Rückschläge gehören zum Leben dazu, niemand ist vor ihnen gefeit. Grundsätzlich ist das auch nicht schlimm, denn selbst wenn es oft schmerzlich ist, lässt sich aus vielen Fehltritten etwas lernen oder ein negatives Erlebnis hilft dabei, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Ein bekanntes Sprichwort sagt: Es kommt nicht darauf an, wie oft man hinfällt, sondern wie oft man wieder aufsteht. Die Mentalität hinter dieser Einstellung stimmt bereits, doch es bleibt noch die Frage, wie das Aufstehen am Ende auch wirklich gelingt. Dabei gilt: Meistens muss man nicht mehr tun, sondern einige Angewohnheiten ablegen. Das sollten Sie aufgeben, um nach einem Rückschlag wieder auf die Beine zu kommen...

Nehmerqualitäten zeichnen eine starke Persönlichkeit aus

Woran lässt sich die Stärke einer Persönlichkeit messen? Sicherlich ist es eine Frage der Charakterstärke, im Erfolg nicht abzuheben und ein guter Gewinner zu sein. Aber ehrlich gesagt: Es ist um ein Vielfaches einfacher, ein guter Gewinner, als ein guter Verlierer zu sein. Wer gerade Oberwasser hat, kann sich dementsprechend positiv zeigen, doch eine wirklich starke Persönlichkeit, zeichnet sich erst bei Rückschlägen aus.

Erst wenn es einmal nicht so gut läuft, zeigt sich, ob sich jemand unterkriegen lässt oder ob er über genügend Resilienz verfügt, um die Krise zu meistern, zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Aber gibt es Eigenschaften, die beeinflussen, wie gut - oder eben schlecht - Sie mit Rückschlägen umgehen? Ja, die gibt es durchaus und die gute Nachricht: Sie können daran arbeiten und gezielt die wichtigen Charakterzüge stärken:

  • Selbstbewusstsein. Ohne den Glauben und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ist der Weg nach einem Rückschlag besonders schwer. Wenn Sie wollen, dass es schnell wieder aufwärts geht, brauchen Sie Selbstbewusstsein.
  • Optimismus. Verlieren Sie trotz eines Rückschlags nicht den Blick für die positiven Dinge. Wenn etwas schief läuft, ist es normal, alles schlecht zu sehen. Doch der Umgang mit einer Krise wird spürbar leichter, wenn Sie davon ausgehen, dass sich alles zum Besten wendet.
  • Selbstbestimmtheit Denken Sie daran, dass Sie Ihr Schicksal weiterhin selbst in der Hand haben. Ein Rückschlag kann Sie vielleicht kurzzeitig aus der Bahn werfen, doch langfristig geben Sie immer noch die Richtung vor, in die Sie sich entwickeln wollen.

Rückschläge, nach denen Sie wieder aufstehen müssen

Rückschläge, nach denen Sie wieder aufstehen müssenHand aufs Herz: Wir alle haben schon den ein oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. So schön es auch wäre - es geht eben nicht immer nur bergauf. Und selbst wenn, ist der Weg meist steinig. Jeder Lebensweg ist anders, doch gibt es einige Rückschläge, denen sich die meisten früher oder später im Privatleben oder der beruflichen Laufbahn einmal stellen müssen und nach denen man trotzdem weitermachen und wieder aufstehen muss:

  • Das Vermasseln in einer wichtigen Prüfung
  • Die Kündigung vom Arbeitgeber
  • Das schmerzhafte Ende einer Beziehung
  • Das Scheitern einer Idee
  • Die Sackgasse in einem eingeschlagenen Weg
  • Der Fehler, für den man die Konsequenzen tragen muss
  • Der Verlust eines Freundes oder Familienmitglieds

Diese Rückschläge haben zunächst alle eine grundlegende Gemeinsamkeit: Sie tun weh. Werden die Situationen dann aber gemeistert, haben sie einen umso größeren Nutzen, auch wenn dieser immer erst im Nachhinein sichtbar wird und man sich anfangs wünscht, es wäre anders gelaufen.

Rückschläge Spruch

Rückschläge: Das müssen Sie aufgeben, um wieder aufzustehen

Mit diesen Eigenschaften sind Sie bereits gut ausgerüstet, um nach einem Rückschlag schnell wieder aufzustehen. Das bedeutet aber nicht, dass es Ihnen leicht fallen wird. Darum ist die erste Regel: Nehmen Sie sich Zeit. Nach einer Jobabsage gilt beispielsweise die 24-Stunden-Regel. Bei härteren Rückschlägen darf diese Frist durchaus länger ausfallen, doch sollten Sie nie vergessen: Das Leben geht weiter. Damit Sie nach einem Rückschlag wieder in die Spur zurückfinden und die Krise hinter sich lassen können, sollten Sie diese Dinge unbedingt aufgeben:

  1. Hören Sie auf, sich an die Vergangenheit zu klammern

    Der erste wichtige Schritt, um nach einem Rückschlag wieder aufzustehen, ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Konzentrieren Sie sich stattdessen lieber auf die Gegenwart und die Zukunft. Wie ist die aktuelle Situation und wie können Sie das Beste daraus machen? Wenn Sie den Blick wieder nach vorne richten, können Sie die positiven Erinnerungen an die Vergangenheit behalten und mit neuer Energie weitermachen.

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  2. Geben Sie sich nicht für alles die Schuld

    Weder wird es Sie bei der Verarbeitung eines Rückschlags unterstützen, noch werden Sie sich besser fühlen, wenn Sie sich immer für alles die Schuld geben. Bleiben Sie daher auch in einer Krise ehrlich und freundlich zu sich selbst. Haben Sie beispielsweise Ihren Job verloren, weil Ihr Arbeitgeber insolvent wurde, liegt dies nicht in Ihrer Verantwortung. Konzentrieren Sie sich auf die Dinge, auf die Sie tatsächlich Einfluss nehmen können.

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  3. Bereuen Sie sich nicht die Dinge, die Sie nicht getan haben

    Es ist ein ewiger Kreislauf: Hätte ich doch nur anders gehandelt und warum habe ich bloß nicht... All diese Gedanken führen nur weiter in die Krise, helfen aber kein bisschen, um wieder auf die Beine zu kommen. Verschwenden Sie Ihre Kraft nicht auf Dinge, die Sie ohnehin nicht mehr ändern können. Nutzen Sie Ihre Kraft stattdessen, um Ihre nächsten Schritte zu planen.

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  4. Verlassen Sie das negative Umfeld

    Das Letzte, das Sie nach einem Rückschlag brauchen, ist ein Umfeld, das Sie in der negativen Stimmung auch noch bestärkt. Suchen Sie sich stattdessen Gesellschaft, die Sie motiviert, anspornt und Ihnen Mut macht. Am besten gelingt dies in der Regel mit einem gewissen Abstand zum Ort Ihres Rückschlags. Soll heißen: Gibt es auf der Arbeit Probleme, sollten Sie eher mit Freunden oder Familie darüber sprechen und nicht mit den Kollegen im Büro.

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  5. Bemitleiden Sie sich nicht selbst

    Im ersten Moment ist es ein angenehmes Gefühl und hilft dabei, eine schwierige Situation besser zu ertragen. Doch wenn es darum geht, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen, ist kein Platz mehr für Selbstmitleid. Vermeiden Sie also alle Gedanken im Sinne von "Ich hab es besonders schwer" oder "Allen anderen geht es besser". Erinnern Sie sich lieber daran, dass jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat und es Ihre Aufgabe ist, sich eine Lösung für Ihre zu überlegen.

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  6. Reden Sie sich selbst nicht grundlos schlecht

    Ihnen ist ein Fehler unterlaufen und Sie müssen nun dafür gerade stehen? Das ist sicherlich eine unangenehme Situation, doch kein Grund an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln. Fragen Sie sich, was schief gelaufen ist und wie Sie es beim nächsten Mal besser machen können. Wenn Sie sich immer wieder selbst schlecht Reden werden Sie irgendwann völlig den Glauben an Ihre Fähigkeiten verlieren - besser ist es, die Rückschläge hinter sich zu lassen und nach vorne zu blicken.

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