Zeitmanagement bei der Jobsuche: So klappt’s
Eine Jobsuche kann sich scheinbar endlos in die Länge ziehen. Man schreibt Bewerbungen, recherchiert, wartet auf eine Antwort, sucht weitere Stellen, schreibt erneut Bewerbungen und wartet wieder auf die erlösende Antwort. Mit zunehmender Dauer wird aus einer anfangs motivierten Bewerbungsphase schnell eine große Belastung - nicht nur finanziell, sondern auch psychisch. Das richtige Zeitmanagement bei der Jobsuche kann helfen, die Erfolgschancen zu erhöhen und schneller eine neue Anstellung zu finden. Wir zeigen, wie Sie effektives Zeitmanagement in Ihre Bewerbungsphase integrieren...

Warum ist Zeitmanagement bei der Jobsuche wichtig?

Zeitmanagement sucht man auf der Liste der Dinge, um die Bewerber sich während einer Jobsuche sorgen, fast immer vergebens. Hier finden sich die wichtigen Punkte: Schnell einen Job finden, finanziell wieder abgesichert sein, nicht in die langfristige Arbeitslosigkeit rutschen.

All dies sind nachvollziehbare und auch richtige Orientierungen, doch gerade deshalb sollte Zeitmanagement auch weiter oben in den Prioritäten zu finden sein. Warum? Weil es hilft, genau diese Ziele umzusetzen - und das sogar schneller.

Ein häufig vorgebrachtes Gegenargument lautet: Während der Jobsuche kann man sich seine Zeit ohnehin frei einteilen, warum braucht es da ein explizites Zeitmanagement? Die Antwort liefert die Frage schon selbst. Eben weil die Zeit größtenteils frei einzuteilen ist, muss man selbst dafür sorgen, diese bestmöglich einzusetzen. Konkret bedeutet dies: Stellen Sie sich die Jobsuche wie einen normalen Job vor. Sie haben Aufgaben, die es zu erfüllen gilt - in diesem Fall die Suche eines neuen Arbeitsverhältnisses. Wie bei anderen Jobs auch, haben Sie eine gewisse Zeit, dieses Ziel zu erreichen und dafür braucht es Zeitmanagement.

5 Tipps, um ein besseres Zeitmanagement bei Ihrer Jobsuche zu erreichen

Ditty_about_summer/shutterstock.comEin wirkliches funktionierendes Zeitmanagement lässt sich nicht von jetzt auf gleich in Ihre Jobsuche einbauen. Sie brauchen sowohl die Motivation, um sich daran zu halten, als auch die richtige Einstellung, um die Vorgaben des Zeitmanagements umzusetzen. Wenn Sie bislang auf ein Zeitmanagement für Ihre Bewerbungsphase verzichtet haben, kann es einige Zeit dauern, bis Sie sich daran gewöhnt haben und Ihr Verhalten entsprechend anpassen. Damit Ihnen diese Umstellung gelingt, haben wir fünf Tipps für Sie gesammelt, die Ihnen helfen können, ein besseres Zeitmanagement bei Ihrer Jobsuche zu nutzen.

  1. Definieren Sie für sich ein klares Ziel

    Ich will einen Job finden. Klingt wie ein akzeptables Ziel, doch damit ist die Sache leider noch lange nicht getan. Was Sie brauchen, ist eine konkrete Vorstellung von dem, was Sie erreichen wollen. Welche Stelle suchen Sie? Was soll der Arbeitgeber bieten? Welche Ihrer Stärken und Fähigkeiten wollen Sie nutzen?

    Für Ihr Zeitmanagement sollten Sie jedoch genau wissen, wohin der Weg Sie führen soll. Nur mit dem klaren Ziel vor Augen, wissen Sie auch, wonach Sie bei Stellen suchen und was eventuell nötig ist, um einen neuen Job zu finden.

  2. Packen Sie die Dinge der Reihe nach an

    Viele Kandidaten gehen Ihre Jobsuche nach einem einfachen Motto an: Je mehr ich gleichzeitig mache, desto schneller klappt es. Leider sieht die Realität meist anders aus. Sich Gedanken über mögliche Positionen machen, Unternehmen ausfindig machen, Stellenangebote durchsuchen, Lebenslauf überarbeiten, Anschreiben verfassen - wer all das gleichzeitig angeht, versinkt schnell im Chaos und verliert den Überblick.

    Es klingt widersprüchlich, aber um das Zeitmanagement zu nutzen, sollten Sie die Dinge nacheinander angehen. So können Sie immer die volle Konzentration auf eine Aufgabe richten, machen weniger Fehler und schaffen am Ende mehr.

  3. Schaffen Sie einen Tagesrhythmus

    Wie bei einem Job sollten Sie während Ihrer Jobsuche einen strukturierten Tagesablauf haben. Planen Sie, welche Zeit Sie nutzen möchten, um sich intensiv mit der Jobsuche zu beschäftigen und ab wann Sie sich Zeit für andere Dinge nehmen.

    Sie vermeiden so das unangenehme Gefühl des Nichtstuns und sorgen gleichzeitig dafür, dass Sie regelmäßig und jeden Tag etwas für Ihre Jobsuche tun.

  4. Sorgen Sie für Abwechslung

    Nicht jeder Tag muss nur aus Lesen von Stellenanzeigen und dem Schreiben von Bewerbungen bestehen. Abwechslung im täglichen Trott sorgt nicht nur für bessere Laune, sondern auch dafür, dass Sie immer bei der Sache sind. Planen Sie beispielsweise Zeit ein, um ein Networking-Event zu besuchen oder nutzen Sie einen Tag, um Ihr Online-Profil zu überarbeiten.

    Der Ort kann ebenfalls zur Abwechslung beitragen. Verlegen Sie die Jobsuche in Ihr Lieblingscafé oder bei passendem Wetter in einen schönen Park.

  5. Setzen Sie Etappenziele fest

    Das große Ziel eines neuen Jobs kann motivieren, aber auch sehr frustrierend sein, wenn es noch unendlich weit entfernt scheint. Kleinere Etappenziele während der Jobsuche können helfen, der Motivation einen neuen Schub zu verleihen und mit neuer Energie weiterzumachen.

    Legen Sie etwa fest, wie viele Bewerbungen Sie innerhalb einer Woche schaffen wollen und gönnen sich eine Belohnung, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben.

[Bildnachweis: Dean Drobot, Ditty_about_summer by Shutterstock.com]