Content-Curation-Kuratieren
Teilen ist kein Diebstahl, schreibt zum Beispiel Susanna Gebauer in ihrem Artikel völlig zu Recht. Noch immer herrscht hierzulande ein eher ambivalentes Verhältnis zum Teilen und Verlinken von Inhalten im Internet. Und nur wenige nutzen diese Chance. Dabei ist sogenannte Curated Content - strategisch eingesetzt - ein enorm mächtiges Instrument, um die eigene Sichtbarkeit und Reichweite zu maximieren...

Curated Content: Teilen als Strategie

Das Teilen von Links und Inhalten anderer Blogs hat nichts mit altruistischen Motiven oder übertriebener Freundlichkeit zu tun. Gute Inhalte zu teilen ist schlicht eine bewährte und erfolgsversprechende Strategie, um die eigene Reputation zu stärken und Reichweiten zu erhöhen. Letzteres basiert insbesondere auf dem SEO-Effekt ausgehender Links. Dieser verändert sich zwar im Zuge der zahlreichen Updates des Suchalgorithmus, sicher ist aber: Links zu qualitativ guten Quellen und Seiten mit hoher Reputation schaden der eigenen Seite überhaupt nicht, im Gegenteil.

Den Effekt beschreibt zum Beispiel Markus Tandler im letzten Drittel seines Vortrags:

Allerdings gilt auch bei dieser Sharing-Strategie: Die Dosis macht das Gift.

Streben Sie vor allem eine möglichst große Reichweite an, lassen sich mit einem automatisierten Curated-Content-Workflow und dutzenden täglichen Tweets und Beiträgen durchaus achtbare Erfolge erzielen. Wollen Sie jedoch Ihr Profil schärfen, Ihre Reputation ausbauen, sich neue Kontakte erschließen und über die Kommunikation neue Kunden oder einen Job gewinnen, ist der Masse-Ansatz eher ungeeignet.

Wollen Sie Curated Content für den gerade den zweiten Zweck nutzen, sollte dieser...

  • die für Sie relevanten Menschen ansprechen.
  • in erster Linie den Lesern und Netzwerkpartnern Mehrwert bieten.
  • Ihre eigenen Inhalte ergänzen.
  • Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre (Auswahl-)Kompetenz zu unterstreichen.

Diese Effekte treten aber nur ein, wenn Sie Curated Content gezielt auswählen und in ein Gesamtkonzept stellen - kuratieren eben. In der Praxis führt das meist zu einer geringeren Frequenz und intensiveren Aufbereitung der kuratierten Inhalte.

Curated Content: Zeigen Sie Ihre Kompetenz

Machen Sie es Ihren Netzwerkpartnern dabei möglichst leicht, die Inhalte wahr- und aufzunehmen. Das gelingt zum Beispiel, indem Sie den Erscheinungsrhythmus auf Ihre Zielgruppe optimieren - also die Inhalte dann posten, wenn die Menschen, die Sie damit ansprechen wollen, auch bei Ihnen online sind. Google-Analytics oder Facebook-Statistiken geben Ihnen hierzu wertvolle Anhaltspunkte.

Der zweite Weg führt über die Gestaltung und Aufbereitung der Inhalte. Teilen Sie Links, Grafiken oder Videos ohne jeden Kommentar, verschenken Sie damit viel Potenzial und können sich damit sogar schaden.

Unkommentierte und geteilte Inhalte...

  • bieten keinen Hinweis auf Ihre Kompetenz oder Meinung.
  • helfen nicht bei der Einordnung.
  • können falsch interpretiert werden.

Nutzen Sie die Teilen-Funktion also ruhig öfter - aber immer im Zusammenhand mit einem eigenen Kommentar, der auch mal ein ausführlicher Absatz oder Mini-Artikel sein kann. Erst dieser Kommentar gibt Ihnen die Chance, Ihr Hintergrundwissen zum Thema darzustellen und deutlich zu machen, dass Sie sich auskennen.

Curated Content: Die Mischung macht's

Wollen Sie Ihre Online-Kommunikation durch Curated Content aufwerten, sollten Sie zudem auf eine gute Mischung verschiedener Medien und Formate achten. Qualitativ gute Blogartikel sind ein guter Anfang. Wenn Sie hin und wieder aber auch Videos oder Infografiken teilen, schaffen Sie nicht nur mehr Abwechslung, sondern bleiben für Ihre Leser auch spannender.

Das gilt nicht nur bei den Inhalten, sondern auch für die Themen selbst: Alle geteilten Beiträge sollten zwar mit Ihren Kernthemen zu tun haben. Innerhalb dieses Rahmens ist es aber empfehlenswert, auch verschiedene Standpunkte und Meinungen zu beleuchten und entsprechende Autoren zu Wort kommen zu lassen - selbst wenn diese sich oder Ihnen widersprechen. Ordnen Sie das mit einem Kommentar ein und laden Sie Ihre Leser zur Diskussion ein - so können daraus wertvolle Dialoge und Kontakte entstehen.

Ansonsten gilt:

  • Teilen Sie Inhalte verschiedener Autoren und Quellen.
  • Achten Sie stets darauf, dass die Reputation des Autors zu Ihnen passt.
  • Erwähnen Sie Autoren und Quellen dosiert und mit Bedacht.
  • Sehen Sie andere Autoren als Kooperationspartner, nicht als Konkurrenten.

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