Attenzia LED Schreibtischleuchte von Novus im Test

Wie wichtig gute Ergonomie am Arbeitsplatz ist, wird häufig unterschätzt. Dabei achten die meisten auf richtiges Sitzen und einen guten Bürostuhl oder einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Was aber oft vergessen wird, ist: das Licht. Gutes und ergonomisches Licht verbessert nicht nur das Wohlbefinden und entlastet die Augen (vor allem bei der Bildschirmarbeit) – es kann sogar die Konzentrationsfähigkeit steigern. So beugt es sogar einigen Stress-Symptomen und Ermüdung vor. Wir haben daher mal eine neuartige Designer LED Schreibtischleuchte getestet: die Attenzia von Novus…

Attenzia LED Schreibtischleuchte von Novus im Test

Ergonomisch optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz

Für einen ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplatz gibt es in Deutschland sogar Regeln. Dazu gehört zum Beispiel auch die DIN 5035-8, nach der die optimale Arbeitsplatzbeleuchtung für Bildschirmarbeitsplätze bei mindestens 500 Lux liegt (PDF).

Ergonomie Arbeitsplatz Buerostuhl Sitzen Infografik

Längst nicht alle Schreibtisch- und Arbeitsplatzleuchten erreichen diesen Wert. So mancher Arbeitgeber stellt den Mitarbeitern ein paar Billig-Funzeln auf den Tisch, Motto: Licht ist Licht. Ist es aber nicht.

So kommt es bei guter Beleuchtung nicht nur auf die Lux-Zahl (also die Beleuchtungsstärke) an, sondern auch auf den Standort der Lampe. Die sollte vor allem keine blendenden Reflexe (im Monitor) verursachen und den Arbeitsplatz zudem gleichmäßig ausleuchten.

Die optimale und ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz ist meist ein Mix aus…

  • Direkter Beleuchtung (zum Beispiel Schreibtischleuchten)
  • Indirekter Beleuchtung (zum Beispiel Wand- oder Deckenleuchten)
  • Tageslicht

Ergonomie-Studien zeigen wiederum, dass in der Regel eher ein Wert von 500 bis 1500 Lux gewählt werden sollte (der Bestwert lag oft um die 1350 Lux), um auf der Netzhaut für maximale Entspannung zu sorgen. Darüberhinaus sollte das Licht dem Farbspektrum des Tageslichts ähneln und im Tagesverlauf in der Intensität angepasst werden können.

All das versprechen moderne Schreibtischleuchten. Aber versprechen lässt sich ja viel. Deshalb haben wir einen Hersteller gefunden, der bereit war, sich auf einen Test einzulassen und uns eine seiner Leuchten zur Verfügung zu stellen.

Arbeitsplatzleuchte Attenzia von Novus: schlicht, schlank, schön

Zunächst einmal nutzt Novus für seine Schreibtischleuchten LED. Die sind energieeffizient und zudem langlebig, was wiederum Kosten senken kann – vor allem, wenn damit mehrere Arbeitsplätze ausgestattet werden sollen. Einziger Haken: Die einzelnen LED-Lampen können in der Leuchte nicht ausgetauscht werden. Sind sie kaputt, braucht man eine neue Lampe.

Die Attenzia-Leuchten, die der Designer Georg Kaluza entworfen hat, strahlen „neutralweiß“ (4000 K), also nicht „warmweiß“, wie es etwa klassische Glühbirnen tun. Die kältere Farbtemperatur ist für entspanntes Arbeiten aber optimal und erzeugt durchaus eine angenehme Atmosphäre (Leuchtenlichtstrom von 742 Lumen).

Schön ist auch das minimalistische Design: Die Schreibtischleuchte hat schmale Tragarme mit einem Gelenk sowie einen flachen Leuchtenkopf, der sich stufenlos dimmen (einfach An/Aus-Schalter gedrückt halten) und in nahezu jede Richtung drehen lässt. So kann für jede Arbeitssituation die perfekte Beleuchtung erreicht werden.

Eine eingebaute Memoryfunktion merkt sich die zuletzt gewählte Helligkeitseinstellung, sodass diese auch beim nächste Einschalten (selbst nach einem Stromausfall) wieder aufleuchtet.

Getestet wurde von uns das folgende Set:

  • Attenzia Task (ohne Befestigung) in Aluminium mit 2-teiligem Aluminium-Tragarm und innenliegender Kabelführung (Kabellänge: 2 Meter)
  • Attenzia Base Plate (Standplatte zur Platzierung auf dem Tisch)

Für die Attenzia gibt es zudem ein Mehrplatzsystem und diverse Varianten, die es erlauben, die Lampe auch per Klemmschiene am Schreibtisch oder mittels Dorn in einer speziellen Senkvorrichtung zu befestigen. Das haben wir aber nicht getestet.

Attenzia LED Schreibtischleuchte  Novus Test 02

Test: Funktionalität, Ergonomie, Licht

Wir bekommen die Lampe in einem flachen, schweren Paket geliefert. Das Hauptgewicht stammt allerdings von der Standplatte, die ebensogut aus verdichtetem Blei sein könnte. Immerhin: Die Lampe wird damit später auch ein Orkan der Stärke 11 nicht umhauen können.

Der Rest ist eine Art Bausatz, wobei die Anleitung leider für anfängliche Verwirrung sorgt. An der Lampe ist nämlich noch ein Dorn (für spezielle Schreibtischhalterungen), der erst noch abgeschraubt werden muss. Auch die anschließende Montage von Fuß und Lampe gestaltet sich als schwierig, da das nur seitlich gelingt und die gefühlt tonnenschwere Standplatte dazu seitlich aufgestellt werden muss. Gar nicht so leicht und stabil bei einem Zentimeter Breite. Das geht eigentlich nur bequem mit einem Helfer. Ein echter Minuspunkt.

Nachdem diese Hürde endlich genommen ist, funktioniert die Attenzia-Schreibtischleuchte aber einwandfrei. Die 49 LED auf der Unterseite der Lampe strahlen in maximaler Stufe extrem hell und angenehm weiß. Auch das Dimmen der Leuchten lässt sich bequem und stufenlos einstellen. Verarbeitung gut, die Lampe macht, was sie soll. Top.

Durch die filigrane Struktur der Lampenarme gelingt das Schwenken der Arme um die eigene Achse allerdings schwer. Um die Drehbewegung zu erleichtern, kann man zwar die Schraube an der Unterseite des Standfußes lockern, dann aber wird der Arm ingesamt wackeliger auf der Standplatte. Hier wurde am falschen Ende gespart: Ein gutes Kugellager (oder Vergleichbares) hätte der Lampe besser getan.

Fairerweise muss man aber sagen, dass Schreibtischlampen seltener um 360 geschwenkt, dafür umso häufiger in der Höhe angepasst werden – und da funktioniert ausgezeichnet.

Alles in allem eine wirklich schöne Schreibtischlampe. Einzig der Preis der Attenzia-Schreibtischleuchte ist gewöhnungsbedürftig: Um die 420 Euro soll das Lampen-Set kosten (etwa hier). Das kommt sicher durch das elegante Design. Für manchen Arbeitsplatz dürfte das allerdings den Rahmen sprengen.

[Bildnachweis: by Shutterstock.com]
16. Dezember 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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