- Fragen! Viele Konflikte eskalieren, weil die Streithammel sich zuerst mit Behauptungen bombardieren: „Sie telefonieren viel zu laut!“ Besser ist, Fragen zu stellen: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie beim Telefonieren sehr laut sprechen?“ Wer richtig fragt, lenkt das Gespräch und vermeidet gleichzeitig Provokationen. Umgekehrt: Reagieren Sie auf solche Schuldzuweisungen nie beleidigt, sondern ebenfalls mit Rückfragen: „Was wollen Sie damit sagen?“
- Wortwahl! Tatsächlich streiten Männer anders als Frauen. Während Er in seinen Sätzen Fakten aneinander reiht, versucht Sie mit ihren Worten Harmonie zu erzeugen. Geht der Mann darauf nicht ein, fühlt sie sich zurückgewiesen und der Streit eskaliert. Dasselbe gilt für Verallgemeinerungen à la „Das ist totaler Schwachsinn!“ Solche Formulierungen sind feige Attacken, die den Streit nur anschüren. Formulieren Sie lieber konkret und als Ich-Botschaft: „In dieser Situation fühlte ich mich so…“
- Überhören! Natürlich sollten Sie Ihrem Gegenüber genau zuhören, um zu signalisieren, dass Sie die andere Person ernst nehmen. Der Profi geht selbst auf Vorwürfe oder Unterstellungen ein, auch wenn sie ungerechtfertigt sind, überhört aber reine Sticheleien, behält so die Zügel in der Hand und beweist Größe. Umgekehrt gilt: Respektlosigkeiten disqualifizieren jeden Diskutanten. Und Ironie oder Sarkasmus wirken immer destruktiv auf die Gesprächsatmosphäre.
Zanke schön! Drei Tipps für besseres Streiten
1-2-3-Tipps, Job
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Oliver Rumpf
4. Die Zusammenfassung der Aussagen des anderen mit den eigenen Worten wiederholen und sich die Bestätigung holen, ob man den anderen so richtig verstanden hat. Gelingt dies nicht: Nachfragen, was der andere will.
Oft kommuniziert der andere nur, was er nicht will obwohl er eine konkrete Erwartungshaltung hat. Dies läst aber Spielraum für x andere Möglichkeiten die auch nicht zu seiner Vorstellung passen und somit weitere Enttäuschungen nach sich ziehen.
Die Frage: “Ok, jetzt weiß ich was Du nicht willst. Und was möchtest Du statt dessen?” wirkt oft Wunder. Gleichzeitig entfernt man sich damit von der Ebene der Schuldzuweisung (die nichts bringt) und nähert sich der Problem-Lösung die für alle Vorteile in sich birgt.
Zu diesem Thema empfehle ich das Buch / Hörbuch / Seminar “Gewaltfreie Kommunikation” von Marshall B. Rosenberg. Darin sind viele tolle Tipps, nicht nur für Verhandlungsführer bei internationalen Krisen, sondern auch für den Hausgebrauch im Job, der Familie usw.