Gita: Der Shopping-Roboter

Von Microsoft gibt es den Personal Shopping Assistant, der Ihnen das Einkaufen im Netz erleichtern soll. Für die reale Welt gibt es so etwas bald auch. Ein kleiner, wendiger Roboter, der auf den Namen Gita hört und Ihnen die Einkäufe hinterherträgt. Fürs Wochenendshopping in der City oder lästige Einkäufe im Supermarkt eine verheißungsvolle Erfindung. Nie wieder Tüten schleppen! Man könnte den kleinen Shopping-Freund sogar als Sportkameraden einspannen…

Gita: Der Shopping-Roboter

Piaggio Gita: Packesel der Zukunft

Gita CargoDer beste Freund des Menschen, das ist bekanntlich der Hund. Noch! Gita will dem Vierbeiner diesen Platz streitig machen.

Gita ist sowas wie ein Shopping-Wauwau, der einem die Einkäufe hinterherträgt. Der Roboter rollt selbstständig hinter Herrchen oder Frauchen her, nachdem dieser Milch und Eier sicher im Innern verstaut hat.

Gita ist italienisch und bedeutet übersetzt so viel wie Fahrt, Wanderung, Ausflug. Der kleine Helfer wurde von der Firma PFF entwickelt, einer Tochter der Vespa-Schmiede Piaggio. PFF steht für Piaggio Fast Forward und wurde 2015 in den USA gegründet, mit dem erklärten Ziel, leichte, intelligente Mobilitätslösungen zu entwickeln. Größer als Flugdrohnen sollen sie sein, aber kleiner als Autos. Gita ist das Debüt-Produkt von PFF.

Die Erfindung richtet sich laut Hersteller aber nicht nur an Geeks und Early Adopter. Auch Eltern sind angesprochen, oder ältere Menschen, außerdem Menschen mit Behinderungen. Alle, die viel zu schleppen, aber zu wenig Kraft in den Händen haben.

Gita: 20 Kilo, 37 km/h, 66 Zentimeter

Gita LobbyDer Besitzer von Gita muss einen speziellen Gürtel tragen, damit der Roboter ihm folgt. Am Gürtel sind mehrere Kameras angebracht. Die Aufnahmen vergleicht Gita mit seinen eigenen. Denn auch der Roboter selbst verfügt über diverse Kameras, die ihm eine 360-Grad-Übersicht verschaffen und mit deren Hilfe er seine Umwelt ausmisst. Vergleicht er nun die Bilder – seine eigenen und die am Gürtel – kann er sich lokalisieren und den Weg berechnen, den er hinter seinem Besitzer hergehen muss.

Sichtkontakt mit Herrchen oder Frauchen benötigt Gita also im Prinzip gar nicht. Wenn Sie hinter der Gemüsetheke verschwinden, wird Sie der Roboter trotzdem finden. Nur in der Dunkelheit könnte es problematisch werden, auch Hindernisse kann der Shopping-Roboter (noch) nicht so gut überwinden.

Dafür trägt er Lasten von bis zu 20 Kilo. Das ist beachtlich. Einfach die Luke oben öffnen und die Einkäufe hineinpacken. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 37 km/h, er kann einem Spaziergänger also folgen.

Einen Verkaufspreis hat PFF für seine Erfindung bislang nicht angesetzt. Noch läuft die Testphase, aber schon 2019 sollen die ersten Gitas in die freie Wildbahn entlassen werden. Dafür haben sich die Macher Büros und Baustellen ausgeguckt, wo der Roboter als Springer eingesetzt werden soll.

Wenn alles gut läuft, dürfen wir Gita danach auch als privaten Packesel anheuern. Eine gar nicht so üble Vorstellung, immerhin könnte man so den Wocheneinkauf mit einem Spaziergang, einer Jogging– oder Nordic Walking-Runde verbinden. Schnell zum Supermarkt flitzen mit Gita im Schlepptau – und man erledigt zwei (bisweilen lästige) Pflichtaufgaben in einem: Sport und Einkaufen.

Noch genialer wäre es – aus Unternehmenssicht – wenn Gita so flink und wendig wäre, dass er einer Vespa folgen könnte. Dann könnte Piaggio beide Geräte im Doppelpack verkaufen…

Steckbrief: Piaggio Gita

Die wichtigsten Eigenschaften von Gita im Überblick:

  • Tragekapazität: 44 Pound (ca. 20 Kilo)
  • Volumen: 2000 cubic inches (ca. 32,7 Liter)
  • Durchmesser: 66 Zentimeter
  • Preis: noch offen
[Bildnachweis: Piaggio Fast Forward]
16. Juni 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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