Die Beziehungen, die wir zu den Kollegen auf der Arbeit pflegen werden zunehmend wichtiger. Oder besser gesagt: Die Kontakte, die wir dort knüpfen nehmen einen so bedeutenden Raum in unserem Leben ein, dass wir sie selbst im Ruhestand weiterführen, so das Ergebnis einer Langzeitstudie von Rabina Cozijnsen aus Amsterdam, die dazu Erwerbstätige befragt hat, die zwischen 1992 und 1995 sowie zwischen 2002 und 2005 in Rente gegangen sind.
Dabei zeigte sich: Wer sich in den Nullerjahren aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen hat, pflegte signifikant häufiger die Beziehungen zu den Ex-Kollegen weiter als wer in den Neunzigern in Rente ging – sowohl Männer wie Frauen. Rabina Cozijnsen dazu:
We found that those who retired more recently were more likely to maintain at least one personal tie after retirement than those who retired earlier. In other words we discovered that a particular relationship at work was so important that they decided to continue the relationship. Retirement is often seen as a very disruptive life event. The notion that people lose their work-related ties after retirement, because they no longer see one another at work, needs to be reconsidered, in terms of well-being and the aging process.


