Die beste Frage im Vorstellungsgespräch – aus Personalersicht

Wir haben in unserer Jobbörse sowie auf Karrierefragen.de schon mehrfach das Thema Fragen im Vorstellungsgespräch thematisiert. Etwa die Frage „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?„; 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch; Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch oder Fangfragen – und was Personaler daraus lesen. Jetzt aber hörten wir von der Frage eines Personalers, die wir nicht nur für besonders originell, sondern für richtig clever halten: Womöglich handelt es sich gar um die beste Frage, die man in einem Vorstellungsgespräch stellen kann…

Die beste Frage im Vorstellungsgespräch - aus Personalersicht

Die beste Frage im Vorstellungsgespräch aus Personalersicht

Die Personalerfrage lautet:

Welches erfolgreiche Projekt oder welche bewältigte Aufgabe würden Sie nennen, die den signifikant größten Einfluss auf Ihre bisherige Karriere hatte?

Zugegeben, die Frage Klingt erst einmal harmlos. Aber sie hat es in sich:

  • Nicht nur, dass der Bewerber mal eben seine gesamte Laufbahn und diverse bewältigte Herausforderungen Revue passieren lassen und diese gleichzeitig gewichten muss.
  • Er muss das Ergebnis zugleich in den Gesamtzusammenhang seines Werdegangs stellen. Und das eröffnet die Chance zu einem wunderbaren Gespräch.

Das Beste daran aber: Jeder Bewerber kann sich auf die Frage vorbereiten. Und sollte es sogar. Schließlich hilft sie auch noch dabei, eben die bisherige Karriere zu reflektieren und herauszufinden, was diese bisher geprägt und entsprechend künftig prägen könnte.

Die Crux: Bei der Frage geht nicht um richtig oder falsch. Die Antwort ist immer richtig – und sagt aber so viel mehr.

Als Personaler erfahren Sie etwas über…

  • die Problemlösungskompetenz des Kandidaten.
  • seine bisherige Laufbahn.
  • vor allem aber auch etwas über seine Leidenschaft für seinen Beruf. Denn diese Aufgabe, dieses eine Projekt hatte nun mal den größten Einfluss auf seine Karriere.

Auftakt zu einem Bewerbungs-Gespräch im Wortsinn

Der eigentliche Clou einer solchen Frage ist, dass sich daraus ein echtes Bewerbungsgespräch entwickeln kann. Es ist eine offene (salopp formuliert) Plauderfrage. Sie regt ebenso zum Nachdenken und Diskutieren an, wie Sie den Bewerber dazu bringt, sich zu öffnen.

Welche Geschichte, der- oder diejenige anschließend auch immer erzählt: Es schwingen eine Menge Informationen und Emotionen im Subtext mit. Zum gegenseitigen Kennenlernen… ideal!

[Bildnachweis: wavebreakmedia by Shutterstock]

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19. Januar 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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