Auf Jobmessen, auf Kogressen, im Smalltalk – überall plaudern Mitarbeiter schon mal über ihren Arbeitgeber, IHR Unternehmen oder DIE Firma. Und dabei offenbaren sie zwischen den Zeilen vielleicht mehr, als sie ahnen: je nachdem ob sie von “dem Unternehmen”, “unserem Unternehmen” oder “meinem Unternehmen” sprechen. Davon ist jedenfalls James W. Pennebaker überzeugt, der diese These in seinem Buch “The Secret Life of Pronouns” aufstellt und über die es sich lohnt, nachzudenken.

Pennebaker glaubt den Code dieser unterschwelligen Botschaften über den Zustand und das Klima eines Unternehmens dechiffriert zu haben. Wenn Mitarbeiter demnach über “mein Büro”, “mein Unternehmen” sprechen, sei alles im grünen Bereich. Arbeitsatmosphäre gut. Die Menschen in diesem Betrieb sind zufrieden, aber identifizieren sich nicht sonderlich mit dem Unternehmen. Besser ist es deshalb, wenn sie von “unserem Büro”, “unserer Firma” sprechen: Stimmung super, Identifikation hoch. Ein Alarmzeichen hingegen sei, sobald Mitarbeiter und Angestellte von “der Firma”, “dem Unternehmen” oder gar in der dritten Person “bei XY” sprechen: Hier herrscht bereits der Zustand innerer Kündigung. Meist sind diese Beschäftigten unglücklich in ihrem Job oder schon auf dem Sprung.

Wie gesagt, das ist zunächst einmal nur eine These. Aber eine, die, wie ich finden, recht plausibel klingt. Was zugleich nur eine Meinung ist. Deshalb sind nun Sie gefragt: Wie denken Sie darüber?