Als ich heute morgen die Infografik rechts über die Hierarchie der digitalen Ablenkungen (zum Vergrößern bitte anklicken) twitterte, fiel mir wieder auf, wie sehr soziale Medien inziwschen unseren Arbeitsalltag durchdringen. Und so mancher Vorgesetzte ist darüber inzwischen ja auch wenig amused, sodass die Zahl derjenigen Unternehmen zunimmt, die Webseiten am Arbeitsplatz sperren.
Nun kann man Angebote wie E-Mail, Twitter, Facebook & Co. verteufeln und als Produktivitätskiller und Alltagsfragmentierer verbannen – oder aber sie als eine neue Form der Zigarettenpause (Kaffeepause, Kaffeeküchenplausch) betrachten. Eine ungewöhnliche Sicht, ich weiß. Aber da ist was dran…
Tatsächlich ist es so, dass diverse Studien die Produktivität steigernde Wirkung von kleinen Arbeitspausen preisen, insbesondere wenn wir sie zum Austausch mit anderen Menschen nutzen. Professor Alex (Sandy) Pentland vom MIT zum Beispiel zeigt in ihren Arbeiten, wie Büroplausch die Leistung der Mitarbeiter erhöht. Kurz: Er entspannt, sorgt für geistige Frischluft, inspiriert.
Der menschliche Organismus schafft es ohnehin nicht, sich länger als eine maximale Zeit von 70 bis 80 Minuten am Stück zu konzentrieren. Spätestens danach sollte man kurze Ruhezeiten, vulgo Pausen, einlegen. Immerhin: Jeder dritte Manager ist davon überzeugt, dass er mit zusätzlichen Pausen konzentrierter und effektiver arbeiten würde, 21 Prozent glauben zudem, dass sich die Stressbelastung der Mitarbeiter durch Kurzpausen senken ließe, so das Ergebnis einer Umfrage des IWD Forschungsinstituts.
Leider untermauert die Studie aber auch, dass Chefs zwar umfängliche Erkenntnis besitzen, jedoch wenig davon umsetzen. So macht laut derselben Umfrage jede zweite Führungskraft (45,7 Prozent) trotzdem keine Pausen. Allenfalls 15 Minuten Auszeit gönnen sich Manager im Schnitt pro Tag. Aber das ist eine andere Geschichte.
Diese bemerkenswerte Studie (pdf) wiederum kommt zu dem Ergebnis, dass acht von zehn Managern glauben, dass Social Media…
Und das die besten Kanäle dafür sind…
Also: Mailen, twittern und facebooken Sie ruhig weiter. Hauptsache, Sie tauschen sich aus und übertreiben es nicht!
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