Unsicherheit zieht sich oftmals wie ein roter Faden durch das gesamte Leben. Beruflich wie privat wird jede Entscheidung und Handlung kritisch hinterfragt, es fehlt jegliches Selbstvertrauen und das gesamte Verhalten wird von Zweifeln bestimmt. Unsicherheit in diesem Ausmaß ist nicht nur anstrengend, sie steht auch dem eigenen Erfolg im Weg und kann schuld daran sein, dass Sie Ihre Ziele nicht erreichen. Wer sich nichts zutraut und sich von Unsicherheit leiten lässt, schafft sich immer neue Probleme, verleugnet sich zunehmend selbst und wird zu einer schlechten Kopie eines Vorbilds. Eine negative Entwicklung, die frühzeitig gestoppt werden kann, wenn Sie es schaffen und Ihre Unsicherheit überwinden...

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Unsicherheit wird schnell zum ernsthaften Problem

Unsicherheit überwinden Definition Psychologie Synonym Sprüche SymptomeUnsicherheit ist auf den ersten Blick schnell erklärt. Es ist ein Zustand des Zweifels, in dem wir uns selbst, die eigenen Fähigkeiten oder Entscheidungen, das Umfeld, den bisherigen Lebensweg oder auch die zukünftige Planung hinterfragen. Unsicherheit empfinden wir immer dann, wenn das Gefühl aufkommt, die Situation nicht mehr vollends unter Kontrolle zu haben, die Konsequenzen nicht genau abschätzen und vorhersagen zu können oder keinen Einfluss auf die Geschehnisse, die uns selbst betreffen, nehmen zu können. Unsicherheit ist immer auch Angst vor einer empfundenen Gefahr, selbst wenn diese für Außenstehende nicht wahrnehmbar ist.

Unsicherheit steht dem menschlichen Bedürfnis, alles verständlich und greifbar zu machen, entgegen. Als Synonyme zur Unsicherheit werden häufig auch Verunsicherung, Zwiespalt, Ungewissheit, Bedenken oder eben auch Zweifel und Sorgen genutzt.

Sich unsicher zu fühlen ist nicht grundsätzlich schlecht. Es ist eine Frühwarnfunktion, um auf mögliche Gefahren oder Risiken hinzuweisen. So ist es normal und verständlich, größere Unsicherheit zu empfinden, wenn Sie nicht gut genug auf eine Prüfung oder Aufgabe vorbereitet sind. Dieses Gefühl können Sie nutzen, um rechtzeitig gegenzusteuern - Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Dabei bleibt es aber nicht, denn Unsicherheit wird für viele zum Dauerzustand, der eine große Belastung darstellt.

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Mit der Unsicherheit wachsen die Selbstzweifel. Sie trauen sich selbst nichts mehr zu, entwickeln Skepsis gegenüber Ihren eigenen Fähigkeiten und Entscheidungen und steigern sich in die Selbstkritik.

Das geht oft soweit, dass dem eigenen Urteilsvermögen nicht mehr vertraut wird. Die eigene Meinung verliert an Wert, es wird auf das gehört, was andere für gut befinden. Auch die eigenen Ziele treten in den Hintergrund, da Sie ohnehin unsicher sind, ob diese richtig sind oder Sie diese erreichen könnten.

Ein langsamer und stetiger Prozess der Selbstverleumdung, in Gang gebracht durch anhaltende Unsicherheit.

Klassische Symptome von Unsicherheit

In einigen Situationen ist Unsicherheit sehr direkt spürbar. Im Vorstellungsgespräch beispielsweise empfindet fast jeder Bewerber Nervosität und Aufregung. In diesen Momenten steht eine Menge auf dem Spiel, die Unsicherheit ein Ausdruck davon, zeigt aber auch die Angst, ob alles gut geht und das Gefühl, nicht alles unter Kontrolle zu haben.

Allerdings braucht es nicht immer einen solchen Auslöser der Unsicherheit, um die Symptome zu bemerken. Einige davon sind nur für Sie persönlich spürbar, andere können auch von außen wahrgenommen werden. Die Symptome von Unsicherheit können sich individuell unterscheiden, weshalb Sie lernen sollten, auf Ihren Körper zu hören, um die Signale zu erkennen.

  • Beklemmende Angst
  • Verschwitzte Hände
  • Anhaltende Sorgen
  • Magenschmerzen
  • Das Gefühl, sich nicht festlegen zu können
  • Zittrige Stimme
  • Hitzewallungen
  • Regelrechte Panikattacken
  • Stressempfinden
  • Kurzatmigkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Kopfschmerzen (ausgelöst durch andere Symptome)

Wie entsteht die quälende Unsicherheit?

Unsicherheit überwinden Ursachen Auslöser Symptome SynonymeUnsicherheit kann verschiedene Gründe und Auslöser haben, die sich in zwei Kategorien unterteilen lassen. Auf der einen Seite gibt es direkte Ursachen, wie das obige Beispiel eines Vorstellungsgesprächs, ein Auftritt vor einer größeren Gruppe Menschen oder neue und unbekannte Situationen, denen man sich bisher noch nie stellen musste. In einem solchen Rahmen ist es normal, sich etwas unsicher zu fühlen, währenddessen oder spätestens im Anschluss geht diese aber auch schnell wieder vorbei.

Andere Ursachen für Unsicherheit liegen tiefer und sind oft fest in der Persönlichkeit verankert. Diese Gründe sind es, die für langanhaltende Unsicherheit sorgen, die im Alltag auftaucht und große Zweifel mitbringt.

Die größte Schuld an der Unsicherheit liegt dabei in fehlendem Selbstbewusstsein, das oft schon aus der frühen Kindheit entstehen kann. Eng damit verbunden ist die Angst zu versagen. Es fehlt der Glaube daran, etwas schaffen und auf die Beine stellen zu können und so wird jedes Vorhaben von großer Unsicherheit begleitet. Verstärkt wird das negative Empfinden von der Angst, sich selbst und auch andere zu enttäuschen.

Dies führt gleich zur zweiten in der Persönlichkeit verankerten Ursache: Die Angst vor der Meinung anderer. Unsichere Menschen wollen von ihrem Umfeld gemocht und geschätzt werden. Sie legen übersteigerten Wert darauf, was andere von ihnen halten. Auch das steht in Zusammenhang mit einem zu geringen Selbstwertgefühl, dass durch die Anerkennung von außen ausgeglichen werden soll.

Am Ende entsteht die Unsicherheit oft dadurch, dass wir uns selbst schlecht reden und uns die eigenen Stärken nicht eingestehen können. Wer die eigenen Vorteile nicht anerkennt, wird immer daran zweifeln, dass es diese gibt - auch wenn andere ihn darauf ansprechen oder sogar ganz direkt loben.

So können Sie Ihre Unsicherheit überwinden

Unsicherheit hat die unangenehme Angewohnheit, sich selbst zu verstärken. Soll heißen: Je länger Sie nichts gegen Ihre Unsicherheit unternehmen, desto größer werden die Schwierigkeiten und Auswirkungen, die diese mit sich bringt. Aussitzen ist keine Option.

Sie müssen es selbst in die Hand nehmen und etwas unternehmen, um Ihre Unsicherheit zu überwinden. Leider ist genau das gar nicht so einfach. Zum einen hat es sich die Unsicherheit nach einiger Zeit gemütlich gemacht und ist zur Gewohnheit geworden, zum anderen werden Sie auch unsicher sein, ob Sie wirklich etwas gegen die Marotte des Zweifels ausrichten können.

Um Ihnen ein wenig unter die Arme zu greifen, haben wir verschiedene Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Unsicherheit überwinden.

  • Akzeptieren Sie Ihre Unsicherheit

    Es klingt nicht nur komisch, sondern widersprüchlich. Unsicherheit überwinden, indem diese akzeptiert wird? Das kann tatsächlich funktionieren! Wenn Sie Ihre Unsicherheit akzeptieren und als normale Reaktion - wenn auch in übersteigerter Form - anerkennen, können Sie wirklich gegen diese vorgehen. Hier geht es darum, das Problem zu erkennen, sich einzugestehen, dass Handlungsbedarf besteht und gleichzeitig zu verstehen, dass es möglich ist, die Unsicherheit zu besiegen.


  • Arbeiten Sie an Ihrem Selbstbewusstsein

    Unsicherheit lässt sich am besten überwinden, wenn Sie das Problem an der Wurzel packen und die Ursache bekämpfen. Gelingt es Ihnen, Ihr Selbstbewusstsein zu stärken, wird die Unsicherheit automatisch nachlassen. Dies funktioniert am besten, wenn Sie sich Ihre Stärken bewusst machen. Schreiben Sie Erfolge auf, fragen Sie Freunde, was diese an Ihnen besonders schätzen. Je besser Sie sich mit sich selbst fühlen, desto sicherer wird Ihr Auftreten.


  • Hören Sie auf, anderen etwas zu unterstellen

    Unsichere Menschen verstehen gerne einmal etwas falsch. Sie beziehen alles auf sich und interpretieren Aussagen so, dass es zu den eigenen Zweifeln passt. Eine schlechte Angewohnheit, an der Sie unbedingt arbeiten müssen, um Ihre Unsicherheit überwinden zu können. Konzentrieren Sie sich auf das, was wirklich gesagt wurde - und nicht auf das, von dem Sie glauben, das vielleicht gemeint sein könnte.


  • Verlassen Sie häufiger Ihre Komfortzone

    Ihre Unsicherheit können Sie hinter sich lassen, wenn Sie immer wieder merken, dass diese vollkommen unbegründet ist. Verlassen Sie Ihre Komfortzone, gehen Sie aus sich hinaus, machen Sie etwas Neues und probieren Sie verschiedene Dinge aus. Sie werden lernen, dass Ihre Sorgen, Zweifel und Bedenken Sie zwar bremsen, aber jeglicher Begründung und Ursache entbehren.


  • Entwickeln Sie einen gesunden Optimismus

    Unsicherheit kann schnell zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Ihre anfängliche Unsicherheit sorgt dafür, dass Sie es erst gar nicht richtig versuchen, schließlich tatsächlich scheitern und daraus schließen, dass Sie von Anfang an recht hatten. Ein Kreislauf, den Sie durch Optimismus unterbrechen müssen. Zwingen Sie sich dazu, vom Positiven auszugehen - auch das wird selbsterfüllend und kann zur Gewohnheit werden.


  • Erstellen Sie ein Worst-Case-Szenario

    Ein großer Unsicherheitsfaktor ist die Angst vor möglichen Konsequenzen, ein Risiko, das nicht kalkulierbar erscheint. Wirken Sie dem entgegen und erstellen Sie ein tatsächliches Worst-Case-Szenario. Wirklichen Grund zur Sorge und Beunruhigung gibt es nur sehr selten, in der Regel ist selbst das schlimmste Ergebnis kein Weltuntergang. Und notfalls lässt sich fast alles rückgängig machen.


  • Gehen Sie ins Detail

    Mit jeder zusätzlichen Information, die Sie sammeln und in Erfahrung bringen können, verringert sich Ihre Unsicherheit Schritt für Schritt. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist, gehen Sie weiter ins Detail, anstatt sich den Rest nur selbst zusammenzureimen. Wissen und Informationen sind ein natürlicher Feind der Unsicherheit, den Sie sich zunutze machen können.

Unsicherheit: Sprüche und Zitate

Unsicherheit überwinden Sprüche Zitate

  • Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht. Jean Paul Sartre
  • Wenn die Menschen unsicher sind und Angst haben, klammern sie sich an das Vertraute. Tony Benn
  • Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. Abraham Lincoln
  • Der unsichere Geist fürchtet, obwohl er zu wissen begehrt. Seneca
  • Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht. Joachim Ringelnatz
  • Es gibt keine Sicherheit, nur verschiedene Grade der Unsicherheit. Anton Pawlowitsch Tschechow
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