Aktuelle Studien zeigen, dass sich seit einigen Jahren zwar die Aufgaben und Arbeitsteilung von Mann und Frau immer mehr angleichen. Doch SIE wird dabei nicht glücklicher. Im Gegenteil:
Since the 1960s, men have gradually cut back on activities they find unpleasant. They now work less and relax more. Over the same span, women have replaced housework with paid work — and, as a result, are spending almost as much time doing things they don’t enjoy as in the past. Forty years ago, a typical woman spent about 23 hours a week in an activity considered unpleasant, or 40 more minutes than a typical man. Today, with men working less, the gap is 90 minutes. [...] Women are not actually working more than they were 30 or 40 years ago. They are instead doing different kinds of work. They’re spending more time on paid work and less on cleaning and cooking. What has changed — and what seems to be the most likely explanation for the happiness trends — is that women now have a much longer to-do list than they once did (including helping their aging parents). They can’t possibly get it all done, and many end up feeling as if they are somehow falling short.



Jessica
“Over the same span, women have replaced housework with paid work”
Das “replaced” ist deplaziert. Es gibt Studien, die belegen, dass Frauen sich mittlerweile zwar vermehrt im öffentlichen Leben integriert haben, gleichzeitig ihre Rolle im häuslichen Umfeld aber nicht ablegen konnten (“women now have a much longer to-do list than they once did”)… Wenn Mann sich denn vermehrt in das häusliche Leben integrieren kann, so wäre auch er unglücklicher – und die Gleichberechtigung hergestellt.
Jochen Mai
Ich möchte zwar jetzt nicht den Anwalt für einen Artikel spielen, den ich so nicht formuliert habe, aber das “replaced” ist in meinen Augen so falsch nicht. Der Tag hat nun mal für jeden nur 24 Studen. Je mehr Zeit die Frauen für ihre Karriere investieren, desto weniger bleibt für die Hausarbeit. Und in meinem Umfeld erlebe ich, dass diese Arbeiten dann entsprechend vermehrt an private Dienstleister delegiert werden – sprich: die Putzfrau, die Tagesmutter, den Einkaufsservice.
Wolff Horbach
Das ist doch ganz klar: Je mehr jemand mit Arbeiten zubringt, die er – oder in diesem Falle sie – nicht mag, um so mehr steigt die Unzufriedenheit. Wir jagen immer noch den falschen Zielen nach. Ich kann die Frauen ja gut verstehen, sie wollen – sehr berechtigterweise – ihre Karriere machen. Leider übersehen sie dabei, dass Karriere alleine in der Regel nicht glücklich macht. Wenn dann noch der Stress ansteigt, wird es doppelt schlimm. Und dann sind Frauen noch in der biologischen Falle: Sie wollen Karriere machen, aber auch noch vor dem 40. Geburtstag ein Kind bekommen. Das wird für viele verdammt eng.
Was wir m.E. brauchen, ist eine viel bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das erfordert eine Vielzahl von Maßnahmen. Von der Politik und auch von den Unternehmen. Wenn die Unternehmen endlich einsehen würden, dass glückliche MitarbeiterInnen ihnen viel besser nützen als gestresste, dann wären wir schon ein gutes Stück weiter.