Smartphone: Wie es Ihrem Rücken schadet

Das Smartphone ist aus der modernen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Schnell noch eine E-Mail von unterwegs verschicken, mobil durchs Internet surfen oder die anstehenden Aufgaben im Kalender eintragen. Die Zahl der nützlichen Funktionen und Apps ist unüberschaubar, doch leider bringt das Smartphone auch negative Seiten mit. Denn die täglich stundenlange Nutzung kann ernsthafte Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben. Wie Smartphone & Co Ihrem Rücken schaden und was Sie dagegen tun können…

Smartphone: Wie es Ihrem Rücken schadet

Wie oft wird das Smartphone benutzt?

Kurz das Handy aus der Hosentasche gezückt, um die E-Mails zu checken, nur einmal nachsehen, ob es neue Nachrichten von Freunden oder Familie gibt oder einfach die Zeit vertreiben. Oft geschieht es unbewusst, doch jeden Tag nimmt das Smartphone einen erheblichen Teil unserer Zeit in Anspruch. Wie viel Zeit das genau ist, zeigte eine Studie an Jugendlichen der Universität Bonn:

  • Durchschnittlich wird das Smartphone alle sieben Minuten aus der Tasche genommen.
  • Jeden Tag wird das Smartphone im Schnitt 135 Mal eingeschaltet.
  • Die tägliche Nutzungsdauer beträgt im Schnitt drei Stunden, das sind circa 20 Prozent der wachen Zeit.

Doch nicht nur die reine Nutzungsdauer ist besorgniserregend, auch die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht von der Hand zu weisen.

Rückenschmerzen: Volkskrankheit Nummer Eins

Noch immer sind Muskel- und Skeletterkrankungen der Hauptgrund für krankheitsbedingte Fehltage. Zweidrittel der Deutschen leiden unter Rückenproblemen und 25 Prozent der beruflichen Fehltage gehen auf das Konto von Rückenschmerzen. Das erstaunliche daran sind die Auslöser der Schmerzen. Neben anstrengender, körperlicher Arbeit, die beispielsweise durch gebeugtes Stehen oder das Heben schwerer Lasten den Rücken schädigt, ist auch die Nutzung von Computer, Smartphone oder Tablet eine der Hauptursachen für Rückenschmerzen.

Aber was können Sie gegen diese gesundheitlichen Risiken unternehmen, da technische Hilfsmittel in der Kommunikation nicht mehr zu ersetzen sind?

Wie Sie Ihren Rücken unterstützen können

Natürlich ist es aufgrund der beruflichen und privaten Erreichbarkeit keine Lösung mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet gänzlich zu verbannen. Auch wäre es schwer, auf all die Vorzüge und positiven Eigenschaften zu verzichten, an die wir uns dank der technischen Helfer mit den Jahren gewöhnt haben. Außerdem entstehen die Probleme eher durch das Nutzungsverhalten, als durch das Smartphone an sich. Doch was können Sie tun, um Ihre Gesundheit zu schützen? Die folgenden fünf Tipps helfen Ihnen dabei, bei der Nutzung von Smartphone & Co Ihren Rücken- und Nackenbereich zu schonen.

  1. Halten Sie Ihr Smartphone auf Augenhöhe. Das mag vielleicht ungewohnt aussehen, doch der stark nach vorn gebeugte Kopf bei der Nutzung eines Smartphones ist Gift für die Rücken- und Nackenmuskulatur. Diese „Handy-Nacken“ oder in Anlehnung an die moderne Technik auch „iPosture“ genannte Körperhaltung führt zu großem Druck im Rücken- und Schulterbereich. Je länger diese Position beibehalten wird, desto größer wird das Risiko für schmerzhafte Verspannungen. Ein einfacher Trick, wie das Smartphone auf Augenhöhe zu halten, kann bereits reichen, um Rückenschmerzen zu verhinden.
  2. Kontrollieren Sie Ihre Körperhaltung. Nicht nur im Stehen, gerade auch während Sie sitzen, können Sie Ihrem Rücken schaden. Das Smartphone oder Tablet auf dem Schoß, die Schultern hängen herab und der Rücken hängt krumm auf der Couch. Was Ihnen anfangs vielleicht bequem erscheint, ist für Ihren Rücken eine Tortur. Nicht umsonst werden viele Kinder von Ihren Eltern und Großeltern ermahnt, sich gerade zu halten. Also besser mit geradem Rücken sitzen und das Smartphone auf dem Tisch, statt auf dem Schoß halten. Das verringert den Neigungswinkel des Kopfes.
  3. Achten Sie auf Ihren Magnesiumhaushalt. Nicht nur Leistungssportler vertrauen darauf, auch Sie sollten darauf achten, genügend Magnesium zu sich zu nehmen. Der Grund für Rückenschmerzen sind häufig Muskelverspannungen. Genau bei der Lösung dieses Problems kann Magnesium Ihrem Körper helfen. Es wirkt entzündungshemmend doch wichtiger noch, es entspannt die Muskeln. So kann die richtige Ernährung dabei helfen, den Rückenschmerzen vorzubeugen. Besonders gut geeignet sind beispielsweise Kürbiskerne oder Kakao, die den Körper mit einer großen Menge Magnesium versorgen.
  4. Machen Sie Entspannungsübungen. Wenn Sie beispielsweise aus berulichen Gründen Ihr Smartphone viel und auch lange nutzen, sollten Sie regelmäßig Entspannungsübungen für Rücken und Nacken durchführen. Auf diese Weise werden die Muskeln wieder gelockert und das Risiko von schmerzhaften Verspannungen sinkt. Oft reichen schon Bewegungen, wie das langsame kreisen des Kopfes aus, um die Muskeln wieder zu entspannen. Auch eine Dehnübung mit nach oben gestreckten Armen kann nach einer gekrümmten Haltung für Erholung sorgen. Achten Sie aber darauf, bei den Übungen kein Hohlkreuz zu machen.
  5. Schreiben Sie einen Tag lang keine Nachrichten. Klingt im ersten Moment nach einer leichten Aufgabe, doch die Gewohnheit zu durchbrechen erfordert Ehrgeiz. Ihr Rücken hingegen wird sich über die dringend nötige Erholung freuen. Anstatt mit gekrümmtem Rücken über Ihrem Smartphone zu hängen, verlegt sich Ihre Kommunikation nun auf Telefonate oder direkte Gespräche, die Ihrer Körperhaltung zuträglicher sind. Ein positiver Nebeneffekt: Gespräche sind im Vergleich zu Nachrichten häufig der effizientere Kommunikationsweg.
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6. Februar 2015 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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