptiert wird.

  • Eine funktionierende Kommunikation

    Ein leistungsfähiges Team muss ständig in Kontakt miteinander stehen und Informationen austauschen. Die eine Hand muss wissen, was die andere tut.

Teambuilding: Wer gehört in ein funktionierendes Team?

TeambuildingEs ist bereits angeklungen, ein leistungsfähiges und gut funktionierendes Team ist eine heterogene Gruppe an Menschen. Homogenität sorgt zwar für Harmonie, doch steht sie auch neuen Ideen im Weg. Doch in der Regel läuft die Zusammenstellung ganz anders. Wer ist mir sympathisch? Wer darf nicht übergangen werden? Wer wird höchstwahrscheinlich zustimmen? Wer ist pflegeleicht im Umgang? - das sind oftmals die gängigsten Auswahlkriterien. Schade! Mit einer solchen Herangehensweise entscheiden Sie sich für den leichten Weg, doch auch gegen das Know-how und die Expertise von Kollegen, die Ihnen nicht ähneln.

Diese acht unterschiedlichen Charaktere braucht jedes Team:

  1. Menschen, die schlauer sind als Sie.

    Wir alle haben unsere Stärken und Schwächen. Und genau hierin liegt der Vorteil von vielfältigen Teams: Sie besitzen nicht alle dieselben Stärken und Schwächen, sondern ergänzen sich und gleichen so die Schwächen aus. Das führt aber eben auch dazu, dass jeder im Team ein ultimativer Experte auf seinem Gebiet ist und mehr weiß und kann als die anderen. Für so manchen ist das ein Affront an seine Eitelkeit. Leider. Dabei können alle nur besser werden, wenn sie ihr Wissen teilen und von einander lernen. Wer Inspiration und Innovationen sucht, braucht Diversität – in Denken, Kultur, Erfahrung.

  2. Menschen, die lernen wollen.

    Man könnte auch ergänzen: zuhören. Und natürlich hängt dieser Punkt eng mit dem ersten zusammen. Ein Team, das insgesamt und voneinander lernen will, ist sofort harmonisch, weil die Egos gar nicht erst dominieren. Und auch mit Fehlern wird in solchen Gruppen wesentlich konstruktiver umgegangen. Schließlich dienen sie als Lehrstoff.

  3. Menschen, auf die Sie sich verlassen können.

    Wer kennt sie nicht: Kollegen, die zwar unglaublich schlau labern können, alles besser wissen, aber wenn es ans echte Arbeiten geht, plötzlich stumm werden und Meldehemmungen bekommen. Tatsächlich reicht im Team schon ein Faulpelz, um die Gesamtleistung nach unten zu ziehen. In der Forschung ist dies auch als Social Loafing oder Ringelmann-Effekt bekannt. Hüten Sie sich also vor den Drückebergern. Damit ein Projekt wirklich erfolgreich wird, benötigt jedes Team Menschen, die an sich und den Job hohe Ansprüche stellen und die Arbeit auch zuverlässig erledigen.

  4. Menschen, die Ihnen die Wahrheit sagen.

    Ich selbst habe schon in Geschäftsführer-Meetings gesessen, in denen es angeblich darum ging, sich offen und ehrlich auszutauschen. Als dann aber einer ehrliches Feedback gab, wurde das schnell abgebügelt, Motto: Kritische Meinungen, mögliche Risiken - wollen wir nicht hören! Klar, wohin das führt. Das ideale Team umfasst dagegen auch unabhängige Denker und kritische Geister. Ja, die sind alles andere als bequem, sorgen aber dafür, die wirklich beste Lösung zu finden. So wie es beispielsweise auch die Idee der Disney-Methode ist.

  5. Menschen, die rechnen können.

    Bei aller Kreativität: Jedes Team benötigt immer auch einen analytischen Pragmatiker und Realisten, der sich auf das Machbare konzentriert. Aber mit viel gutem Willen. Er prüft: Was ist nötig, um die Idee umzusetzen? Was würde es kosten? Welche Schritte müssten unternommen werden und in welcher Reihenfolge? Er versucht also nicht, Ideen kaputt zu reden, sondern findet Wege, sie zu realisieren.

  6. Menschen, die Ihre Leidenschaft teilen.

    Zugegeben, der Punkt klingt ein wenig nach Gleichförmigkeit. Auf den ersten Blick. Doch geht es hier nicht darum, dass alle sofort der gleichen Meinung sind oder einen ähnlichen Background haben - aber dieselbe Vision und dasselbe Ziel verfolgen sollten sie am Ende eben doch. Sonst könnte es passieren, dass dem Team bei ersten Widerständen die Puste ausgeht. Wer dagegen wie Sie für die Sache brennt, hat auch den nötigen Biss, durchzuhalten und ein exzellentes Ergebnis zu erreichen.

  7. Menschen, die gewinnen wollen.

    Das hört sich womöglich etwas pathetisch an. Aber ohne eben diesen Erfolgswillen, bleiben Teams und ihre Meetings meist nur Labergruppen und eine elegante Methode, Arbeitszeit zu vernichten. Ein gutes Team braucht Menschen, die auch bereit sind, die sprichwörtliche Extrameile zu gehen, um das beste Resultat ever zu realisieren. Nicht zuletzt, weil solche Teilnehmer auch extrem gute Motivatoren sind und andere mitreißen können.

  8. Menschen, die verkaufen können.

    Was nutzt die beste Lösung, wenn Sie damit hinterher keinen begeistern können – allen voran die Geschäftsführung? Die Kunden später aber auch. Und so ein Promoter hilft auch nach innen - zum Beispiel wenn die Zweifel überhand nehmen.

Teamentwicklung: Wie entsteht aus einer Gruppe von Menschen ein Team?

TeamentwicklungDas Ziel der Teamentwicklung ist es ein positives Arbeitsklima zu schaffen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu ermöglichen. Dabei handelt es sich um einen Prozess, den eine Gruppe durchläuft und in dessen Verlauf aus einer Gruppe ein Team entstehen lässt. Kooperationsbereitschaft und Teamgeist werden gefördert, um den Leistung und die Produktivität zu verbessern.

Der US-amerikanische Psychologe Bruce Tuckman ein Phasenmodell mit vier (später fünf) aufeinander folgenden Schritten, das die Teambuilding fördert.

In Deutschland ist das folgende Modell auch als Teamuhr bekannt. Letztlich aber handelt es sich dabei immer um dasselbe Schema, wobei laut Tuckmann eine Gruppe innerhalb der folgenden Phasen zusammenwächst:

  • Forming (Orientierungsphase)
  • Storming (Konfrontationsphase)
  • Norming (Kooperationsphase)
  • Performing (Wachstumsphase)

Und das passiert in den einzelnen Teamphasen gruppendynamisch...

  1. Forming

    In dieser ersten Phase kommt das Team zusammen, lernt sich informell kennen. Es ist die komfortabelste aller vier Teamphasen: Jeder ist höflich und nett zu den anderen, alle lächeln, tasten sich vorsichtig ab und versuchen Kontroversen zu vermeiden. Dennoch beobachten sich alle untereinander auch sehr genau: Wer kann mit wem? Wer ist kompetent für das Projekt? Wer tut nur so? Ebenso verhalten sich alle zu diesem Zeitpunkt noch höchst individuell. Es gibt einfach noch zu wenig Vertrauen. Weder wird alles nötige Wissen bereitwillig geteilt, noch wahre Meinungen.

  2. Storming

    Jetzt wird es langsam unangenehm: Die Teammitglieder finden ihre Rolle in der Gruppe - freiwillig oder unfreiwillig. Sie müssen abwägen zwischen ihrer Perspektive, ihren Interessen und denen der Gruppe. Dabei kommt es zwangsläufig zu Konflikten und Machtkämpfen. Diese Phase ist vielleicht die entscheidendste für den weiteren Verlauf - und den Erfolg wie die Moral der Gruppe. Nicht wenige Teams scheitern daran oder zerfallen. Hierbei liegt die Hauptverantwortung beim Gruppenleiter, der einen Konsens finden und Orientierung geben muss: Wie steuert er die Diskussionen und Entscheidungen? Wie empathisch erspürt er unterschiedliche Bedürfnisse? Wie weit kann er darauf eingehen? Die Kunst ist, dass sich die Teammitglieder dabei nicht beurteilt oder gar verurteilt fühlen.

  3. Norming

    In der dritten Teamphase tritt wieder Beruhigung ein: Idealerweise haben inzwischen alle ihre Interessen und Ideen in das gemeinsame Ziel integriert oder sich diesem untergeordnet. Die Gruppe kooperiert auf einer soliden Basis und gibt sich ihre eigenen Regeln - daher auch der englische Name der Phase. Alle wissen, worum es geht und welchen Anteil sie zum Gelingen beitragen können und sollen. Idealerweise schafft es der Gruppenleiter, allen das Gefühl zu vermitteln, an etwas Größerem zu arbeiten - und so das Selbstwertgefühl des Teams sowie die Motivation jedes Einzelnen darin zu steigern. Kurz: Die Rollen sind gefunden, man kennt und vertraut sich - kurz: Die Gruppe wächst zusammen.

  4. Performing

    Zugegeben, nur wenige Teams erreichen diese Phase - aber jene, die es schaffen, gehören zu den erfolgreichen. Denn nun entsteht echter Mehrwert: Das Team schafft mehr als die Summe seiner Teile oder Mitglieder. Die gesamte Teamenergie fließt in das gemeinsame Projekt, es wächst und gedeiht. Der Teamleiter ist an dieser Stelle kaum noch gefordert und sollte allenfalls schützend eingreifen, wenn sich die Gruppe vor lauter Begeisterung und Ideen zu überhitzen droht.

Teambuilding: Die neue 5. Phase - Adjourning

Im Jahr 1977 ergänzte Tuckman übrigens selbst noch eine fünfte Phase: das Adjourning – oder die sogenannte Auflösungsphase.

Idealerweise ist dies ein natürlicher Prozess: Das Projekt ist abgeschlossen, die Gruppe hat ihren Job erledigt – hoffentlich auch mit Bravour. Soweit die Theorie. Tatsächlich aber befinden sich einige Gruppen längst auch in dieser Phase, ohne es zu ahnen. Oder anders formuliert: Sie zerfallen noch vor dem Ende des Projekts. Verantwortlich dafür können unterschiedliche Gründe sein: Das Projekt stagniert, es fehlt das nötige Know-how oder Budget. Oder aber die Meinung, wie das Projekt weitergeführt werden soll, gehen immer stärker auseinander – womöglich auch aufgrund mangelhafter Führung.

Was das für Sie bedeutet?

Nun, das hängt ganz davon ab, in welcher Phase Sie sich gerade befinden. So zeigt das Modell, dass beispielsweise die Normingphase kaum ohne vorherige Konflikte (Storming) erreicht werden kann. Diese sind für den Gruppenfindungsprozess enorm wichtig – auch wenn sie bisweilen zerstörerisch wirken können. Umgehen sollten Sie diese aber dennoch nicht. Nutzen Sie die Diskussionen lieber, um eine noch solidere Basis und klarere, gemeinsame Vision für die Gruppe zu entwickeln.

Umgekehrt, wenn Sie feststellen, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben, sollte die Gruppe entweder aufgelöst oder in Teilen neu zusammengesetzt werden, um wieder mit Phase Eins neu durchstarten zu können. Dasselbe gilt allerdings auch, wenn Sie feststellen, dass Team und Projekt stagnieren. Warum sich dann noch weiter quälen? Manchmal reichen schon ein paar neue Mitspieler – oder eben ein kompletter Reset.

Teambuilding Übungen: Für jede Phase die passende Übung

Zu jeder der bereits erwähnten Phasen gibt es Spiele und Übungen, die das Teambuilding fördern:

  1. Orientierungsphase (Forming)

    Hier geht es in erster Linie darum, dass die Teammitglieder sich kennenlernen und beschnuppern. Gerade zu Beginn sind Namensspiele zu empfehlen, aber auch einfache Aufgaben im Team zu lösen, knüpft erste Kontakte.

    • Namenschlagen: Die Spieler stellen sich im Kreis auf, ein Spieler steht in der Mitte des Kreises. Reihum nennt jeder seinen Namen. Nun fängt ein Spieler an und sagt laut den Namen eines Mitspielers. Dieser muss reagieren und schnell den nächsten Namen sagen. In der Zwischenzeit versucht der Spieler in der Mitte den Spieler, dessen Name aktuell genannt ist, zu berühren. Gelingt ihm das, tauschen diese beiden die Plätze und das Spiel geht weiter.
    • Ballwurfkette: Die Spieler stehen im Kreis und der Spielleiter bekommt einen Ball. Er nennt den Namen eines Mitspielers und wirft diesem den Ball zu. Dieser nennt einen weiteren Namen und spielt den Ball der zugehörigen Person zu. Dies geschieht, bis jeder den Ball hatte und der Spielleiter wieder an der Reihe ist. Nun wird eine neue Runde gestartet, wobei der Ball in gleicher Reihenfolge durch die Spieler gespielt werden muss. Mit jeder Runde werden neue Bälle hinzugefügt und so die Schwierigkeit erhöht.
    • Fadennetz: Die Spieler sitzen auf dem Boden. Der Spielleiter hält da Ende eines Wollfadens fest und wirft das Knäuel einem Mitspieler zu. Dies wird fortgeführt, bis ein Netz über alle Spieler gespannt ist. Zusätzlich können die Namen oder Eigenschaften genannt werden, wenn man an der Reihe ist.
  2. Konfrontationsphase (Storming)

    In dieser Phase geht es vor allem um gruppendynamische Spiele und Übungen. Diese sollen den Teambildungsprozess beschleunigen.

    • Schwebende Stange: Die Spieler stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf. Jeder hebt einen Arm auf ungefähr auf Brusthöhe und streckt seinen Zeigefinger aus. Auf die so entstandene Fläche wird beispielsweise ein Besenstiel oder ähnliches gelegt. Jeder Spieler muss mit seinem Finger die gesamte Zeit die Stange berühren. Die Aufgabe besteht darin, die Stange auf den Boden abzulegen. Klingt einfach, wird aber einige Zeit in Anspruch nehmen.
    • Spinnennetz: Die Spielleiter bereiten mit Hilfe von Seilen oder Bändern ein Spinnennetz, beispielsweise zwischen zwe Bäumen, vor. Dabei müssen die Löcher des Netztes groß genug sein, dass die Spieler hindurch passen. Nun erhält das Team die Aufgabe, alle Mitglieder auf die andere Seite des Netzes zu bringen, ohne das Netz zu berühren. Die Spieler müssen sich also gegenseitig helfen und beispielsweise durch die Löcher heben.
    • Teppich umdrehen: Die Aufgabe ist leicht erklärt, jedoch deutlich schwieriger in der Umsetzung. Das Team steht auf einem Teppich. Nun muss es diesen umdrehen, ohne dass dabei ein Spieler den Boden berührt. Auch andere Hilfsmittel sind verboten.
  3. Kooperationsphase (Norming)

    Das Team befindet sich bereits auf dem Weg, eine kooperierende Einheit zu werden. Nun können Vertrauensspiele dabei helfen, die Bindung noch zu stärken.

    • Blind führen: Die Gruppe wird in Paare aufgeteilt, von denen jeweils einer die Augen verbunden bekommt. Nun führt der Sehende den Blinden über das Gelände. Dabei können Schwierigkeiten und Hindernisse eingebaut werden, die überwunden werden müssen.
    • Brot backen: Die Spieler stehen sich in zwei Reihen gegenüber und halten sich an den Händen. Diese stellen die Bäcker dar. Ein Spieler (das Brot) legt sich nun auf die Hände und wird von den Bäckern leicht in die Luft geworfen. Dabei ist natürlich auf die Sicherheit zu achten.
    • Stehaufmännchen: Die Spieler stellen sich in einen engen Kreis, ein Spieler in der Mitte. Dieser muss sein Vertrauen beweisen und sich mit geschlossenen Augen in eine Richtung fallen lassen. Die Spieler im Kreis sind dafür verantwortlich den Fallenden sangt(!) zurückzustoßen und in eine andere Richtung zu lenken.
  4. Wachstumsphase (Performing)

  5. Das Team ist nun auf einander eingespielt. Um die gute Stimmung zu erhalten können auflockernde Spiele eingesetzt werden. Aber auch schwierigere gruppendynamische Spiele sind möglich.

    • Durchzählen: Das Prinzip ist simpel. Die Spieler sollen von 1 aufwärts zählen, bis die Zahl der anwesenden Teilnehmer erreicht ist. Jeder Spieler darf dabei genau einmal eine Zahl laut nennen. Weitere Absprachen unter den Mitspielern sind nicht erlaubt. Sobald jedoch zwei Spieler die gleichzeitig die nächste Zahl rufen, endet die Runde und es muss von vorn begonnen werden.
    • Ja Nein Schwarz Weiß: Die Gruppe wird in Zweierteams aufgeteilt. Diese werden nun in Moderator und Befragter unterteilt und führen einen Dialog. Der Moderator darf sich frei Fragen ausdenken, die der Befragte grammatikalisch und inhaltlich korrekt beantworten muss. Dieser darf jedoch die Worte ja, nein, schwarz und weiß nicht benutzen. Die Dauer einer Runde kann zeitlich begrenzt sein oder bis der Befragte einen Fehler macht.
    • Rüppel Tüppel: Jeder Spieler erhält eine Nummer. Der Spieler mit der Nummer 1 ist als erster an der Reihe und sagt: "Ich bin Rüppel-Tüppel Nummer 1 mit keinem Tüppel. Rüppel Tüppel Nummer X, wie viele Tüppel hast du? X ist dabei die Nummer eines anderen Spielers, die er sich frei auswählen darf. Der angesprochene Spieler muss nun reagieren und den gleichen Text (mit seiner Nummer) aufsagen. Wer einen Fehler macht, erhält einen Tüppel, beispielsweise eine Markierung auf der Hand oder abwaschbar auf der Stirn. Spieler mit einem Fehler müssen von nun an sagen: "Ich bin Rüppel-Tüppel Nummer X mit einem (zwei, drei...) Tüppeln."

Motiviertes Team: 11 Tipps für gute Stimmung

Extra-Tipp-IconHat sich ein Team erstmal formiert und gefunden, steht man gleich vor der nächsten Frage: Wie kann man dafür sorgen, dass die anfängliche Motivation beibehalten wird? Wir haben elf Tipps zusammengestellt, mit denen Sie für ein gutes Arbeitsklima und gute Stimmung sorgen:

  1. Wochenplanung. Es klingt simpel, wirkt sich in der Praxis jedoch enorm stimmungsfördernd aus: Gestalten Sie die Wochenplanung als gemeinsame Teamaktion und beziehen Sie alle Teammitglieder mit ein. So haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich an der zeitlichen Gestaltung zu beteiligen und können Einfluss auf ihren Arbeitsalltag nehmen.
  2. Projektbesprechung. Das Prinzip lässt sich auch auf neue Projekte anwenden: Diese sollten idealerweise dem gesamten Team vorgestellt werden. Dann sind alle Kollegen auf dem gleichen Stand, kennen das Projektziel und können ihren Anteil am Projekterfolg deutlicher erkennen.
  3. Kaffeepause. Der Klassiker: Bieten Sie Ihrem Team die Möglichkeit, die Kaffeepausen zum sozialen Austausch zu nutzen. So verbessern sich nicht nur die zwischenmenschlichen Beziehungen, auch die Atmosphäre und schlussendlich die Leistungsfähigkeit profitieren davon.
  4. Delegation. Dieser Ansatz erfordert Vertrauen in Ihre Mitarbeiter: Soweit möglich sollten Sie Ihren Mitarbeitern die Option einräumen, Aufgaben auf Kollegen zu delegieren. So können Mitarbeiter ihre Stärken optimal zum Einsatz bringen. Funktioniert natürlich nur, wenn sich niemand vor seinen Aufgaben drücken will.
  5. Projektkoordination. Ebenfalls effektiv und auf Vertrauen basierend: Übergeben Sie die Koordination von neuen Projekten immer wieder einem anderen Mitarbeiter. So kommen verschiedenen Mitarbeiter früher oder später in die Führungsrolle und sehen ihre Kollegen aus einer völlig neuen Perspektive.
  6. Feedback. Leider oft ignoriert: Bieten Sie Ihren Mitarbeitern immer wieder die Chance zum Feedback, hören Sie ihnen zu nehmen Sie die Vorschläge ernst. Das ist jedoch nur der erste Schritt. Im zweiten sollten Sie deutlich machen, dass das Feedback auch zu konkreten Veränderungen führen und wirklich etwas bewirken kann.
  7. Verbesserungen. Apropos Vorschläge: Sollte es aufgrund von Feedback zu Verbesserungen der Abläufe oder Prozesse kommen, sollten Sie den Vorschlag und den entsprechenden Mitarbeiter im Team angemessen würdigen.
  8. Raumgestaltung. Manchmal machen Kleinigkeiten der Unterschied. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern daher - im realistischen Rahmen - die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz als Team zu gestalten und an ihre Bedürfnisse anzupassen. Kleiner Veränderungen - wie beispielsweise Büropflanzen aufzustellen - dürften kein Problem sein.
  9. Mitarbeit. Ein ganz einfaches Prinzip: Wenn Vorgesetzte und Chefs aktiv im Team mitarbeiten und sich nicht nur auf Managementaufgaben zurückziehen, können sie die Stimmung im Team erheblich verbessern. Vorausgesetzt, der Vorgesetzte wird von seinen Mitarbeitern respektiert und ist beliebt, versteht sich.
  10. Urlaubsplanung. Die gemeinsame Urlaubsplanung gehört in den meisten Unternehmen offiziell zum Standard. Praktisch umgesetzt wird sie jedoch in den wenigsten Fällen. Stellen Sie jedoch die berühmte Ausnahme von der Regel dar, können Sie die Stimmung Ihres Teams deutlich steigern und Konflikte vermeidne.
  11. Arbeitszeit. Für die Umsetzung dieses Ansatzes ist etwas Flexibilität auf Unternehmensseite notwendig. Geben Sie Ihrem Team die Möglichkeit, die Arbeitszeit untereinander abzustimmen und so Gleitzeitregelungen im Team möglich zu machen. Ungewöhnlich, jedoch enorm effektiv.

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