Linkedin Profil verbessern: 11 Tipps
Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt Ihr Linkedin-Profil genau angesehen? Viele Nutzer legen Ihr Profil einmal an und verändern es danach nicht mehr. Doch genau das ist ein Fehler. Innerhalb von wenigen Minuten, vielleicht sogar nur als Import des Lebenslaufs, lässt sich kein professioneller Online-Auftritt erstellen. Schnell noch ein Foto hinzugefügt und fertig ist das Ding. Herauskommt ein oftmals lückenhaftes und wenig aussagekräftiges Profil. Damit verschenken Sie allerdings wertvolle Möglichkeiten auf sich und Ihre Arbeit aufmerksam zu machen und Ihre Reputation gezielt zu gestalten. Wer sich sowohl für die Erstellung als auch für die regelmäßige Überarbeitung des Profils Zeit nimmt, entdeckt die Chancen, die LinkedIn einem bietet, um ein eigenes Netzwerks auf- und auszubauen. Tipps, wie Sie Ihr Linkedin Profil verbessern und mehr herausholen...

Linkedin Profil verbessern: In 11 Schritten zum perfekten Profil

Ein Linkedin Profil zu erstellen ist eine Sache von wenigen Minuten. Ein paar Klicks, eine E-Mail Adresse und sofort können Sie loslegen. Doch ein Seite, die auf diese Weise erstellt wurde, ist alles andere als erfolgsversprechend. Besucher Ihres Profils sind auf der Suche nach zusätzlichen Informationen, sie wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, welche Qualifikationen diese Person mitbringt und in welchen Bereichen sie aktiv ist. Wir zeigen, wie Sie in 11 Schritten zum perfekten Linkedin Profil kommen:

  1. Profil-Slogan

    Nach Ihrem Namensfeld - das wirklich nur Ihren Vor- und Nachnamen beinhalten sollte - spielt der Slogan Ihres LinkedIn Profils eine wichtige Rolle. Achten Sie hier auf einen aussagekräftigen, jedoch prägnanten Text der Ihre Stärken und Ihre Schwerpunkte zur Geltung bringt. Diesen zu formulieren kann etwas dauern, doch diese Zeit sollten Sie sich nehmen, da der Titel für den ersten Eindruck Ihres Profils entscheidend ist.

  2. Bild

    Wie in anderen sozialen Netzwerken gilt auch bei LinkedIn: Ein professionelles, sympathisches und ansprechendes Bild prägt die Wirkung Ihres Profils maßgeblich. Achten Sie darauf, dass Ihr Bild sowohl von der Farbgestaltung als auch von der Ausstrahlung her zu Ihnen passt und die von Ihnen gewünschte Wirkung vermittelt.

  3. Kontaktinformationen

    Wenn Sie Kontakte knüpfen und Beziehungen aufbauen wollen, sollten Sie natürlich entsprechende Kontaktmöglichkeiten bieten. Dazu müssen Sie nicht zwingend alle möglichen Kontaktinformationen angeben. Konzentrieren Sie sich lieber auf die Kanäle, die Sie aktiv nutzen und über die Sie wirklich erreichbar sind.

  4. Profil-URL

    LinkedIn bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Profil URL anzupassen und so lesbarer - und leichter merkbar - zu gestalten. Nutzen Sie diese Option unbedingt und achten Sie darauf, eine URL zu wählen, die einen leicht erkennbaren Bezug zu Ihnen oder Ihrer primären Webseite hat. So erhöhen Sie nicht nur die Chance, von anderen gefunden zu werden, die Links mit Ihrer Profil URL sehen auch schöner und eleganter aus.

  5. Mehrwert

    Um andere Mitglieder auf sich aufmerksam zu machen und echten Mehrwert im Netzwerk zu schaffen, sollten Sie idealerweise täglich interessante Inhalte teilen. Dabei kann es sich sowohl um eigene Artikel als auch um Artikel und Beiträge anderer Seiten und Nutzer handeln. Teilen Sie gezielt immer wieder Inhalte bestimmter Autoren, können Sie so auch deren Aufmerksamkeit erregen.

  6. Keywords

    Bevor Sie irgendein soziales Netzwerk für Ihre Jobsuche nutzen, sollten Sie Ihre Kewywords festlegen. Diese Keywords bauen Sie dann in alle Profile - logischerweise auch in der Beschreibung Ihres LinkedIn Profils - ein. So erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Kontext des jeweiligen Keywords und bringen Leser dazu, Sie mit diesen Begriffen zu assoziieren.

  7. Ansprache

    Der "Über mich"-Bereich erfordert bei LinkedIn möglicherweise ein gewisses Umdenken. Hier handelt es sich nicht um einen Lebenslauf, sondern um Ihre Chance, sich Besuchern Ihres Profils in einer Zusammenfassung zu präsentieren. Daher sollten Sie hier aus der Ich-Perspektive schreiben und Ihre Zielgruppe und Leser direkt ansprechen. So stellen Sie einen persönlichen Bezug zu Ihren Lesern her und können gezielt herausstellen, wer Sie sind und was Sie auszeichnet.

  8. Video/Medien

    LinkedIn bietet Ihnen die Möglichkeit, bei den verschiedenen Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn Videos, Slideshows oder andere Medien einzubinden. Machen Sie von dieser Option Gebrauch und binden Sie hier aussagekräftige Videos oder Medien ein, die Besuchern Ihres Profils einen Eindruck Ihrer Tätigkeit oder Philosophie vermitteln.

  9. Kenntnisse

    Neben dem "Über mich"-Bereich bieten Ihnen vor allem die Kenntnisse auf Ihrem Profil die Möglichkeit, Ihre Keywords unterzubringen und potentielle Arbeitgeber und Netzwerkpartner anzusprechen. Nutzen Sie diese Möglichkeit und wählen Sie Ihre Kenntnisse mit Bedacht und im Hinblick auf Ihre Zielgruppe und Zielsetzung aus.

  10. Projekte

    Es gibt LinkedIn Profile, auf denen Sie dutzende Projekte vorfinden. Das mag zwar erstmal beeindruckend wirken, ist jedoch nicht sinnvoll. Denn bei der Auswahl Ihrer dargestellten Projekte sollten Sie sich auf die wirklich relevanten konzentrieren, die Ihre Kompetenz und Ausrichtung unterstreichen. Ein Überangebot wirkt beliebig und macht Personalern und Headhuntern die Suche unnötig schwer.

  11. Empfehlungen

    Empfehlungen zeigen nicht nur, dass Sie auf LinkedIn wirklich aktiv sind, sie bieten Besuchern Ihres Profils vor allem einen Eindruck Ihres professionellen Netzwerks. Sprechen Sie Empfehlungen daher auch unter dem Aspekt der Außenwirkung aus uns stellen Sie sicher, dass die Empfehlungen auf Ihrem Profil sichtbar sind.

Linkedin Profil verbessern: Aktivität in Gruppen

Linkedin bietet Gruppen zu den unterschiedlichsten Bereichen an, in denen Sie auf Gleichgesinnte treffen und sich zu Themen austauschen können, die Sie interessieren. Auch um ein berufliches Netzwerk aufzubauen, können Linkedin Gruppen genutzt werden.

Wir raten jedoch davon ab, blindlings irgendwelchen Gruppen beizutreten. Ein Engagement in Gruppen ist nur sinnvoll, wenn sich dort Influencer, Unternehmen und Netzwerkpartner beteiligen, die Sie für Ihre Jobsuche oder Ihren Reputationsaufbau wirklich brauchen. Um eine Linkedin Gruppe effektiv zu nutzen, müssen Sie dort außerdem aktiv sein.

Dies ist nur bei einer begrenzen Anzahl von Gruppen möglich, weshalb wir empfehlen, dass Sie sich die Gruppen mit Bedacht auswählen, aber dafür umso aktiver in denen sind, für die Sie sich entschieden haben.

Linkedin Profil verbessern: So suchen Sie diskret nach einem Job

Syda Productions/shutterstock.comAls berufliches Netzwerk bietet Linkedin viele Möglichkeiten, die passenden Kontakte bei einem Unternehmen zu knüpfen oder direkt vakante Stellen ausfindig zu machen und einen neuen Job an Land zu ziehen. Blöd nur, wenn auch die Kollegen oder gar der Chef über das Netzwerk von den Wechselabsichten Wind bekommt und plötzlich mit ein paar unangenehmen Fragen in der Tür steht. Glücklicherweise geht es bei der Jobsuche auf Linkedin auch diskreter, indem Sie einige Einstellungen ändern und so Ihr Vorhaben privat halten können.

Üblicherweise werden bei Linkedin Änderungen des Status' stets in Ihrem Aktivitätenprotokoll angezeigt. Heißt: Sobald Sie beispielsweise nur das Foto austauschen, erfährt das Ihr Netzwerk automatisch. In der Regel ist das auch so gewollt. Etwa, wenn die Kontakte erfahren sollen, dass Sie jetzt unter einer anderen Nummer zu erreichen oder umgezogen sind.

Während Sie sich diskret nach einer neuen Stelle umsehen, ist das aber eher unpraktisch. Um potenzielle Arbeitgeber und Headhunter auf sich aufmerksam zu machen, lohnt es sich zwar, entsprechende Suchbegriffe und Keywords im eigenen Profil unterzubringen. Damit ist aber nicht gemeint, dass Sie so etwas wie "Suche neue Herausforderungen" eintragen. Zu plump, zu auffällig. Eher geht es darum, bisherige Erfolge aufzulisten, sowie spezielle Kenntnisse und Erfahrungen namentlich zu erwähnen, die bei Ihren Wunschunternehmen oder im Zielberuf gefragt werden.

Da solche Profiländerungen aber selten ohne Hintergedanken erfolgen, ist jedem Mitleser sofort klar, woher der Wind weht. Damit die Jobsuche Privatsache und unter dem Radar der mitlesenden Kollegen bleibt, müssen Sie also ein paar Veränderungen an den Privatsphäre-Einstellungen vornehmen. Die finden Sie rechts oben im Linkedin-Profil:

Datenschutz und Einstellungen

Wollen Sie Ihr Profil für Ihre Jobsuche aktualisieren, um damit möglichst viele Recruiter anzulocken, klicken Sie zunächst auf die Schaltfläche Die Veröffentlichung Ihrer Aktivitäten aktivieren bzw. deaktivieren. Standardmäßig dürfte hier ein Haken in der Checkbox stehen - Ihr Profil meldet also automatisch an alle im Netzwerk, wenn sich bei Ihnen etwas tut.

Den Haken nehmen Sie jetzt raus, speichern die Änderung und können nun bequem, heimlich still und leise Ihr Profil verändern. Wenn der Jobsuche-Prozess abgeschlossen ist, können Sie diese Privatsphäre-Einstellung natürlich jederzeit wieder zurücknehmen. Solange Sie sich umsehen, würde ich das nicht empfehlen - weniger aus technischen Gründen, sondern einfach aus Selbstschutz:

Vielleicht fällt Ihnen ein Tippfehler auf oder Sie möchten doch noch eine Kleinigkeit einfügen. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass Sie aus Euphorie, die Privatsphäre-Einstellung vorher vergessen abzuschalten. Schon ist's passiert - alle wissen bescheid. Unnötig.

Bleiben Sie also ruhig im Stealth-Modus. Ihr Profil bleibt auch so auffindbar, es meldet nur nichts, was Sie nicht wollen.

Profile vom neuen Arbeitgeber ansehen

Ditty_about_summer/shutterstock.comEine weitere kluge Möglichkeit bei der Jobsuche ist es, Profile von möglichen Arbeitgebern zu besuchen und dort Informationen zu suchen. Wenn Sie das tun, wird das allerdings aufmerksam registriert. Linkedin meldet nämlich, wer das Profil angesehen hat.

Auch das können (und sollten) Sie jedoch unterbinden. Wieder, indem Sie in die Privatsphäre-Einstellungen gehen und diesmal den Punkt Bestimmen, was Personen sehen, deren Profil Sie besuchen wählen. Hier bleiben drei Alternativen zur Auswahl: Voller Name und Profil-Slogan, teilweise private Einstellungen, in der nur Ihre Branche angezeigt wird oder der Stalker-Modus, in dem Sie komplett anonym bleiben.

Sollte Ihnen das noch nicht genügen, können Sie unter dem Punkt Bestimmten, wer Ihre Kontakte sehen darf festlegen, wer Ihr Netzwerk betrachten kann. So würde dann auch keiner mitbekommen, mit wem Sie neuerdings befreundet sind beziehungsweise in Kontakt stehen. Auch das ist allerdings ein zweischneidiges Schwert:

  • Pro: Der jetzige Chef bekommt nicht mehr mit, dass Sie mit dem Mitbewerber anbandeln.
  • Contra: Kontakte beweisen Marktwert. Wen Sie kennen und welchen Einfluss Sie in der Branche haben, sieht der Chef in spe dann auch nicht mehr.

Auch hier müssen Sie also zwischen Risiko und Chance abwägen. Mit den ersten drei genannten Einstellung fliegen Sie aber bereits deutlich unter dem Radar Ihres bisherigen Netzwerks.

Extra-Tipp: Kontakte löschen

Vielen ist das Thema unangenehm, vielleicht sogar peinlich. Aber zur Netzwerkpflege gehört nun mal auch, dass man sich von einigen seiner Kontakte im Lauf der Zeit wieder trennt. Das kann daran liegen, dass es sich dabei ohnehin nur um Karteileichen handelt, also Menschen, mit denen einen nichts verbindet - außer einem Link bei Xing oder Linkedin. Ein anderer Grund: ein radikaler Berufs- und Jobwechsel, der manche Business-Kontakte schlicht obsolet macht. Und schließlich gibt es noch Kontakte, die einem inzwischen peinlich sind. Denn: Wen man offiziell auf Xing oder Linkedin kennt, das lässt immer auch ein paar Rückschlüsse auf die eigene Person zu.

Wie sich diese Kontakte auf Linkedin (oder Xing) löschen lassen, erfahren Sie HIER.

[Bildnachweis: Miss Ty, Syda Productions, Ditty_about_summer by Shutterstock.com]