“… Ein schönes Wochenende!” Mit diesem Gruß verabschieden sich jeden Freitag die Kollegen in den verdienten Feierabend. Alle freuen sich auf das Wochenende, zwei freie Tage voller Chancen und Aktivitäten, für die man sonst keine Zeit hat. Herrlich!

Stopp! Halt! Sie können dieses Geschwafel vom schönen Wochenende nicht mehr hören, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt? Es geht Ihnen extrem auf die Nerven? Und Sie wollen ganz sicher nicht schon wieder sooo ein friedliches, erholsames Wochenende verbringen? Dann haben wir was für Sie. Und zwar…

10 Tipps wie Sie sich das Wochenende garantiert versauen

  1. Hektik und Stress.
  2. Am besten starten Sie mit einem hektischen und stressigen Freitagabend ins Wochenende. Dadurch wird Ihnen zumindest schon mal der Start vermiest.
    Extra Tipp: Beziehen Sie Ihre Kollegen mit ein. Hektik und Stress wirken hochgradig ansteckend und lassen sich wunderbar auf andere übertragen.

  3. Streit und Ärger.
  4. Hektik reicht Ihnen nicht? Dann beginnen Sie Ihr Wochenende mit einem deftigen Streit. Fauchen Sie Ihren Partner, Ihre Kinder, Freunde und Kollegen an. Am besten grundlos. Seien Sie ungerecht und beleidigend. Ärger ist so programmiert.
    Extra Tipp: Richtig guten, pardon, schlimmen Ärger bekommen Sie, wenn Sie auch noch Ihren Vorgesetzten heftig anpflaumen und respektlos behandeln.

  5. Verkehr und Stau.
  6. Ihr Arbeitstag im Büro war schon richtig mies, der erste Schritt ist geschafft. Doch Vorsicht: Auf dem Heimweg könnte sich Ihre Laune verbessern. Das lässt sich perfekt vermeiden, indem Sie zur Hauptverkehrszeit nach Hause fahren. Idealerweise auf den Hauptverkehrswegen und Autobahnen mit Baustellen. So bleibt die schlechte Laune ganz sicher auf einem akzeptablen, negativen Niveau.
    Extra Tipp: Versuchen Sie dabei zu drängeln und lassen Sie auch andere Heimkehrer an Ihrer Laune durch häufige Spurwechsel partizipieren. Viel Hupen hilft auch.

  7. Einkauf und Vorräte.
  8. Den Heimweg haben Sie mit adäquat schlechter Laune gemeistert. Glückwunsch! Normalerweise würden Sie jetzt noch schnell einkaufen? Das aber verkneifen Sie sich besser. Gehen Sie lieber am Samstagvormittag einkaufen, dann sind die Läden schön voll und die Schlangen an der Kasse lang. Außerdem haben Sie so die Chance am Freitag mit knurrendem Magen ins Bett zu gehen und am Samstag das Echo im Kühlschrank zu bewundern.
    Extra Tipp: Nehmen Sie keine Rücksicht auf die Familie. Der Freitagabend ist der perfekte Zeitpunkt, neue Essgewohnheiten einzuführen.

  9. Pläne und Spontanität.
  10. Sie und Ihr Partner haben schon Pläne für ein erholsames Wochenende gemacht? Keine Sorge, die werden Ihre schlechte Stimmung nicht aufhellen. Sie müssen dazu nur diese alten Pläne durch neue, spontane ersetzen. Ohne Vorwarnung und Rücksichtnahme. Das gibt Ärger, versprochen.
    Extra Tipp: Idealerweise ersetzen Sie erholsame Pläne durch stressige Aktivitäten. Tauschen Sie beispielsweise ein gemütliches Frühstück gegen morgendliches Fensterputzen.

  11. Familie und Freunde.
  12. Normalerweise verbringen Sie Ihre Wochenenden geruhsam im Kreis Ihrer Familie und Freunde. Dieses Wochenende wird anders! Lassen Sie alle Termine und Verabredungen platzen. Besser noch: Erscheinen sie nicht oder machen Sie die Tür nicht auf und gehen Sie nicht ans Telefon. Erklärungen sparen Sie sich bitte auch.
    Extra Tipp: Schicken Sie eine Stunde nachdem man sie zum Beispiel zu einem aufwendigen Brunch erwartet hat eine SMS mit diesem Inhalt: “Habe gerade richtig Spaß in xxx. Sorry, Freude! Musste sein…”

  13. Handy und E-Mail.
  14. Abschalten ist nur was für Warmduscher. Sorgen Sie dafür, dass Sie auch am Wochenende maximal erreichbar sind – per E-Mail oder Handy. Und stellen Sie sicher, dass Sie alle paar Minuten angerufen werden oder eine neue E-Mail bekommen. Im Zweifel pestern Sie eben andere mit Ihren Mails.
    Extra Tipp: Bestellen Sie noch ein paar Newsletter vor dem Wochenende, damit der Posteingang auch wirklich vollläuft.

  15. Gesprächsthemen und Redefluss.
  16. Reden Sie! Und zwar am besten ununterbrochen. Lassen Sie sich von nichts und niemand aufhalten, nicht unterbrechen und schon gar nicht aus dem Konzept bringen. Fallen Sie den Menschen in Ihrer Umgebung ins Wort, sobald diese den Mund aufmachen. Und wählen Sie möglichst langweilige und trockene Themen.
    Extra Tipp: Sprechen Sie über Ihre Arbeit. Den miesen Chef, die doofen Kollegen. Die ganze Zeit. Und Ihre Kinder beglücken Sie mit andauernden Fragen zur Schule.

  17. Arbeit und Privates.
  18. Das Wochenende als freie – noch schlimmer – arbeitsfreie Zeit? Auf gar keinen Fall! Nehmen Sie sich Arbeit mit nach Hause. Ignorieren Sie die Einwände Ihrer Familie geflissentlich. Nutzen Sie wirklich das ganze Wochenende um Ihre Arbeit zu erledigen. Breiten Sie Ihre Unterlagen dazu im gesamten Wohnbereich aus.
    Extra Tipp: Nur gemeinsam sind Sie schlecht. Delegieren Sie auch noch etwas Arbeit an Ihren Partner und Ihre Kinder.

  19. Nachbarn und Anwohner.
  20. All das reicht Ihnen noch nicht? Sie wollen noch eins drauf setzen? Okay… Wenn Sie einen wirklich wütenden Mob vor Ihrer Haustür erleben wollen, folgen Sie einfach der folgenden Anleitung: Bringen Sie die Boxen Ihrer Stereoanlage möglichst nah ans offene Fenster und spielen Sie auf Ihrem angeschlossenen Computer die schrillsten und schrägsten Musikvideos ab, die Youtube hergibt. Drehen Sie die Lautstärke auf Maximum auf und warten Sie ab. Die maximale Wirkung erzielen zwischen 12 und 15 Uhr und nach 20 Uhr.
    Extra Tipp: Wenn es an Ihrer Wand klopft, klopfen Sie im Takt der Musik zurück!