Decluttering

Minimalismus am Arbeitsplatz Decluttering




Decluttering bedeutet nichts weiter als: Entrümpeln. Am Arbeitsplatz kommt einem hier als Erstes der zugemüllte Schreibtisch in den Sinn.

Dinge, die Sie aussortieren sollten: Entwürfe von alten Projekten. Alte Kalender in der Schublade. Das Werbegeschenk eines Kunden von vor fünf Jahren. Alte Magazine. „Memorabilia“ wie die alte Eintrittskarte der Entwickler-Konferenz. Weg damit!

Beliebter Hack: Den Krempel zunächst in einer Kiste verstauen und nach einem Monat, sofern man nichts vermisst hat, endgültig entsorgen. Apropos: Kennen Sie diese Schreibtisch-Typen:

Die Funktionsfläche

Schreibtisch Typen Funktionsflaeche

Dieser Arbeitsplatz ist pikobello aufgeräumt, durchorganisiert und hochfunktional aufgebaut. Mousepad, Stift und Kalender sind akkurat angeordnet und ergonomisch sinnvoll ausgerichtet. Hier greift ein Rädchen in das andere. Hier haust ein Kontrollfreak, würde man denken. Falsch. Für Dawson sind das vielmehr Signale für einen Bewohner mit starken Stimmungsschwankungen. Jemand, der gebraucht und beachtet werden will – und sich als Organisationstalent empfiehlt. Somit haust hier auch jemand, der gerne hilft, wenn man ihn fragt. Ein solcher Typ arbeitet natürlich trotzdem strukturiert und effizient, erscheint immer pünktlich, pflegt seine Hobbys und hat ein ausgefülltes Privatleben.

[Bildnachweis: Komkrit Noenpoempisut by Shutterstock.com]

Das Oberflächenchaos

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Dieser Schreibtischtäter wäre gerne aufgeräumter, organisierter – schafft es aber nicht. Das Chaos führt hier eine Art Eigenleben mit unbedingtem Überlebenswillen. Das Ergebnis ist ein oberflächliches Tohuwabohu, jedoch mit System. Verloren geht hier nichts. Hunderte von Zeitungsschnipseln und Merkzetteln, die drei Kaffeetassen, die längst eine Spülung vertragen könnten und die Wanderdünen aus Aktendeckeln deuten auf einen liebenswerten Workoholic hin, der immer ein bisschen gestresst wirkt – nicht zuletzt, weil er ein Schwätzchen mit den Kollegen der längst überfälligen Aufräumaktion vorzieht. Dieser Typ ist flexibel einsetzbar und ein brillanter Kopf bei Brainstormings.

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Der Schautisch

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Auch hier türmen sich Papierberge, Bücherstapel und Merkzettel. Jedoch bewusst, um Vielseitigkeit und ein breites, kreatives Interesse zu signalisieren. Moderne Technik findet sich hier nur, wenn die Geräte gerade angesagt sind und als trendy gelten. Dieser Schreibtischtyp sieht sich als kreativer Kopf, denkt er lateral und in großen Visionen. Details dagegen schätzt er gar nicht. So jemand vernachlässigt gerne seine Sorgfaltspflichten.

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Der Trophäen-Tisch

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Der Tisch ist übersät mit persönlichen Gegenständen und Erinnerungen: Familienfotos, Urlaubsbilder, Kinderzeichnungen, Kundengeschenke. Das Arrangement setzt sich oft noch an den Wänden fort und nicht wenige – insbesondere Frauen – neigen gar dazu, Kosmetika auf ihrem Schreibtisch zu drapieren, wie Handcremes oder Vitaminpillen. Nahezu obligat: die Flasche stilles Wasser und andere Erfrischer wie Raumdüfte. Wer ein solches Arbeitsumfeld pflegt, braucht viel Aufmerksamkeit und konstante Unterhaltung im Job, sonst droht Langeweile – und die schätzen diese Typen gar nicht. Immerhin: Sie sind kontaktfreudig, aber selten diskret.

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Die Gedenktafel

Schreibtisch Typen Gedenktafel

Diese Arbeitsfläche hat etwas klinisches und repräsentiert vor allem das Unternehmen, für das dieser Büromensch arbeitet. Keine persönliche Note, kein Einrichtungs-Schnickschnack, nur pure Funktionalität. Wer hier arbeitet, trägt vermutlich eine professionelle Maske. Kaum jemand kennt den Menschen dahinter – und der hat auch nicht vor, das zu ändern. Solche Typen sind meist nett, pflegen die Grundkontakte zu ihrem Team, gehen mit ihnen gemeinsam Mittagessen. Aber wer sie wirklich sind, was sie denken und wollen, bleibt ihr Geheimnis.

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Die Repräsentantenplatte

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Auf den ersten Blick wirkt dieses Büro überfrachtet bis verkramt. Tatsächlich aber erfüllt hier jeder Gegenstand seinen Zweck: Er soll den Bewohner in ein positives Licht rücken. Es wimmelt geradezu von Dokumenten vergangener Erfolge, exklusiver Reisen und sportlicher Höhenflüge. Es ist der Tisch eines Anführers. Solche Typen streben nach vorn, wollen etwas erreichen, das dann aber auch zeigen und gewürdigt wissen.

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Eine weitere Möglichkeit heißt: Papierloser Schreibtisch. Sie reduzieren die Zettelwirtschaft, wenn Sie To-do-Listen, Mindmaps und ähnliches konsequent digitalisieren. Das spart Ablagefächer, Papier, Müll und sorgt vermutlich für eine weitaus bessere Ordnung und Organisation.

[Bildnachweis: Phongphan Shutterstock.com]
10. August 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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