Bewerbungsfotos-Tipps-Beispiele-FotografenUm das Bewerbungsfoto ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Schließlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte und für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Soweit jedenfalls die gängigen Klischees.

Lassen Sie sich davon aber nicht beirren. Sich bei der Bewerbung mit einem optimalen Bewerbungsfoto ins rechte Licht zu rücken, ist keine Hexerei. Vorausgesetzt, Sie beachten ein paar Grundregeln und überlegen sich vorher genau, welche Wirkung Sie auf den Betracher erzielen wollen.

Das Bewerbungsfoto ist seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) zwar nicht mehr Pflichtbestandteil einer Bewerbung, dennoch sollten Sie ein Bild beifügen. Dabei geht es freilich weniger darum, dass der- oder diejenige Sie besonders anziehend findet. Vielmehr sollte der erste Eindruck so sein, dass Sie zur angestrebten Position passen. Ein konservatives Bewerbungsporträt eignet sich somit weniger für einen Kreativberuf und umgekehrt. Verstehen Sie das aber nicht falsch: Beim Bewerbungsbild geht weder um Kostümierung noch um eine theatralische Inszenierung, sondern um ein insgesamt stimmiges Bild – im doppelten Wortsinn.

Tipps und Beispiele für das Bewerbungsfoto

Das beginnt schon bei den Feinheiten, die jeder Betrachter mindestens unterschwellig wahrnimmt und die dennoch großen Einfluss auf Ihre Wirkung haben. Etwa, ob Sie auf dem Bewerbungsbild lächeln oder nicht. Das kann bereits einen Riesenunterschied ausmachen, wie unsere Beispiele zeigen:

Bewerbungsfoto-Beispiel-ohne-Lächeln Bewerbungsfoto-Beispiel-Lächeln-mit
Bewerbungsfoto ohne Lächeln Bewerbungsfoto mit Lächeln

Zu solchen subtilen Tricks gehört aber auch, dass die Haare ordentlich gekämmt sind, dass die Kleidung fleckenfrei und fusselfrei ist und keine unschönen Falten wirft (wird tatsächlich oft vergessen!). Schlampig gebundene Krawattenknoten oder Make-up-Kontraste zwischen Hals und Gesicht sind ebenfalls tabu. Genauso verbietet es sich, ein altes Bewerbungsfoto zu verwenden. Spätestens beim Vorstellungsgespräch sorgt der optische Widerspruch mindestens für Irritationen. Schlimmstenfalls leidet Ihre gesamte Glaubwürdigkeit darunter.

EXTRA-TIPP: Experimentieren Sie mit verschiedenen Kopfhaltungen und Perspektiven. Bereits eine leichte Neigung oder Drehung kann den Eindruck Ihres Profils völlig verändern.

Darüber hinaus sollten Sie folgende Punkte beachten:


Formelle Regeln für das Bewerbungsfoto

  • Bewerbungsfoto Qualität. Man kann es nicht oft genug sagen: Das Bewerbungsfoto sollte weder aus einem Automaten noch aus dem Urlaub stammen. Das sieht immer billig aus und entwertet Sie bereits mit dem ersten Blick. Geiz ist hier definitiv fehl am Platze, denn er dokumentiert nur, dass Sie nicht einmal bereit sind, in Ihre persönliche Zukunft zu investieren. Und was könnte wohl wichtiger sein? Deshalb: Lassen Sie ein solches Porträtfoto (nie Ganzkörperaufnahmen!) immer von einem Fotografen beziehungsweise Profi machen. Lassen Sie sich aber vorher Beispiele zeigen. Es gibt Fotografen, die versuchen Ihnen Kunst zu verkaufen. Die mögen dann zwar gut aussehen, wenn man sie auf ein mal ein Meter vergrößert und an die Wand hängt. Für die Bewerbung eignen sie sich aber ebenso wenig wie Filzstifte für Online-Formulare.
  • Bewerbungsfoto Größe. Die heute gängigen Formate variieren zwischen 6 mal 4 oder 9 mal 6 Zentimeter. Beide entsprechen dem sogenannten goldenen Schnitt und wirken daher besonders schön. Hochformat ist dabei die Regel, mit Querformat fallen Sie aber mehr auf – jedoch nur, wenn Sie den Ausschnitt des Bewerbungsfotos gekonnt wählen. Wer hier nicht sicher ist, sollte lieber einen Profi zu Rate ziehen.
  • Bewerbungsfoto Farbe. Farbig oder Schwarzweiß? Das ist letztlich reine Geschmacksache. Monochrome Bilder wirken in der Regel eleganter, können aber auch gekünstelt aussehen. Zudem treten hier die Konturen mehr in den Vordergrund. Das schmeichelt eher ebenen Gesichtern. Wer dagegen ein kantiges Konterfei besitzt, wirkt darauf oft noch härter. Hier sind Farbfotos die bessere Wahl. Sie wirken in der Regel authentischer und natürlicher, je nach Beleuchtung aber auch misstönend. Auch deshalb ist es wichtig, hier einen Profi die Fotos machen zu lassen. Bei Farbfotos müssen Sie zudem auf die richtige Kleiderwahl achten. Also auf gedeckte und harmonische Farben, die zu Ihrem Typ und zum Gesamtensemble passen. Bei Schwarzweiß-Fotos zählt hingegen mehr die Form und der Kontrast. Wer das Budget dafür hat, sollte beide Varianten anfertigen lassen und anschließend Freunde fragen, welche Alternative sie sympathischer finden.
  • Bewerbungsfoto Position. Wer die Abzüge in seine Bewerbungsmappe integriert, sollte das Foto direkt auf dem ersten Blatt des Lebenslaufs einfügen – und zwar oberhalb der ersten Zeile. Ob rechts oder links, hängt davon ab, in welche Richtung die Nase zeigt. Die Faustregel: immer in die Seite hineinschauen, nie heraus!
  • Bewerbungsfoto Befestigung. Befestigt wird das Bewerbungsfoto mit einem Klebestift, nicht mit einer Büroklammer! Das sieht hässlich aus und wirkt als wollten Sie das Lichtbild später noch einmal verwenden. Genau diese Botschaft darf eine Bewerbung jedoch nie vermitteln: Ich bin eine Massenwurfsendung, die eventuell recycelt wird. Wer das Foto digital in den Lebenslauf integriert, sollte wiederum auf zwei Dinge achten:
    1. eine möglichst hohe Auflösung wählen, damit der Druck besser wird und
    2. möglichst fototaugliches hochwertiges Papier verwenden.
    Ansonsten könnten Sie ebenso gut eine Fotokopie einschicken. Und das wäre eher kontraproduktiv. Ihre hohe Berufsqualifikation und Arbeitsqualität soll sich schließlich schon im Foto spiegeln.

    EXTRA-TIPP: Falls das Bewerbungsbild trotzdem nur aufgeklebt ist, bitte auf dessen Rückseite den eigenen Namen schreiben. Sollte sich das Foto versehentlich von den Bewerbungsunterlagen lösen, kann es so leicht wieder zugeordnet werden.

Schnell-Checkliste für Bewerbungsfotos

    [ ] Habe ich Blickkontakt zum Betrachter?
    [ ] Zeige ich ein offenes Lächeln?
    [ ] Ist das Gesicht gut ausgeleuchtet und frei zu erkennen?
    [ ] Sitzen die Haare?
    [ ] Hat die Haut einen natürlichen Ton?
    [ ] Ist die Kleidung passend zum Job gewählt?
    [ ] Werfen Hemd, Bluse und Jackett keine hässlichen Falten?
    [ ] Ist der Hintergrund ruhig und neutral?
    [ ] Ist der Kopf dynamisch leicht geneigt?
    [ ] Ist der Körper dem Betrachter zugeneigt?

Gratis-Download: Laden Sie sich hierzu auch unser PDF mit 10 Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto herunter.

Negativ-Beispiele für Bewerbungsfotos: So bitte nicht!

Bewerbungsfoto-Beispiel-Mann-Falsch1 Bewerbungsfoto-Beispiel-Falsch1
Eigentlich ganz okay, doch das Hemd
ist viel zu weit aufgeknöpft.
Definitiv zu freizügig. Zu viel Haut
und Piercings sind tabu.
Bewerbungsfoto-Beispiel-falsch2 Bewerbungsfoto-Beispiel-falsch-sexy
Ganzkörperaufnahmen, noch dazu
aus der Freizeit sind Jobkiller.
Es kommt natürlich auf den Job an: Für
99 Prozent aber ist der Look zu sexy.

Den richtigen Fotografen auswählen

Inzwischen gibt es in jeder Stadt Fotografen, die Bewerbungsfotos machen. Es empfiehlt sich einen Profi aufzusuchen. Auf keinen Fall sollten Sie das Bewerbungsfoto in einem Fotoautomaten machen. Personaler sehen das sofort und Sie zeigen damit nur, dass Sie nicht bereit sind, in Ihre Zukunft zu investieren. Doch wie finden Sie einen guten Fotografen und worauf sollten Sie achten?

  • Ein guter Fotograf hat Erfahrung auf seinem Gebiet. Schauen Sie sich seine Arbeiten an und studieren Sie die Website. Auf diese Weise erhalten Sie einen Eindruck davon, wie das Ergebnis aussehen könnte. Sie merken gleich, ob Ihnen die Bilder gefallen oder nicht.
  • Ein guter Fotograf wird Ihnen ein Shooting vorschlagen. Gehen Sie nicht bloß rein und setzen sich fünf Minuten lang auf einen Hocker und lassen Sie so die Bilder machen. Nehmen Sie sich Zeit für ein richtiges Bewerbungsshooting. Auf diese Weise können Aufnahmen in verschiedenen Posen und mit unterschiedlichen Hintergründen gemacht werden.
  • Ein guter Fotograf wird nach Position und Branche fragen. Je nachdem für welche Branche Sie sich bewerben, sollen die Bilder mehr oder weniger konservativ sein. Weiß der Fotograf für welche Stelle Sie sich bewerben, kann er Sie bezüglich der Körperhaltung und der richtigen Pose beraten.
  • Ein guter Fotograf bespricht mit Ihnen Outfit und Make-up. Er kann Sie beraten, was gut auf den Bildern wirkt und Ihre Ausstrahlung betont. Sie können mehrere Outfits mitbringen und gemeinsam entscheiden, in welchem Sie fotografiert werden. Auch gibt er Ihnen Tipps, ob Ihre Haare schön fallen und Ihre Haut ebenmäßig aussieht und keine Augenringe oder Unreinheiten zu sehen sind.
  • Ein guter Fotograf nimmt Ihnen die Angst. Die meisten Fotografen sind sehr umgängliche Menschen, die es verstehen, die Stimmung aufzulockern. Deswegen sollte Ihnen der Fotograf sympathisch sein und Sie sogar zum Lachen bringen können. Fühlen Sie sich in seiner Gegenwart wohl, werden Sie auch auf den Bildern weniger nervös wirken.

EXTRA-TIPP: Ob Bewerbungsfotografen in Hamburg, München, Berlin, Frankfurt oder Köln – die meisten verstehen zwar Ihr Handwerk, doch sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht nur Abzüge der Fotos auf Papier bekommen, sondern dass Sie auch eine digitale Variante (jpg, png, tif) erhalten und Ihnen der Fotograf das dauerhaft uneingeschränkte Recht zur Veröffentlichung einräumt.

Expertenmeinungen

Spiegelonline hat Fachleute zum Thema Bewerbungsfoto befragt.

Wie sieht ein gutes Bewerbungsfoto aus?

Dagmar Hochbein, Personalexpertin bei Bosch: “Es sollte vor allem aktuell sein, nicht älter als zwölf Monate – ich will die Bewerberin oder den Bewerber ja wiedererkennen. Bitte kein Passfoto und auch kein Ganzkörperfoto.”

Gibt es ein Bewerbungsfoto, das Ihnen als besonders positiv in Erinnerung geblieben ist?

Julia Rohleder, Personalerin bei Otto: “Ja! Eine junge Dame, die sich als Online-Produktmanagerin bei Otto beworben hat. Mit ihrem Gesichtsausdruck hat sie Begeisterung ausgestrahlt à la ‘Für diesen Job habe ich die größte Motivation!’ Und wir haben sie tatsächlich eingestellt, auch wenn das nicht am Foto lag.”

Andere Länder tendieren zu anonymen Bewerbungen – wie wichtig ist denn ein Bewerbungsfoto überhaupt noch?
Helene Endres, KarriereSPIEGEL-Redakteurin vom manager magazin: “In Deutschland ist das immer noch sehr wichtig. Das Gesicht zu den Fakten macht die Bewerbung erst rund. Wichtiger als perfekte Schönheit: ein wacher, offener Blick, natürliches Lächeln und gepflegtes Äußeres.”

Motiv-Regeln für Bewerbungsfotos

Wie also geht es richtig? Wie setzt man sich als Bewerber optimal in Szene? So…

  • Porträt. Das perfekte Bewerbungsfoto zeigt Sie im Halbporträt, dazu etwas Schulterpartie, maximal ein Fünftel des Fotos. Also nicht so, wie im Beispiel rechts! Tipp: Damit das Gesicht nicht glänzt, sollten Sie es vorher abpudern. Falls kein Puder zur Hand ist, reicht es oft aber schon aus, die Haut mit Klopapier sanft (!) abzureiben. Ganz wichtig: auf dem Bild immer lächeln, gerne auch mit strahlenden Zähnen. Das macht sofort sympathischer, darf aber nie gekünstelt wirken.
  • Kleidung. Die Kleidung sollte unbedingt zum angestrebten Job passen. Wer sich zum Beispiel als Banker in spe bewirbt, sollte also schon auf dem Foto wie ein Banker aussehen. Wer es perfekt machen will, stattet dem Zielunternehmen einen Besuch inkognito ab und schaut sich um, welcher Dresscode dort herrscht. Etwas einfacher geht es, wenn man sich die Fotos von Mitarbeitern in Online-Netzwerken wie Xing anschaut und den Look dann für das Bewerbungsfoto adaptiert. Für Frauen gilt noch der besondere Zusatz: Schulterfrei ist absolut tabu, ebenso tiefe Dekolletees und zu viel Make-up. Psychologische Studien haben ergeben: Bewerberinnen steigern ihre Chancen mit einer Portion Männlichkeit mehr als mit weiblichen Reizen. Heißt: Ein dunkler Hosenanzug mit schlichter heller Bluse kommt bei den meisten Personalern besser an. Der wirkt seriöser und durchsetzungsstärker. Ähnliches gilt auch für den nächsten Punkt…
  • Haare. Egal, ob Bewerberin oder Bewerber – mit Attributen, die als typisch männlich gelten, haben Kandidaten bessere Chancen auf den Job. Das fand die Mannheimer Soziologin Anke von Rennenkampff bei ihrer Promotion über Bewerbungsfotos heraus. Das gilt für Frauen noch mehr als bei Männern. Bei zurückgekämmten oder hochgesteckten Haare unterstellten die Personaler den Bewerberinnen deutlich mehr Führungskompetenz als jenen mit offener Wallemähne. Frauen mit kurzen Haaren, so wiederum eine Studie der Yale-Universität, werden mehrheitlich als intelligent und selbstbewusst empfunden. Dunkle, lange Locken dagegen schnitten schlechter ab: Ihre Trägerinnen hielt die Mehrheit für unsicher und naiv. Bei Männern wiederum ist das Wichtigste, dass sie überhaupt Haare haben. Glatzenträgern wird im Job weniger zugetraut, fanden Saarbrücker Wissenschaftler heraus. Bewerber mit Halbglatze oder Glatze wurden deutlich seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Zudem stuften die Testpersonen sie als weniger karriereorientiert und weniger kreativ ein.
  • Make-up. Bekanntermaßen helfen Make-up und Schminke, Merkmale im Gesicht zu unterstreichen oder abzuschwächen. Frauen wissen meist, wie sie die richtigen Akzente setzen. Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Make-up gleichmäßig aufgetragen ist und kein hässlicher Make-up-Rand zwischen Gesicht und Hals zu sehen ist. Und Männer? Die Wahrscheinlichkeit, dass Männer eigene Utensilien zum Shooting mitbringen, ist allerdings gering. Trotzdem sollten Männer die Möglichkeiten einer guten Maske schätzen: Make-up hilft beispielsweise, Kiefer und Wangenknochen zu modellieren, ein Doppelkinn zu kaschieren oder glänzende Stellen wie Nase, Haaransatz oder Glatze zu mattieren. Rötungen, Pickeln oder Augenrändern rückt das Make-up ebenfalls zu Leibe. Auf jeden Fall sollten Sie Wangen, Nase und Stirn abpudern oder zumindest abtupfen, um auf dem Foto mit Ausstrahlung und nicht mit Schweißperlen zu glänzen.
  • Hintergrund. Leider wird der von Laien oft vergessen. Er entscheidet aber enorm über die Gesamtwirkung des Bewerbungsfotos. Werden etwa Hintergrundmotiv, Kontrast oder Farben falsch gewählt, rückt es den Bewerber in ein schräges Licht. Gegenstände, die zu erkennen sind, lenken das Auge zu sehr ab und erwecken den Anschein, das Foto sei eher ein Schnappschuss als eine bewusste Fotografie. Eine neutrale Fläche ist wesentlich besser. Idealerweise harmoniert die Wandfarbe mit der Kleidung (bei Farbfotos) und die Beleuchtung wirft auch keine hässlichen Schlagschatten (ganz wichtig bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen). Ist der Kontrast wiederum zu hoch (kalkweißer Hintergrund), wirken Gesichter schnell blass und krank.

EXTRA-TIPP: Beim professionellen Shooting sind alle gleich: Ob Auszubildender oder Vorstandsmitglied – sobald der Fotograf seine Linse ausrichtet, stellt sich über alle Hierarchieebenen sofort Nervosität, Unsicherheit, oft sogar Unbehagen ein. Das ist völlig normales Lampenfieber. Allerdings kann man das manchmal auch auf den Fotos sehen: An sich charismatische Personen bekommen plötzlich ein verkniffenes Grinsen, fletschen die Zähne und bekommen den bösen Blick. Das wirkt natürlich weniger souverän. Um das Verkrampfen vor der Kamera zu vermeiden gibt es aber einen Trick: Schauen Sie erst woanders hin, schütteln Sie sich am ganzen Körper aus, dann drehen Sie sich in die Kamera und lächeln. Noch bevor Sie verkrampfen, hat der Fotograf (hoffentlich) den spontanen ersten und natürlich Eindruck abgelichtet.

Auch Kleidung und Styling helfen, diese Unsicherheit auszuhebeln. Hier ein paar ansehnliche Tipps dazu…

Positiv-Beispiele für Bewerbungsfotos: So geht’s richtig!

Bewerbungsfoto-Beispiel-Frau-richtig Bewerbungsfoto-Beispiel-Mann-richtig1
Lächeln, perfekte Frisur, seriöses
Outfit. Alles richtig gemacht.
Mit etwas mehr Lächeln wäre es perfekt. Auf C-Level ist das aber angemessen.

EXTRA-TIPP: Verwenden Sie Ihr stets aktuelles (!) Bewerbungsfoto möglichst auch auf allen relevanten Online-Plattformen wie Xing, Linkedin, Twitter, Google+ oder in Ihrem Blog. Sie schaffen so einen hohen Wiedererkennungswert und so etwas wie Markenidentität. Außerdem bekommt der Personaler den Eindruck, dass Ihr Auftritt – online wie offline – insgesamt stimmig ist und professionell konzertiert erfolgt.

Wie Sie Akzente setzen

Hier ein paar Anregungen, wie Sie auf Fotos das gewisse Etwas ausstrahlen:

Für Damen

  • Tragen Sie dezenten Schmuck oder ein Halstuch.
  • Beim Lippenstift gilt: Verwenden Sie natürliche Töne, kein kräftiges Rot und keine Beerenfarben. Apricot-Töne zaubern Frische ins Gesicht und wirken nicht aufdringlich. So genannte Nude-Töne wie Braun, Beige und Rosé sind fast unsichtbar, wirken aber unbewusst positiv auf das Auge.
  • Lidschatten sollte bei blauen Augen eher braun-rot sein, zu grünen Augen passt Lila. Bei braunen Augen wirkt Blau-Grau als Komplementärfarbe, die die Augen strahlen lässt und nicht den Lidschatten in der Vordergrund stellt.
  • Greifen Sie bei blasser Haut zu ein wenig Rouge. Verwenden Sie aber nicht zu viel davon. Ungeübten fällt die richtige Dosierung oft schwer. Verzichten Sie bei Rouge auf dunkle Rottöne. Profis betonen die Wangenknochen mit Bronzetönen und die Bäckchen mit Apricot.
  • Achten Sie auf Make-up Ränder an Hals und Haaransatz.

Für Herren

  • Mit einer dezenten, ungemusteren und farblich abgestimmten Krawatte oder einem Schal setzen Sie Akzente.
  • Tragen Sie ein helles Hemd, das farblich zu Ihrem Teint, Ihren Augen und Ihren Haaren passt. Ein Hemd ohne komplizierte Musterung lenkt auch nicht von Ihrem Gesicht ab.
  • Schmuck ist ein No-Go.
  • Schwarz wirkt immer seriös, kann aber auch ein harter Kontrast zum hellen Teint sein und Falten betonen. Für ältere Semester empfehlen sich daher dunkle Grau- und Blautöne.
  • Verwenden Sie nicht mehr als drei unterschiedliche Farben für Ihr Outfit.

Vine-Bewerbungstipps

Die Tipps zum Bewerbungsfoto gibt es auch als kompaktes Vine-Video mit den 5 wichtigsten Tipps:

  • Bitte Lächeln!
  • Den Hintergrund neutral wählen
  • Die Kleidung sollte zum angestrebten Job passen
  • Das ideale Größenverhältnis: 3:2 – also 6 mal 4 oder 9 mal 6 Zentimeter.
  • Die Position später: rechts oben im Lebenslauf

Video-Tutorial zum Bewerbungsfoto: So setzen Sie sich in Szene

Das Profilbild in Sozialen Netzwerken

Seit viele Social Media nicht nur für private Zwecke nutzen, sondern auch beruflich, wird der Eindruck des Profils immer wichtiger. Wie Ihr Profil auf andere Menschen wirkt, wird in erster Linie über das Profilfoto transportiert. Wirken Sie auf Ihrem Facebook-Foto sympathisch? Lässt Sie Ihr Xing-Foto kompetent aussehen? Hier einige Anregungen für ein gelungenes Profilbild auf Facebook, Twitter und Co.

  • Wählen Sie den richtigen Bildausschnitt. Ein Profilfoto, das zu nah aufgenommen wurde, macht Sie unsympathisch. Ein Bild, dass Sie im Ganzen zeigt, wirkt sich negativ auf die wahrgenommene Kompetenz aus. Am besten wählen Sie einen Bildausschnitt, auf dem Kopf und Schultern abgebildet sind.
  • Lächeln Sie und zeigen Sie dabei Ihre Zähne. Lächelnde Menschen wirken auf Anhieb sympathisch. Ein natürliches Lächeln, bei dem Sie den Mund leicht geöffnet haben und die Zähne zeigen, lässt Sie zusätzlich kompetenter wirken. Lachen Sie herzhaft auf Ihrem Profilfoto, erhöht das zwar Ihre Sympathie, jedoch sinkt gleichzeitig die wahrgenommene Kompetenz.
  • Verdecken Sie Ihre Augen nicht. Eine Sonnenbrille mag Sie gelassen oder mysteriös aussehen lassen, jedoch sinkt Ihr Sympathiewert, wenn der Betrachter Ihre Augen nicht sehen kann.
  • Kneifen Sie die Augen leicht zusammen. Weit geöffnete Augen können leicht angsterfüllt oder verschreckt wirken. Leicht zusammengekniffene Augen, vermitteln auf dem Foto einen selbstbewussteren Eindruck.
  • Tragen Sie formale Kleidung. “Kleider machen Leute”. Tragen Sie als Mann ein dunkles Jacket über einem hellen Hemd, hält der Betrachter Sie gleich für kompetenter und einflussreicher.
  • Wählen Sie einen ruhigen, dezenten Hintergrund. Der Hintergrund kann schnell ablenken und unruhig wirken. In der Regel lässt Sie ein einfarbiger Hintergrund am besten aussehen.
  • Verwenden Sie auf allen Kanälen das gleiche Bild. Das fördert die Wiedererkennung. Wünschen Sie sich dennoch etwas Abwechslung, können sich die Bilder zwar unterscheiden, allerdings sollte immer noch erkennbar sein, dass diese zu einer Serie gehören. Wollen Sie auch, dass Ihr Bild bei Kommentaren, die Sie auf Blogs und anderen Seiten hinterlassen, zu sehen ist, empfehlen wir Gravatar. Dabei handelt es sich um einen global verfügbaren Avatar, der mit der E-Mail-Adresse des Nutzers verknüpft wird.
[Bildnachweis: Portrait 1, 2, 3 by Shutterstock]

Lesen Sie auch noch unsere anderen Ratgeber!

Die perfekte Bewerbung
Tipps zum Bewerbungsschreiben
Bewerbung Checkliste
Bewerbung Muster & Vorlagen
Bewerbungsschreiben
Initiativbewerbung
Blindbewerbung
Kurzbewerbung
Motivationsschreiben
Formlose Bewerbung
Bewerbung nach DIN 5008
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Gehaltsvorstellungen formulieren

Bewerbungsmappe
Bewerbungsmappe Tipps
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Die dritte Seite
PS: Ein Bewerbungstrick
Anlagen der Bewerbung
Bewerbung ohne Berufserfahrung
Diskret bewerben

Tipps zum Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Tabellarischer Lebenslauf
Handgeschriebener Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis Formulierungen
Arbeitszeugnis Geheimcodes
Zwischenzeugnis
Alternative: Tätigkeitsbeschreibung
Empfehlungsschreiben
Referenzen & Muster
Referenzliste

Bewerbungstipps
Interne Bewerbung
(Be)Werbungskosten absetzen
Bewerben mit Behinderung
Online-Bewerbung
Online Bewerbungsmappe
Bewerbung fürs Praktikum
Bewerbung für eine Ausbildung
Strategien für Langzeitarbeitslose
Keine Antwort auf die Bewerbung
Arbeitgeber hinhalten?
Bewerbung Absage
Dankschreiben

Bewerben im Ausland
Bewerbung auf Englisch
Lebenslauf auf Englisch (Muster)
Vorstellungsgespräch auf Englisch
Bewerbung auf Französisch
Bewerbung auf Spanisch