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Die Grundregeln für ein Bewerbungsschreiben

  1. Individuell. Man kann es gar nicht oft genug betonen: Schreiben Sie jede Bewerbung individuell und nie aus Ratgeberbüchern ab! Die lesen auch Personaler. Vielmehr: Kommen Sie gleich zum Punkt und überraschen Sie mit einem ungewöhnlichen ersten Satz.
  2. Aktiv. Die Langeweile von Substantiven in Bewerbungsschreiben ist so offensichtlich wie in diesem Satz. Formulieren Sie aktiv, kleiden Sie Ihre Motivation in Verben, kreiieren Sie Kurzprosa. Im Anschreiben geht es um ein flammendes Plädoyer, Fakten finden sich genug im CV.
  3. Zielgerichtet. Was wollen Sie? Was fasziniert Sie an diesem Job? Vor allem aber: Warum sind Sie der Beste, den das Unternehmen dafür finden kann? Diese Fragen sollten Sie in jedem Anschreiben beantwortet werden. Unmittelbar und nicht länger als auf einer Seite.
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Alphamann und Betawolf – Lektionen aus dem Tierreich

Ein Gastbeitrag von Matthias Nöllke

matthias-noellkeMatthias Nöllke, Karrierebibel-Lesern bereits aus diesem Interview bekannt, ist Autor im Bereich Wirtschaft und Management und arbeitet Leitwolfals Journalist für den Bayerischen Rundfunk in München. Gerade hat er wieder ein neues Buch geschrieben, das diese Tage veröffentlicht wird: Von Bienen und Leitwölfen: Strategien der Natur fürs Business nutzen. Aus dem 256-Seiten starken Werk veröffentlicht er hier exklusiv ein Exzerpt.
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Gehaltsvergleich – Was Uniabsolventen verdienen können

Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen

(Durchschnittliches Jahresbrutto nach Branchen, Bereichen/Qualifikationen):

Branche \ Bereich Finanzen Personal Marketing Ingenieure Juristen
High-Tech 44.000 41.000 38.000 46.000 48.000
Konsumgüter 46.000 41.000 42.000 43.000 48.000
Automotive 42.000 39.000 37.000 48.000 51.000
Pharma 48.000 44.000 43.000 48.000 53.000
Industrie 46.000 43.000 40.000 45.000 52.000
Chemie 47.000 46.000 43.000 49.000 53.000

Quelle: Mercer Deutschland, Basis: 8076 Datensätze aus 367 Unternehmen

Erstaunlich: Obwohl der Ingenieurmangel immer wieder beklagt und die Juristen-Schwemme moniert werden, erzielen letztere deutlich höhere Einstiegssaläre.

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Wie Sie die Wartezeit nach der Bewerbung nutzen

  1. Anrufen. Das Jobinterview ist gelaufen, nun warten Sie seit zwei Wochen auf die Zu- oder Absage. Rufen Sie ruhig an – aber nicht, um sich zu erkundigen, sondern um Ihren Wunsch, für diese Firma zu arbeiten, zu bekräftigen. Nebenbei können Sie immer noch nachhaken.
  2. Mitteilen. Sagen Sie ruhig, wenn Sie andere Angebote haben und deshalb etwa binnen einer Woche eine Entscheidung brauchen. Aber bitte nicht pokern! Manchmal braucht Recruiting Zeit. Wer dann zurückrudert, macht sich unglaubwürdig.
  3. Weitersuchen. Egal, wie sehr Sie diesen Job möchten: Hören Sie mit der Bewerbungsphase erst dann auf, wenn Sie eine verbindliche Zusage oder etwas Schriftliches haben. Und wenn Sie nie wieder von dem Laden hören: Auch gut. Für so ein Gesindel sind Sie sich doch zu schade!
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Sei das Original – Sieben sinnvolle Tipps für die Selbst-PR

Wer nicht wirbt, stirbt. Was für Produkte gilt, trifft auch auf Karrieren zu. Schlechtes Selbstmarketing sorgt nicht nur für weniger Einkommen, es spielt auch eine Rolle beim Scheitern. In einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater hielten 28 Prozent falsche Bescheidenheit für einen der Top-10-Karrierekiller. So eitel und unangenehm einem Selbstdarstellung auch vorkommt: Wer nicht auffällt, fällt durchs Raster. Selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt. mehr

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Die Essenz guter Führung

  1. Kleine Gruppen. Der Mensch ist ein Herdentier, seine Wurzeln liegen in kleinen Jäger-Sammler-Gruppen von ca. 50 Mitgliedern. Werden die Teams größer, steigt das Hierarchiegefälle – und damit das Konfliktpotenzial.
  2. Kleine Statusunterschiede. US-Chefs verdienen im Schnitt 179 Mal mehr als ein Arbeiter im selben Unternehmen. Das muss zu Frust führen. Wer überzeugen will, muss sich bewähren und am selben Strang ziehen. Jemand, den Luxusprobleme plagen, ist dabei nicht glaubwürdig.
  3. Soziale Intelligenz. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass extravertierte, risikobereite Menschen mit Eigenantrieb beste Chancen auf eine Alphaposition haben. Damit sie sich da auch halten, brauchen sie zudem Empathie. Sie müssen wissen, was ihre Mitarbeiter wollen.
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Managerbeurteilung: Was Chefs im Zeugnis wirklich auszeichnet

Wenn Aufsichtsräte oder Firmeninhaber ihr Urteil über scheidende Manager in viele Worte, viel Lobhudelei und viele Seiten kleiden, dann soll das nicht selten verschleiern, dass das Arbeitszeugnis, das diesen Sermon enthält, nicht viel mehr wert ist, als das Papier auf dem es gedruckt wurde. Tatsächlich gelten bei der Besetzung von Vorstands- oder Geschäftsführerposten ganz eigene Regeln. Insbesondere für formale Auswahlkriterien, wie Lebenslauf oder Arbeitszeugnis, auf das freilich auch angestellte Top-Manager Anspruch haben. Wegen eines guten Zeugnisses bekommt zwar keiner einen Job, aber wegen eines schlechten wird manche Führungskraft womöglich gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen. mehr

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Wertsache – Guter Rat ist teuer. Oder auch nicht

Der folgende Tipp ist wirklich gut, das kostet Sie aber etwas. In diesem Fall ein Klick. Einfach so. Vielleicht auf eine Anzeige oder einen Link. Egal. Hauptsache, Sie machen was. Und ich kann Sie beruhigen, es lohnt sich wirklich. Das Folgende ist ein ganz erstaunliches Forschungsergebnis aus der Psychologie, das Ihnen künftig womöglich viel Geld spart. Also bitte: Nur ein Klick

Für die folgende Erkenntnis mussten Sie etwas investieren. Gut, es war kein Geld, dafür Lebenszeit. Die ist sogar noch wertvoller. Und das Erstaunliche ist: Im Grunde ist es jetzt egal, was ich Ihnen rate. Das kann eine wirklich wertvolle Information sein, ein nützlicher Karriererat – oder einfach nur eine tumbe Binsenweisheit. Sie werden es gerne annehmen und schätzen. Denn Sie haben dafür bezahlt, drei Klicks, Lebenszeit. Und je mehr, desto eher assoziieren Sie mit dem anschließenden Tipp eine hohe Qualität. mehr

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Kollegen versus Job – Was ist schlimmer?

80 Prozent! Es gibt Studien, die zeigen, das 80 Prozent der Menschen frustriert sind mit ihrem Job. Das entspräche allein in Deutschland rund 35 Millionen Menschen. Die Gründe hierfür sind Legion: Die Leute sind unzufrieden mit ihrem Gehalt, sie ärgern sich über fehlende Anerkennung, über die Ödnis anhaltender Routine und ewig gleicher Handgriffe. Und natürlich sind alle Menschen um sie herum – Kollegen, Chefs, Kunden – schwer geisteskrank, mindestens aber sozial deformiert. mehr

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Selbstmord nach Mobbing – Beerdigung zahlen Hinterbliebene

Manchmal überrascht mich Justizias Blindheit und Kälte doch: Begeht ein Arbeitnehmer Selbstmord, weil er gemobbt wurde, können seine Angehörigen von dessen Ex-Arbeitgeber nicht verlangen, die Kosten für seine Beerdigung sowie Schadenersatz für die erlittenen Qualen des Verstorbenen zu zahlen (Bundesarbeitsgericht, 8 AZR 347/07). Nur wenn es eindeutige Anzeichen für dessen Suizidgefährdung gab, käme eine andere Beurteilung infrage.

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Fundbüro – Lesenswertes aus dem Netz

Die “six degrees of separation” sind nur noch drei

Jeder kennt jeden über maximal sechs Ecken. Als der Sozialpsychologe Stanley Milgram 1967 die Funktionsweise sozialer Netzwerke untersuchte, kannte er das Internet freilich noch nicht. Deshalb kam er bei seinen Versuchen zum Kleine-Welt-Phänomen auch nur auf das eingangs genannte Ergebnis, auch bekannt als die “six degrees of separation”. Nach einer neuen O2-Studie haben sich diese durch die virtuellen Social Networks jedoch auf drei reduziert: mehr

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Apodiktion – Führungsstile von Frauen und Männern

Frauen und Männer haben einen anderen Stil. Nehmen Sie die Debatte um Angela Merkel, als jemand fragte, ob sie Richtlinienkompetenz hat oder nicht. Alle Männer meinten, sie hätte sie nicht. Absurd. Auf dem Papier hat sie die sowieso. Aber daran mache ich unterschiedliche Führungsstile von Männern und Frauen fest. Es ist schon so, dass die Art des Auftretetns anders ist. Bei Männern fangen die Sätze viel häufiger mit “Ich” an und hören mit “Ich” auf. Da wird viel apodiktischer gesagt: So ist es.

Renate Künast, 53, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (in Perspektiven 178/08)
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Gähndefekt – Sie wissen, dass Sie andere langweilen, wenn…

Es ist gar nicht so einfach, einen langweiligen Einstieg zu schreiben. Jahrelang haben die Lehrer in der Schule versucht, einem unter selbstquälerischer Hingabe beizubringen, wie man mit einem simplen Besinnungsaufsatz seinen bis dato einzigen Leser, also den Lehrer, bis zur Besinnungslosigkeit martern kann, und dann, gut 20 Jahre später, fällt einem keiner dieser Oden an die Öde vom Typ „Goethe war ein Dichter wie er im Buche steht“ mehr ein. Sapperlot.

Apropos: Lesen Sie noch oder langweile ich Sie schon? mehr

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Hausordnung: Drei einfache Regeln