Vorstellungsgespräch Training: Online & kostenlos

Die Bewerbung war erfolgreich. Sie wurden zum Jobinterview eingeladen. Glückwunsch! Jetzt gilt es diese Hürde zu meistern: Mit unserem kostenlosen online Vorstellungsgespräch Training können Sie sich optimal vorbereiten und die das Vorstellungsgespräch perfekt üben…

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Vorstellungsgespräch Coaching: Vorbereitung ist die halbe Miete

Das Vorstellungsgespräch Training ist ein enorm wichtiger Teil der Vorbereitung! Zwar hilft es deutlich, wenn Sie bereits vorab Informationen zum Unternehmen, dessen Philosophie und Ziele sammeln. Doch gründliche Vorbereitung ist mehr und macht mehr als 60 Prozent des späteren Erfolgs aus!

Was sind die Vorteile der Vorbereitung?

  • Mehr Selbstbewusstsein

    Wenn Sie wissen, was im Vorstellungsgespräch auf Sie zukommt und mit welchen Fragen Sie konfrontiert werden, gehen Sie selbstbewusster in das Gespräch. Viele Bewerber kämpfen mit ihrer Nervosität – durch Training senken Sie diese.

  • Bessere Antworten

    Die meisten Jobinterviews folgen einem typischen Ablauf mit typischen Fragen. Deren Antworten können Sie sich ebenfalls vorab gut überlegen und trainieren. Effekt: Sie wirken im Vorstellungsgespräch sofort souveräner, schlagfertiger und überzeugender.

  • Höhere Jobchancen

    Bewerbungsgespräche sind für viele eine ungewohnte Situation. Je besser Sie sich vorbereiten, desto größer Ihre Jobchancen. Durch unser Online-Vorstellungsgespräch-Training wissen Sie, was auf Sie zukommt und können Ihr Wissen im Dialog mit dem Personaler perfekt abrufen.

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Vorstellungsgespräch Ablauf: Alle 7 Phasen üben!

Je mehr Sie ausführlicher Sie sich vorab in das spätere Gespräch hineinversetzen, desto selbstsicherer werden sie und bleiben auch in stressigen Situationen gefasst und gelassen. Nehmen Sie sich bitte für das Vorstellungsgespräch Training ausreichend Zeit – und bitten Sie z.B. Ihren Partner oder einen guten Freund, die Rolle des Personalers zu übernehmen und gehen Sie das folgende Trainingsprogramm und Online-Coaching ruhig mehrmals durch.

Die Wiederholungen geben Ihnen zusätzliche Sicherheit, wobei Sie jedoch darauf achten sollten, keine Antworten auswendig zu lernen, weil das weniger authentisch wirkt. Lassen Sie sich stets die Freiheit, auch mal spontan zu antworten oder Bedenkzeit zu erbitten.

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?

Ein typischer Vorstellungsgespräch Ablauf umfasst fünf Gesprächsphasen. Hinzu kommen die Vor- und Nachbereitung, sodass Sie insgesamt sieben Phasen kennen, vorbereiten und trainieren sollten. Hier ein kompakter Überblick:

1. Phase: Vorbereitung

Eine gründliche Vorstellungsgespräch Vorbereitung macht schon 60 % des Joberfolgs aus. Dazu gehört, dass Sie sich nochmal über das Unternehmen, dessen Hintergrund, Markt, Werte und Produkte informieren sowie Hintergründe zu den Anwesenden recherchieren. Bereiten Sie sich ebenfalls auf unterschiedliche Formate vor, und üben Sie Ihre Selbstpräsentation sowie Antworten auf typische Fragen. Trainieren Sie zusätzlich Ihre Körpersprache, wählen Sie am Tag selbst ein angemessenes Outfit und planen Sie eine pünktliche Anreise.

2. Phase: Begrüßung

Die Begrüßung prägt den ersten Eindruck nachhaltig. Stellen Sie sich hierzu mit Vor- und Nachnamen vor, lächeln Sie und halten Sie dabei Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber. Ein kräftiger Händedruck vermittelt Selbstsicherheit. Danach folgt meist noch kurzer Smalltalk. Wichtig ist, dass Sie dabei nie jammern oder über die Anreise klagen. Immer positiv bleiben – und erst setzen, wenn man Ihnen einen Platz anbietet.

3. Phase: Selbstpräsentation

Die kurze Selbstvorstellung sollte nie länger als 3-5 Minuten dauern und ist grundsätzlich ein freier Vortrag – nie ablesen! Sprechen Sie hierbei lebhaft und zeigen Sie Energie und Körperspannung. Bleiben Sie fokussiert und sachlich und betonen Sie zu mehr 60 % wichtige Qualifikationen, Erfahrungen oder Alleinstellungsmerkmale – ohne nur den Lebenslauf zu wiederholen. Aufgebaut wird die Selbstpräsentation idealerweise nach dem Muster: „Ich bin – ich kann – ich will“.

4. Phase: Fragen & Interview

Das Vorstellungsgespräch dient in erster Linie zum gegenseitigen Kennenlernen. Dazu stellen Personaler viele unterschiedliche Fragen. Hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich ruhig Notizen. Bleiben Sie bei Ihren Antworten unbedingt ehrlich und authentisch und erzeugen Sie keine Widersprüche zum Lebenslauf. Erklären Sie eine mögliche Wechselmotivation, ohne sich zur rechtfertigen und schaffen Sie bei den Antworten einen möglichst starken Unternehmensbezug. Genannte Stärken sollten für die angestrebte Stelle relevant sein (Beispiele nennen!); mit Schwächen gehen Sie wiederum stets reflektiert und konstruktiv um. Reagieren Sie auf Stressfragen stets souverän und gelassen. Und wenn Sie nicht sofort eine Antwort wissen, bitten Sie ruhig um Bedenkzeit.

5. Phase: Rückfragen

Haben Sie immer 2-3 Rückfragen – oder mehr. Nutzen Sie eigene Fragen, um mehr über die Erwartungen des Unternehmens zu erfahren und überlegen Sie sich Fragen zu Entwicklungsperspektiven, z.B: „Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“, „Was erwarten Sie von einem idealen Kandidaten?“, „Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?“ Ebenso können Sie bei den Rückfragen auf Ihre Notizen eingehen. Tabu sind jedoch Fragen zu Urlaub, Benefits oder Überstunden – wirkt nicht motiviert. Stellen Sie auch keine „dummen Fragen“, die Sie hätten vorher recherchieren können.

6. Phase: Abschluss

Bedanken Sie sich am Ende für das angenehme Gespräch und sprechen Sie alle Anwesenden nochmal mit Namen an. Verabschieden Sie sich höflich und professionell und werden Sie dabei nicht hektisch – Sie fliehen nicht! Fragen Sie noch nach den weiteren Schritten oder wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Danach verlassen Sie das Gebäude und sind nett zu allen (!) Mitarbeitern – auch dem Pförtner!

7. Phase: Nachbereitung

Reflektieren Sie in der Vorstellungsgespräch Nachbereitung das Jobinterview zeitnah und lernen Sie daraus, was Sie zukünftig besser machen können. Überlegen Sie, ob Sie den Job weiterhin wollen und wenn ja: Schicken Sie ein Dankschreiben nach 24-48 Stunden – oder ziehen Sie Ihre Bewerbung zurück. Falls Sie nichts mehr hören: Frühestens nach 2-3 Wochen dürfen Sie nachfassen. Ansonsten bleiben Sie bitte weiterhin aktiv auf Jobsuche und informieren Sie sich über weitere Stellenangebote!

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Welche Bewerbungsgespräch Arten gibt es?

Zur gründlichen Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch gehört ebenfalls, dass Sie sich vorab mit den möglichen Formaten und Interview-Arten beschäftigen. Wenn Sie wissen, was Sie erwartet, gehen Sie automatisch selbstsicherer ins Interview. Hier eine Übersicht der häufigsten Bewerbungsgespräch-Arten mit Links zu weiterführenden Ratgebern:

  1. Klassisches Bewerbungsgespräch
  2. Internes Bewerbungsgespräch
  3. Strukturiertes Interview
  4. Telefoninterview
  5. Videointerview
  6. Assessment-Center
  7. Gruppeninterview
  8. Stressinterview
  9. Bewerbungsessen
  10. Auswahltag

Tipp: Wenn Sie noch einen Job haben, dürfen Sie nicht einfach während der Arbeitszeit zum Bewerbungsgespräch. Haben Sie bereits gekündigt, können Sie sich dafür vom gegenwärtiger Arbeitgeber freistellen lassen. Andernfalls müssen Sie Urlaub nehmen oder das Gespräch nach Feierabend verschieben.

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Nicht vergessen: Die Vorbereitung auf das Unternehmen

Zum Vorstellungsgespräch Training gehört ebenso eine gründliche Vorbereitung auf das Unternehmen. Im Internet können Sie über die Homepage des Arbeitgebers oder Social-Media-Kanäle bereits wichtige Informationen finden. Dieses Wissen ist gleich doppelt wichtig: Sie können dadurch im Interview bessere und gezieltere Rückfragen stellen sowie mögliche Fragen zum Unternehmen beantworten.

Spätestens bei der Frage: „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“ haben Sie Probleme, wenn Sie nichts zum Unternehmen wissen. Der Text der Stellenausschreibung liefert zwar erste Anhaltspunkte, doch sollten Sie sich vorab auch zu folgenden Punkten genauer informieren:

  • Firmengeschichte, Firmensitz & Branche
  • Tochterunternehmen & Beteiligungen
  • Niederlassungen im In- & Ausland
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Produkte & Umsatz
  • Mitbewerber & Marktanteile
  • Entwicklung der vergangenen 5 Jahre
  • Aktueller Aktienstand & Herausforderungen

Unbedingt Gesprächspartner recherchieren!

Neben den allgemeinen Informationen über das Unternehmen empfehlen wir zusätzlich Informationen über Ihre Gesprächspartner im Jobinterview zu recherchieren. In der Einladung zum Vorstellungsgespräch steht meist ein Ansprechpartner oder wer das Gespräch führen wird. Diese Person sollten online „stalken“ – z.B. auf Linkedin, Xing oder per Bildersuche mit Google. So wissen Sie bereits, mit wem Sie es zu tun haben. Vielleicht gibt es gemeinsame Interessen oder Hobbys, die sich für den Einstieg und Smalltalk eignen.

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Vorstellungsgespräch Training online: Aufgaben & Übungen

Sie stehen vor einem wichtigen Jobinterview und wollen Ihren Traumjob sichern? Dann haben wir für Sie direkt ein paar Übungen, die Sie auf wichtige Fragen vorbereiten und zeigen, worauf es im Bewerbungsgespräch ankommt, damit Sie eine Zusage bekommen.

Ihre Hauptaufgabe im Vorstellungsgespräch ist: Sie müssen Personaler von sich und Ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen. Deshalb starten wir im Vorstellungsgespräch Training mit den wichtigsten Grundlagen und Spielregeln, um direkt einen sympathischen, vertrauenswürdigen und überzeugenden Eindruck bei den Personalern zu erzeugen.

Dabei gibt es drei zentrale Fragen, die Sie praktisch in jedem Interview beantworten müssen, um Personaler zu überzeugen und den Job zu bekommen:

  1. Wer sind Sie, was können Sie und wie arbeiten Sie?
  2. Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was motiviert Sie an diesem Job?
  3. Warum sollten wir Sie einstellen? Warum sind Sie die Bestbesetzung?

Arbeitgeber wollen grundsätzlich wissen, ob Sie ins Team passen und Ihre späteren Aufgaben bewältigen können. Letztlich beziehen sich alle weiteren Vorstellungsgespräch Fragen darauf, warum Personaler und Recruiter gerade Sie auswählen sollten. Indem Sie diese zentralen Fragen – direkt oder indirekt – beantworten steigern Sie unmittelbar Ihre Bewerbungschancen!

Was ist die KLP-Formel?

Orientieren können Sie sich in der Vorbereitung bereits an der sogenannten KLP-Formel – gemeint sind damit: Kompetenz, Leistungsmotivation und Persönlichkeit. Diese drei Aspekte sind die wichtigsten Weichensteller im Vorstellungsgespräch. Wer hierbei überzeugt, hat gute Chancen auf den Job. Wie Sie die KLP-Formel nutzen, zeigen wir jetzt:

  • Kompetenz

    Lesen Sie sich die Stellenanzeige nochmal aufmerksam durch und prüfen Sie, ob Sie alle erforderlichen Qualifikationsmerkmale (Muss- und Kann-Qualifikationen) mitbringen, sodass Sie diese im Bewerbungsgespräch später konkret nennen können.

  • Leistungsmotivation

    Personaler wollen sehen und spüren, dass Sie eine besondere Motivation für die Stelle und das Unternehmen mitbringen sowie Außerordentliches leisten wollen. Haben Sie eine hohe Identifikation mit der Arbeit und dem Arbeitgeber? Dann erwähnen Sie das auf jeden Fall!

  • Persönlichkeit

    Nicht zuletzt entscheidet im Interview immer auch die subjektive Sympathie. Das mag unfair sein, aber am Ende müssen Sie ins Team und in die Organisation passen. Versuchen Sie daher unbedingt authentisch, freundlich und vertrauenswürdig zu wirken.

Weil Ihre zentralen Kompetenzen bereits durch die schriftliche Bewerbung bekannt sind, geht es im Dialog meist noch stärker um Ihre individuelle Motivation und den persönlichen Eindruck. Das „L“ und „P“ haben also meist mehr Gewicht als das „K“ in der Formel.

Mit der KBA-Formel Aussagen auf den Punkt bringen

Sie wissen nun, worauf es im Gespräch besonders ankommt. Wie aber können Sie das dem Personaler möglichst überzeugend vermitteln? Um maximal verständliche, nachvollziehbare und überzeugende Botschaften zu formulieren, hilft Ihnen wiederum die KBA-Formel. Sie unterstützt Sie sowohl bei der vorbereitenden Selbstreflexion als auch dabei Ihre besten Argumente und Alleinstellungsmerkmale auf den Punkt zu bringen. Konkret:

  1. K = Kommunikationsziel finden

    Im ersten Schritt entwickeln Sie ein klares Kommunikationsziel. Bedeutet: Überlegen Sie, was Sie Ihrem Gegenüber von sich vermitteln wollen – womit Sie überzeugen können, damit der Arbeitgeber sich für Sie entscheidet.

  2. B = Botschaften entwickeln

    Aus Ihrem Kommunikationsziel müssen Sie 3-6 klare, prägnante und verständliche Botschaften ableiten. Beziehen Sie sich dabei auf die oben genannte Kompetenz, Leistungsmotivation und Persönlichkeit. Auch Ihre Sozialkompetenz kann eine aussagekräftige Botschaft sein!

  3. A = Argumente finden

    Am Ende brauchen Sie immer glaubwürdige und überzeugende Argumente. Sonst bleiben die Botschaften nur inhaltsleere Floskeln. Finden Sie Beispiele, Geschichten oder Anekdoten aus bisherigen Jobs oder Praktika, die Ihre Fähigkeiten anschaulich belegen: Welche Situationen in Ihrem Berufsleben verdeutlichen am besten, was Sie von sich vermitteln wollen?

Übung zur KBA-Formel

Trainieren Sie gleich hier online und kostenlos: Formulieren Sie gleich hier die ersten Botschaften auf den Punkt. Mehr als sechs Hauptsätze sollten es nicht sein. Klicken Sie einfach online auf den Kasten und überschreiben Sie die Zeilen:

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Ein Beispiel für eine ausführliche Selbstdarstellung und Formulierung können Sie sich hier kostenlos als PDF herunterladen.

Welche Kompetenzen überzeugen?

Das Vorstellungsgespräch ist Werbung in eigener Sache. Sie müssen also Botschaften entwickeln, die sympathisch, überzeugend und glaubwürdig Ihre Kompetenz, hohe Leistungsmotivation und passende Persönlichkeit vermitteln und im Gedächtnis bleiben.

Denken Sie dabei immer aus Perspektive des Unternehmens: Konzentrieren Sie sich auf Stärken und Qualitäten, die der Arbeitgeber dringend benötigt. Wichtige Kompetenzbereiche können sein:

  • Problemlösungskompetenzen

    Analytisches, logisches, systematisches Denken und Handeln

  • Entscheidungsverhalten

    Geistige Flexibilität, Originalität, Strategie- und Analysestärke

  • Soziale Kompetenzen

    Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, Auftreten und Umgang, Repräsentationsfähigkeit und Konfliktverhalten

  • Strategische Kompetenzen

    Unternehmerisches und vernetztes Denken und Handeln, organisatorische Fähigkeiten, Veränderungsprozesse initiieren und fördern, generelle Erfolgsorientierung

  • Führungskompetenzen

    Führungsanspruch, Delegationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Kooperations- und Integrationsfähigkeit sowie Leistungsorientierung

  • Persönlichen Kompetenzen

    Motivation und Antrieb, Ehrgeiz, Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen, Querdenken, Lernfähigkeit, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit

Worauf Sie sich konzentrieren, hängt von der Position und den Erwartungen des Arbeitgebers ab. Lassen Sie sich dabei im Vorstellungsgespräch nicht nur ausfragen. Bringen Sie Ihre Botschaften proaktiv ein und zeigen Sie, was der Personaler unbedingt von Ihnen wissen muss.

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Vorstellungsgespräch Training: Was sind häufige Fragen?

Um ein vollständiges Bild von Ihnen zu bekommen, stellen Personaler unterschiedliche Fragen im Vorstellungsgespräch. Die gute Nachricht: Die meisten davon können Sie bereits im Vorfeld vorbereiten, üben und trainieren. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit den häufigsten Vorstellungsgespräch Fragen. Überzeugende Antworten und Strategien für Ihre Antworten finden Sie in den verlinkten Artikeln dazu:

  1. Warum sollten wir Sie einstellen?
  2. Was ist Ihre größte Schwäche?
  3. Was sind Ihre Stärken?
  4. Warum sind Sie besser als andere?
  5. Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
  6. Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  7. Was ist Ihre Motivation?
  8. Was treibt Sie an?
  9. Haben Sie sich woanders beworben?

Eine gute Übung während der Vorbereitung ist, mögliche Antworten und Aussagen möglichst präzise und prägnant auf den Punkt zu bringen. Langes Lamentieren wirkt nie wirklich souverän oder selbstsicher. Üben Sie daher, Ihre Sätze möglichst kurz und konkret zu formulieren. Eine ruhige und deutliche Aussprache sowie seriöse Wortwahl steigern immer Ihre Überzeugungskraft.

Lesetipp: Beste Fragen namhafter CEOs

Wie umgehen mit den Fragen zu Stärken und Schwächen?

Die Fragen nach den Stärken und Schwächen werden im Bewerbungsgespräch oft gestellt. Hierbei gibt es kein eindeutiges Richtig oder Falsch. Wichtig ist, dass Sie bei solchen Fragen folgende goldene Regeln beachten:

  • Fragen zu den Stärken

    Bei den Stärken kommt es darauf an, dass Sie nicht übertreiben, dass diese für die angestrebte Stelle relevant sind und Sie passende Beispiele dazu nennen. Erwähnen Sie aber keine Eigenschaften, die für den Job ohne Nutzen sind. Ein gutes Beispiel für eine Formulierung lautet: „Ich kann sehr gut unter Zeitdruck und Stress arbeiten. Als in meinem letzten Beruf die Deadline für ein großes Projekt kurz bevorstand, hat mich das zu noch besseren Leistungen angetrieben.“

  • Fragen zu den Schwächen

    Bei den Schwächen geht es vor allem um Ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion und den konstruktiven Umgang mit einem Defizit. Das ist dann schon wieder eine Stärke. Nennen Sie aber keine Floskeln oder Schwächen, die für die Position von Bedeutung sind. Beispielformulierung: „Gelegentlich fällt es mir schwer, organisiert zu bleiben. Um den Überblick zu behalten, habe ich die ToDo-Liste für mich neu entdeckt: Seit ich diese Listen jeden Morgen anfertige, priorisiere und abarbeite, bin ich strukturierter und produktiver.“

Was sind unerlaubte Fragen?

Manche Personaler stellen auch Fragen, die in die Kategorie „illegal“ fallen. Auch hierauf sollten Sie zumindest vorbereitet sein, um souverän zu bleiben und angemessen reagieren zu können. Grundsätzlich müssen Sie auf solche Fragen nicht antworten und dürfen sogar mit einer Notlüge reagieren – oder das Bewerbungsgespräch beenden.

Beispiele für unerlaubte Fragen:

  • Sind Sie schwanger?
  • Planen Sie Kinder?
  • Haben Sie Schulden?
  • Sind Sie Gewerkschaftsmitglied?
  • Welche Partei wählen Sie?
  • Welcher Religion gehören Sie an?

Eine mögliche Antwort auf solche Fragen ist: „Ich empfinde diese Frage als unangemessen und nicht relevant für die ausgeschriebene Stelle. Gerne beantworte ich Ihnen eine andere Frage zum meinem fachlichen Hintergrund.“

Ausführliche Tipps zu illegalen Fragen, finden Sie in unserem Fachartikel: Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch.

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Wie kann ich eine perfekte Selbstpräsentation üben?

Ein zentraler Punkt in jedem Interview ist die Selbstpräsentation. Sie ist immer eine freie Rede, dauert nicht länger als 3-5 Minuten und sollte den Lebenslauf nicht einfach nur wiederholen.

Eine überzeugende Selbstpräsentation hat immer einen Bezug zur Stelle und zum Unternehmen. Einsteigen können sie zum Beispiel so: „Vielen Dank für die Einladung und die Chance, mich hier vorzustellen. Mein Name ist Maria Muster, ich bin 27 und würde gerne drei Erfahrungen ins Zentrum meiner Selbstpräsentation stellen. Diese zeigen aus meiner Sicht am deutlichsten, warum ich zur Stelle passe: 1. …“ Aber Vorsicht: Lernen Sie die Präsentation nicht Wort für Wort auswendig. Das wirkt später aufgesetzt und nicht authentisch. Der Idealfall ist eine freie Rede.

Tipps zum Aufbau der Selbstpräsentation

Aufbauen können Sie die Selbstvorstellung nach der Formel: Ich bin – ich kann – ich will:

    1. Ich bin

  • Selbstvorstellung (Name, Alter, Herkunft)
  • Ausbildung, Studium, höchster Abschluss
  • Bisherige Jobs, Erfahrungen
  • 2. Ich kann

  • Meilensteine im Berufsleben
  • Besondere Qualifikationen, Zertifikate
  • Größe Erfolge mit Zahlen
  • 3. Ich will

  • Stärken und Talente mit Mehrwert
  • Motivation für den Job
  • Ziele in der Position

Mit diesem Aufbau sollte der dritte Teil die meiste Zeit einnehmen. Hier beweisen Sie Ihren Nutzen für das Unternehmen und nennen die Hauptargumente dafür, Sie einzustellen. Alternativ können Sie auch die sogenannte STAR-Methode nutzen.

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Welche Rückfragen sollte ich stellen?

Auch Bewerber dürfen und sollten Fragen stellen – wann immer sie die Chance dazu erhalten! Kluge Rückfragen zeigen echtes Interesse und beweisen wieder Ihre gründliche Vorbereitung. Zudem erfahren Sie dadurch mehr über den Job und das Unternehmen: Wer fragt, der führt – das gilt auch für das Bewerbungsgespräch!

Auswahl der besten Rückfragen:

  • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
  • Was erwarten Sie von dem idealen Kandidaten?
  • Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?
  • Was könnte mich an diesem Job am meisten frustrieren?
  • Wie würden Sie den Führungsstil meines Chefs beschreiben?
  • Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
  • Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?
  • Wie werden bei Ihnen Talente und Stärken gefördert?
  • Warum arbeiten Sie gerne für dieses Unternehmen?
  • Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?

Gratis-Download: Liste mit 80 cleveren Rückfragen

Training für das richtige Verhalten im Gespräch

Es wird oft übersehen, hat aber große Auswirkungen: Nicht nur Ihre Aussagen, sondern Ihr gesamtes Verhalten werden im Vorstellungsgespräch bewertet! Die besten Antworten bringen Sie dem Job nicht näher, wenn Ihr Auftreten nicht zur Branche oder Position passt. Diese Punkte gehören deshalb zum Vorstellungsgespräch Training unbedingt dazu:

  • Timing

    Erscheinen Sie pünktlich. Auf keinen Fall zu spät, aber auch nicht früher als 5 Minuten. Beides wirkt schlecht organisiert oder gar verzweifelt. Kommen Sie kurz vor dem vereinbarten Termin an, um das Gespräch stressfrei und entspannt zu beginnen.

  • Händedruck

    Geben Sie allen Anwesenden die Hand – jedoch in hierarchischer Reihenfolge! Also: Gastgeber zuerst, dann Chefs, dann Mitarbeiter. Ihr Händedruck sollte fest sein und nicht länger als jeweils 3-5 Sekunden dauern.

  • Lächeln

    Machen Sie stets ein freundliches und aufgeschlossenes Gesicht. Begrüßen Sie alle mit einem Lächeln und möglichst mit Namen (merken – auch für den Abschied!). Eine allzu angespannte Mimik lässt Sie distanziert und unsympathisch wirken.

  • Vorstellung

    Stehen Sie auf, wenn sich Ihnen jemand nähert, um Sie zu begrüßen. Stellen Sie sich auch dieser Person kurz vor, es sei denn man spricht Sie gleich namentlich an. Mehr Tipps dazu lesen: Perfekte Selbstvorstellung im Bewerbungsgespräch.

  • Manieren

    Zeigen Sie stets gute Manieren. Setzen Sie sich nicht einfach hin, sondern warten Sie, bis man Ihnen einen Sitzplatz anbietet. Sagen Sie „Bitte“ und „Danke“ und stecken Sie die Hände nicht einfach in die Hosentaschen. Was selbstverständlich klingt, wird leider immer wieder missachtet.

  • Smalltalk

    Die ersten Minuten gehören dem Smalltalk: „Wie war Ihre Anreise? Haben Sie gut hergefunden? Gab es irgendwelche Probleme im Vorfeld?“ – Bleiben Sie dabei unbedingt positiv! Es geht hierbei in erster Linie um eine angenehme Atmosphäre. Meckern und beschweren Sie sich niemals, selbst wenn es einen Grund dazu gibt. Besser sind sachliche Komplimente: „Tolles Gebäude, schöne Aussicht, sehr angenehmer Empfang…“

Schwierige Situationen im Vorstellungsgespräch meistern

Im Vorstellungsgespräch läuft – selbst bei bester Vorbereitung – nicht immer alles rund. Fragen können einen verunsichern; Sie haben einen Blackout oder verstricken sich in Widersprüche. Vielleicht sollen Sie eine Kündigung oder längeren Arbeitslosigkeit erklären – oder Lücken im Lebenslauf

Damit Sie auch darauf vorbereitet sind, sollten Sie solche Situationen bereits im Vorstellungsgespräch Training vorab durchspielen. Auch hierzu haben wir einige konkrete Tipps und Emfpehlungen:

Ruhe bewahren

Das Wichtigste bei schwierigen und unangenehmen Fragen ist: Ruhe bewahren und souverän bleiben. Lassen Sie sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Im Zweifel fragen Sie nach, warum diese Frage relevant für die ausgeschriebene Stelle ist. Sie dürfen ebenso einen kurzen Moment Bedenkzeit erbitten. So können Sie besser entscheiden, wie Sie darauf antworten und reagieren wollen.

Überraschung zugeben

Idealerweise sind Sie auf alle heiklen Fragen vorbereitet und haben bereits eine kurze Antwort parat. Falls es Sie dennoch kalt erwischt, demonstrieren Sie Ihre Gelassenheit am besten, indem Sie Ihre Überraschung zugeben. Erzählen Sie keinen Unsinn, sondern erklären Sie offen, dass Ihnen dazu spontan nichts Kluges einfällt. Das ist nicht brillant, aber wenigstens ehrlich und deshalb sympathisch – und in jedem Fall besser, als sich Quatsch aus den Fingern zu saugen!

Positiv bleiben

Die Grundregel bei heiklen Fragen: Bloß nicht provozieren lassen! Manche dieser Stressfragen sollen Sie bewusst unter Druck setzen, um Ihre Reaktion zu testen und zu beobachten. Wittern Sie aber nicht hinter jeder Frage eine Falle. Offenheit und das Einräumen von Schwächen oder Fehlern wirkt viel entwaffnender. Es sei denn, man greift Sie persönlich an. Dann ist eine Grenze überschritten – und Sie sollten sich überlegen, ob Sie ein solches Vorstellungsgespräch abbrechen.

Nicht lästern

Auch wenn es verführerisch wäre, über bisherige miese Chefs oder Arbeitgeber zu lästern: Widerstehen Sie dem Impuls. Reden Sie niemals schlecht über ehemalige Arbeitgeber oder Vorgesetzte. Diese Regel gilt selbst dann, wenn Sie allen Grund dazu hätten. Das wird immer zum Bumerang und hinterlässt einen unprofessionellen Eindruck.

Vorstellungsgespräch Training: Kostenloser Online-Test

Fühlen Sie sich gut vorbereitet? Dann machen Sie zum Vorstellungsgespräch Training unseren abschließenden Test. Es können mehrere Antworten richtig sein! Als zusätzliche Herausforderung sollten Sie nicht mehr als 10 Minuten für die Beantwortung brauchen…

1. In welcher Rolle sollten Sie als Bewerber auftreten?

  • a) Leistungsträger
  • b) Macher
  • c) Erfahrener Spezialist
  • d) Unternehmer und Dienstleister
  • e) Allround-Organisator
  • f) Keine Antwort trifft zu
  • Antwort: a), b), c) und d)

    2. Worauf wird neben Ihrer Erfahrung noch geachtet?

  • a) Auf Zuverlässigkeit und Loyalität
  • b) Auf Ausdauer und Durchhaltevermögen
  • c) Auf den den Mehrwert, den ich biete
  • d) Auf Lern- und Kooperationsbereitschaft
  • e) Alles ist etwa gleich wichtig
  • Antwort: c) und d)

    3. Worauf kommt es bei der persönlichen Begegnung an?

  • a) Dass ich zeige, was ich alles kann.
  • b) Dass ich von meinen Erfahrungen berichte.
  • c) Dass man mir den Job zutraut.
  • d) Dass ich meine Vita auf den Punkt bringe.
  • e) Dass ich echt und glaubhaft wirke.
  • f) Kann man so pauschal nicht sagen.
  • Antwort: b), c), d) und e)

    4. Was sind die wichtigsten Weichensteller bei der Bewerberauswahl?

  • a) Alter und Erfahrung
  • b) Zuverlässigkeit, Loyalität, Integrität
  • c) Wissen, Können und Zielorientierung
  • d) Erfahrung und Motivation
  • e) Glaubwürdigkeit
  • f) Lernbereitschaft
  • g) Keine Antwort trifft zu
  • Antwort: c), d), e) und f)

    5. Welche Stichworte fassen wichtigsten Vorstellungsgespräch-Fragen zusammen?

  • a) Erfahrung, Verständnis, Mut
  • b) Charakter, Wollen, Können
  • c) Sympathie, Einfühlungsvermögen, Kommunikation
  • d) Wissen, Können, Wollen
  • e) Rationalität, Sensibilität, Spontanität
  • f) Wahrheit, Authentizität, Zuverlässigkeit
  • Antwort: b)

    6. Wofür steht die Abkürzung KBA?

  • a) Kommunikations-Bereitschaft und Arbeitswillen
  • b) Kompetenz, Bereitschaft, Arbeitsleistung
  • c) Kommunikationsziel, Botschaften, Argumente
  • d) Konzept, Berufsziel, Aufgabenbeschreibung
  • e) Konzentrations-, Begabungs-, Arbeitsleistung
  • f) Alles falsch
  • Antwort: c)

    7. Warum sollten Sie zu Ihren Botschaften Beispiele bringen?

  • a) Weil die Antworten glaubwürdiger werden
  • b) Weil die Antworten mehr überzeugen
  • c) Weil es mein Bewusstsein für das schärft, was wichtig ist
  • d) Weil die Antworten so besser verstanden werden
  • e) Weil das Zeit spart
  • f) Alle Lösungsvorschläge treffen zu
  • Antwort: a), b), c) und d)

    8. Wenn Sie gefragt werden, was Ihnen am aktuellen Job gefällt, antworten Sie…

  • a) „Eigentlich fast alles.“
  • b) „Nichts, drum bewerbe ich mich hier.“
  • c) „Vor allem das… das… und das…“
  • d) „Kann ich gar nicht sagen.“
  • e) Kein Vorschlag trifft den Kern
  • Antwort: e)

Perfekt aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten!

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