Haben Sie sich schon einmal schriftlich bei einem Unternehmen beworben? Dann kommt Ihnen folgende Situation sicher bekannt vor: Sie haben ein passendes Stellenangebot gefunden, sich über das Unternehmen informiert und auch schon telefonisch Kontakt aufgenommen. Voller Motivation setzen Sie sich an das Bewerbungsanschreiben, investieren Zeit und viel Kreativität und halten schlussendlich das Ergebnis in den Händen. Doch beim Zusammenstellen der Bewerbungsmappe beschleicht Sie ein komisches Gefühl und die bange Frage “Habe ich wirklich an alles gedacht?” Damit Sie genau dieses Gefühl vertreiben können, haben wir heute eine Checkliste für Sie.
Ernstgemeinte Bewerbungen – und nur die machen Sinn – benötigen einiges an Zeit und Energie. Selbst bei sorgfältigster Vorbereitung können sich Fehler einschleichen. Gerade wenn Sie viele Bewerbungen schreiben, passieren schnell Flüchtigkeitsfehler, sogar bei Kurzbewerbungen. Dagegen hilft – neben einer Person Ihres Vertrauens, die Ihre Bewerbung Korrektur liest – auch unsere Checkliste in der wir 50 Punkte auflisten, auf die Sie achten sollten. Wenn Sie diese Checkliste vor dem Versand Ihrer Bewerbung durchgehen, können Sie sicher sein, dass Sie an alles Wichtige gedacht haben. Um die für Sie passende Stelle zu finden, empfehlen wir Ihnen unsere Jobbörse und den Karrierekalender.
- … sich über das Unternehmen informiert?
- … Partner und Projekte des Unternehmens recherchiert?
- … den Namen Ihres Ansprechpartners ermittelt?
- … Ihren Ansprechpartner gegoogelt?
- … telefonisch Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen?
- … Sie sich mit Mitarbeitern des Unternehmens ausgetauscht?
- … das Unternehmen auf Twitter, Facebook, Google+ und Co. gesucht? Folgen Sie dem Unternehmen dort und arbeiten aktuelle Informationen in Ihre Bewerbung ein?
- … aktuelle Presseartikel zu dem Unternehmen gelesen?
- … allgemeine Formulierungen wie beispielsweise “man sollte” oder “man könnte” vermieden?
- … Ihre Bewerbung auf Rechtschreib- und Tippfehler geprüft?
- … darauf geachtet, dass Ihre Blätter und Mappe sauber und frei von Flecken sind?
- … darauf geachtet, dass die Schriftgröße ausreichend groß ist?
- … eine gut lesbare Schriftart gewählt und diese konsequent in der gesamten Bewerbung verwendet?
- … Ihre Kopfzeile – falls Sie eine verwenden – auf allen Seiten identisch eingesetzt?
- … auf allen Dokumenten das identische Datum verwendet?
- … auf ausreichende Seitenränder geachtet und diese für alle Seiten gleich eingestellt?
- … darauf geachtet, dass Ihre Blätter nicht geknickt oder verknittert sind?
- … die gesamte Bewerbung in eine PDF-Datei konvertiert? Das gilt natürlich nur für Bewerbungen die Sie per E-Mail verschicken.
- … darauf geachtet, dass Ihre PDF-Datei eine Dateigröße von zwei Megabyte nicht überschreitet?
- … darauf geachtet, dass Ihr Anschreiben eine A4-Seite nicht überschreitet?
- … einen Ansprechpartner im Anschreiben adressiert?
- … in klaren Sätzen geschrieben? Verschachtelte Bandwurmsätze lassen Sie nicht klüger wirken. Für Leser sind solche Sätze jedoch anstrengend.
- … einen individuellen Einstieg in Ihr Anschreiben gewählt? Die Standardformulierung “hiermit bewerbe ich mich” ist nicht nur langweilig sondern bei einigen Personalern bereits ein Ausschlusskriterium.
- … auf ein Übermaß an Fremdwörtern verzichtet? Fachbegriffe sollten Sie sicherlich erwähnen, zu viele machen den Text jedoch schwer lesbar.
- … alle für die Stelle wichtigen Punkte eingearbeitet?
- … einen verbindlichen Schlusssatz gewählt? Unverbindliche Formulierungen wie “über ein Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen” verringern Ihre Chance, wirklich eingeladen zu werden.
- … Formulierungen vermieden, die Sie unsicher erscheinen lassen? Dazu zählen Worte wie “würde”, “könnte”, “sollte”, “möchte”, “vielleicht”, “eigentlich” und ähnliche.
- … Absätze in Ihrem Anschreiben? Einen reinen Fließtext liest niemand gerne. Ganz zu schweigen von der wenig einladenden Optik.
- … die Anschrift des Unternehmens auf Höhe des Umschlagfensters platziert?
- … Ihre Kontaktdaten auf dem Anschreiben?
- … das aktuelle Datum auf dem Anschreiben?
- … das Anschreiben auf das Unternehmen angepasst?
- … Ihre Stärken und Kompetenzen – in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle – dargestellt?
- … ein ansprechendes Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf? Pflicht ist das nicht, es gibt der Bewerbung jedoch eine persönliche Note.
- … alle Stationen Ihres Lebenslaufes mit Monat und Jahr angegeben?
- … durchgehend das gleiche Format für alle Einträge verwendet?
- … bei jeder Station ein oder zwei Stichworte zu Ihrer Tätigkeit eingefügt?
- … darauf geachtet, dass Ihr Lebenslauf lückenlos ist?
- … Ihre relevanten Interessen und Kompetenzen aufgeführt?
- … Ihren Lebenslauf auf den maximalen Umfang von zwei A4-Seiten begrenzt?
- … alle berufsrelevanten Fortbildungen und Qualifikationen im Lebenslauf?
- … das aktuelle Datum auf Ihrem Lebenslauf? Stimmt dieses mit dem Datum auf Ihrem Anschreiben überein?
- … Ihre Kontaktdaten auf dem Lebenslauf?
- … Ihre Nationalität auf Ihrem Lebenslauf vermerkt? Für viele Arbeitgeber ist dieser Punkt nicht ganz unwichtig.
- … Ihre Sprachkenntnisse mit dem jeweiligen Sprachniveau genannt?
- … die letzten zwei oder drei Arbeitszeugnisse beigelegt?
- … Nachweise und Zertifikate für die relevanten Qualifikationen eingefügt?
- … wirklich nur die relevanten Nachweise in der Bewerbungsmappe? Nachweise, die nicht unbedingt notwendig sind, sollten Sie nicht beilegen.
- … ausschließlich Kopien beigelegt? Auch wenn es selbstverständlich klingt, Originale gehören nicht in eine Bewerbungsmappe.
- … auf eine hohe Auflösung und Qualität Ihrer Kopien geachtet?
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Bewerbungs-Dossiers zu Mappe, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugnissen.
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Annegret Linder
Hilfreiche Checkliste, aber bitte unbedingt nochmal korrekturlesen…
Einige der Punkte passen nicht zur Struktur “Haben Sie…”.
Christian Mueller
Danke für den Kommentar. Ich hab die zwei Punkte angepasst.
Norbert
… und dann sitzt Du in einem Gespräch für das Du vorher telefonisch einen Termin gemacht hast und der Typ gegenüber blättert lustlos in Deiner gestylten Mappe und sieht hinter dem Lebenslauf die Seitenbezeichnung “Leistungsbeschreibung” von einer Seite wo Du Projekte und Erfolge vorstellst. Da schaut er verschreckt, legt die Mappe weg und fängt an über Schwierigkeiten und Dumping-Lohn zu reden.
… im nächsten Gespräch zieht die Dame gegenüber den ganzen Papier-Set mit Kraftanstrengung aus der Klemmmappe “… wir heften das ab” Gehört hat man nichts mehr von der Firma.
… Bewerbungen zu Firmen in den alten Bundesländern kommen nach ca. 8 Wochen wieder zurück. Anschreiben “wir haben uns mit ihrer Bewerbung … beschäftigt…” Unterschrift (Praktikant)nach Diktat verreist.
Fällt Dir dazu auch was ein ??
Christian Mueller
Hallo Norbert,
solche Firmen gibt es leider auch, klar. Allerdings sind solche Unternehmen dann auch nicht unbedingt die Traumarbeitgeber. Gerade bei “wir heften das ab” würde ich ehrlich gesagt freundlich widersprechen und darauf hinweisen, dass die Bewerbungsunterlagen nach wie vor Eigentum des Bewerbers sind. So viel Wertschätzung sollte das Unternehmen respektive der Personaler oder die Personalerin vor der investierten Zeit und Energie haben.
Natürlich muss ich eine Bewerbung auf die Stele anpassen. Wenn solche Situationen allerdings öfter vorkommen, würde ich meine Suchkriterien und meine angestrebten Stellen noch mal überprüfen. Denn dann bin ich offensichtlich an wenig geeignete Firmen geraten. Das kann natürlich auch Pech sein.
Gruß,
Christian
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